Rezept: Saftiger Schokokuchen mit Mandelmehl — glutenfrei, schokoladig und einfach
Lust auf einen saftigen Schokokuchen ohne Mehl, der so ungeheuer schokoladig, weich und sündig ist, dass er auch als Dessert durchgeht? Eine Art Schokoladenkuchen mit fast flüssigem Kern, der quasi auf der Zunge zergeht, und noch dazu sehr schnell zuzubereiten ist?
Warum dieses Rezept?
Der Kuchen mit Mandelmehl ist von Natur aus glutenfrei und eignet sich nicht nur für Menschen mit Zöliakie, sondern für alle, die einen ehrlichen Vorratskuchen mit viel Geschmack suchen. Weil der Schokoladenkuchen ohne Mehl und Milch auskommt, wird er zudem auch von Kuhmilchallergikern vertragen, wenn man die Butter durch (etwas weniger) Kokosöl ersetzt. Mit Zuckerersatz in Form von Xylit oder Erythrit sowie (zuckerfreier) Zartbitterschokolade wird es sogar kohlenhydratarm.
Charakteristik des Kuchens
Dieser absolut köstliche Kuchen erinnert mich immer an richtig gute Brownies - er ist zwar nicht „knatschig“ bzw. fudgy, aber im Inneren eben ungeheuer saftig, weich und feucht. Wenn du einen Kuchen mit flüssigem bzw. weichem Kern haben möchtest, solltest du ihn nur ca. 20-25 Minuten backen.
Zutaten (Grundrezept für ca. 22 cm Springform)
- 200 g Butter
- 200 g Zartbitterschokolade, gehackt
- 4 mittelgroße Eier (oder 3-4 je nach Variante)
- 80 g Zucker + 80 g brauner Zucker (insg. 160 g) oder nach Belieben weniger
- 200 g gemahlene Mandeln
- 55 g Kakao (bzw. 1-2 EL Kakaopulver nach Rezeptvariante)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver (optional, für etwas Lockerheit)
- 1 EL Vanillezucker oder Vanilleextrakt
- Prise Zimt (optional)
Alternative/Low-Carb- und Allergie-Varianten
- Butter durch Kokosöl ersetzen (etwas weniger verwenden) - für Kuhmilchallergiker.
- Zucker durch Xylit oder Erythrit ersetzen und zuckerfreie Zartbitterschokolade verwenden - für kohlenhydratarme oder Keto-Varianten.
- Gemahlene Mandeln durch Kokosraspeln ersetzen und etwas Obstpüree zugeben - abgewandelte Textur und Geschmack.
Vorbereitung
Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine kleine Springform (ca. 22 cm) einfetten und mit etwas Kakao bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Bei einer größeren Form verlängert sich die Backzeit/ändert sich die Konsistenz.
Zubereitung - Schritt für Schritt
- Die Butter mit der klein gehackten Schokolade im heißen Wasserbad oder normal im Topf bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren. Die Schokolade entweder in Stücke brechen oder grob hacken, zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen und dann etwas abkühlen lassen.
- Die Eier mit dem Zucker, Vanille und einer Prise Salz leicht schaumig schlagen. 2 Pck. Eier, Rohrzucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handmixer schaumig schlagen.
- Die Mandeln mit Backpulver und Kakao (und optional Prise Zimt) vermischen. Die Mandeln mit der Prise Salz vermischen und wirklich nur ganz kurz und schnell unter den Rest rühren.
- Die Mandel-Kakao-Mischung im Wechsel mit der flüssigen Butter-Schokolade-Mischung unterheben, bis ein homogener Teig entsteht. Nochmals mit den Rührstäben schlagen, bis die trockenen Zutaten vollständig aufgenommen sind.
- Den Teig in die vorbereitete Form gießen und die Oberfläche glattstreichen.
- Kuchen je nach gewünschter Konsistenz backen: ca. 30-35 Minuten für saftig-weichen Kern; ca. 20-25 Minuten für sehr weichen/halbflüssigen Kern; 30-40 Minuten je nach Ofen und Form möglich. Wenn nur noch ganz wenig Teig an einem Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen perfekt.
- Kuchen nach Ende der Backzeit ca. 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen. Danach vor dem Anschneiden mindestens 15 Minuten in der Form abkühlen lassen; besser vollständig auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.
Serviervorschläge
- Mit Puderzucker bestreuen und mit leicht gesüßter Sahne (200 ml Sahne + 1 EL Puderzucker) servieren.
- Als Dessert mit einer Kugel Vanilleeis oder frischen Beeren reichen.
- Für festliche Anlässe: mit Schokoladenglasur oder gehackten gerösteten Nüssen (bei Verträglichkeit) garnieren.
Tipps für das beste Ergebnis
- Wegen der wenigen Zutaten sollte man darauf achten, dass jede einzelne Komponente eine wirklich gute Qualität hat. Benutzt eure Lieblingsschokolade und gute Butter - dann steht eurem Kuchen eine Karriere als „Mmmmhhh, ist der gut. Kann ich das Rezept haben?“-Exemplar bevor.
- Die Prise Zimt und abgeriebene Orangenschale harmonieren wunderbar mit den Mandeln und der Schokolade und geben dem Kuchen zusätzlichen Tiefe.
- Die Schokolade direkt mit der Butter schmelzen lassen - so verbinden sich Aromen besonders gut.
- Wenn Sie eine besonders luftige und fast "wolkenartige" Konsistenz erzielen möchten, trennen Sie Eigelb und Eiweiß und schlagen das Eiweiß steif, dann zuletzt vorsichtig unterheben.
- Den Zucker könnt Ihr beliebig reduzieren. Ich gebe gerne auch nur die Hälfte dazu, je nachdem für wen ich backe, manche mögen Schokokuchen ja auch lieber süßer.
Backzeiten-Übersicht
| Gewünschte Konsistenz | Backzeit (ca.) |
|---|---|
| Weicher bis halbflüssiger Kern (Lava-artig) | 20-25 Minuten |
| Saftig-weicher Kuchen (empfohlen) | 30-35 Minuten |
| Fester, gut schneidbarer Kuchen | 35-40 Minuten |
Häufige Fragen (FAQ)
- Kann man gemahlene Mandeln ersetzen? - Als Alternative können Kokosraspeln verwendet werden; das Ergebnis verändert sich im Aroma und in der Textur.
- Funktioniert Zuckerersatz? - Ja. Theoretisch sollte es in diesem Rezept funktionieren; Xylit oder Erythrit sowie zuckerfreie Schokodrops (z. B. Torras) sind geeignet.
- Ist der Kuchen für Diabetiker geeignet? - Mit geeignetem Zuckerersatz und zuckerfreier Schokolade kann er für Diabetiker besser geeignet sein.
Anekdote und Servierfreude
Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Kuchen schon gebacken habe. Wie oft ich danach glücklich die Rührschüssel sehr gründlich von sämtlichen Teigresten befreit habe, die direkt in meinen Mund gewandert sind. In meiner Familie wird der Kuchen liebevoll „der, der eigentlich nur aus Butter und Schokolade besteht“ genannt. Und das sind ja wohl beste Vorraussetzungen für einen Lieblingskuchen.
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Also: Losbacken - ein unglaublich saftiger Kuchen, der auch als Dessert durchgeht. Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!
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