Kaffeebohnen mit Schokolade Test: Ein umfassender Überblick
Kaffee ist weit mehr als nur ein Getränk; es ist ein Erlebnis, ein Zusammenspiel von Aromen, das eine einzigartige Geschmackswelt erschafft. Unter Kaffeeliebhabern ist das Schokoladenaroma besonders beliebt. Dieser Artikel beleuchtet, wie dieses Aroma in den Kaffee gelangt, welche Kaffeebohnen im Test überzeugen und wie man den perfekten Schokoladenkaffee genießt.
Wie entsteht der Schokoladengeschmack im Kaffee?
Kaffeebohnen enthalten von Natur aus Hunderte verschiedener Geschmacksstoffe. Der Schokoladengeschmack entsteht nicht durch das Hinzufügen von Schokolade, sondern ist ein natürliches Aroma, das sich aus der Zusammensetzung der Bohne und dem Röstprozess ergibt.
Faktoren, die zum Schokoladengeschmack beitragen
Mehrere Faktoren beeinflussen den Geschmack von Kaffee, darunter die Höhe des Anbaugebiets, das Klima, die Bodenbeschaffenheit und das Röstverfahren.
Herkunft und Anbau: Viele Kaffeebohnen mit schokoladigen Noten werden in Bergregionen angebaut, beispielsweise in Indonesien, Brasilien und Kolumbien. Das einzigartige Klima und der fruchtbare Boden in diesen Regionen sorgen für die besondere Schokoladennote.
Das Röstverfahren: Dies ist ein entscheidender Aspekt für die Entwicklung des Geschmacks. Eine mittlere bis dunkle Röstung lässt die köstlichen Schokoladennoten zur Geltung kommen. Es ist ein empfindliches Gleichgewicht, das der Röstmeister finden muss, um das perfekte Aroma zu erreichen, ohne die Bohne zu verbrennen. Während mittel- bis dunkel geröstete Bohnen oft reichhaltigere Schokoladennoten aufweisen, können auch hell geröstete Bohnen überraschende Geschmacksnoten bieten. Sie neigen zu einem fruchtigeren und säuerlicheren Profil, was in Kombination mit Schokolade zu einer aufregenden Geschmackskombination führen kann.
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Kaffeebohnen im Test: Stiftung Warentest und Spezialitätenröstereien
Die Stiftung Warentest hat 21 Sorten Kaffeebohnen getestet, darunter Espressobohnen und Caffè-Crema-Bohnen. Der Testbericht (Heft 01/2022) kommt zu dem Schluss: „An der Qualität der Bohnen ist kaum etwas auszusetzen.“ Besonders bei den Espressobohnen konnten klare Testsieger ermittelt werden, während sich die Caffè-Crema-Bohnen geschmacklich nur geringfügig unterscheiden.
Testsieger der Stiftung Warentest
Im Test überzeugten vor allem zwei Marken:
- Der Lavazza Espresso Italiano Cremoso erhielt die Gesamtnote „gut“ (1,8).
- Der Segafredo Intermezzo folgte dicht dahinter mit „gut“ (1,9).
Die Preise vom 28. Oktober 2025 lagen jeweils pro Kilogramm Verpackungseinheit bei 14,99 Euro für den Lavazza Espresso Italiano Cremoso (direkt beim Hersteller) und 21,99 Euro für den Segafredo Intermezzo (UVP).
Testkriterien der Stiftung Warentest
Für den Vergleich untersuchte die Stiftung Warentest 21 Sorten ganzer Kaffeebohnen - darunter 6 Espressos und 15 Caffè-Crema-Röstungen, fünf davon mit Bio-Siegel. Eingekauft wurde im Frühjahr 2021, die Preisangaben wurden am 28. Oktober 2025 erhoben. Folgende Kriterien wurden bewertet:
- Sensorik (55 Prozent): Fünf geschulte Test-Experten bewerteten Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack. Die Verkostung erfolgte anonym, ohne Milch oder Zucker, bei festgelegter Trinktemperatur. Zubereitet wurde der Kaffee mit einem Vollautomaten unter standardisierten Bedingungen.
- Schadstoffe (20 Prozent): Im Labor prüfte man, ob die Bohnen mit Schimmelpilzgiften, Acrylamid, Mineralöl oder Metallen belastet waren.
- Deklaration (15 Prozent): Geprüft wurde, ob die Verpackungsangaben vollständig, korrekt und gut lesbar sind - etwa zu Herkunft, Lagerung und Zubereitung.
- Verpackung (10 Prozent): Bewertet wurde, wie leicht sich die Packungen öffnen, wiederverschließen und entleeren lassen. Auch Hinweise zur Entsorgung flossen ein.
Zusätzlich kontrollierten die Tester Röstgrad, Säure, Koffein- und Wassergehalt sowie die Echtheit von Produkten mit der Angabe „100 % Arabica“.
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Kritik an der Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest testet seit vielen Jahren ausschließlich Espressobohnen von Discountern. Bohnen von Spezialitätenröstereien werden im Espresso Test konsequent ignoriert. Das ist bedauerlich, da Discounter-Bohnen meiner Meinung nach wenig mit guter Qualität und gutem Geschmack zu tun haben. Wenn du wirklich hervorragende Espressobohnen suchst, solltest du Espresso von einer Spezialitätenrösterei kaufen und sich nicht auf die Testergebnisse der Stiftung Warentest verlassen. Espressobohnen aus dem Discounter wurden im Zweifelsfall zu einem Preis eingekauft, der nicht einmal die Herstellungskosten deckt. Man kann davon ausgehen, dass der Kaffee weder sorgfältig angebaut/geerntet noch schonend im Trommelröstverfahren geröstet wurde. Mit billigen Espressobohnen vom Discounter wird man nie ein ansprechendes Espresso-Erlebnis kreieren können, selbst wenn man für die Zubereitung eine hochwertige Espressomühle und eine hochwertige Espressomaschine verwendet.
Spezialitätenkaffee als Alternative
Spezialitätenkaffee sind hochwertige Kaffees, die nach einem präzisen Verkostungs- und Bewertungsverfahren einen Cupping Score von mindestens 80 von 100 Qualitätspunkten erreichen. Zertifizierte Q-Grader ermitteln diesen Score.
Espressobohnen-Empfehlungen aus Spezialitätenröstereien
Hier sind einige Empfehlungen für Espressobohnen aus deutschen Spezialitätenröstereien:
- Gorilla Superbar Crema (Preis-Leistungssieger): Eine harmonische Mischung aus Schokoladen-, Nuss- und Holzaromen. Besonders als Alltags-Espresso überzeugt der Superbar Crema, vor allem in Getränken mit Milchschaum. (60 % Arabica, 40 % Robusta)
- TRE FORZE! Caffè Espresso (das Crema-Monster mit geringer Säure): Der Geschmack von Datteln, dunkler Schokolade und Macadamianüssen gepaart mit Holz- und Tabaknoten sowie einer süßen Karamellsüße ist unvergleichlich. Ein Muss für Liebhaber von klassischem sizilianischen Espresso! (95 % Arabica, 5 % Robusta)
- Espresso Supremo Italia D’Oro Nr. 6 Palermo vom Röster des Jahres 2020: Ein Meisterwerk mit samtiger Textur, Aromen von gerösteter Walnuss und süßem Karamell sowie dunklem, vollem Geschmack. (80 % Arabica, 20 % Robusta)
- Natural Blend Espresso (süß & fruchtig) von Hoppenworth & Ploch: Ein fruchtig-komplexer Espresso für echte Kaffee-Kenner, die gerne auch einmal etwas Neues ausprobieren wollen. Dieser Espresso besticht durch ein schokoladiges Aroma mit einer angenehmen Note von Waldbeere. (100 % Arabica)
Woran erkennt man gute Espressobohnen?
- Gleichmäßige Bohnengröße: Eine gleichmäßige Bohnengröße ermöglicht erst eine gleichmäßige Röstung der Bohnen.
- Wenige Defekte: Das Aussortieren defekter Bohnen ist ein wesentlicher Schritt, die Qualität eines Kaffees zu verbessern. Bohnen-Defekte können sein: schwarze Bohnen, verschimmelte Bohnen, zerfressene Bohnen, unreife Bohnen, gebrochene Bohnen, Schalenstücke, Steine/Zweige.
- Detaillierte Beschreibungen auf der Verpackung: Je mehr relevante Angaben du auf der Espresso-Verpackung findest, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Qualitätsprodukt handelt. Folgende Angaben sollten vorhanden sein: Herkunft, Röstdatum, Röstgrad, Nachverfolgbarkeit, Geschmacksprofil, Aromaventil.
- Preis: Billige Bohnen aus dem Discounter, die für unter 10 € pro Kilo zu erwerben sind, können niemals hochwertig sein.
Espresso des Jahres: Leserwahl des crema Magazins
Seit vielen Jahren wählen die Leserinnen und Leser des crema Magazins den Espresso des Jahres. Bewertet werden das Aussehen und die Sensorik der Espressobohnen. Die Bewertung des Espressos erfolgt in den Kategorien Crema, Sensorik, Aromen und Geschmack.
Espresso des Jahres 2023
2023 wurde der Espresso „Little Italy“ von der Rösterei Röstfreunde aus Randersacker zum Testsieger gekürt. Der 50/50 Blend besteht aus Bio-Kaffees aus Indien, Brasilien und Peru und hat auch uns wirklich gut geschmeckt (wir haben den Espresso mit 7,8 Punkten bewertet).
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Schokoladenkaffee selbst genießen
Für das ultimative Erlebnis sollten Sie einen Kaffee mit Schokoladennoten zusammen mit einem Stück dunkler Schokolade probieren. Die Aromen werden sich gegenseitig ergänzen und Ihnen eine sensorische Reise bieten, die Sie so schnell nicht vergessen werden.
Schokolierte Kaffeebohnen als Alternative
Wer Kaffee nicht nur gern trinkt, sondern es auch liebt, die aromatischen Bohnen zu knabbern, der sollte unbedingt schokolierte Kaffeebohnen probieren. Diese sind auch als Dragees zu haben und verleihen neuen Schwung.
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