High Protein Pudding: Geeignet bei Schwangerschaftsdiabetes?
High-Protein-Produkte, wie beispielsweise Puddings, erfreuen sich großer Beliebtheit bei gesundheitsbewussten Menschen und solchen, die abnehmen möchten. Doch wie geeignet sind diese Produkte, insbesondere High Protein Puddings, für Schwangere mit Gestationsdiabetes? Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von High-Protein-Puddings im Kontext von Schwangerschaftsdiabetes und gibt Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung.
Was ist Schwangerschaftsdiabetes?
Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist eine Form der Diabetes, die erstmals während der Schwangerschaft auftritt. Sie ist durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet und kann sowohl für die Mutter als auch für das Kind Risiken bergen. Eine angepasste Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes.
High-Protein-Produkte im Trend
Neben Fitness-Riegeln, eiweißreichen Broten und angereichertem Müsli sind High-Protein-Puddings voll im Trend. Diese Produkte versprechen eine einfache Möglichkeit, die Proteinzufuhr zu erhöhen und gleichzeitig den Süßhunger zu stillen. Viele Menschen greifen zu diesen Produkten, da sie oft weniger Zucker enthalten als herkömmliche Varianten.
Zusammensetzung von High-Protein-Puddings
High-Protein-Puddings sind in verschiedenen Varianten in nahezu allen Supermärkten erhältlich. Zu den gängigen Produkten gehören beispielsweise:
- High-Protein-Schoko-Pudding von Ehrmann
- High-Protein Pudding mit Schoko von REWE
- High-Protein-Pudding Schoko von Dr. Oetker
Eine Portion (200 Gramm) dieser Puddings enthält etwa 20 Gramm Eiweiß. Das Protein stammt vor allem aus zugesetztem Milcheiweiß. Milcheiweiß ist eine gute Proteinquelle, da es sich gut vom Körper verwerten lässt. Allerdings enthalten High-Protein-Puddings oft auch eine Reihe von Zusatzstoffen wie Süßungsmittel (Acesulfam K, Sucralose, Cyclamat, Saccharin), Verdickungsmittel (Natrium-Carboxy-methylcellulose, Carrageen), Stabilisatoren (Natriumphosphat) und Aromen.
Lesen Sie auch: Sind High-Protein-Puddings wirklich gut für den Muskelaufbau?
Proteinbedarf in der Schwangerschaft
Der durchschnittliche tägliche Proteinbedarf liegt bei etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Für eine 70 Kilogramm schwere Person entspricht dies 56 Gramm Eiweiß täglich. Schwangere haben einen erhöhten Proteinbedarf, da Eiweiß für das Wachstum und die Entwicklung des Kindes benötigt wird.
Um die gleiche Menge an Protein wie in einem High-Protein-Pudding aufzunehmen, könnten Sie stattdessen Folgendes essen:
- 2 Scheiben Vollkornbrot mit Hummus
- 300 Gramm Naturjoghurt mit circa 6 Esslöffel Haferflocken
- Ein Ei, ein bis zwei Hände voll Nüsse
Vorteile von Eiweiß in der Ernährung bei Diabetes
Eiweiß spielt eine wichtige Rolle in der Ernährung von Menschen mit Diabetes. Es beeinflusst den Blutzuckerspiegel weniger stark als Kohlenhydrate und unterstützt das Sättigungsgefühl. Eine ausgewogene Proteinzufuhr trägt dazu bei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heißhungerattacken vorzubeugen.
- Energielieferant und Baumaterial: Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für Gewebe, Organe und Enzyme. Es liefert Energie (4 kcal pro Gramm) und kann vom Körper nicht gespeichert werden, weshalb eine tägliche Zufuhr notwendig ist.
- Aminosäuren: Eiweiß besteht aus Aminosäuren, von denen einige essentiell sind und über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Diese Aminosäuren sind wichtig für verschiedene Körperfunktionen wie Muskelaufbau, Hormonregulierung und Immunabwehr.
Pflanzliches vs. tierisches Eiweiß
Tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Körpereiweiß und enthält nahezu alle notwendigen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis. Pflanzliches Eiweiß (Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse) kann vom Körper nicht so gut verwertet werden wie tierisches Eiweiß, enthält aber weniger gesättigte Fette und Purine.
Eine gezielte Kombination von pflanzlichen und tierischen Proteinen ist ideal, um den Körper optimal mit allen notwendigen Aminosäuren zu versorgen.
Lesen Sie auch: Nährwerte im Check: Milbona Protein Pudding
Bedenken bei High-Protein-Puddings
Trotz des hohen Proteingehalts gibt es einige Bedenken hinsichtlich des Konsums von High-Protein-Puddings:
- Zusatzstoffe: High-Protein-Puddings enthalten oft eine Vielzahl von Zusatzstoffen wie Süßungsmittel, Verdickungsmittel, Stabilisatoren und Aromen. Diese Stoffe können unerwünschte Nebenwirkungen haben und sind nicht unbedingt eine gesündere Alternative zu Zucker.
- Nutri-Score: Obwohl viele High-Protein-Puddings den Nutri-Score A tragen, berücksichtigt dieses Bewertungssystem nicht alle Inhaltsstoffe. So werden beispielsweise Süßstoffe und Aromen bei festen Lebensmitteln nicht negativ bewertet.
- Blutzuckerspiegel: Einige Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass High-Protein-Puddings den Blutzuckerspiegel stärker beeinflussen können als erwartet. Dies könnte an den enthaltenen Kohlenhydraten oder anderen Inhaltsstoffen liegen. Es ist daher ratsam, den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von High-Protein-Puddings zu kontrollieren und gegebenenfalls die Insulindosis anzupassen.
More Produkte in der Schwangerschaft
Die Firma More Nutrition bietet ebenfalls verschiedene Produkte an, die während der Schwangerschaft und Stillzeit grundsätzlich verwendet werden dürfen. Dazu gehören Chunky Flavour und Zerups, die dazu dienen, Zucker zu sparen. Allerdings wird davon abgeraten, während der Schwangerschaft und Stillzeit ein Kaloriendefizit einzuhalten. Bei Produkten wie Female Bloodsugar Support und Cycle Balance fehlen Sicherheitsdaten, und der Protein Iced Coffee enthält Koffein, dessen Konsum in der Schwangerschaft umstritten ist. Auch beim Thema Melatonin (More Sleep) gibt es unterschiedliche Meinungen.
Alternativen zu High-Protein-Puddings
Es gibt viele gesunde Alternativen zu High-Protein-Puddings, um den Proteinbedarf während der Schwangerschaft zu decken:
- Magerquark: Magerquark ist eine ausgezeichnete Proteinquelle und kann mit frischen Früchten oder Nüssen verfeinert werden.
- Naturjoghurt: Naturjoghurt enthält ebenfalls viel Eiweiß und kann mit Haferflocken, Beeren oder Nüssen kombiniert werden.
- Eier: Eier sind reich an hochwertigem Protein und enthalten wichtige Nährstoffe.
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Erbsen sind gute pflanzliche Proteinquellen und liefern zusätzlich Ballaststoffe.
- Nüsse und Samen: Nüsse und Samen sind reich an Eiweiß und gesunden Fetten.
Empfehlungen für Schwangere mit Gestationsdiabetes
- Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein, komplexen Kohlenhydraten und gesunden Fetten.
- Natürliche Proteinquellen: Bevorzugen Sie natürliche Proteinquellen wie Magerquark, Joghurt, Eier, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen.
- Zuckerarme Alternativen: Wählen Sie zuckerarme Alternativen und vermeiden Sie stark verarbeitete Produkte mit vielen Zusatzstoffen.
- Blutzuckerkontrolle: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel, um die Auswirkungen verschiedener Lebensmittel auf Ihren Blutzucker zu überwachen.
- Individuelle Beratung: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberaterin individuell beraten, um eine optimale Ernährungsstrategie für Ihre Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln.
Lesen Sie auch: Protein Vanillepudding Rezepte
tags: #High #Protein #Pudding #Schwangerschaftsdiabetes #geeignet


