Kakao und Kaba in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt und was solltest du wissen?

In der Schwangerschaft gibt es viele Ernährungsempfehlungen und mindestens ebenso viele Verbote. Doch eines der beliebtesten Heißgetränke, der Kakao, bleibt für viele Schwangere ein Trostspender und Seelentröster. Doch wie sieht es mit dem beliebten Kinderkakao (z. B. Kaba) aus? Darf Kakao in der Schwangerschaft wirklich getrunken werden, und wenn ja, in welchen Mengen?

Kakao-Getränk in der Schwangerschaft: Illustration mit Inhaltsstoffen

Nährwerte und wertvolle Inhaltsstoffe von Kakao

Gerade roher Kakao enthält tatsächlich viele gute Inhaltsstoffe, zum Beispiel B-Vitamine und einige andere wichtige Vitamine sowie wichtige Mineralstoffe wie Mangan, Kalium, Folsäure, Eisen, Epicatechin, Kupfer, Zink, Kalzium und Magnesium. Zink kann die Zellregeneration und -erneuerung fördern und für bessere Haare und Nägel sorgen. Folsäure ist ein wichtiges Element für die Entwicklung des Fötus. Rohkakao ist reich an Magnesium, Eisen, Kalium und Zink, enthält viele Antioxidantien und die Aminosäure Tryptophan, die zu Serotonin - unserem Glückshormon - umgewandelt wird. Damit wirkt er stimmungsaufhellend und nährend.

  • Theobromin: ca. 120-140 mg pro Tasse (15 g Pulver) - sanft anregend und gefäßerweiternd.
  • Koffein: ca. 15-25 mg pro Tasse - deutlich weniger als Kaffee, aber relevant, da es über die Plazenta auch dein Baby erreicht.
  • Histamin: kann bei empfindlichen Frauen Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen.
  • Oxalsäure: hemmt in hohen Mengen die Kalziumaufnahme, was für die Knochen wichtig ist.

Wie viel Koffein steckt in Kakao und Kaba?

Es lässt sich nicht bestreiten: Kakao enthält Koffein - im Vergleich mit Kaffee und auch mit Tee allerdings relativ wenig. Eine Tasse heißer Kakao enthält 15 mg Koffein, das entspricht etwa einem Drittel der Koffeinmenge in einer Tasse Kaffee. Dein Blutkreislauf nimmt Koffein innerhalb von 15 Minuten auf. Neben Kaffee gilt auch Kakao in der Schwangerschaft als Quelle für Koffein.

Allerdings solltest du beachten: Während dein Körper Koffein schnell und effizient verarbeitet, verfügt der Körper deines Babys nicht über dieselben Eigenschaften, um das Gift abzubauen. Koffein durchdringt die Plazenta und gelangt in den Blutkreislauf deines Babys, wo es über einen längeren Zeitraum verbleibt. Zudem erhöht er auch die Herzfrequenz deines Babys und kann seine Bewegungen in der Gebärmutter einschränken. Zu den Nebenwirkungen gehören erhöhter Blutdruck, eine höhere Herzfrequenz und Schweißausbrüche. Allerdings wird Koffein nur in großen Mengen wirklich gefährlich.

Koffeinmengen in Kakao, Kaffee und Tee: Vergleichende Tabelle

Tabelle: Koffeingehalte im Vergleich

Getränk/Lebensmittel Koffein pro Portion
Kakao (1 Tasse, ca. 200 ml) 15 mg
Kaffee (1 Tasse, ca. 200 ml) 50-80 mg
Schwarztee (1 Tasse, ca. 200 ml) 30-40 mg
Kaba (Kinderkakao, 1 Tasse) ca. 6-10 mg

Empfohlene Menge und mögliche Risiken in der Schwangerschaft

Die Empfehlung lautet, nicht mehr als 200 mg Koffein pro Tag aufzunehmen - das entspricht etwa 8-10 Tassen Kakao, aber z. B. nur 2 Tassen Kaffee. Trinkst du keine weiteren koffeinhaltigen Getränke, darfst du dir ein bis zwei Tassen Kakao auch während deiner Schwangerschaft gönnen. Dennoch ist Maßhalten wichtig: Übermäßige Dosen, etwa zeremonielle Mengen von 30-50 g Rohkakao, können bis zu 100 mg Koffein und über 400 mg Theobromin enthalten - das ist in der Schwangerschaft zu viel. Bei normalem Konsum ist Histamin & Oxalsäure kaum ein Problem, aber bei sensiblen Frauen kann Kakao Unverträglichkeiten auslösen.

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Auch nicht zu vernachlässigen ist der Kaloriengehalt pro 100 Gramm Kakao - der entspricht mit 337 kcal etwa sechs Chicken Nuggets. Damit ersetzt jede Tasse Kakao fast eine kleine Mahlzeit. Instantprodukte solltest du aufgrund ihres hohen Zuckergehalts ebenfalls nur in Maßen genießen.

Kakaonibs in der Schwangerschaft

Kakaonibs entstehen aus Rohkakao, der nach der Ernte fermentiert, gereinigt, getrocknet und geschält wird. Durch dieses schonende Verfahren bleiben wertvolle Nährstoffe erhalten. Anschließend wird die Kakaobohne in kleine Stücke zerbrochen - fertig sind die Kakaonibs. Sie haben einen herben, schokoladigen Geschmack und sind reich an Antioxidantien, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

Kakaonibs enthalten sowohl Koffein als auch Theobromin, wobei der Theobromin-Gehalt deutlich höher ist. Die Menge an Koffein im Kakao macht etwa ein Zehntel der Theobromin-Menge aus. Theobromin wirkt ähnlich wie Koffein, jedoch milder und mit einer längeren Wirkungsdauer.

  • Kakaonibs sind reich an Kalzium, Magnesium, Eisen und Antioxidantien, die in der Schwangerschaft für die werdende Mutter und das heranwachsende Baby wertvoll sein können.
  • Sie unterstützen die Muskelfunktion, die Blutbildung, das Immunsystem und die Verdauung.
  • Theobromin kann sanft anregen und die Stimmung aufhellen.

In der Schwangerschaft wird empfohlen, die Koffeinaufnahme auf maximal 200 mg pro Tag zu begrenzen. Da Kakaonibs sowohl Theobromin als auch Koffein enthalten, sollte ihr Konsum während der Schwangerschaft in Maßen erfolgen. Zudem können Kakaonibs mit bestimmten Medikamenten interagieren. Daher ist es wichtig, vor dem Verzehr Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu halten, insbesondere wenn du Medikamente einnimmst. Manche Menschen reagieren auf Kakaonibs mit Magenbeschwerden oder sind allergisch gegen Kakaobohnen. Schwangeren wird daher empfohlen, mit kleinen Mengen zu starten und den Verzehr langsam zu erhöhen.

Kakaonibs und ihre Nährstoffe: Infografik

Kakao, Schokolade und Schwangerschaftsgelüste - gesunder Genuss oder Risiko?

Ein Stück Schoki geht immer, oder? Schokolade ist in der Schwangerschaft erlaubt - aber nur in kleinen Mengen (ca. Kleine Mengen dunkler Schokolade können positive Effekte haben, z. B. vor schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck schützen und Wehenschmerzen lindern. Vielleicht kennst du ihn auch, diesen schwangerschaftsbedingten Heißhunger? Ganz oben auf der Liste der Schwangerschaftsgelüste steht bei vielen: Schokolade. Gleichzeitig wissen wir: Schokolade in Massen ist ziemlich ungesund. Sie enthält nicht nur viel Zucker und Fett, sondern auch Koffein und andere Stoffe, die werdende Mütter verunsichern können.

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In geringen Mengen ist der Genuss vollkommen unbedenklich und kann - dank stimmungsaufhellender Inhaltsstoffe - sogar zur guten Laune beitragen. Es lohnt immer ein genauer Blick auf die Sorte, das gilt besonders in der Schwangerschaft.

  • Zartbitterschokolade: Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent ist die beste Wahl für Schwangere (und Nicht-Schwangere).
  • Weiße Schokolade besteht ganz ohne Kakaoanteil sogar fast ausschließlich aus Zucker und Kakaobutter.

Wir haben weitere gute Nachrichten für alle Schokofans: Die Flavonoide im Kakao wirken antioxidativ und fördern die Durchblutung, was sich günstig auf den Blutdruck auswirken und möglicherweise sogar das Risiko für Präeklampsie, eine schwangerschaftsbedingte Bluthochdruckerkrankung, senken kann. Zudem liefert Zartbitterschokolade wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium, die in der Schwangerschaft besonders wichtig sind.

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Neben Zucker und Fett enthält Schokolade (wenn in großen Mengen verzehrt!) weitere problematische Inhaltsstoffe, von denen du als Schwangere zumindest einmal gehört haben solltest. Einige wissenschaftliche Studien (etwa diese und diese) aber deuten an, dass ein übermäßiger Verzehr von Polyphenolen im letzten Drittel der Schwangerschaft dem ungeborenen Kind schaden kann. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen kann das rückgängig gemacht werden, wenn die Mutter sich in den letzten Wochen bewusst polyphenolarm ernährt. Dunkle Schokolade enthält häufig Cadmium, ein Schwermetall, das sich in Kakaopflanzen anreichern kann und in höheren Dosen leberschädigend wirkt.

Wichtig ist: Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Verlangen hilft oft mehr als strenger Verzicht. Wichtig ist jedoch, das richtige Maß zu finden. Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt zwar keinen Grenzwert für Schokolade, rät aber allgemein zu einer ausgewogenen und möglichst zuckerarmen Ernährung. Süßigkeiten, wie Schokolade, sollten nur „sparsam“ verzehrt werden.

Rezept für einen nährenden Schwangerschafts-Kakao

Schwangerschafts-Kakao „Nourishing Mama“

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  • 15 g Rohkakao (2 gehäufte TL)
  • 200 ml Hafer- oder Mandelmilch (oder Kuhmilch für extra Kalzium)
  • ½ TL Zimt (stabilisierend für den Blutzucker)
  • ¼ TL Kardamom (sanft verdauungsfördernd)
  • 1 kleine Scheibe frischer Ingwer (hilft gegen Übelkeit, stärkt sanft das Immunsystem)
  • 1 TL Honig oder Dattelmus (natürliche Süße)
  • Optional: eine Prise Vanille (stimmungsaufhellend)
  1. Milch vorsichtig erwärmen (nicht kochen).
  2. Kakao einrühren, bis er cremig ist.
  3. Gewürze hinzufügen und 5 Minuten ziehen lassen.
  4. Ingwerscheibe herausnehmen, mit Honig oder Dattelmus süßen.
  5. In Ruhe trinken - am besten morgens oder nachmittags.

Mit 15 g Rohkakao bleibst du weit unter der sicheren Grenze und profitierst gleichzeitig von den Mineralstoffen, Antioxidantien und der sanften Wirkung des Kakaos. Rohkakao darf dich auch in der Schwangerschaft begleiten - als nährendes Ritual, das Körper und Seele stärkt. Achte einfach darauf, die Menge von 15 g pro Tag nicht zu überschreiten, auf Bio-Qualität zu setzen und auf deinen Körper zu hören.

Einfache Zubereitung von Schwangerschafts-Kakao: Schritt-für-Schritt-Illustration

Zusätzliche Tipps für einen bewussten Umgang mit Kakao und Schokolade in der Schwangerschaft

  • Schoki ist nicht gleich Schoki. Achte bei der Auswahl auf Kakaoanteil und geringen Zuckergehalt.
  • Die DGE empfiehlt, einen Konsum von 200 mg Koffein pro Tag nicht zu überschreiten.
  • Bei Schwangerschaftsdiabetes, Übergewicht oder anderen gesundheitlichen Problemen solltest du Schokolade und Kakao mit deiner Ärztin/deinem Arzt absprechen.
  • Heißhunger auf Süßes in der Schwangerschaft ist ganz normal - lieber bewusst ein gutes Stück dunkler Schokolade als große Mengen milchiger oder weißer Sorten.
  • Kakaonibs sind eine gesunde Alternative zu Süßigkeiten, sollten aber ebenfalls nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Insgesamt gilt: Genieße deinen Kakao oder Kaba in der Schwangerschaft in Maßen, achte auf Qualität und höre auf die Signale deines Körpers.

Sicherer Konsum von Kakao während der Schwangerschaft: Infografik mit Dosierungstipps

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