Goldwespen Marmelade: Einblicke in die Welt der Wildbienen und ihrer Bewohner
Einführung
Die Welt der Insekten ist vielfältig und faszinierend. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte des Lebens von Wildbienen, Wespen und anderen Insekten, die in und um Insektenhotels beobachtet wurden. Dabei werden sowohl positive Aspekte, wie die Bestäubung von Pflanzen, als auch negative, wie Parasitenbefall, betrachtet.
Beobachtungen am Insektenhotel
Vielfalt der Bewohner
Ein Insektenhotel dient als Wohn- und Brutstätte für solitäre Insekten. Neben Wildbienen und Wespen haben sich auch andere Tiere dort niedergelassen. Mauereidechsen (Podarcis muralis) scheinen sich dauerhaft im und um das Insektenhotel aufzuhalten. Auch die Ameisenart Dolichoderus quadripunctatus ist häufig anzutreffen.
Parasitenbefall
Leider treten auch Parasiten auf, die den Wildbienen schaden. Flugunfähige Weibchen wurden gefunden, was auf einen Milbenbefall hindeuten könnte. Diese Milben nutzen die Bienen als Transportwirte, um in die Brutröhren zu gelangen und sich an den Futtervorräten zu laben. Dies schädigt oder vernichtet die Brut.
Jagdverhalten der Mauereidechsen
Die Mauereidechsen ignorieren Bienen, Wespen und kleine Ameisen. Der Trauerschwärmer Anthrax anthrax weckt jedoch sofort ihren Jagdinstinkt.
Die Asiatische Mörtelbiene (Megachile sculpturalis)
Entdeckung und Ausbreitung
Die Asiatische Mörtelbiene Megachile sculpturalis ist ein Neozoon, das sich in den letzten Jahren in Süd- und Mitteleuropa ausgebreitet hat. Erstmals 2008 in Europa festgestellt, wurde sie 2017 in Österreich gesichtet. Inzwischen gibt es mehrere Fundstellen in Österreich.
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Besonderheiten
Die Asiatische Mörtelbiene ist eine große Biene, die bis zu 25 mm lang werden kann. Sie nistet gerne in Röhren, künstlichen Nestanlagen und verwendet Harz von Nadelbäumen, vermischt mit kleinen Holzpartikeln oder Lehm, um die Innenräume und Trennwände ihrer Nester zu verkleiden. Diese Art der Verbauung scheint stabil und erschwert das Eindringen von Parasiten.
Verhalten
Die Asiatische Mörtelbiene ist tagaktiv und thermophil. Bei Temperaturen unter 20°C und ohne Besonnung des Neststandortes findet keine Aktivität statt. Sie kommt gut mit dem Angebot an Nektar- und Pollenlieferanten zurecht und zeigt eine gewisse Affinität zu Sonnenblumen.
Auswirkungen
Die Asiatische Mörtelbiene kann heimische Nistplatzkonkurrenten verdrängen und sogar töten. Es wurde beobachtet, dass sie Nester von Isodontia mexicana ausräumt und beschlagnahmt. In den USA soll sie sogar Holzbienen Xylocopa attackieren und verdrängen.
Weitere Beobachtungen und Erkenntnisse
Hummelpflanzen bei Kälte
Auch Wildbienen brauchen Nahrung. Bei niedrigen Temperaturen fliegen jedoch nur wenige Insekten. Gut sind Hummelpflanzen, wie die Mahonie aquifolium und die Blut-Johannisbeere.
Blaue Holzbiene (Xylocopa sp.)
Die Blaue Holzbiene ist eine weitere interessante Art, die in Nisthilfen beobachtet wurde. Sie nagt Gänge in Totholz.
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Schlupfwespen
Schlupfwespen sind Parasiten, die die Larven von Grabwespen oder Goldwespen parasitieren.
Ameisen als Problem für Wildbienen?
Es gibt Beobachtungen, dass Ameisen der Art Dolichoderus quadripunctatus versiegelte Röhrchen im Insektenhotel öffnen und möglicherweise die Brut der Wildbienen schädigen.
Wein- und Käseverkostung
Neben den Beobachtungen zur Insektenwelt wird auch auf eine Wein- und Käseverkostung hingewiesen, die am 31.10.2025 in Guntersblum stattfindet.
Wespen: Nützlinge mit schlechtem Ruf
Artenvielfalt und Verhalten
Es gibt viele verschiedene Wespenarten, von denen sich die meisten nicht für menschliche Nahrung interessieren. Sie ernähren sich von Nektar, Pollen und Pflanzensäften und bestäuben dabei Pflanzen. Nur die Gemeine und die Deutsche Wespe rücken den Menschen unangenehm auf die Pelle.
Nutzen
Wespen sind nützliche Insekten, die zur Schädlingsbekämpfung beitragen, die Natur von Aas säubern und Pflanzen bestäuben. Sie sind auch Teil der Nahrungskette.
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Schutz
Wespen stehen unter Naturschutz. Die Bekämpfung von nicht besonders geschützten Arten wird jedoch toleriert, wenn ein vernünftiger Grund vorliegt.
Ernährung
Wespen nutzen unterschiedliche Nahrungsquellen, je nach Art und Entwicklungsstadium. Erwachsene Wespen benötigen Kohlenhydrate, während die Larven ein reines Eiweißmenü aus Insekten erhalten.
Überwinterung
Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern als Einzeltiere an geschützten Stellen. Der Rest des Wespenvolkes stirbt im Spätsommer oder Herbst.
Umgang mit Wespen
Um Wespen nicht anzulocken, sollte man Speisen abdecken, süße Getränke verschließen und auf stark parfümierte Körperpflegeprodukte verzichten. Wenn sich Wespen nähern, sollte man Ruhe bewahren und nicht nach ihnen schlagen.
Weißdorn: Ein Alleskönner für die Artenvielfalt
Der Eingriffelige und der Zweigriffelige Weißdorn sind ökologisch wertvolle heimische Sträucher. Sie bieten reichlich Pollen und Nektar für Wildbienen, Hummeln, Käfer und Schwebfliegen. Im Spätsommer und Herbst reifen die roten Früchte, die für viele Vogelarten eine wichtige Energiequelle darstellen. Der Weißdorn ist auch ein idealer Begleitstrauch in artenreichen Hecken und bietet Schutz und Rückzugsorte für Kleinsäuger.
Brutparasitismus in der Natur
Brutparasitismus ist eine faszinierende Strategie, bei der eine Art ihre Eier in die Nester einer anderen Art legt und die Aufzucht der eigenen Nachkommen den Wirtseltern überlässt. Dieses Verhalten findet sich bei verschiedenen Tiergruppen, darunter Vögel, Insekten und Fische.
Beispiele für Brutparasitismus
- Vögel: Der Kuckuck ist ein bekanntes Beispiel. Die Weibchen legen ihre Eier in die Nester von Wirtsvögeln, und das Kuckucksküken wirft nach dem Schlüpfen die Eier oder Jungtiere der Wirtsvögel aus dem Nest.
- Insekten: Kuckucksbienen legen ihre Eier in die Nester anderer Wildbienen. Goldwespen parasitieren die Nester von Grabwespen.
- Fische: Der Kuckuckswels schleust seine Eier in das Maul von Buntbarschen, die ihre Eier dort schützen. Die Welslarven schlüpfen schneller und fressen die Buntbarschbrut auf.
Vorteile des Brutparasitismus
Brutparasitismus spart den Eltern Zeit und Energie, die sie sonst in den Nestbau, die Futtersuche und die Aufzucht des Nachwuchses investieren müssten.
Landwirtschaftliche Beobachtungen und Tätigkeiten
Die FÖJler Melanie und Edda berichten regelmäßig über ihre Arbeit im Karlsgarten. Dazu gehören das Einpflanzen von Tomaten, das Aufräumen der Kräuterbeete, das Legen von Zwiebeln und Schalotten, das Entfernen von Unkraut, das Bepflanzen des Feldes mit Salaten und Kohl, das Ausbilden von Pferden, das Reparieren von Netzen, das Streichen des Bauwagens, das Einsammeln von Eiern und vieles mehr.
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