Haselnussglasur selber machen: Das perfekte Rezept mit vielen Tipps für Nusskuchen
Eine selbst gemachte Haselnussglasur ist der aromatische Höhepunkt für jeden Nusskuchen. Sie verleiht Kuchen, Gebäck oder Torten einen nussig-schmelzenden Überzug und sorgt zugleich für das besondere Extra. Für alle, die ihren Kuchen nicht nur klassisch süß, sondern raffiniert und nuancenreich genießen möchten, lohnt sich ein detaillierter Blick auf die Zubereitung von Haselnussglasur. In diesem Artikel erhalten Sie ein ausführliches Rezept, Tipps aus Großmutters Zeiten, Hinweise zur richtigen Glasur-Konsistenz und erfahren außerdem, wozu Haselnussglasur besonders gut passt.
Der Nusskuchen mit Haselnussglasur ist ein absoluter Klassiker, der vielen aus Kindheitstagen bekannt ist. Abgerundet wird der Kuchenklassiker mit einer zarten Haselnuss-Glasur, die dem Nusskuchen den letzten Schliff verleiht. Doch nicht nur zur Herbst- und Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über ist sie ein Genuss für alle Kuchenliebhaber.
Was ist Haselnussglasur?
Eine Haselnussfettglasur, Haselnuss-Fettglasur oder kurz nur Haselnussglasur genannt, ist eine Glasur mit einem geringen Kakaoanteil. Sie ist eine Variation der kakaohaltigen Fettglasur. Bei der Herstellung von Haselnussfettglasuren wird der Kakaoanteil teilweise oder vollständig durch Haselnussmark ersetzt. Statt Kakaobutter enthalten Haselnussfettglasuren preisgünstigere Pflanzenfette wie Kokosfett, Palmkernfett, Erdnussfett oder gehärtete Fette. Darüber hinaus enthalten Haselnussfettglasuren zusätzlich Zucker, Aromen wie Vanillin und Emulgatoren wie Lecithin.
Durch Röstung der Haselnüsse kann der Geschmack sowie die Farbe der Fettglasur beeinflusst werden. Die Herstellung und Verarbeitung entspricht weitgehend der von kakaohaltigen Fettglasuren.
Verwendungsmöglichkeiten von Haselnussglasur
- Haselnussfettglasuren eignen sich vor allem zum Überziehen von tiefgefrorenen Backwaren, da der Prozess des Einfrierens und Auftauens die Glasur nicht nachhaltig negativ verändert.
- Sie bricht nicht auf und zeigt zudem keine Risse.
- Haselnussfettglasuren eignen sich darüber hinaus zum teilweisen oder vollständigen Überzug von Teegebäck, Kuchen, Torten, Windbeutel, Éclairs, Spritzkuchen, Berliner, Donuts oder Süßwaren.
- Der klassische Nusskuchen nach Omas Rezept wird traditionell mit einer dicken Schicht Haselnussglasur verfeinert.
Für den Verkauf von Produkten mit Haselnussglasur gilt: Sofern der Verbraucher nicht getäuscht wird, darf grundsätzlich jede Art Lebensmittel mit Fettglasur überzogen werden.
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Zutaten für Haselnussglasur (Grundrezept)
- 150 g gesiebter Puderzucker
- 60 g Haselnussmark (bei Bedarf mit etwas Kakaopulver für intensivere Farbe)
- etwas heißes Wasser
- 80 g Palm-, Erdnuss- oder Kokosfett
Wenn Sie kein Haselnussmark im Supermarkt finden, können Sie dieses auch selbst zubereiten oder in Spezialgeschäften für den Patisseriebedarf sowie online erwerben.
Weitere Zutatenvarianten:
- Ersatzweise kann gehackte und gemahlene Haselnuss angeröstet werden, um sie später zur Glasur zu verarbeiten.
- Optional: Kakaopulver für eine schokoladige Note
- Für vegane Kuchen kann Margarine statt Butter und Pflanzenmilch anstelle von Kuhmilch verwendet werden.
Zubereitung der klassischen Haselnussglasur
- Die gehackten Haselnüsse in einer Pfanne mit etwas Öl anrösten. Abkühlen lassen und mahlen, bis ein feines Haselnussmus entsteht.
- In einem Topf die Margarine erhitzen, dann das Haselnussmus, die Margarine, das heiße Wasser und den Puderzucker hinzufügen und mit dem Schneebesen glatt rühren.
- Alternativ: 150 g gesiebten Puderzucker mit 60 g Haselnussmark in einen Topf geben, mit heißem Wasser auflösen und auf etwa 40 °C erwärmen (nicht kochen).
- Nun die Masse vom Herd nehmen und darin 80 g Palm-, Erdnuss- oder Kokosfett auflösen und zu einer homogenen Masse verrühren.
- Tipp: Taste dich für die Glasur Löffel für Löffel an deine gewünschte Konsistenz heran, statt alles Wasser auf einmal zum Puderzucker zu geben.
Erdnuss- oder Kokosnussfett haben einen stärkeren Eigengeschmack als Palmfett und können den Geschmack der Haselnussglasur beeinflussen.
Haselnussglasur mit Zimt: Die saftige Variante für Zimtfans
Die Zimtglasur ist fix angerührt. Dazu werden nur Puderzucker, Zimt und Wasser (oder Orangensaft) benötigt. Der ausgekühlte Kuchen wird gleichmäßig mit der Zimtglasur bestrichen und mit den Haselnüssen verziert.
- Puderzucker und Zimt in eine Schüssel sieben.
- Mit Wasser zu einer glatten Masse verrühren.
- Haselnusskerne grob hacken und auf die Glasur streuen.
- Glasur trocknen lassen und servieren.
Je wärmer der Kuchen beim Auftragen der Zimtglasur noch ist, desto besser verteilt sich die Glasur auf dem Kuchen und wird entsprechend etwas dünner.
Schritt-für-Schritt: Der perfekte, saftige Nusskuchen mit Haselnussglasur
Unser Rezept für einen einfachen, saftigen Nusskuchen basiert auf einem klassischen Rührteig, der mit gemahlenen Haselnüssen verfeinert wird. Damit der Nusskuchen richtig schön saftig wird, könnt ihr am besten die Eier nacheinander zum Teig geben und jedes Ei mindestens 1 Minute einrühren. So vergrößert sich das Volumen der Eier und sie verbinden sich besser mit der Butter-Zucker-Masse.
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Die Zutaten sind recht überschaubar und im Grunde sind es auch die typischen Backzutaten, die man für einen Rührkuchen, wie der Nusskuchen einer ist, braucht.
Ich habe den Nusskuchen auf einem kleinen Blech gebacken, so gibt es eine große Oberfläche für die leckere Zimtglasur. Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du am Ende dieses Beitrags.
Beispiel-Stufen für den perfekten Teig:
- Backofen (Ober-/Unterhitze: 175 °C/Umluft: 155 °C) vorheizen. Kastenform (30 cm) mit Backpapier auslegen oder fetten und mit Mehl bestäuben.
- Zucker, Vanillezucker und Butter mit dem Handrührgerät (Schneebesen) ca. 2 Minuten cremig schlagen. Eier einzeln unterrühren.
- In einer weiteren Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen und ebenfalls kurz auf niedriger Stufe unterrühren. Zuletzt gemahlene Haselnüsse und Milch auf niedriger Stufe abwechselnd in je zwei Portionen kurz unterrühren.
- Den Teig in die vorbereitete Form geben und glattstreichen. Auf mittlerer Schiene 50-60 Minuten im Ofen backen. Nach Ablauf der Backzeit ca. 15 Minuten in der Form auskühlen lassen.
- Anschließend aus der Form lösen und ca. 45 Minuten vollständig auskühlen lassen. Tipp: Der Kuchen ist fertig, wenn man ihn mit einem Holzspieß ansticht und kein Teig mehr an dem Spieß kleben bleibt.
Tipps und Varianten für besonderen Nusskuchengenuss
- Für alle Veganer unter euch gibt es auch die Möglichkeit, den Nusskuchen vegan zu backen. Hierfür kann anstelle von Butter einfach Pflanzenöl verwendet werden. Anstelle von Milch eignet sich ungesüßter Sojadrink oder Hafermilch.
- Für die Glasur können auch Kuchenglasur Feinherb oder Nuss-Nougat-Glasuren verwendet werden.
- Statt Butter hat eine Leserin vegane Margarine verwendet. Die Eier können durch Mineralwasser ersetzt werden und die Kuhmilch durch Pflanzenmilch.
- Besonders genial kommt die leckere Zimtglasur auf Blechkuchen zur Geltung, da es viel Oberfläche hierfür gibt.
- Im Originalrezept wird Zartbitterschokolade für die Schokoraspeln verwendet. Alternativ kann man Vollmilchschokolade nehmen.
Nährwerte und Bewertungen
| Pro Portion | Durchschnittliche Bewertung | Basierend auf |
|---|---|---|
| Berechnete Schätzung laut Zutaten | 4,1 von 5 Sternen | 7 Bewertungen |
Mit Unterstützung von KI wurden die Nährwerte für eine Portion basierend auf den Zutaten dieses Rezepts berechnet.
Warum Haselnussglasur?
Haselnüsse sind nämlich nicht nur lecker, sondern auch wahre Gesundheitsbooster. Sie enthalten viele wichtige Nährstoffe und Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System stärken und Entzündungen entgegenwirken können.
Kuchen mit Haselnussglasur schmecken auch nach mehreren Tagen herrlich saftig, vorausgesetzt es bleibt so lange etwas übrig. Denn ein lockerer, saftiger Nusskuchen mit schmelzender Glasur ist einfach unwiderstehlich!
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