Johannisbeer-Kiwi-Marmelade selber zubereiten: Das ausführliche Rezept und wertvolle Tipps

Selbstgemachte Marmelade, gerade mit Johannisbeeren und Kiwis, ist ein ganz besonderes Geschmackserlebnis: fruchtig, frisch und angenehm süß-säuerlich. Diese Kombination bringt Farbe und besonderen Genuss auf jedes Frühstücksbrot - und überzeugt dazu mit vielen Vitaminen. In diesem Leitfaden findest du ein maximal ausführliches Rezept, hilfreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und viele praktische Tipps, damit deine Johannisbeer-Kiwi-Marmelade garantiert gelingt.

Johannisbeeren und Kiwis - frische Zutaten für Marmelade

Welche Zutaten braucht man für Johannisbeer-Kiwi-Marmelade?

Entscheidend für das Aroma und die Haltbarkeit der Marmelade ist die Auswahl hochwertiger, reifer Früchte sowie das richtige Geliermittel. Für dieses Rezept benötigst du:

  • 400 g Johannisbeeren (am besten rote, abgezupfte)
  • 300-400 g Kiwi(s) (ca. 4 Stück, geschält und klein geschnitten)
  • 300 g weiße Stachelbeeren (optional, für feine Säure)
  • 500 g Gelierzucker 2:1 oder 3:1 (je nach gewünschter Süße und Konsistenz)
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 Schuss Himbeersirup oder Creme de Cassis (Johannisbeerlikör), optional
  • Optional: 1 TL Vanillezucker oder Vanillepaste für eine runde Aromatik
Zutaten Johannisbeere Kiwi Marmelade Mise en Place

Wie gelingt die perfekte Marmelade? Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Vorbereitung der Früchte und des Zubehörs

Die Einmachgläser heiß ausspülen. Johannisbeeren abziehen und waschen. Mit einer Gabel die Beeren am Stiel entlang abstreifen - dann geht es besonders schnell. Die Kiwis schälen und in kleine Würfel schneiden.

2. Früchte mit Gelierzucker vermengen und ziehen lassen

Johannisbeeren und - falls verwendet - Stachelbeeren mit dem Gelierzucker gut vermischen und mindestens für ein paar Stunden, am besten aber über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Das sorgt für ein besonders intensives Aroma, weil der Zucker die Früchte durchdringt und Saft zieht. Kiwis kannst du in dieser Zeit separat vorbereiten und am nächsten Tag frisch zuschneiden.

3. Kochen und Pürieren

Am nächsten Tag erwärmst du die Beerenmischung in einem Wasserbad, damit sich der Zucker optimal auflöst. Die Kiwistücke, Zitronensaft, und nach Wunsch Vanille und Himbeersirup oder Cassis hinzufügen. Alles zusammen in einem Topf pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist - egal ob fein, stückig oder ganz cremig, das entscheidest du. Die Mischung nun unter ständigem Rühren sprudelnd zum Kochen bringen und etwa 4 Minuten weiterkochen lassen.

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Marmelade kochen und Gelierprobe durchführen

Dabei unbedingt auf das Verhältnis von Frucht und Gelierzucker achten: Das genaue Abwiegen ist entscheidend, damit das Gelieren gelingt. Während des Kochens kannst du den aufsteigenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen - das verbessert die Haltbarkeit.

4. Die Gelierprobe nicht vergessen!

Für die Gelierprobe gibst du einen kleinen Löffel von der heißen Marmelade auf einen kalten Teller. Wird sie nach kurzer Zeit fester, ist die Marmelade bereit zum Abfüllen. Ist sie noch zu flüssig, lass sie 1-2 Minuten weiterkochen. Denke daran, dass Marmelade heiß immer flüssiger wirkt als nach dem Abkühlen.

5. Heiß in Gläser füllen und verschließen

Fülle die kochend heiße Marmelade randvoll in die vorbereiteten, noch heißen Gläser. Diese am besten sofort mit Schraubdeckeln verschließen und für etwa 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht und die Marmelade länger haltbar bleibt. Anschließend abkühlen lassen und richtig herum lagern.

Abgefüllte Marmeladengläser auf dem Kopf stehend

Praktische Tipps für perfekte Marmelade

  • Verwendung von reifen Kiwis: Reife Kiwis bringen einen aromatischeren, süßeren Geschmack und machen die Marmelade milder. Probiere vor der Zubereitung ein Stück Kiwi, um den Reifegrad zu prüfen.
  • Weniger Säure: Wer weniger Säure mag, kann goldene Kiwis verwenden oder etwas Vanille zufügen, das rundet den Geschmack ab.
  • Mischung von Fruchtstücken und Püree: Je nachdem, ob du stückige oder glatte Marmelade bevorzugst, püriere die Früchte komplett oder lasse einen Teil stückig.
  • Klassischer Gelierzucker: Mit Gelierzucker 2:1 gelingt das Rezept besonders einfach. Wer das Süß-Säure-Verhältnis stärker steuern möchte, kann auch 3:1 oder alternativen Gelierzucker verwenden.
  • Einkochen und Hygiene: Gründlich gereinigte Gläser und Deckel sorgen für eine längere Haltbarkeit. Deckel einfach 5 Minuten in sprudelnd kochendem Wasser abkochen.
  • Tipp: Marmelade beschriften: Gib Sorte und Herstellungsdatum auf jedes Glas, damit du den Überblick behältst.
  • Aufbewahrung: Die Marmelade ist ungeöffnet mehrere Monate haltbar, kühl, trocken und dunkel lagern. Nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren und stets einen sauberen Löffel verwenden.
Beschriftete Marmeladengläser im Vorratsregal

Häufige Fragen und Fehlerquellen

Warum wird meine Marmelade manchmal zu fest oder zu flüssig?

Die Konsistenz hängt oft vom genauen Mischungsverhältnis und von der Kochzeit ab. Zu wenig Zucker oder eine zu kurze Kochzeit führen dazu, dass die Marmelade nicht richtig geliert. Zu lange Kochen macht sie sehr fest. Die Gelierprobe nach 3-4 Minuten sprudelndem Kochen ist darum unbedingt durchzuführen.

Wie kann ich Marmelade mit weniger Zucker herstellen?

Wer sparen möchte, kann auch 3:1 Gelierzucker verwenden - die Marmelade wird dann weniger süß und behält ihre charakteristische Frische. Allerdings kann sie etwas flüssiger bleiben. Wer mit Pektin statt Gelierzucker kochen möchte, sollte sich zunächst mit der Handhabung vertraut machen, da Pektin anders verarbeitet wird.

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Wie kann ich den Geschmack noch verfeinern?

  • Mit Vanille: 1 TL Vanillezucker oder einen Hauch Vanillepaste dazugeben macht die Marmelade runder.
  • Mit Orangensaft: Ein bis zwei Esslöffel Orangensaft mildern die Säure und machen die Marmelade fruchtiger.
  • Mit Alkohol: Ein Schuss Creme de Cassis oder ein anderer Beerenlikör rundet das Aroma ab.

Zu welchen Speisen passt Johannisbeer-Kiwi-Marmelade besonders gut?

Diese Marmelade ist ein Allrounder: Sie schmeckt fabelhaft auf frischem Brot, Brötchen, Croissants, zu Joghurt, Quark oder Pancakes. Durch die leicht säuerliche Note harmoniert sie auch wunderbar mit Frischkäse oder - als kleine Überraschung - auf süßem Hefezopf. Selbst auf Porridge oder Waffeln ist sie ein Highlight.

Frühstück mit Johannisbeer-Kiwi-Marmelade, Brot und Joghurt

Kurzübersicht: Zutaten und Zubereitung

Zutat Menge Vorbereitung
Johannisbeeren 400 g abzupfen, waschen
Kiwis 300-400 g (ca. 4 Stck.) schälen, würfeln
Stachelbeeren (optional) 300 g waschen, halbieren
Gelierzucker 2:1 500 g -
Zitrone 1 Stk. Saft auspressen
Himbeersirup/Cassis (optional) 1 EL / ein Schuss -
Vanille(zucker/paste, optional) 1 TL -

Weitere Inspirationen: Varianten & Marmeladenideen

  • Erdbeer-Banane-Kiwi-Marmelade: Für eine sehr süße, klassische Variante.
  • Marmelade mit Stevia: Weniger Zucker, trotzdem intensiv im Geschmack.
  • Vierfrucht-Marmelade: Kombiniere beliebige Sommerfrüchte nach Wahl.
  • Kiwimarmelade mit Ingwer: Gibt eine besondere, würzige Frische.
Vielfältige Marmeladen-Varianten im Glas

Fazit: Fruchtig, einfach & wandelbar

Mit wenigen Zutaten, ein bisschen Fingerspitzengefühl beim Gelieren und dem richtigen Mischungsverhältnis gelingen auch Anfängern köstliche Kreationen, die monatelang haltbar sind und jedes Frühstück bereichern. Wer ohnehin reife Kiwis oder Johannisbeeren übrig hat, kann sie mit diesem Rezept besonders lecker verwerten - und Abwechslung in seine Marmeladensammlung bringen.

Selbstgemachte Marmelade im Sommer - Genuss pur!

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