Heinz Hoenig: Intensivstation, Eingriffe und Hintergrundinformationen

Künstliches Koma, lebensbedrohliche Diagnosen, monatelange Klinikaufenthalte: Heinz Hoenig kämpfte sich zurück - und braucht jetzt keine OP mehr. Heinz Hoenig (74) schreibt eine Geschichte, die kaum jemand für möglich gehalten hätte: Wie die Bild berichtet, wurde eine ursprünglich geplante Herz-Operation beim Schauspieler abgesagt - weil sein Körper sie schlicht nicht mehr benötigt.

Kurzer Überblick über den Krankheitsverlauf

Im Frühjahr 2024 wurde Hoenig mit Atemnot und einer schweren Magen-Darm-Infektion in die Charité eingeliefert. Dort zeigte sich das ganze Ausmaß der Erkrankung: Eine bakterielle Infektion hatte seine Aorta sowie einen 2012 gesetzten Herzstent angegriffen. Zudem fanden die Ärzte ein lebensbedrohliches Loch in der Speiseröhre. Hoenig wurde wochenlang ins künstliche Koma versetzt - 143 Tage lag er auf der Intensivstation.

Heinz Hoenig im Krankenhaus

In mehreren hochriskanten Eingriffen wurde ihm die Speiseröhre entfernt und durch einen umgeformten Teil des Magens ersetzt. Hoenig wurde ins künstliche Koma versetzt und verbrachte 143 Tage auf der Intensivstation. Am 1. Mai, beim Bild-Renntag in Gelsenkirchen, strahlte er in die Kameras: „Ich bin schon fast wieder der Alte.“

Operationsverlauf und medizinische Maßnahmen

Nachdem Heinz Hoenig Mitte Mai an der Speiseröhre (war durch Bakterien geschädigt) operiert worden war, braucht er zur Unterstützung seiner Atmung eine Beatmungsmaschine. Sie pumpt ihm Luft in die Lungen. Die zweite Operation am Herzen kann erst erfolgen, wenn Hoenig selbstständig atmen kann. Bis die Aorta-OP stattfinden könne, müsse sich der Zustand des Patienten deutlich stabilisieren.

Die OP musste bis auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Noch fehlt ihm die nötige Stärke für diesen Eingriff. Man müsse schauen, inwieweit man Heinz von der Beatmung wegkriegt, damit er wieder selbständig atmen kann.

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Operation an Speiseröhre und Aorta - schematische Darstellung

Intensivstation: Dauer, Kosten und Versorgung

Bisher, so heißt es, habe der TV-Schauspieler nach etlichen gesundheitlichen Komplikationen 143 Tage auf der Intensivstation verbringen müssen. Jeder Tag auf der Intensivstation kostet den 72-Jährigen rund 3000 Euro. Er ist nicht krankenversichert und muss am Ende alle Rechnungen selbst bezahlen. Beinahe unmöglich - so krank, wie der „Das Boot“-Star ist. Seine Fans und Freunde stehen Hoenig bei den Geldsorgen zur Seite, beteiligen sich an einer Spendenaktion im Internet.

Aspekt Information
Aufenthalt Intensivstation 143 Tage / Monatelang
Hauptdiagnosen Bakterielle Infektion von Aorta und Herzstent; Loch in der Speiseröhre
Wichtige Eingriffe Entfernung der Speiseröhre, Rekonstruktion mit Magenanteil; Beatmungsunterstützung
Kosten (ca.) ~3000 Euro pro Intensivtag
Versicherung Zwischenzeitlich nicht krankenversichert, später wieder versichert (seit 1. April 2026)
Aktueller OP-Status Ursprüngliche Aorta-OP abgesagt / nicht mehr nötig im Moment

Versicherungssituation und Unterstützung

Lange sei Hoenig zudem privat versichert gewesen. Da die Beiträge irgendwann zu hoch für das Budget des Schauspielers gewesen seien und gesetzliche Versicherungen eine Aufnahme abgelehnt hatten, lebt er seit einigen Jahren ohne Absicherung. Deswegen wurde eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Als der erlösende Brief eintraf, brachen bei Annika alle Dämme: Sie schrie, tanzte und weinte vor Glück - und hielt den Moment auf Instagram fest. Wie die Bild-Zeitung zuvor berichtete, ist Hoenig seit dem 1. April 2026 auch wieder krankenversichert - nach einem zwei Jahre langen Kampf, den Hamburger Anwalt Frank Michael Kuhn pro bono für ihn führte.

Symbolbild Krankenversicherung / Spendenaktion

Familiäre Betreuung und Alltag

Nach mehreren Monaten im Krankenhaus ist der schwer erkrankte Schauspieler Heinz Hoenig, 72, wieder daheim bei seiner Familie. „Heinz hat sich riesig gefreut“, sagte seine Frau Annika Kärsten-Hoenig der „Bild“. „Er konnte es zunächst kaum glauben, endlich wieder zu Hause zu sein.“

Sein Management war laut der Nachrichtenagentur dpa für eine Anfrage zunächst nicht erreichbar. Pflegen will ihn nun seine Ehefrau, eine gelernte Krankenschwester. Die Zeitung teilte Fotos von Hoenig im Rollstuhl auf der Straße vor dem Krankentransporter, vor einem „Welcome Home“-Plakat und mit seiner Familie.

Die Ehefrau des TV-Stars erklärt: „Genau diese Hoffnung, bald wieder zu Hause im Harz zu sein und ein wenig Ruhe als Familie genießen zu dürfen, lässt uns diesen momentanen Ausnahmezustand irgendwie ertragen.“ Dem Bericht zufolge wird Hoenigs Frau, die ausgebildete Krankenschwester ist, ihn von nun an zu Hause weiter pflegen. Unterstützung erhalte sie von ihren Eltern, die sich auch immer wieder um die ein und drei Jahre alten Kinder kümmern würden, heißt es.

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Familie Hoenig bei der Heimkehr

Öffentliche Reaktionen, Anteilnahme und Medienauftritte

Immerhin: Vielen Menschen geht die Situation ebenso so ans Herz. Sie wollen in Form von Geldspenden und Geschenken den Schauspieler und seiner Familie aufmuntern. „Vor ein paar Tagen haben wir ein Paket von einer ganz lieben Familie zugeschickt bekommen. Darin befanden sich unter anderem diese wunderschönen Armbänder, die die kleine Tochter extra für uns mit ganz viel Liebe angefertigt hat“, so Annika Kärsten-Hoenig auf Instagram. Darauf geschrieben seien Worte wie "Kraft", "Energie" und "Gesundheit".

Am 1. Mai zeigte sich Hoenig bei einem öffentlichen Event in Gelsenkirchen und sagte dort: "Ich bin schon fast wieder der Alte." Solche Auftritte waren zuletzt seltener geworden. Der 74-Jährige galt bis zuletzt als schwer krank. (Quelle: IMAGO/Agentur Matthias Wehnert / M. Gränzdörfer)

Interview und Update zu Heinz Hoenig

Medien und Social Media

Die Welle der Anteilnahme, die Annika und Heinz Hoenig erreicht, ist überwältigend. Täglich flattern aufmunternde Nachrichten ins Haus. „Ich lese Heinz alle Nachrichten vor. Er freut sich so sehr darüber und hat jedes Mal vor Rührung Tränen in den Augen“, teilt Annika Hoenig bewegt mit. Zu der öffentlichen Wahrnehmung gehört allerdings auch Kritik: Zur gleichen Zeit bekommen Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig von einigen ihrer Follower einen Shitstorm ab.

Prognose und aktuelle Lage

Dennoch sei der 74 Jahre alte Schauspieler weiter in ärztlicher Behandlung. Er werde "engmaschig kontrolliert", wie seine Frau sagt. Gegenüber RTL sagte seine Managerin Birgit Fischer-Höper, dass Hoenig sich weiterhin auf der Intensivstation befindet. Er werde zudem künstlich beatmet und ernährt. Gegenüber RTL sagte sie zudem, dass er dadurch natürlich auch sehr gehandicapt und eingeschränkt sei. Immerhin: Er ist bei Bewusstsein und sogar ansprechbar, heißt es.

Zwei Jahre später berichtet die "Bild", dass eine ursprünglich geplante Herz-OP abgesagt wurde. Seine Frau Annika Kärsten-Hoenig sagt: "Im Moment ist Heinz stabil, er hat sich gut erholt. Auch seine Blutwerte sind gut. Deswegen ist eine Operation im Moment kein Thema." Laut der Zeitung sprechen sogar seine behandelnden Ärzte von einem Wunder.

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Ärztliche Untersuchung und Blutwerte

Die OP an der Aorta könne nur unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden. "Und bis es so weit sein kann, werden sicherlich noch Monate vergehen", so die Ehefrau des Schauspielers zu "Bild".

Ausblick auf die Pflege und Nachsorge

Das Ehepaar Hoenig lebt in Blankenburg im Harz. In Berlin ist die Familie in einer 20 Quadratmeter großen Wohnung untergekommen. Nicht viel Platz. Dazu kommt: Annika Kärsten-Hoenig muss sich auch um die Kinder kümmern, denn sie gehen nicht in eine Kindertagesstätte. „Jianni soll erst ab 1. September in die Kita gehen, sofern wir bis dahin zu Hause sind. Die Kita-Gruppe von Juliano hat ihm zwei ganz tolle Bilder mit Handabdrücken und schönen Sprüchen geschickt.“ Die seelische Unterstützung hilft. Kärsten-Hoenig: „Zu wissen, dass ganz viele Menschen an uns denken, gibt uns unwahrscheinlich viel Kraft und Zuversicht.“

Pflegesituation zu Hause: Alltag mit Kindern

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