Kakaoanteil und Zutaten von Milka Alpenmilch Schokolade
Jeder kennt sie: die Schokolade mit der lila Kuh und der plakativ verwendeten Alpenmilch. Bereits seit über 120 Jahren gibt es die traditionsreiche Milka Schokolade und als eine der ersten „Schokoladen für Jedermann“ hat sie den Schokoladengeschmack der Gesellschaft mitgeprägt.
1826 hatte Phillip Suchard die Idee, Schokolade herzustellen, die für Jeden erschwinglich war. Damals gab es Schokolade nämlich nur in Apotheken, als Medizin und dementsprechend teuer. Mithilfe der Industrialisierung beginnt der Schweizer also mit der Produktion von Suchard Schokolade. 1901 wird dann aus Suchard Schokolade „Milka“, der Name setzt sich aus den (damaligen) Hauptzutaten Milch & Kakao zusammen. Die Milka Schokolade wird erstmals in der lila Verpackung verkauft.
Friedlich grasende Kühe auf grünen Bergwiesen vor strahlend blauem Himmel und der beeindruckenden Kulisse der Alpen - dieses Alpen-Idyll ist seit jeher, neben der lila Kuh, die zentrale Werbeaussage von Milka. Doch was genau bedeutet das? Zu allererst: Wer denkt, dass in der Milka Schokolade echte, frische Alpenmilch verarbeitet ist, liegt falsch. Wie bei jeder anderen Schokoladenherstellung wird mit Milchpulver gearbeitet. Der Begriff Alpenmilch ist zudem weder geschützt, noch geregelt und wird schon beinahe inflationär eingesetzt. Dementsprechend sagt er im Grunde auch nichts über die Haltungsweise oder Fütterung der Kühe aus. Die Alpenmilch in der Zutatenliste ist also kein Qualitätsmerkmal.
In der Milch-Schokoladenherstellung wird im Regelfall Milchpulver verwendet. In einzelnen Ausnahmen wird frische Milch bei der Schokoladenproduktion eingesetzt - das ist jedoch die große Ausnahme, wenn es sich nicht beispielsweise um Sahne-Ganache für die Füllung von Schokoladen oder Pralinen handelt. Milchpulver stellt keinen Makel in der Schokoladenherstellung dar, denn dabei handelt es sich um herkömmliche Kuhmilch, der das Wasser entzogen wird. Das entstandene Milchpulver hat einen Restwassergehalt von maximal 5% und lässt sich so wesentlich besser verarbeiten. Die Konsistenz beeinflusst das Prozessverhalten der Zutatenmischung auf Walzwerken sowie beim Conchieren entscheidend. Dies wirkt sich in der fertigen Schokolade auf Geruch, Geschmack sowie Schmelzverhalten aus.
Laut Milka beziehe das Unternehmen die Milch für die Alpenmilch Schokolade aus den Alpen und dem Alpenvorland, um die Tradition zu wahren und die Transportwege kurz zu halten. Die Alpenmilch wird dann in Form von Magermilchpulver, Süßmolkenpulver und Butterreinfett einzeln bei der Schokoladenherstellung hinzugefügt. Fakt ist: Milka gehört seit 2012 zu dem Lebensmittelkonzern Mondelez (ehem. Kraft Foods, mit dem Milka bereits 1990 fusionierte) und bezieht seine Alpenmilch-Produkte von OMIRA. Das Unternehmen ist eine der größten Molkereien in Süddeutschland und stellt Frischkäse-, Quark- und Butterprodukte und Milchpulver in sämtlichen Varianten her.
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Also ist die Milch natürlich nicht schlechter als andere, aber eben auch nicht besser. Die Bezeichnung „Milchschokolade“ ist hier mehr als gerechtfertigt, da sie meisterhaft beide Bestandteile vereint: einen intensiven Milchgeschmack sowie die vollmundige Kakaonote. Ein harmonisches Zusammenspiel, bei dem die angenehme Süße der Schokolade den Geschmack zart umschmeichelt, ohne dabei den Zucker in den Vordergrund zu rücken oder gar die anderen Nuancen, wie Aromen von Malz, Karamell und Toffee, zu übertönen.
Doch neben dem günstigeren Magermilchpulver verwendet Milka weitere, künstliche Zutaten, die den Schokoladengeschmack mindern und den Anstieg der Produktionszahlen ermöglichen. Natürlich vs. Ein herausragender Qualitäts- und Geschmacksvorteil, den unser Herausforderer bietet, liegt in der Verwendung von purer natürlicher Bourbon-Vanilleschote - ein Geschmack, der zweifelsfrei spürbar ist. Im Kontrast dazu findet man in der Milka Schokolade höchstwahrscheinlich synthetisiertes Vanillin lediglich als „Aroma“ gekennzeichnet in der Liste der Zutaten. Diese Aromakomponente kann entweder vollständig synthetisch hergestellt oder aus natürlichen Quellen extrahiert werden. Dieser Ansatz erklärt deutlich die wirtschaftlichen Überlegungen, die bei der Produktion von Milka Schokoladen eine maßgebliche Rolle spielen.
Kakaobutter ist eine der teuersten Zutaten überhaupt in Schokolade. Daher versucht Milka möglichst wenig davon zu verwenden. Der fehlende Fettanteil wird dementsprechend mit dem günstigeren Butterreinfett ausgeglichen. Natürlich ist dies bei der gigantischen Produktionsmenge von Milka Schokolade mehr als nachvollziehbar.
Die Milka Alternative unseres französischen Spitzen-Chocolatiers hingegen besteht aus einem einzigartigen Blend aus traditionellen Aromen von sehr großer Reinheit. Die bewusste Entscheidung, echte Vanille und erlesene, einzeln sortierte Kakaobohnen zu verwenden, spiegelt sich natürlich auch im Preis von der Cluizel Kayambe Grand Lait 45%, unserer Milka Alternative, wider. So finden sich in der Kayambe 45% Grand Lait ausschließlich Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse und Bourbon Vanille Schoten. Nicht einmal der Emulgator Sojalecithin wird als Hilfsstoff bei der Produktion hinzugefügt. Dafür conchiert Cluizel die Milka Alternative tatsächlich bis zu 72 Stunden.
Der Kakao in Milka-Produkten stammt aus Ghana, der Elfenbeinküste, Indonesien, der Dominkanischen Republik, Indien und zum Teil aus Brasilien. Der Großteil kommt jedoch, wie 90 Prozent des Standard-Massen-Kakaos, aus West-Afrika. Die Anbaugebiete, aus denen der Kakao in der Milka Schokolade stammt, sind allesamt Teil der Cocoa Life Initiative, die 2012 von Mondelez gegründet wurde.
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Der Kakao für diese Mischung stammt aus den sieben Partner-Plantagen in Mexiko, Madagaskar, Guatemala, Brasilien, der Dominikanischen Republik, São Tomé und Kolumbien. Zumeist finden sich hier edle Criollo- und Trinitario-Kakaos in der Kayambe Grand Lait 45% wieder. Bereits seit 20 Jahren arbeitet Cluizel mit den Besitzern der Plantagen zusammen, um hochwertige Schokoladenprodukte zu kreieren sowie den Lebensstandard ihrer Familien zu heben und zu erhalten, wobei sie die kulturellen Standards und Bräuche der jeweiligen Länder respektieren.
Die Preisspanne für 100 g Milka Alpenmilch erstreckt sich von 0,99 € bis 1,45 €. Milka setzt als einer der Marktführer in Sachen Tafelschokolade auf entsprechende Massenproduktion, wodurch das Unternehmen von preiswerteren Zutaten profitiert und gleichzeitig Ausgaben durch minderwertige Bestandteile sowie Zusatzstoffe minimiert. Im Kontrast dazu erreicht der französische Meister des feinen Schmelzes keineswegs solche Ausmaße in der Produktion. Bei Cluizel liegt der Fokus auf qualitativer Herstellung, weshalb in kleineren Mengen und unter Verwendung bester, erlesener Zutaten mit höherem Preisniveau gearbeitet wird.
| Produkt | Kernzutaten | Kakaogehalt / Besonderheit | Preis (100 g) |
|---|---|---|---|
| Milka Alpenmilch | Zucker, Magermilchpulver, Kakaomasse, Kakaobutter, Butterreinfett, Aroma | Standard-Massenkakao, niedrigerer Kakaobutteranteil | 0,99 €-1,45 € |
| Cluizel Kayambe Grand Lait 45% | Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Bourbon Vanille | 45%, Criollo/Trinitario Bohnen, lange Conchierzeit | gehobenes Preissegment |
Echte Vollmilchschokolade benötigt jedoch weder den Zusatz von Haselnusspaste, noch solch ein Übermaß an Zucker. Sie lebt von einem charakteristischen Kakaogeschmack und einer vollen, milchigen Note - ganz ohne Haselnüsse. Natürlich hat Milka seine Daseinsberechtigung - mehr als das! Milka ist nicht per se schlecht, die Marke suggeriert nur mehr als man bekommt.
Milka Dark Milk Dunkle Alpenmilch unterscheidet sich von der normalen Alpenmilch durch einen höheren Kakaoanteil. Sie ist somit das Bindeglied zwischen Vollmilch- und Zartbitterschokolade. Zutaten: Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Magermilchpulver, Butterreinfett, Emulgator (Sojalecithine), Aroma. Kann Nüsse enthalten. Lebensmittelunternehmer: Mondelez Deutschland GmbH, Langemarckstr.
Phillip Suchard war ein großer Wegbereiter in der Schokoladenherstellung, zu Beginn der Industrialisierung. Milka gibt es schon so lange. Es ist die Schokolade, die den Konsumenten über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Doch was ist heute mit der Milka Alpenmilch Schokolade? Doch keine Sorge: Sie müssen natürlich nicht auf zartschmelzenden Genuss im Vollmilchschokoladen-Format verzichten.
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