Trauth Schokoladenfabrik Herxheim: Ein Jahrhundert süßer Tradition
Die Trauth Schokoladenfabrik in Herxheim ist seit über einem Jahrhundert ein Begriff für Schokoladenliebhaber. Das Familienunternehmen, das heute von Marie-Luise Trauth geführt wird, hat seinen Ursprung im Jahr 1911.
Die Geschichte von Trauth Schokolade
Alles begann 1911 mit einer Bäckerei und einem Kolonialladen (ein alter Begriff für einen Lebensmittelladen). Eugen Trauth und seine Frau Alice betrieben seit 1911 eine Bäckerei und einen Kolonialwarenladen in Herxheim. Ihre Geschäftsidee war es, Backwaren für Jahrmärkte herzustellen. In der Bäckerei wurden Verkaufsprodukte für Jahrmärkte hergestellt, wie das Magenbrot (wer's nicht kennt, ein wenig wie Lebkuchen).
Nach dem ersten Weltkrieg entdeckte Eugen Trauth bei den Jahrmarktbesuchen das aus Frankreich stammende Naschwerk „Mohrenkopf“, dort „Tête de nègre“ - „Negerkopf“ - genannt. Frankreich liegt nicht weit von Herxheim entfernt, und so lernte Eugen Trauth beim Besuch eines französischen Weihnachtsmarktes die „Mohrenköpfe“ kennen, die genaue Übersetzung der französischen Spezialität ist: „Tête de nègre.“ Eugen Trauth beschloss auf deutschem Boden die Süßigkeit zu produzieren. Ein französischer Chocolatier wurde angestellt, um so ein möglichst authentisches Produkt herstellen zu können. Um 1928 stellte er den Schokolatier Josef Krekeler ein.
Die Produktion der ersten „Herxemer Mohrekepp“ war ein voller Erfolg, die Firma und das Sortiment konnte erweitert werden: Magenbrot, Lebkuchen „Mohrekepp“ und „Trauth’s Kindernahrung“, die vor allem während des zweiten Weltkrieges eine Rolle spielte. Die Söhne Otto und Robert traten ins Geschäft ein. Mit 25 Beschäftigten im Jahr 1939 war Trauth neben den Zigarrenfabriken ein bedeutender Arbeitgeber in Herxheim.
In den frühen 1950er Jahren erneuerte man die maschinelle Ausrüstung der Fabrikation, 1951 gab es bereits 85 Beschäftigte, darunter viele Frauen. Der Lebensmittelladen entwickelte sich zum ersten Selbstbedienungsladen REWE in Herxheim. In ihm wurden leicht beschädigte Mohrenköpfe billig verkauft, „A Dutt voll Mohrekepp fer än Mark“. Ansonsten wurde die Produktion mit eigenen LKW in ganz Süddeutschland an Lebensmittelgeschäft und Markthändler verkauft. Die Produktpalette erweiterte sich: Lebkuchenherzen, -brezeln, -sterne mit individuellem Dekor, Magenbrot, Schokoladenhasen, Schokoladennikoläuse, Schaumzigarren, Schaumbananen, Sportwaffeln. Die Umstellung von Fettglasur auf Schokoladenglasur erforderte weitgehende Umstrukturierungen im Produktionsablauf.
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Die Entwicklung des Einzelhandels weg von kleineren Lebensmittelläden zu großen und noch größeren Supermarktketten brachte die Süßwarenfabrik ab den 1970er Jahren immer wieder in Krisen. Marie-Luise Trauth, die Tochter von Robert und Liesel, die 1968 als Lehrmädchen begann, erkannte die Zukunftsfähigkeit des Direktverkaufs. Als sie 1986 Inhaberin der Firma Eugen Trauth & Söhne wurde, stellte sie den Vertrieb mit eigenen LKW ein und baute die ehemalige Garage zum heutigen Ladengeschäft um. Der Erfolg gibt ihrem Konzept recht.
Zum hundertjährigen Jubiläum sind die Firmengebäude, die aus mehreren Bauphasen stammen, alle renoviert worden. Die zwei- und dreistöckigen Gebäude gruppieren sich über Eck um einen großen Hof, der früher bebaut war. An der Fassade prangt ein überdimensionaler brauner Schokokuss auf rotem Grund, darüber das Firmenlogo der Süßwarenfabrik Trauth. Vom großen Parkplatz auf dem Hof eilen ständig Kunden in den mit grauen Stahlrahmenfenstern verglasten Verkaufsraum. Sie kehren kurz darauf meist mit mehreren gebündelten roten Pappschachteln zurück.
Schokoküsse: Mehr als nur eine Süßigkeit
Die Schokoladenküsse, auch bekannt als Mohrenköpfe, sind zweifellos eines der bekanntesten Produkte von Trauth. Die Geschichte der Schokoladenküsse reicht bis ins Jahr 1800 in Dänemark zurück. Im Laufe der Jahre fanden sie ihren Weg nach Frankreich und schließlich auch nach Deutschland.
Eugen Trauth und Söhne - die Schokokuss-Manufaktur: Die in Kleinproduktion hergestellten Schokoküsse musste ich probieren, es ging kein Weg daran vorbei. Ich war ja schon da. Hier noch ein wenig mehr zur Geschichte der Firma Eugen Trauth und Söhne, die seit 1986 von Marie Luise Trauth sehr erfolgreich geleitet wir.
Im Rahmen eines Events hatte ich gestern die Gelegenheit die Gelegenheit die Schokoküsse Manufaktur von Eugen Trauth & Söhne, in Herxheim in der Pfalz, zu besuchen. Schokoküsse sind süße Kindheitserinnerungen. Zwar hatte ich zuvor schon einmal einen TV-Bericht über die schmackhaften, frisch hergestellten Schokoküsse, auch Schaumküsse genannt gesehen: Ganz ehrlich, ich war nie fanatisch hinter den Dingern her. Die standen auch nie auf meiner Favoritenliste. Meine Brüder liebten es, die Schokoküsse aufs Butterbrot zu drücken… Ok, zugegeben, das war doch lecker so zwischendurch. Im Internet kursiert auch ein Tortenrezept mit Schokoküssen. Muss ich auch mal ausprobieren.
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Vielfalt im Trauth Outlet
Neben den klassischen Schokoladenküssen können Besucher des Trauth Outlets in Herxheim auch Kokosbälle, Rumdesserts, Schokowaffeln und viele andere Köstlichkeiten entdecken. Insbesondere die Edelvollmilchtafeln mit 30 Prozent Kakaoanteil gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung auf Neuware sind bei den Kunden sehr beliebt.
Beliebtheit und Qualität
Die positiven Rückmeldungen von Besuchern des Trauth Werksverkaufs sprechen für sich. Viele heben die hohe Qualität und den einzigartigen Geschmack der Schokoladenprodukte hervor. Die Schokoküsse werden oft als frischer und schmackhafter als die im Supermarkt erhältlichen beschrieben. Einige Besucher wünschen sich gemischte Schokokuss-Boxen, während andere die vielfältige Auswahl an Geschmacksrichtungen loben.
Bewertungen zu Trauth Eugen & Söhne Schokoküsse Bewertungen werden nicht automatisch geprüft Eine kleine Manufaktur direkt bei uns im Heimatort. Wie schön, dass sie bisher erhalten blieb. Diese Schokoküsse sind sehr bekannt, auch deutlich über die Ortsgrenze hinaus. Sie sind frisch, schmecken besser, als die aus dem Geschäft und die Verkaufsstelle liegt für uns praktischerweise direkt ums Eck. Wer Geburtstag hat oder etwas für die Firma als Mitbringsel sucht, fährt selbstverständlich Trauths Schokoküssefabrik an. Es gibt nicht viele Sorten, meist normale, Mokka, Kokos, Rum und in der… weiterlesenGefällt mir Leckere Schokoküsse direkt ab Fabrik/Manufaktur. Der Fabrikverkauf ist recht nüchtern, aber kostengünstig.
Direktvertrieb als Erfolgsrezept
Während man woanders in die Großproduktion ging, lautete das Motto von Trauth & Söhne (eigentlich ja Töchter) : Klein aber fein. Deshalb entschloss sich Marie Luise Trauth - bereits 1986 - auf den Direktvertrieb vor Ort zu setzen. Das war kein Fehler. Die handwerkliche Produktion und der vor Ort Verkauf in Herxheim brummt! Schokoküsse im Direktvertrieb - ein Verkaufsschlager. Der Erfolg gab ihr recht, das sieht man bei jedem Besuch. Samstags schließt der Schaumküsseverkauf gegen 12.00 Uhr. Noch bis mindestens 14.00 Uhr sah man immer wieder Autos auf dem Hofparkplatz ankommen und Kaufwillige an die Türen des Verkaufsraums rütteln. Mehr als 100 Jahre Schokoküsse. Gelobt sind die Fans von Trauth und Söhne. Und dann war dieser Familienbetrieb Trauth auch noch der Wirtschaftswoche einen Artikel wert: "Der Mittelstand ist Deutschlands Geheimwaffe." Schau an - und der liegt in der Pfalz!
Öffnungszeiten und Anfahrt
Das Trauth Schokoladen Outlet befindet sich am Hauptsitz des Unternehmens in Herxheim bei Landau. Für Besucher, die echte Schnäppchen machen möchten, ist es leicht zu erreichen.
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Hier noch schnell die Öffnungszeiten Eugen Trauth und Söhne Schokoküsse in Herxheim: Mo-Fr von 9.00 - 12.30 und 13.30 bis 18.00 Uhr , Sa von 9.00 - 12.00. Die Adresse fürs Navi: Oberhohlstraße 21 in 76863 Herxheim bei Landau.
Ein Tipp für Feinschmecker
Und wenn Sie schon in Herxheim sind, wie wäre es dann mit einem hervorragenden Mittagstisch oder Abendessen, im Restaurant Goldene Krone in Herxheim-Hayna?
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