Honig-Sahne-Bonbons selber machen: Rezepte, Tipps und Varianten
Selbst gemachte Bonbons sind gut gegen Erkältungen, dazu lecker und ein tolles Geschenk! Wir haben mehrere erprobte Rezepte und Varianten gesammelt, die einfach, preisgünstig und schnell gemacht sind. Zuckerbonbons und Karamellbonbons wecken Kindheitserinnerungen und können besonders in der Erkältungszeit lindernd wirken: Das Lutschen beruhigt den Rachen, lindert den Hustenreiz und fördert die Speichelproduktion, um Bakterien auszuschwemmen.
Das Grundprinzip: Bonbons zu Hause herstellen
Um Bonbons zu Hause selbst zu machen, benötigt man nur Zucker, Wasser und einen Geschmacksstoff wie Honig, Kräutertee oder verschiedene Gewürze. Den Zucker einfach mit Wasser oder Tee aufkochen, bis er zu karamellisieren beginnt. Vom Herd nehmen und die Gewürze und eventuell Lebensmittelfarbe einrühren. Auf ein Backpapier tröpfeln oder aufstreichen, noch warm in Stücke schneiden und auskühlen lassen. In Zellophan verpackt sind selbst gemachte Bonbons ein tolles Geschenk.
Honig-Bonbons: Grundrezept
Selbst gemachte Honig-Bonbons sind eine echte Leckerei und ein tolles Mitbringsel für Alt und Jung. Besonders Kinder lieben den feinen Honiggeschmack. Das Grundrezept geht schnell und die Bonbons können ganz nach Gusto aromatisiert werden.
- Für die Honig-Bonbons einfach 150 Gramm Zucker mit 50 Milliliter Wasser im Topf langsam auflösen.
- Dann die Temperatur erhöhen und kochen, bis der Zucker anfängt zu karamellisieren.
- Die Mischung vom Herd nehmen und 50 Milliliter Imkerhonig einrühren.
- Mit einem kleinen Löffel den Karamell auf ein Backpapier tropfen und abkühlen lassen. Wer eine Bonbonform besitzt, kann die Masse in diese einfüllen. Achtung: Die Zuckermasse ist sehr heiß!
Ganz nach Geschmack können die Bonbons mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen aromatisiert werden. Statt Wasser kann man zum Beispiel Pfefferminz- oder Thymiantee verwenden. Als Geschmackszutat eignen sich Vanille, Zimt, Zitrone oder Anis. Gegen Erkältungsbeschwerden hilft die Beigabe von geriebenem Ingwer.
Tipp: Wenn die Bonbons nach dem Auskühlen sehr stark kleben, kann man sie in Puderzucker wälzen. So verhindert man auch, dass die Bonbons bei der Aufbewahrung in einem Glas zusammenkleben. Wer einen geringeren Zuckergehalt bevorzugt, kann die Hälfte des Zuckers durch Erythrit ersetzen und die Bonbonmasse auf die gleiche Weise kochen.
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Honig-Sahne-Karamellbonbons (Honig-Sahne-Toffees)
Eine besonders reichhaltige Variante sind Honig-Karamellen mit Sahne und Butter. Diese Toffees sind weich bis schnittfest und haben ein intensives Aroma.
- Den Zucker, Honig und 5 EL Wasser in einen Topf geben und 2-3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Orangenschale zufügen.
- Die Sahne in einen großen Topf gießen und aufkochen. Den Karamellzucker hineingießen und unter Rühren ca. weiterkochen.
- Zur Probe einige Tropfen Karamellmasse auf eine kühle Platte oder ein Marmorbrett tropfen lassen. Wird die Masse gleich fest, ist sie in Ordnung. Die Butter einrühren.
- Die Masse im Topf abkühlen lassen, bis sie zähflüssig wird und auf Backpapier gießen. Nach dem völligen Abkühlen in Stücke schneiden.
Eine andere Version beschreibt: 500 g Honig in einem Topf erst verflüssigen, dann bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis er karamellisiert. Je nach Geschmack (je dunkler desto herber), weiterköcheln lassen, bis die Masse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Dann 400 ml Sahne und 150 g Butter unterrühren und ca. eine Viertelstunde weiterköcheln lassen. Am besten zwischendurch mit einem eisgekühlten Löffel eine Probe nehmen.
Die Masse lässt sich danach problemlos wieder verflüssigen, falls man den Kochvorgang unterbricht. Ein Tipp: Die Bretonen verfeinern ihren Karamell mit Meersalz. Falls Ihr Euch ans Experimentieren macht, bin ich auf Eure Rezeptvarianten gespannt.
Hinweise zur Konsistenz und Haltbarkeit: Je höher der Honiganteil, umso härter der Karamell. Über die Haltbarkeit gibt es unterschiedliche Angaben; da die Masse gut erhitzt wird (über 100 °C), ist das größte Risiko, dass Fett ausschwitzt. Mit weniger Butter und Sahne sind die Bonbons länger haltbar.
Honig-Salbei-Bonbons (gegen Halsschmerzen)
Salbei ist als Heilpflanze besonders für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. In Kombination mit Honig und Ingwer entstehen lindernde Bonbons für die Erkältungszeit.
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- 3 Teebeutel Salbeitee, 60 ml Wasser, 1 Zitrone, 150 g Zucker, 3 EL Honig, 60 ml Salbeitee, 1 EL Ingwersaft, Puderzucker zum Wälzen
- Bereite den Salbeitee zu und lass die Teebeutel etwa 20 Minuten im Wasser ziehen.
- Presse den Saft der Zitrone aus und gib ihn zusammen mit dem Zucker, Honig, Salbeitee und Ingwersaft in einen Topf.
- Koche alles auf und lass es 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Rühre immer wieder um. Es sollte eine dickflüssige, aber nicht zu harte Masse entstehen.
- Gib die Masse anschließend löffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder in eine Silikonform und lasse die Bonbons abkühlen.
- Wälze die Honig-Salbei-Bonbons zum Schluss kurz in Puderzucker, damit sie nicht so aneinander kleben. Bewahre die fertigen Bonbons luftdicht auf.
Die Bonbon-Masse ist sehr heiß. Es ist sinnvoll, beim Honig Bonbons selber Machen Handschuhe zu tragen. Luftdicht verpackt lassen sich die selbst gemachten Honig-Salbei-Bonbons einige Wochen aufbewahren.
Vegane und exotische Varianten
Es gibt viele Varianten: Zistrosen-Bonbons, Rosen-Bonbons oder gezogene Honigbonbons (bei denen kein zusätzlicher Zucker nötig ist). Die Zistrosen-Bonbons werden aus Zistrosen-Tee und Zucker hergestellt und sind vegan. Die Zistrose wirkt wundheilend, lindert Entzündungen des Mund- und Rachenraums und verhindert die Vermehrung von Viren und Bakterien.
Rosen-Bonbons: Für die vegane Rosen-Variante werden Zucker, Traubenzucker und Kirschsaft mit Rosenwasser kombiniert. Die Mulden einer Bonbonform werden mit Öl auspinselt und die karamellisierte Masse (max. 155 °C) in die Mulden gefüllt; danach die Blütenblätter untermischen. Vorsicht Spritzgefahr!
Technik: Temperatur, Festigkeitsprobe und Formen
Auf die Temperatur achten: ab etwa 121 °C wird die Masse härter und schnittfest. Zur Prüfung der Festigkeit ein wenig heiße Flüssigkeit auf einen Teller tropfen; wird sie nach wenigen Minuten fest, ist sie fertig. Bei Karamell- und Honig-Sahne-Bonbons lohnt sich die Löffelprobe: Tropft die Masse langsam vom Löffel, ist sie zähflüssig genug.
Wer eine Bonbonform besitzt, kann die heiße Masse einfüllen. Alternativ tropft man den heißen Sirup mit einem kleinen Löffel auf Backpapier. Die Bonbonmasse ist sehr heiß - Achtung Spritz- und Verbrennungsgefahr! Beim Schneiden in einer Auflaufform hilft es, das Messer zwischendurch in heißes Wasser zu tauchen oder die Form mit geölter Folie auszulegen.
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Problembehebung: Was tun, wenn die Bonbons nicht fest werden?
Viele Hobbyköche berichten von zu weicher, zäher Masse. Wichtige Faktoren sind Temperatur, Zuckeranteil und Flüssigkeitsmenge. Wenn die Masse nach dem Kochen nicht hart wird, liegt es häufig daran, dass die Zieltemperatur nicht erreicht wurde oder zu viel Flüssigkeit/Sahne/Butter verwendet wurde. Manche empfehlen, weniger Sahne und Butter zu nehmen; andere stellen fest, dass das Weglassen von Zucker bei gezogenen Honigbonbons problematisch sein kann.
Praktischer Tipp: Wenn die Masse zu weich ist, kann man sie erneut erhitzen und weiter einkochen. Dabei zwischendurch Proben auf einer kalten Platte machen, um den Härtegrad zu prüfen. Beim wiederholten Erhitzen lässt sich die Masse oft noch retten. Achtung: Nicht zu heiß werden lassen (Karamell kann leicht verbrennen).
Aufbewahrung, Verpackung und Haltbarkeit
- In Zellophan verpackt sind selbst gemachte Bonbons ein tolles Geschenk.
- Luftdicht verpackt lassen sich die Bonbons mehrere Wochen halten; bei sahnehaltigen Toffees sollte man sie innerhalb von ca. zwei Wochen verzehren.
- Wenn Bonbons zusammenkleben, hilft Puderzucker oder Mehl leicht bestäubt beim Trennen.
- Als Mitbringsel eignen sich kleine Glasbehälter, Papiertüten oder einzeln umwickelte Stücke in Alufolie oder Zellophan.
Tabelle: Zutatenübersicht wichtiger Varianten
| Variante | Kernzutaten | Besonderheit |
|---|---|---|
| Honig-Bonbons (einfach) | Zucker, Wasser, Honig | Schnell, aromatisierbar mit Tee und Gewürzen |
| Honig-Sahne-Karamell | Honig, Sahne, Butter, Zucker | Weiche Toffees, reichhaltig |
| Honig-Salbei | Salbeitee, Zucker, Honig, Ingwer, Zitrone | Heilsame Wirkung bei Halsschmerzen |
| Zistrosen-Bonbons | Zistrosentee, Zucker | Vegan, entzündungshemmend |
| Rosen-Bonbons | Zucker, Traubenzucker, Kirschsaft, Rosenwasser | Vegane Spezialität mit Rosenblüten |
Praktische Tipps zum Gelingen
- Verwende einen breiten, schweren Topf, damit die Masse gleichmäßig erhitzt wird.
- Rühre kontinuierlich, besonders bei sahnehaltigen Rezepten, damit nichts am Topfboden anbrennt.
- Nutze ein Zuckerthermometer oder die Tropfprobe auf einer kalten Platte, um die Festigkeit zu prüfen.
- Schütze dich vor Verbrennungen: Handschuhe und eine hitzebeständige Umgebung sind sinnvoll.
- Experimentiere mit Honigsorten: Linden-, Wald-, Tannen- oder Kleehonig geben unterschiedliche Aromen.
Honig Bonbons selber machen ist nicht schwer. Das Procedere ist denkbar einfach, und als Ergebnis erhält man wirklich gute, natürliche Schnökereien, die sogar gegen Erkältung helfen können. Viel Spaß beim Nachmachen und Experimentieren!
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