Tipps zum Einfrieren selbstgebackener Kekse: So bleiben Ihre Weihnachtsplätzchen lange frisch

Die Advents- und Weihnachtszeit ist die Hochsaison des Plätzchenbackens. Von Zimtsternen über Butterplätzchen bis hin zu Makronen - die Vielfalt ist riesig. Doch nach dem Backen stellt sich oft die Frage: Wie lange halten sich selbstgebackene Plätzchen und wie kann man sie am besten aufbewahren, damit sie möglichst lange frisch und lecker bleiben? Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps zur Haltbarkeit, Lagerung und zum Einfrieren von Weihnachtsplätzchen.

Haltbarkeit verschiedener Plätzchensorten

Frisch gebacken schmecken Plätzchen am besten, aber viele Sorten bleiben auch mehrere Wochen nach dem Backen noch genießbar. Die Haltbarkeit hängt stark von der Art des Gebäcks und den verwendeten Zutaten ab.

  • Mürbeteigplätzchen: Klassiker wie Butterplätzchen, Vanillekipferl und Ausstechplätzchen sind besonders lange haltbar, da sie wenig Feuchtigkeit enthalten. Bei korrekter Lagerung - luftdicht, kühl und trocken - halten sie 4 bis 6 Wochen.
  • Plätzchen mit Marmeladefüllung: Spitzbuben, Engelsaugen oder Linzer Plätzchen, die ebenfalls aus Mürbeteig bestehen und mit Marmelade gefüllt sind, bleiben richtig gelagert 2 bis 4 Wochen frisch. Da die Marmelade die Haltbarkeit beeinflusst, empfiehlt es sich, diese Kekse innerhalb von 2 bis 3 Wochen zu verzehren.
  • Zimtsterne: Diese aromatischen Weihnachtssterne sind bei richtiger Lagerung bis zu sechs Wochen haltbar. Ihr intensives Aroma entfaltet sich sogar noch besser, wenn sie ein paar Tage gelagert werden.
  • Makronen: Obwohl Makronen hauptsächlich aus Eiweiß bestehen, weisen sie eine hohe Haltbarkeit auf. Kokosmakronen und Co. sind aufgrund des hohen Zuckergehalts bis zu 3 Wochen haltbar.
  • Lebkuchen, Stollen und Früchtebrot: Diese traditionellen Weihnachtsgebäcke sind besonders lange haltbar und bleiben bei richtiger Lagerung bis zu 4 Monate frisch und aromatisch.
  • Empfindliche Plätzchen: Weniger lange haltbar sind empfindliche Kekse wie Schaumgebäck, Weihnachtsplätzchen mit Creme-Füllung oder andere saftigere Plätzchen mit schnell verderblichen Bestandteilen wie Eischnee. Diese sollten innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche verzehrt werden.

Tipps zur richtigen Aufbewahrung

Die richtige Aufbewahrung ist entscheidend, um die Haltbarkeit Ihrer selbstgebackenen Plätzchen zu verlängern. Beachten Sie folgende Punkte:

  • Vollständig Auskühlen lassen: Bevor Sie die Plätzchen lagern, müssen sie vollständig ausgekühlt sein. Dies ist besonders wichtig bei gefüllten Plätzchen, da sich sonst Kondenswasser bilden kann, was zu Schimmelbildung führen kann.
  • Luftdichte Behälter verwenden: Egal ob Blechdose oder Keksdosen aus Glas und Kunststoff - der Behälter muss luftdicht verschlossen sein. Vakuumieren von Aufbewahrungsbehältern oder Gläsern sorgt dafür, dass Plätzchen besonders lange haltbar sind. Produkte von Airtender können hierfür empfohlen werden, da sich die Vakuum-Deckel bzw. Verschlüsse in Kombination mit der Vakuum-Pumpe flexibel einsetzen und mit passenden Einmachgläsern kombinieren lassen.
  • Getrennte Lagerung: Lagern Sie verschiedene Plätzchensorten getrennt, um zu vermeiden, dass sich Aromen übertragen oder unterschiedliche Feuchtigkeitsgrade die Konsistenz beeinträchtigen. Besonders Plätzchen mit geschmacksintensiven Gewürzen sollten separat aufbewahrt werden.
  • Geeigneter Lagerort: Der ideale Platz für die Lagerung von Weihnachtsplätzchen ist kühl, dunkel und trocken, wie beispielsweise im Keller oder in der Speisekammer. Der Kühlschrank ist nicht immer die beste Wahl, da trockene, schokoladenüberzogene Plätzchen dort unschön grau werden können. Wenn Ihre Kekse jedoch Füllungen aus Sahne oder andere schnell verderbliche Füllungen enthalten, ist die Aufbewahrung im Kühlschrank besser.
  • Plätzchen in Tüten: Wenn Sie Plätzchen in Cellophan-Tüten verschenken möchten, ist auch hier ein luftdichter Verschluss wichtig. Geschenkband, das fest am oberen Ende der Tüte angebracht wird, ist eine gute Lösung. Beachten Sie jedoch, dass sich bei Plätzchenmischungen in Tüten die Konsistenz leicht verändern kann, da weiche Plätzchen Feuchtigkeit abgeben, während harte Plätzchen Feuchtigkeit aufnehmen.

Plätzchen weich machen

Wenn weiche Plätzchen wie Zimtsterne oder Kokosmakronen hart geworden sind, gibt es einfache Tricks, um sie wieder weich zu machen:

  • Apfelstück: Legen Sie ein Stück Apfel in die luftdicht verschlossene Keksdose. Der Apfel gibt Feuchtigkeit ab und sorgt für saftige und weiche Plätzchen. Wechseln Sie den Apfel alle zwei Tage aus, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Feuchtes Küchentuch: Befeuchten Sie ein Küchentuch mit Wasser und legen Sie es in einem kleinen Schälchen oder auf einem Stück Alufolie in die Plätzchendose.

Wann sind Plätzchen schlecht?

Auch bei optimaler Lagerung können Plätzchen verderben. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

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  • Veränderte Konsistenz: Wenn harte Kekse weich oder bröckelig werden oder weiche Kekse eine unangenehm harte Textur aufweisen, sind sie alt geworden.
  • Geruch: Riechen die Plätzchen unangenehm oder muffig? Plätzchen mit hohem Butter- oder Nussanteil können bei zu langer Lagerung ranzig werden.
  • Schimmel: Insbesondere bei feuchteren Gebäcksorten oder Plätzchen mit Füllungen können sich bei fehlerhafter oder zu langer Lagerung kleine Verfärbungen oder Schimmelstellen bilden.
  • Veränderte Füllung: Achten Sie bei gefüllten Plätzchen auf die Konsistenz und den Geschmack der Füllung. Wenn sich diese verändert haben, ist das Gebäck nicht mehr frisch.

Plätzchen einfrieren: So verlängern Sie die Haltbarkeit

Das Einfrieren von Plätzchen ist eine gute Option, um die Haltbarkeit zu verlängern. Besonders Mürbeteigplätzchen wie Butterkekse oder Vanillekipferl eignen sich gut zum Einfrieren. Weniger geeignet sind Baiser- oder Eischnee-Plätzchen, da diese beim Auftauen leicht brüchig werden können.

  • Vorbereitung: Lassen Sie die Plätzchen vollständig auskühlen, bevor Sie sie einfrieren.
  • Verpackung: Verwenden Sie Gefrierbeutel oder tiefkühlgeeignete Aufbewahrungsdosen. Legen Sie die Plätzchen in die Dose und trennen Sie die Schichten mit Backpapier, um ein Zusammenkleben zu verhindern.
  • Auftauen: Um die eingefrorenen Weihnachtsplätzchen wieder zu genießen, können Sie sie einfach bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Für einen besonders intensiven Geschmack können Sie die Plätzchen kurz im Ofen bei niedriger Temperatur aufbacken.

Plätzchenteig einfrieren

Nicht nur gebackene Plätzchen, sondern auch Plätzchenteig lässt sich problemlos einfrieren. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie eine größere Menge Teig zubereitet haben oder in der Adventszeit Zeit sparen möchten.

  • Geeignete Teige: Grundsätzlich können viele frische Teige vor dem Backen eingefroren werden, etwa Hefeteig, Mürbeteig oder Quark-Öl-Teig. Selbst gemachter Plätzchenteig eignet sich jedoch am besten. Das klassische Grundrezept für Butterplätzchen besteht meist aus einfachen Zutaten und enthält wenig Flüssigkeit. Auch die Plätzchenteige für falsche Zimtsterne, Vanillekipferl oder Engelsaugen können Sie problemlos einfrieren. Sogar Teige für American Chocolate Chip Cookies überleben den Gefrierschrank gut.
  • Vorbereitung: Formen Sie den Plätzchenteig nach der Zubereitung zu einer langen Rolle oder kleinen Kugeln. Wickeln Sie den Teig in Klarsichtfolie oder geben Sie ihn in eine luftdichte Gefrierverpackung. Beschriften Sie die Verpackung mit Inhalt und Datum, damit Sie den Teig rechtzeitig verbrauchen.
  • Auftauen: Keksteig, der nicht ausgestochen wird, kann am besten in kleinen Kugeln eingefroren werden. Diese können später sogar ohne Auftauzeit gebacken werden. Teigrollen können Sie im gefrorenen Zustand in Scheiben schneiden, z. B. für Heidesand-Plätzchen.
  • Wichtig: Tauen Sie Teige mit Butter und Eiern niemals unter Hitze auf (Mikrowelle, Wasserbad oder Heizung), da dies die Struktur des Teiges zerstören und das Wachstum von Salmonellen fördern kann. Lassen Sie den Teig langsam im Kühlschrank auftauen.

Tipps zur Resteverwertung

Wenn Ihre Plätzchen trotz aller Tipps zur Lagerung zu hart oder zu weich geworden sind, müssen Sie sie nicht wegwerfen. Es gibt viele Möglichkeiten, sie weiterzuverwenden:

  • Dessert-Dekoration: Zerkrümelte Plätzchen eignen sich hervorragend als Dekoration für Desserts.
  • Tortenboden: Zerstampfen Sie die Kekse, mischen Sie sie mit etwas Butter und verwenden Sie sie als Boden für Torten, Kuchen und Desserts.
  • Cakepops: Aus zerkleinerten Lebkuchen lassen sich mit etwas Flüssigkeit und Marmelade oder Frischkäse leckere Cakepops herstellen.
  • Rumkugeln: Verwenden Sie Lebkuchen, Früchtebrot, Stollen oder Keksbrösel für die Zubereitung von Rumkugeln.

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