Wie werden holländische Stroopwafels hergestellt? Der Weg von der traditionellen bis zur modernen Sirupwaffel
Stroopwafels, im Deutschen oft als „Sirupwaffeln“ bezeichnet, sind eine berühmte niederländische Süßspeise, deren Ursprung im 19. Jahrhundert in der Stadt Gouda liegt. Dort wurden sie von der Bäckerei Kamphuisen erfunden und erlangten schnell landesweite Popularität. Das Besondere: Zwischen zwei dünnen, knusprigen Waffelschichten befindet sich eine cremige Karamell-Sirupfüllung („Stroop“), die beim Erwärmen auf einer heißen Tasse Kaffee oder Tee ihre unvergleichliche Konsistenz erhält.
Die Geschichte der Stroopwafel
Die Legende besagt, dass Pieter Willem Kamphuijsen um 1810 begann Kekse zu verkaufen. Es wird vermutet, dass er seine von ihm erfundenen Stroopwafels ebenfalls ab diesem Zeitpunkt herstellte. 1829 eröffnete er die „Keksbäckerei“ (koekbakkerswinkel) Bäckerei Kamphuisen, die sich viele Jahre an der Ecke Hoge Gouwe und Peperstraat in Gouda befand. Die Stroopwafeln erfreuten sich großer Nachfrage und wurden auch als „Bankett des armen Mannes (het banket der armen)“ bezeichnet. Aufgrund der Beliebtheit wurden die Stroopwafeln schnell von anderen Bäckern nachgeahmt.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es in der damals relativ armen Stadt Gouda mehr als 100 Sirupwaffelbäcker. Die leckeren Stroopwafeln wurden von der Bäckerei Kamphuisen nach dem immer gleichen Geheimrezept hergestellt. Der knusprige Keks mit dem leckeren Karamellsirup machte die Bäckerei Kamphuisen in Gouda und darüber hinaus zu einem bekannten Namen. Bereits im 19. Jahrhundert erhielten die Stroopwafeln diverse Auszeichnungen für Ihren außergewöhnlichen Geschmack und ihre Qualität.
Zutaten für traditionelle Stroopwafels
- Mehl (Weizenmehl, meist 200-250 g je Rezept)
- Butter - zimmerwarm, für das Aroma und die Konsistenz
- Zucker - brauner Zucker verleiht die typische Karamellnote
- Ei - sorgt für Bindung
- Milch - entweder Kuhmilch oder Pflanzenmilch
- Zimt - typisch niederländischer Geschmack
- Salz - für das Aroma
- Hefe oder Backpulver - für die Lockerheit
- Rübensirup, Melasse oder Zuckerrübensirup - für die Füllung
| Zutat | Waffelteig | Füllung |
|---|---|---|
| Mehl | 200-250 g | - |
| Butter | 80-200 g | 25-100 g |
| Zucker | 50-100 g | 25-120 g |
| Ei | 1 | - |
| Milch/Wasser | 15 ml-60 ml | - |
| Zimt | 1 TL | 1 TL |
| Sirup/Zuckerrübensirup | - | 75-200 g |
| Salz | 1 Prise | 1 Prise |
| Hefe/Backpulver | 7-10 g | - |
Herstellung der Stroopwafeln: Schritt für Schritt
1. Zubereitung des Waffelteigs
Alle Zutaten für den Teig vermischen. Dabei nicht zu lange kneten. Dann den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur für eine Stunde ruhen lassen und anschließend Kugeln daraus formen. In einer großen Knetschüssel Mehl, Zucker und Zimt vermischen, die vermengten flüssigen Zutaten hinzugeben und dann auf niedrigster Stufe oder per Hand für einige Minuten zu einem sehr weichen Teig verkneten, er fühlt sich fast wie Rührteig an.
Der Teig wird oft in Portionen abgewogen (ca. 20-40 g je nach Größe), zu Kugeln geformt und für eine Stunde ruhen gelassen. Mann kann den Teig auch im Kühlschrank über Nacht aufbewahren. Er lässt sich auch super einfrieren.
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2. Herstellung der Sirupfüllung („Stroop“)
Für die Sirupfüllung gibt man Zucker und Rübensirup in einen kleinen Topf, erhitzt die Masse langsam, bis der Zucker gelöst ist, und gibt Butter, Zimt und Salz hinzu. Der Sirup am besten bei ganz niedriger Temperatur stehen lassen, sodass er nicht zu fest wird. Sollte der Sirup zu fest werden, immer wieder bei niedriger Hitze kurz erwärmen. Das Ergebnis ist eine dickflüssige, aromatische Füllung, die sich gut verstreichen lässt.
3. Waffeln backen
Zum Backen benötigt man ein Waffeleisen mit flachem Profil. Sogenannte Hörncheneisen, mit denen auch Eistüten hergestellt werden, findet man im Internet und oft auch sehr günstig gebraucht. Ein Bällchen in die Mitte des Eisens legen, sanft herunterdrücken und so lange ausbacken bis die Masse schön goldbraun ist. Je nach Eisen dauert dies ca. 1-3 Minuten. Die Backzeit kann je nach Gerät variieren. Die Waffel sollte außen fest sein, innen noch etwas weicher.
4. Waffeln teilen und füllen
Die warme Waffel direkt nach dem Backen mit einem flachen Messer waagerecht in zwei Hälften schneiden. Eine Hand oben auf die Waffel legen. Die Waffel mit der anderen Hand mit Hilfe eines scharfen Messers, horizontal in zwei Hälften schneiden. Da die Waffel durch die Hefe etwas aufgegangen ist, sollte dies relativ problemlos möglich sein.
Eine Hälfte mit Sirup bestreichen, die andere wieder darauf legen und leicht andrücken. Dadurch verteilt sich der Karamellsirup. Wenn Sie gleichmäßige Waffeln möchten, können Sie sie mit einer runden Ausstechform mit etwa zehn Zentimetern Durchmesser in Form bringen.
Alternativ kann man doppelt so viele Waffeln aus dem Teig backen und jeweils zwei zusammen kleben, aber das ginge zu Lasten der Konsistenz. Die Stroopwafel lebt von ihrem knusprigen Äußeren und dem klebrig-zähen Inneren. Die Niederländer würden nie zwei Waffeln zusammenkleben und ich möchte Sie ermutigen, es ihnen gleich zu tun.
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5. Kühlung und Aufbewahrung
Lassen Sie die Stroopwafels ein paar Minuten ruhen, damit die Füllung leicht fest wird. Die fertigen Stroopwafeln in einer gut schließenden Keksdose aufbewahren. Sie werden nicht lange halten und es wird bald Zeit werden neue zu machen.
Abgekühlte Stroopwafels halten sich in gut verschlossenen Dosen mindestens 2 Wochen. Ja, Daelmans Stroopwafeln bewahren Sie am besten an einem trockenen, dunklen Ort in einer gut verschlossenen Verpackung oder Dose auf. Lagern Sie die Stroopwafeln niemals an einem warmen Ort. Die Haltbarkeit beträgt durchschnittlich 5-9 Monate (bei fabrikmäßiger Herstellung).
Stroopwafeln: Tradition und Genuss
Stroopwafels sind, wie ihr Name schon andeutet, eine dünne knusprige Waffel aus Hefeteig, die im Inneren einen Klecks Sirup oder niederländisch „Stroop“ enthält. Jede Stroopwafel ist reichlich mit weichem Sirup gefüllt, wodurch die beiden Waffeln zusammenhalten. Der Sirup wird durch die Zugabe von Butter fester - und dadurch besser streichbar - gemacht.
Traditionell legt man sich eine Stroopwafel auf die heiße Kaffee- oder Teetasse, damit der Sirup etwas schmilzt, bevor man sie dann isst. Durch den Dampf wird die Sirupfüllung vor dem Verzehr aufgeweicht. Stroopwafels kann man eigentlich zu jeder Gelegenheit essen, sie schmecken aber besonders gut zu einer Tasse Kaffee oder Tee.
Nährwerte und Varianten
Eine Stroopwafel enthält durchschnittlich nur 150-188 Kalorien. Stroopwafels enthalten nämlich Zimt. Auch Menschen mit Diabetes dürfen gelegentlich eine Stroopwafel genießen. Die Anzahl der Kalorien variiert je nach Stroopwafel. Unsere Stroopwafeln sind einzeln verpackt und portioniert. Natürlich könnte man auch doppelt so viele Waffeln aus dem Teig backen und jeweils zwei zusammen kleben, aber das ginge zu Lasten der Konsistenz.
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Für köstliche "Honingwafels" ersetze man den Sirup für die Füllung einfach durch Honig. Genieße Stroopwafels doch mal wie unsere nordwestlichen Nachbarn und lege sie auf eine Tasse heißen Tee oder erwärme sie kurz in der Mikrowelle.
| Pro Stück | Kalorien | Eiweiß | Fett | Kohlenhydrate |
|---|---|---|---|---|
| Stroopwafel | 188 kcal | 2 g | 8 g | 27 g |
Stroopwafeln heute
Stroopwafels sind in den Niederlanden extrem populär und werden mit Freuden verschenkt. Sie werden vom Straßenhändler frisch zubereitet, oder sind als industriell gefertigte Produkte in Supermärkten erhältlich. Jede Daelmans Stroopwafel wird nach einem geheimen Familienrezept hergestellt und besteht aus zwei dünnen Schichten frischer Waffel, dazwischen eine köstlich reichhaltige Füllung aus Butterkaramell, also Sirup. Die Stroopwafel ist ein typisch niederländisches Produkt, da sie in Gouda erfunden wurde.
Heute bekommt man die niederländischen Sirupwaffeln auch in Deutschland, auch wenn sie hier noch nicht wirklich verbreitet sind. Deutsche Bioläden verkaufen übrigens schon seit Jahren Sirupwaffeln, meistens aus den Niederlanden importiert. Oft heißen sie dort Karamellwaffeln. Die bekanntesten dürften die Waffeln vom Naturfeinkosthersteller De Rit sein.
Tipps und Tricks beim Backen
Wer ein Stroopwaffeleisen oder ein Hörncheneisen besitzt, kann sich an unserem Rezept versuchen. Zum Backen benötigen Sie ein Waffeleisen mit flachem Profil. Weil es heutzutage nicht einfach ist, ein echtes stroopwafelijzer für den Hausgebrauch zu bekommen, kann man auf Alternativen, wie Hörcheneisen, ausweichen. Wie so oft bei Waffeln und Pfannkuchen, man muss ein paar mal ausprobieren bis man den Dreh raus hat. Vielleicht klappt das Aufschneiden noch nicht ab der ersten Waffel, aber man bekommt den Dreh schnell raus. Kaputte Waffeln kann man zerkrümeln und als Kuchenstreusel verwenden.
Die Reste vom Ausstechen der Stroopwaffeln können für verschiedene Desserts oder zum Aufpeppen des Müslis verwendet werden. Alternativ können die Ränder natürlich auch einfach während des Backens der restlichen Waffeln sofort aufgegessen werden.
Spezielle Varianten und Toppings
Ich habe meine Karamellwaffeln mit Schokolade bestrichen, und anschließend mit Marshmallows, M&M’s, Keksen, Oreos, Milky Way, Nüssen, Zuckerperlen und Zuckerherzen verziert. Wenn du möchtest, kannst du auch noch mehr Karamell verwenden, Schokoladenstückchen oder gehackte Nüsse. Du kannst die Schokolade aber auch durch weiße Schokolade oder Vanille-Creme ersetzen.
Wo gibt es Stroopwafels?
In den Niederlanden werden Stroopwafels in einem speziellen Eisen gebacken, waagerecht halbiert und mit Karamell gefüllt. Auch Bäckereien - allen voran die in Gouda - verkaufen oft selbst hergestellte stroopwafels. In der Fabrik hergestellt und abgepackt in Zehnertüten findet man sie in jedem niederländischen Supermarkt.
Unsere Stroopwafeln sind weltweit erhältlich. Über unseren Webshop liefern wir bereits ab einer Packung in viele Länder rund um den Globus. Stroopwafeln werden heutzutage auch als Exportartikel in viele Länder geliefert.
Stroopwafel als Kultgebäck
Seit 2019 werden Daelmans Stroopwafeln an Bord von United Airlines angeboten. Unsere köstliche Stroopwafel ist im bekannten Dessert von McDonald’s verarbeitet. Seit 2019 ist der McFlurry Stroopwafel regelmäßig auf der Speisekarte von McDonald’s in den USA zu finden.
Wer einmal Stroopwafels selbst gebacken hat, wird feststellen, wie einfach das Rezept ist - und wie unvergleichlich lecker das Ergebnis: Selbst gebacken schmecken die knusprigen Waffeln mit süßer Füllung noch viel besser!
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