Anleitung zum Glasieren von Kuchen mit Schokolade: Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis
Ein glänzender Schokoladenüberzug auf Kuchen und Keksen ist oft das i-Tüpfelchen, das ein Gebäckstück erst richtig vollendet. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und dem richtigen Wissen gelingt Ihnen ein perfekter Schokoladenmoment. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zum Glasieren von Kuchen mit Schokolade, von den Grundlagen des Schmelzens und Temperierens bis hin zu verschiedenen Glasurvarianten und Techniken.
Das A und O: Die richtige Schokolade
Für eine gelungene Schokoladenglasur ist die Wahl der richtigen Schokolade entscheidend. Hierbei empfiehlt sich die Verwendung von Kuvertüre anstelle von normaler Schokolade. Kuvertüre zeichnet sich durch einen höheren Fettgehalt (mindestens 31 % Kakaobutter) aus, was für einen schönen Glanz und ein knackiges Brechen der Glasur sorgt.
Kuvertüre oder Schokolade? Ein Vergleich
Im Supermarkt findet man kakaohaltige Produkte sowohl bei den Backzutaten als auch bei den Süßigkeiten. Für eine Glasur sollte man Kuvertüre wählen, da diese im Vergleich zu normaler Schokolade einen höheren Fettgehalt aufweist. Der höhere Anteil an Kakaobutter sorgt für die typischen Eigenschaften einer Glasur: Glanz und knackiger Bruch.
Die Grundlage: Schokolade richtig schmelzen
Das A und O für eine gelungene Glasur ist das korrekte Schmelzen der Schokolade. Hierbei gibt es zwei gängige Methoden: das Schmelzen im Wasserbad und das Schmelzen in der Mikrowelle.
Schmelzen im Wasserbad: Der Klassiker
Das Schmelzen im Wasserbad ist die klassische Methode, um Kuvertüre schonend zu schmelzen.
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- Vorbereitung: Hacken Sie die Kuvertüre in kleine Stücke. Geben Sie die Hälfte davon in eine Metallschüssel, die in ein Wasserbad gestellt wird. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Schüssel gelangt, da die Kuvertüre sonst gerinnt und krümelig wird.
- Temperaturkontrolle: Die Schmelztemperatur von Schokolade liegt bei etwa 32 Grad Celsius. Erhitzen Sie das Wasser im Wasserbad daher am besten auf maximal 45 Grad Celsius.
- Schmelzvorgang: Rühren Sie die gehackte Kuvertüre beim Schmelzen kontinuierlich um, um auskristallisierte Zuckerverbindungen aufzubrechen und eine homogene Masse zu erhalten.
Schmelzen in der Mikrowelle: Die schnelle Alternative
Wenn es schnell gehen soll, kann die Kuvertüre auch in der Mikrowelle geschmolzen werden.
- Vorbereitung: Schneiden Sie die Schokolade in kleine Stücke und geben Sie sie in eine mikrowellengeeignete Schüssel.
- Erhitzen: Erhitzen Sie die Schokolade für eine Minute bei maximal 600 Watt und lassen Sie sie kurz stehen.
- Umrühren: Rühren Sie die Schokolade gut um, bis sie vollständig geschmolzen ist.
Wichtig: Achten Sie darauf, die Schokolade nicht zu lange oder bei zu hoher Leistung zu erhitzen, da sie sonst anbrennen kann.
Temperieren: Für den perfekten Glanz
Damit die Glasur nicht trübe wird, ist es wichtig, die Kuvertüre nach dem Schmelzen zu temperieren.
- Temperatur messen: Setzen Sie die geschmolzene Masse erneut in das Wasserbad und prüfen Sie die Temperatur mit einem Thermometer.
- Temperaturbereiche: Die perfekte Temperatur für dunkle Kuvertüre liegt zwischen 30 und 33 Grad Celsius, für Vollmilch- und weiße Kuvertüre zwischen 30 und 32 Grad Celsius.
Die Vielfalt der Schokoladenglasuren: Von einfach bis raffiniert
Es gibt zahlreiche Varianten, um Kuchen mit Schokolade zu glasieren. Hier eine Auswahl der beliebtesten Glasurarten:
Schokoladenglasur: Die einfache Variante
Die einfachste Variante ist die Schokoladenglasur, bei der geschmolzene Kuvertüre mit etwas Kokosfett verrührt wird. Das Kokosfett sorgt für eine geschmeidigere Konsistenz und einen schönen Glanz.
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Ganache: Der cremige Klassiker
Eine Ganache ist eine Mischung aus aufgekochter Sahne und Kuvertüre. Das Mischungsverhältnis liegt in der Regel bei 1:2 (Sahne:Kuvertüre). Für eine besonders cremige Ganache kann zusätzlich Butter hinzugefügt werden. Die Ganache eignet sich nicht nur als Glasur, sondern auch als Füllung für Pralinen, Kuchen und Torten.
Schokoladenfondant: Die elegante Lösung
Für einen Schokoladenfondant wird Zucker auf eine Temperatur zwischen 113 und 117 Grad Celsius erhitzt und anschließend in einer Rührmaschine oder mit einem Handmixer abgekühlt, um eine Fondantbasis zu erhalten. Die temperierte Kuvertüre wird dann unter den noch handwarmen Fondant gerührt.
Das Auftragen der Glasur: So gelingt's
Sobald das Gebäck auf 20 bis 27 Grad Celsius abgekühlt ist, kann mit dem Glasieren begonnen werden.
- Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass die Glasur die richtige Konsistenz hat. Sie sollte weder zu dick- noch zu dünnflüssig sein.
- Auftragen: Gießen Sie die temperierte Kuvertüre mittig auf die Oberfläche des Kuchens und verteilen Sie sie, indem Sie den Kuchen schräg halten. Lassen Sie die Kuvertüre gleichmäßig am Rand entlanglaufen.
- Verteilen: Mit einem Torten- oder Glasurmesser können Sie die flüssige Schokolade am Rand verteilen.
- Schnelligkeit: Arbeiten Sie zügig, da die Glasur schnell aushärtet und unschöne Dellen entstehen können. Eine drehbare Tortenplatte erleichtert das Arbeiten.
Kekse glasieren: Tipps für knusprige Schokoplätzchen
Auch Kekse lassen sich wunderbar mit Schokolade glasieren. Je nachdem, was Sie mit der Kuvertüre vorhaben, gibt es verschiedene Techniken.
- Verzieren mit Streifen: Füllen Sie die Kuvertüre in einen Spritzbeutel und verzieren Sie die Kekse mit dünnen Streifen.
- Komplett überziehen: Tunken Sie die Kekse komplett in die Schokomasse und holen Sie sie mit einer Gabel wieder heraus. Lassen Sie sie gut abtropfen, denn eine dünne Glasur trocknet schneller.
Wichtig: Komplett überzogene Kekse sollten auf einem Blatt Backpapier trocknen, da die Schokolade sonst am Kuchengitter festtrocknet.
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Flüssigere Glasur für Kekse
Um die Glasur für Kekse flüssiger zu machen, können Sie etwas Kokosfett in die Kuvertüre schmelzen und verrühren. 20 bis 30 Gramm Kokosfett pro Portion sollten ausreichen. Dadurch wird die Masse geschmeidiger und lässt sich leichter verteilen.
Tipps und Tricks für eine perfekte Schokoladenglasur
- Temperatur: Achten Sie auf die richtige Temperatur beim Schmelzen und Temperieren der Schokolade. Eine zu hohe Temperatur kann dazu führen, dass die Schokolade anbrennt oder einen grauen Schleier bekommt.
- Konsistenz: Die Glasur sollte die richtige Konsistenz haben. Ist sie zu dickflüssig, lässt sie sich schlecht verteilen. Ist sie zu dünnflüssig, läuft sie vom Kuchen herunter.
- Geduld: Lassen Sie die Glasur ausreichend Zeit zum Trocknen.
- Kreativität: Experimentieren Sie mit verschiedenen Schokoladensorten, Aromen und Dekorationen, um Ihre individuelle Glasur zu kreieren.
Schokoladenglasur retten: Was tun, wenn etwas schiefgeht?
Auch beim Glasieren mit Schokolade kann mal etwas schiefgehen. Hier einige Tipps, wie Sie häufige Probleme beheben können:
- Glasur ist zu dickflüssig: Rühren Sie etwas geschmolzenes Kokosfett oder Öl unter die Glasur.
- Glasur ist zu dünnflüssig: Rühren Sie etwas Kakaopulver oder geschmolzene Schokolade unter die Glasur.
- Glasur hat einen grauen Schleier: Die Schokolade wurde wahrscheinlich zu heiß geschmolzen oder nicht richtig temperiert. In diesem Fall hilft es, die Schokolade erneut zu schmelzen und zu temperieren.
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