Einfache japanische Desserts Rezepte: Klassiker, Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen
Sie lieben japanische Süßspeisen, möchten aber einfache Rezepte ausprobieren, die mit wenigen Zutaten gelingen? Japanische Desserts sind oft schlicht aufgebaut und konzentrieren sich auf wenige Zutaten. Viele japanische Desserts lassen sich gut vorbereiten und sind ideal als kleine Nachspeise oder zum Nachmittagskaffee.
Was zeichnet japanische Desserts aus?
Japanische Desserts sind oft weniger süß, als man es aus westlichen Küchen kennt. Statt schwerer Cremes oder intensiver Zuckeraromen stehen Textur, Zurückhaltung und natürliche Zutaten im Vordergrund. Süße entsteht nicht durch Überladenheit, sondern durch Balance - etwa zwischen süß und mild, weich und fest. Für japanische Süßspeisen brauchst du meist nur wenige, gut gewählte Zutaten. Reismehl, Klebreismehl, Adzukibohnen, Zucker und Matcha bilden die Grundlage vieler Klassiker.
Beliebte traditionelle Süßigkeiten und ihre Eigenschaften
- Wagashi: Japanische Süßigkeiten (和菓子 wagashi) werden als Okashi traditionell zu Teezeremonien gereicht, da der Matcha-Tee meist etwas bitter schmeckt.
- Manjū: Manjū (饅頭) sind kleine Süßspeisen, die wie Dampfnudeln zubereitet werden. Mitte des 14. Jahrhunderts ist die Süßigkeit über China nach Japan gekommen. Mehl, Reis und Buchweizen-Pulver dient als Grundlage für den Teig. Darin befindet sich eine Füllung aus roter Bohnenpaste.
- Senbei: Senbei oder Sembei (煎餅) wird ein hellbrauner gerösteter Reiscracker genannt. Seit der Edo-Zeit (1603-1868) sind die Cracker ein beliebtes Mitbringsel (Omiyage) von Reisen. Meist sind auf den Crackern berühmte Sehenswürdigkeiten der Region dargestellt.
- Taiyaki: Taiyaki (鯛焼き, übersetzt „Meerbrassengebäck“) ist ein japanisches Gebäck in Form eines Fisches. Sie wird auf einer Bratplatte in einer Fischform gebacken. Traditionell ist die Köstlichkeit mit Anko gefüllt. Bei dem Teig handelt es sich um einfachen Pfannkuchenteig. In modernen Varianten werden Sie aber ebenfalls Vanille- oder Custardcreme finden.
- Dango: Dango (団子) ist das japanische Wort für Kloß. Als Süßspeise sind vor allem die Dango aus Reismehl (mochiko) bekannt. Traditionell werden sie über heißen Kohlen gegrillt und mit Soya-Soße bestrichen. Je nach Jahreszeiten gibt es unterschiedliche Varianten.
- Yatsuhashi: Yatsuhashi (八ツ橋) ist eine Süßspeise, die vor allem aus Kyoto stammt. Reispulver, Zucker und Zimt werden für den Teig verwendet. Im Inneren befindet sich dann die traditionelle rote Bohnenpaste aus Japan. Bereits in der Meiji-Zeit (1868-1912) waren Yatsuhashi berühmte Mitbringsel aus Kyoto.
- Yōkan: Yōkan ist als Wagashi in der Edo-Periode (1603-1868) entstanden. Hergestellt werden die süßen Köstlichkeiten aus Agar-Agar, Zucker und Adzukibohnen. Traditionell werden rechteckige Blöcke aus der Rohmasse geschnitten. Sakuraan-Yōkan sind zur Kirschblütenzeit besonders beliebt und werden mit einer weißen Bohnenpaste und eingelegten Kirschblättern hergestellt.
- Kompeito: Kompeitō (金平糖) bzw. Konpeitō ist Konfekt, was aus Zuckersirup besteht. Die Herstellungsart wurde im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händler übernommen. Danach wurde die Herstellung in Japan immer populärer.
- Rakugan: Rakugan besteht als Bonbon aus Zucker, Reismehl und Reissirup. Die Bonbons werden in unterschiedlichen Farben und regionalen sowie saisonalen Themen hergestellt.
- Mochi und Daifuku: Mochi (餅) ist ein traditionelles Gebäck aus Klebreiskügelchen. Daifuku (大福) sind japanische Reiskuchen aus Klebreis. Normalerweise wird Anko als Füllung eingearbeitet, im Frühling sind jedoch Erdbeeren ebenso beliebt. Die traditionelle Herstellung sieht das Dämpfen des Klebreis (mochigome) vor. Zudem muss er in Holzbottich-Mörsern (臼, usu) mit Holzstößeln (杵, kine) geschlagen werden.
- Shiruko: Mit Shiruko (汁粉), Oshiruko (お汁粉) oder Zenzai (善哉) wird eine süße Suppe aus roter Bohnenpaste (Anko) bezeichnet. Sie wird warm gegessen und ist vor allem in den Wintermonaten als Süßspeise beliebt.
- Eiscreme: Matcha-Eis ist für Europäer vielleicht exotisch, in Asien gibt es aber weitaus interessantere Kreationen. Wenn Sie heute in Japan ein Eis essen gehen, müssen Sie sich auf viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen vorbereiten. Ungewöhnlicher ist eher Süßkartoffel- oder Lavendeleis.
Einsteigerrezepte: Schnell, einfach und typisch japanisch
Viele japanische Desserts lassen sich mit wenigen Arbeitsschritten und Zutaten herstellen. Im Folgenden finden Sie zwei besonders einfache Rezepte aus dem Entwurf: ein Rezept für japanischen Käsekuchen und eine Anleitung für Shiruko. Außerdem Hinweise zu Mochi und Dango als einfache Sweets.
Japanischer Käsekuchen (nur drei Zutaten)
Der saftige Käsekuchen besteht nur aus drei Zutaten. Sie lieben Käsekuchen aber haben keine Zeit aufwendig zu backen? Da ist der japanischer Käsekuchen genau das Richtige! Lediglich Eier, weiße Schokolade und Frischkäse werden benötigt. Dabei liefern Frischkäse und Eier nicht nur reichlich Eiweiß; Eier sind zudem reich an Lecithin, Vitamin B2 sowie dem Nervenbotenstoff Cholin. Sie haben noch weiße Kuvertüre im Haus? Statt der weißen Schokolade können Sie auch die Kuvertüre verwenden. Doch was ist der Unterschied zur Schokolade?
- Eier trennen und Eiweiß in das Gefrierfach stellen.
- Schokolade grob hacken über einem heißen, nicht kochenden Wasserbad schmelzen.
- Eigelbe und Frischkäse verrühren und Schokolade portionsweise unter die Mischung geben.
- Eiweiß aus dem Gefrierfach nehmen und aufschlagen. Eiweiß mit Salz zu Eischnee steif schlagen.
- Teig in eine gefettete Springform geben. Springform von außen mit Alufolie abdichten.
- Japanischen Käsekuchen im vorgeheizten Backofen zunächst bei 180 °C (Umluft 160 °C; Gas: Stufe 2-3) 15 Minuten backen. Dann Temperatur auf 160 °C (Umluft 140 °C; Gas: Stufe 2) reduzieren und weitere 15 Minuten backen. Backofen ausstellen und weitere 15 Minuten in der Resthitze backen.
Shiruko - süße Suppe aus roter Bohnenpaste
Mit Shiruko (汁粉), Oshiruko (お汁粉) oder Zenzai (善哉) wird eine süße Suppe aus roter Bohnenpaste (Anko) bezeichnet. Sie wird warm gegessen und ist vor allem in den Wintermonaten als Süßspeise beliebt. Da die Herstellung der Süßspeise recht einfach ist, wollen wir an dieser Stelle ebenfalls ein Rezept für Shiruko veröffentlichen.
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- Zunächst muss das Shiratamako schrittweise mit Wasser verrührt werden. Ein glatter, aber sehr flüssiger Teig wird entstehen.
- In der Mikrowelle wird er dann für 1 bis 1,5 Minuten bei 500 Watt erhitzt.
- In der Zwischenzeit können Sie das Wasser und Koshian in einen Topf geben.
- Das abgekühlte Mochi wird dann geteilt und in eine Suppenschale gegeben. Die Heiße Koshian-Suppe wird darüber gegeben.
Mochi, Daifuku und Dango: einfache Zubereitungen
Mochi nehmen in der japanischen Süßküche eine besondere Rolle ein. Die weiche, leicht zähe Textur ist für viele zunächst ungewohnt, gehört in Japan aber ganz selbstverständlich dazu. Ob klassisch mit Anko, modern interpretiert oder als saisonale Variante - Mochi sind vielseitig und erstaunlich alltagstauglich. Dango sind kleine Reisbällchen aus Reismehl, die meist auf Spieße gesteckt und mit Sauce oder Topping serviert werden. Durch ihre Schlichtheit eignen sich Dango gut als Einstieg in japanische Süßspeisen. Dieses Rezept für selbstgemachte Sesam Mochi ist mehr als nur ein japanisches Dessert.
Moderne Snack-Trends und fertige Produkte
Zunächst sollten Sie sich bewusstmachen, dass Sie in einer japanische Süßigkeiten Box ähnliche Marken wir in Europa finden. Es gibt beispielsweise von Nestle KitKat mit Matcha-Geschmack. Hi-Chew ist als japanische Antwort auf den MAOAM-Kaugummi bekannt, allerdings weniger süß. Aus dem Anime „Die letzten Glühwürmchen“ sind ebenfalls die Sakuma Drops bekannt. Seit 1908 werden die Bonbons aus Fruchtsaft und Zucker in Ikeburo im Norden Tokios hergestellt. Ein ebenfalls moderner Trend sind sogenannte Tokyo Banana Süßigkeiten, die seit 1991 von der Firma MASDAC Corp. in Saitama (Nord-Tokio) hergestellt werden. In einem weichen Teig sind Sahne und Bananenpüree eingearbeitet.
Tipps zur Zubereitung und zum Servieren
- Viele japanische Desserts lassen sich gut vorbereiten und sind ideal als kleine Nachspeise oder zum Nachmittagskaffee.
- Genauso wichtig wie das Zubereiten der Mahlzeiten ist aber auch das Servieren der unterschiedlichen Süßigkeiten. Im Japanwelt-Shop finden Sie aus dem Grund eine große Palette an Dessertschalen, Deckelschalen, Servierplatten und viele weitere Accessoires zum richtigen Servieren der verschiedenen Speisen.
- Den passenden Matcha für Ihre Teezeremonie werden Sie ebenfalls finden. Schauen Sie daher auch im Shop vorbei.
Rezepte auf einen Blick (Tabelle)
| Rezept | Hauptzutaten | Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|
| Japanischer Käsekuchen | Eier, weiße Schokolade, Frischkäse | Einfach |
| Shiruko | Shiratamako, Koshian (rote Bohnenpaste), Wasser | Einfach |
| Mochi / Daifuku | Klebreis (mochigome), Anko, evtl. Erdbeeren | Mittel |
| Dango | Reismehl (mochiko), Sojasoße oder Toppings | Einfach |
Warum sich das Ausprobieren lohnt
Die meisten Süßspeisen und Desserts aus Japan sind für den westlichen Gaumen etwas ungewöhnlich, dennoch sind sie lecker. Japan bietet eine reichhaltige Auswahl an Süßspeisen. Ein wichtiger Bestandteil ist immer wieder die rote Bohnenpaste Anko. Viele japanische Desserts sind oft schlicht aufgebaut und konzentrieren sich auf wenige Zutaten. Süßspeisen sind in Japan auch fernab der Tradition sehr beliebt.
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