Kaba Schokolade Testbericht: Erfahrungen, Sicherheit und Geschmack im Überblick
An kalten Tagen ist heißer Kakao nicht nur für Kinder eine willkommene Abwechslung zu Kaffee oder Tee. Wir wollten herausfinden, ob auch fertige Kakaopulvermischungen lecker und vor allem, ob sie bedenkenlos zu genießen sind. In einem auf Kakaoprodukte spezialisierten Lebensmittellabor haben wir die Kakaopulver auf Pestizide, Mineralölrückstände, Schimmelpilzgifte und Schwermetalle untersuchen lassen.
Im Prinzip ist Kakao gesund, vor allem fürs Herz. Wie genau sich Kakao auf die Gesundheit auswirkt, erforscht die Ernährungswissenschaftlerin Professor Sabine Ellinger am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften in Bonn. Für Kakaopulvermischungen und Trinkschokoladen gilt das leider nicht, denn sie enthalten überwiegend Zucker. Aber auch handelsübliches, echtes Kakaopulver ist häufig hochverarbeitet. Um den bitteren Geschmack abzumildern und eine bessere Löslichkeit zu erzielen, wird Kakao alkalisiert, also mit Säureregulatoren bearbeitet.
Ergebnisse der Praxisprüfung: Kakaoanteile, Zutaten und Gesundheitslage
Vier der sechs Kakaopulvermischungen fielen bei ihnen durch: Choceur (mit 23% Kakao), Kaba (mit 18% Kakao), Nesquik (mit 23% Kakao) und Caotona Original. Besser schnitten die beiden Trinkschokoladen mit höherem Kakaoanteil ab: Sarotti Trinkschokolade (mit 32% Kakao) und Starbucks Signature Chocolate (mit 42% Kakao). Unsere Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Angaben für eine Portionsgrösse von 100g. Zutaten: Zucker, Kakaobutter, MAGERMILCHPULVER 11,7 %, Kakaomasse, Süßmolkenpulver (MILCH), BUTTERREINFETT, Emulgatoren (SOJALECITHINE, E476), Aroma. *
- Dieses Produkt enthält Gluten. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.
- Dieses Produkt enthält Laktose. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Laktosegehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.
- Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Vegan-Status oder sind die Angaben unvollständig bzw. nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.
Die Verbindung von Polyglycerin-Polyricinoleat ist erwähnenswert, da sie eine emulgierende Wirkung hat und die Fließfähigkeit von Schokoladenmassen beeinflusst. Dabei kann tierische Herkunft oder genetisch verändertes Soja möglich sein. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge kann leicht überschritten werden, z. B. bei Kindern durch den Verzehr einer Tafel Schokolade. Im Tierversuch wurden bei hoher Dosis Nieren- und Lebervergrößerungen festgestellt. StartseiteVerbraucherStand: 07.12.2024, 15:41 Uhr
Die Bewertung der Inhaltsstoffe
Die Laboranalyse umfasste Zucker, Fett, Proteine, Methylxanthine (Theobromin, Coffein) sowie den Kakaoanteil. Cadmium und Mineralölrückstände wurden gemessen, ebenso Keime wie Enterobacteriaceen, E. coli, Salmonellen und Schimmelpilze. Die Ergebnisse zeigen, dass Pestizide in den Produkten nicht nachgewiesen wurden und Cadmium, Mineralölrückstände und Schimmelpilzgifte, falls vorhanden, nur in Spuren vorkommen.
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Vier der sechs Kakaopulvermischungen schnitten bei der Praxisprüfung besser ab als der Rest: Sarotti Trinkschokolade (32% Kakao) und Starbucks Signature Chocolate (42% Kakao) lagen vorne, während Choceur, Kaba, Nesquik und Caotona Original teils stärkere Abwertungen erhielten. Die Bewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt und berücksichtigt u. a. die Kennzeichnung sowie die Transparenz der Lieferkette.
Transparenz und Lieferkette: CSR-Fragen und Siegel
Eine weitgehende Transparenz der Lieferkette ist wichtig, um faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Zertifikate wie Fairtrade und Rainforest Alliance sind zwar vorhanden, aber echte Nachweise bis hin zu Kleinbauern waren nicht immer vollständig belegbar. Selbst bei Fairtrade kann der Mengenausgleich dazu führen, dass die Lieferkette nicht lückenlos nachvollzogen werden kann. Existenzsichernde Löhne und Minimalkriterien werden nicht immer garantiert.
Beim Thema Pestizide zeigen sich Unterschiede: Giftstoffe belasten die Gesundheit der Kakaobauern und die Umwelt. Von 338 untersuchten Substanzen decken Fairtrade und Rainforest Alliance nur einen Teil ab. Entwaldung und Rodungen stellen weitere Risiken dar. Satellitenkartierung wird von Rainforest Alliance genutzt, Fairtrade setzt weitere Pilotprojekte um. Ein EU-Gesetz könnte rodungsfreie Lieferketten standardisieren.
Quellenlage und Testverfahren
Für unseren Test haben wir 15 kakaohaltige Getränkepulver eingekauft, darunter sechs Bioprodukte. Es wurden Zucker- und Fettgehalt, Methylxanthine, Kakaoanteil, Cadmium und Mineralöl analysiert sowie Keime gemessen. Zusätzlich wurden CSR-Fragen zu Transparenz, Zertifizierungen, existenzsicherndem Einkommen, Mindestpreisen und Vorfinanzierung für Kooperativen gestellt. Die Bewertung verfolgte einen europäischen Referenzrahmen, orientiert an EU-Richtlinien und ÖKO-TEST-Standards.
In der Praxis zeigt sich: Wer Kakao günstig einkauft, behauptet oft, fair zu handeln. Die Analyse macht deutlich, dass Transparenz entlang der Lieferkette nicht immer gegeben ist. Trotzdem liefern Bioprodukte und Bio-Siegel oft bessere Bedingungen bezüglich Nachweise und Standardforderungen. Das Gesamturteil hängt maßgeblich vom Inhaltsstoff- sowie vom Kakaoanbau-Transparenz-Ergebnis ab.
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Was bedeutet das für Konsumentinnen und Konsumenten?
Zusammengefasst lässt sich sagen: In Kakao regelmäßig Cadmium, Ochratoxin A und andere Risiken auftreten können, doch in den geprüften Produkten wurden Pestizide weitgehend nicht nachgewiesen und Schadstoffe oft in Spuren gefunden. Hochwertig verarbeitete Pulver mit höherem Kakaoanteil schneiden tendenziell besser ab, während stark zuckerhaltige Mischungen kritisch zu bewerten sind. Für eine fundierte Entscheidung lohnt es sich, auf Transparenz der Lieferkette, Fairtrade-Siegel und Bio-Zertifizierungen zu achten.
Zusatzinformationen und Formulierungen zu Nährwertangaben
Angaben zur Portionsgröße, Zutaten und Nährwertdeklaration richten sich nach dem jeweiligen Produktetikett. Die Textbausteine zeigen, dass glutenhaltige oder laktosehaltige Bestandteile vorhanden sein können und dass vegan oder vegetarisch deklarierte Produkte je nach Hersteller unterschiedliche Offenlegungen nutzen.
| Produkt | Kakaoanteil | Bemerkung |
|---|---|---|
| Choceur | 23% | Durchschnittlich, Durchfallensein der Informationen variiert |
| Kaba | 18% | Hoher Zuckergehalt, niedriger Kakaoanteil |
| Nesquik | 23% | Mineralölrückstände, Zucker, Aromastoffe |
| Caotona Original | unbekannt | Durchschnittliche Bewertung |
| Sarotti Trinkschokolade | 32% | Besserer Kakaoanteil |
| Starbucks Signature Chocolate | 42% | Top-Wert im Kakaoanteil |
Wichtige Begriffe und Hinweise
Zucker, Kakaoanteil, Kakao-Trockenmasse, Milchbestandteile, Emulgatoren, Laktose, Gluten, Veganismus und vegetarische Optionen spielen eine Rolle bei der Bewertung der Produkte. Wichtig ist, dass Herstellerangaben und Verpackungstexte die primäre Informationsquelle bleiben, während Laboranalysen zusätzliche Sicherheit bieten können.
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