Gekochten Pudding einfrieren: Tipps, Erfahrungen und Haltbarkeit

Wer kennt das nicht? Man kocht eine große Portion Schokopudding, verschätzt sich bei der Menge - und steht plötzlich vor der Frage: Kann man gekochten Pudding einfrieren, um ihn später noch genießen zu können? Viele sind versucht, die süße Speise im Gefrierfach zu lagern, doch beim Einfrieren von Pudding stößt man schnell auf praktische und geschmackliche Grenzen. In diesem Artikel werden Erfahrungen, Expertentipps und alles rund um Haltbarkeit und Qualität gekochten Puddings im Tiefkühlfach zusammengetragen.

Pudding in einer Glasschüssel mit Frischhaltefolie, daneben eine Gefriertruhe

Pudding einfrieren: Das passiert mit Konsistenz und Geschmack

Pudding hat einen hohen Flüssigkeitsanteil und verliert seine Konsistenz nach dem Einfrieren. Das bewirkt, dass die Flüssigkeit des Puddings im Gefrierfach kristallisiert. Wenn du ihn wieder auftaust, hat er seine Bindung verloren. Die Gela­tine verliert bei nied­ri­gen Tempe­ra­tu­ren ihre Binde­kraft, die Masse wird also flüs­sig.

Der aufgetaute Pudding wird in seiner Qualität niemals an das frisch zubereitete Pendant herankommen. Nach dem Auftauen verändern sich sowohl Konsistenz als auch der Geschmack des Produktes. Viele berichten, dass der Pudding nach dem Auftauen krisselig oder sogar völlig suppig wird - ein Ergebnis, das oft als "Bääh" empfunden wird. Dennoch ändert sich sowohl die Konsistenz als auch der Geschmack des Produktes.

Unterschiedliche Meinungen aus der Praxis

  • Viele Nutzerinnen und Nutzer haben ausprobiert, Pudding einzufrieren, und berichten von unschönen Ergebnissen nach dem Auftauen.
  • Einige raten dazu, lieber Freunde oder Nachbarn einzuladen, anstatt große Mengen einzufrieren.
  • Das Fazit: Pudding einzufrieren lohnt sich kaum.
Pudding einfrieren und auftauen - Erfahrungsvideo

Haltbarkeit von Pudding im Gefrierfach und im Kühlschrank

Bewahre deinen Pudding nach dem Einfrieren nicht länger als drei Monate im Gefrierfach auf. Im Kühlschrank ist der Pudding für ein bis zwei Tage haltbar. Statt deinen Pudding einzufrieren, kannst du ihn auch im Kühlschrank lagern. Am besten füllst du den frisch gekochten Pudding in sterilisierte Gläser, wenn er noch heiß ist. Schraube die Gläser fest zu.

Wenn der Pudding bereits abgekühlt ist und du die Reste aufheben möchtest, dann stelle sie in einem luftdichten Gefäß in den Kühlschrank. So genießt du den vollen Geschmack.

Lesen Sie auch: Die Wahrheit über Schokolade und Verdauung

Aufbewahrungsmethode Empfohlene Haltbarkeit Qualität
Gefrierfach bis zu 3 Monate verändert, oft krisselig/flüssig
Kühlschrank 1-2 Tage nahezu unverändert
Heiß in Gläser gefüllt und luftdicht verschlossen Mehrere Tage gut

Richtiger Umgang beim Einfrieren und Auftauen

Wenn du Pudding dennoch einfrierst, solltest du darauf achten, ihn langsam bei mittlerer Hitze zu erwärmen. Nach dem Umrühren sollte der Topf wieder auf die Herdplatte gestellt und weiter umgerührt werden, bis das Ganze wieder aufkocht. Am besten füllst du die gewünschte Menge Pudding portionsweise in geeignete Gefäße ab. So kannst du später nur so viel auftauen, wie du brauchst und schonst die restliche Menge.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Pudding korrekt einfrieren und auftauen

Alternativen zum Einfrieren und weitere Tipps zur Pudding-Aufbewahrung

Unser Tipp: Bereite deinen Pudding lieber frisch und in kleinen Mengen zu. So genießt du den vollen Geschmack. Generell sollte der Pudding aber etwas wabbelig und dennoch cremig sein. Üblicherweise wird pro 500 Milliliter Flüssigkeit etwa ein Päckchen Puddingpulver verrührt. Ein Verursacher, warum der Pudding nicht fest wird, kann das Enzym Amylase sein, das in pflanzlichen Produkten vorkommt.

Heißer Pudding kann in Gläser eingefüllt werden, die fest zu verschrauben sind. Ist der Pudding allerdings schon abgekühlt, dann sollte er in ein luftdichtes Gefäß umgefüllt werden, das dann ca. im Kühlschrank aufbewahrt wird. Wenn bei der Dekoration von Torten und Desserts steif geschlagene Sahne übrig bleibt, diese mit einem Spritzbeutel als Tuffs auf Alufolie spritzen. Das Dekor aufbewahren und später verwenden.

  • Große Mengen Pudding besser aufteilen und mit Familie, Nachbarn oder Freunden teilen
  • Pudding nach dem Abkühlen in luftdichten Behältern lagern
  • Pudding als Backzutat nutzen oder in Desserts weiterverarbeiten

Pudding und andere Lebensmittel: Was taugt zum Einfrieren?

Milch einzufrieren ist zwar eine gute Möglichkeit, sie länger haltbar zu machen. Butter, Käse, Milch und Sahne können grundsätzlich eingefroren werden, jedoch nicht in Glasbehältern. Da sowohl Obst als auch Gemüse viel Wasser enthält, wird es beim Auftauen matschig. Pflau­men, Beeren, Äpfel und Bana­nen verlie­ren zusätz­lich ihr Aroma und werden braun. Auch bei Hart­käse wie beispielsweise Parmesan wird es schwierig. Den kann man zwar nach dem Auftauen noch gut zum Kochen verwenden, optimal schmeckt er dann aber nicht frisch.

Wenn man im Supermarkt auf Vorrat kaufen möchte oder viel übrig hat, packt man gerne alles in die Gefriertruhe. Hier ist aber Vorsicht geboten - nicht alles schmeckt nach dem Auftauen so gut wie vor dem Einfrieren. Dazu zählen insbesondere Cremes, Torten oder eben Pudding.

Lesen Sie auch: Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kuchen im Thermomix backen

Tabelle: Lebensmittel und deren Eignung zum Einfrieren

Herkunft und Zubereitung von Pudding

Um das Jahr 1305 bezeichnete „Pudding“ Speisen, die in einen Magen eingenäht und danach aufgekocht wurden. Hier war es egal, ob dieser Inhalt Fleisch, Wurst, Innereien oder sonst etwas war. Den süßen Pudding, den wir heute kennen, gibt es in einer ähnlichen Form erst seit dem Jahre 1544. Mehr noch, das industrielle Puddingpulver existiert sogar erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Der Begriff „Pudding“ an sich stammt aus der englischen Sprache und bedeutet so viel wie Teig- oder Serviettenkloß.

Mittlerweile hat sich Pudding neben seiner separaten Verwendung auch als Zugabe beim Backen etabliert und wird gerne genutzt. Problemlos kann also ein Teil des Mehls beim Backen durch Puddingpulver ersetzt werden. Tipp: Die Kombinationsmöglichkeiten sind so vielfältig und die Geschmacksknospen so begeisterungsfähig, dass man einfach alles ausprobieren muss.

Pudding-Motive aus verschiedenen Jahrhunderten, Entwicklung des Puddings

Fazit: Lohnt sich das Einfrieren von Pudding?

Pudding einfrieren bringt in den meisten Fällen Qualitätseinbußen mit sich, da insbesondere die Struktur und der volle Geschmack nachlassen. In der Praxis bewährt sich das Einfrieren daher meist nicht. Es empfiehlt sich, Pudding frisch zuzubereiten oder ihn in kleineren, luftdichten Behältern einige Tage im Kühlschrank oder in sterilisierten Gläsern aufzubewahren, um ein optimales Geschmackserlebnis zu erhalten.

Infografik: So bleibt Pudding am längsten haltbar

Lesen Sie auch: Effektive Tipps zur Blutzuckersenkung

tags: #gekochten #pudding #einfrieren #tipps #und #haltbarkeit

Populäre Artikel: