Rezepte für Kekse mit Rosenwasser: Vielfalt, Tipps und drei Rezeptideen

Rosenwasser verleiht Keksen ein zartes, blumiges Aroma und passt zu klassischen Mürbeteigen ebenso wie zu Nuss- oder Fruchtvarianten. In diesem Artikel finden Sie mehrere erprobte Rezepte und Varianten, Hinweise zur Verwendung von Rosenblättern und Rosenwasser sowie praktische Tipps zum Backen und zur Glasur.

Warum Rosenwasser in Keksen verwenden?

Rosen gelten als Symbol der Liebe. Aber sie sehen nicht nur schön aus, sondern sie sind auch gesund und lecker. Rosenblätter werden nicht nur in der Küche verwendet, sondern sie werden auch in der Kosmetikindustrie gerne eingesetzt. Sie enthalten neben ätherischen Ölen auch Gerbstoffe, Gerbsäure, Saponine und Geraniol. Ein Tee aus Rosenblüten kann gegen Heuschnupfen helfen, bei Kopf- und Halsschmerzen, bei Durchfall, er reinigt das Blut, stärkt die Nerven …

Grundregeln: Rosenblätter, Rosenwasser und Aromen

  • Die Grundvoraussetzung für die Verwendung von Rosen(blättern) ist, dass sie ungespritzt sind.
  • Duftrosen wie zum Beispiel Gallica, Centifolia, Damescena oder die Rose de Rescht schmecken am intensivsten.
  • Rosenblätter können sowohl getrocknet als auch frisch verwendet werden. Die Blüten sind meist sehr empfindlich und müssen vorsichtig geerntet werden.
  • Wenn ihr die Blüten frisch verwenden wollt, dann solltet ihr sie erst kurz vor der Verwendung pflücken. Idealerweise vormittags bevor die Sonne zu intensiv scheint (dadurch verlieren sich nämlich die ätherischen Öle), der Tau aber bereits abgetrocknet ist.
  • Für ein zartes Rosenaroma die Rosenblütenblätter in einem Blitzhacker zermahlen.
  • Wer gar kein Rosenwasser mag, kann es problemlos weglassen oder durch beispielsweise Amaretto ersetzen. Die Kekse schmecken auch ohne das Rosenwasser köstlich.

Rezept 1: Haselnuss-Rosenplätzchen (einfaches Mürbeteig-Rezept)

Zutaten für ca. 40-75 Plätzchen (je nach Größe):

ZutatMenge
Butter225 g
Rosenwasser2 TL (gestrichen)
Puderzucker (Teig)6 EL (gestrichen)
Mehl250 g
Haselnüsse, gehackt175 g
Puderzucker zum Bestäubennach Bedarf

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Butter mit Rosenwasser schaumig rühren.
  3. Mehl und Puderzucker mischen, zur Butter geben und rühren.
  4. Aus dem Teig Kugeln formen, im Abstand von ca. 4-5 cm aufs Blech legen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 12 Minuten backen.
  6. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Die Mandeln entfalten durch das Backen im Ofen ein traumhaft leckeres Röstaroma, fast wie gebrannte Mandeln. Diese Kekse sind kinderleicht und somit auch für absolute Backanfänger und fürs Backen mit Kindern geeignet.

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Haselnuss-Rosenplätzchen auf einem Teller

Rezept 2: Rosen-Pistazien-Plätzchen - Ein Teig, drei Varianten

Dieses Konzept: Einen Grundteig zubereiten, in drei Portionen teilen und daraus drei unterschiedliche Plätzchen herstellen. Der Teig ist in 5 Minuten zusammengeknetet, muss aber für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.

Zutaten & Vorgehen (Kurzversion):

  • Zunächst den Grundteig für Rosen-Plätzchen zubereiten und in 3 Portionen teilen.
  • Eine Portion bleibt wie im Grundrezept beschrieben und ergibt die Rosen-Plätzchen.
  • Die anderen 2 Portionen werden mit den ganzen ungesalzenen Pistazien vermengt und halbiert.
  • In der einen Hälfte Zitronenabrieb einer Zitrone, in der anderen Hälfte Kardamom zugeben.
  • Alle 3 Portionen sollten nun für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.

Variante A - Pistazien-Rosen-Plätzchen mit Zitronenabrieb und Glasur:

  1. Eine Hälfte des Pistazien-Rosen-Teigs mit Zitronenabrieb ausstechen (Paisley-Muster oder rund).
  2. Für die Glasur Puderzucker und Rosenwasser glatt rühren, bis eine stichfeste Konsistenz entsteht. Sobald die Glasur die richtige Konsistenz hat, eher ein wenig dicker als zu dünn, Himbeerpulver zufügen.
  3. Alternativ: Glasur mit Zitronensaft und Kirsch- oder Erdbeerpulver zubereiten.
  4. Plätzchen bestreichen und mit getrockneten Rosenblättern oder Pistazien verzieren.

Variante B - Pistazien-Rosen-Plätzchen mit Kardamom und Schokoladenglasur:

  1. Die letzte Teigportion mit Kardamom ausstechen und backen.
  2. In der Zwischenzeit 10 g Pistazien grob hacken und beiseite stellen.
  3. Zartbitter-Blockschokolade über Wasserdampf schmelzen und mit Zimt und Koriander verfeinern.
  4. Die abgekühlten Plätzchen zur Hälfte in die Schokolade tauchen und mit gehackten Pistazien bestreuen.
Pistazien-Rosen-Plätzchen mit Glasur und gehackten Pistazien

Rezept 3: Cranberry-Rosen-Kekse (fruchtige Variante)

Zutaten (ergibt ca. 40 Plätzchen):

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ZutatMenge
Cranberries, getrocknet75 g
Zitronenabrieb1 TL
Haferflocken, zarte1 EL
Rosenwasser150 g (für Mischung), 1 EL für Guss
Butter, weich100 g
Puderzucker100 g
Salz1 Prise
Vanillezucker1 Pck.
Eigelb1
Mehl200 g
Backpulver0,5 TL
Milch1 EL

Zubereitung:

  1. Die Cranberries fein hacken, mit Zitronenschale, Haferflocken und Rosenwasser mischen.
  2. Für den Teig die Butter mit dem Mixer auf höchster Stufe geschmeidig rühren. Nach und nach Puderzucker, Salz, Vanillezucker und Eigelb unterrühren.
  3. Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Zuletzt die Cranberry-Haferflocken-Mischung und die Milch dazugeben und kurz vermengen.
  4. Backofen vorheizen auf Ober-/Unterhitze ca. 160 °C, Heißluft ca. 140 °C.
  5. Den Teig mit 2 Teelöffeln in etwa walnussgroße Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Im vorgeheizten Ofen in ca. 20-25 Minuten hellbraun backen. Danach auskühlen lassen.
  6. Zum Garnieren Puderzucker mit Rosenwasser verrühren, sodass ein dickflüssiger Guss entsteht. Jeden Keks mit etwa 1/2 Teelöffel Guss versehen.
Cranberry-Rosen-Kekse mit Rosenwasser-Glasur

Tipps zur Glasur und Dekoration

  • Die Glasur sollte nicht zu dünnflüssig sein, sondern streichfest.
  • Für ein zartes Rosenaroma die Rosenblütenblätter in einem Blitzhacker zermahlen und zur Glasur oder Dekoration verwenden.
  • Wenn du die Plätzchen perfekt glasiert haben möchtest, dann gib etwas Glasur in eine Spritztüte und ziehe eine Kontur um die Plätzchen.
  • Einige gefriergetrocknete Kirschen oder Erdbeeren in einem Blitzhacker mahlen und in die Glasur einrühren für Fruchtfarbe und -geschmack.
  • Für Schokoladenguss: Blockschokolade über Wasserdampf schmelzen, Zimt und Koriander am Ende zufügen und gut rühren. Die Plätzchen zur Hälfte eintauchen.

Backzeiten, Lagerung und Häufige Fragen

Backzeiten variieren je nach Ofen und Dicke der Kekse, als Richtwerte gelten 12 Minuten bei 180 °C für kleine Haselnusskugeln und 20-25 Minuten bei 160 °C für walnussgroße Cranberry-Kekse. Die Kekse halten sich in einer Dose mindestens zwei Wochen.

Fragen:

  • Kann ich Rosenwasser ersetzen? - Ja, z. B. durch Amaretto, oder weglassen, die Kekse schmecken auch ohne Rosenwasser köstlich.
  • Kann ich frische Rosenblätter verwenden? - Ja, sofern sie ungespritzt sind; idealerweise kurz vor der Verwendung pflücken.
  • Sind die Rezepte auch vegan adaptierbar? - Ja, in den Notizen wird erwähnt, dass Butter durch Margarine und Ei-Ersatz (z. B. Sojamehl + Wasser) ersetzt werden kann.

Wozu passen Rosen-Kekse?

Die Plätzchen duften nach Rosen und schmecken lieblich-knusprig. Meine allgeliebten Rosen-Plätzchen gehören nicht nur zur Weihnachtszeit dazu. Ich backe sie auch gerne zwischendurch zum Valentinstag, Muttertag, Ostern und auf jeden Fall für Nowrooz, unser persisches Neujahrsfest, denn sie sind bei uns sehr begehrt.

Demonstration: Rosenplätzchen zubereiten und glasieren

Variationen und Kombinationen

  • Pistazien-Rosen-Plätzchen mit Zitronenabrieb und Kirschglasur
  • Pistazien-Rosen-Plätzchen mit Kardamom und Zimt-Koriander-Schokoladenglasur
  • Haselnussplätzchen mit Nougathaube
  • Butter-Haselnuss-Sterne und Spitzbuben mit Erdbeermarmelade

Rosenwasser und Kardamom verleihen den Plätzchen eine exotische Note wie aus 1001 Nacht. Kardamom ist übrigens ein regelrechtes Supergewürz und wird sowohl in der ayurvedischen als auch in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.

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Verschiedene Rosenkekse auf einem gedeckten Tisch

Habt ihr schon mal mit Rosen gebacken? Wenn nicht, dann solltet ihr das unbedingt mal ausprobieren. Es ist erstaunlich, wie ein paar Tropfen Rosenwasser das Aroma eines einfachen Kekses verändern können.

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