Warum ist Marzipan ein Glücksbringer an Neujahr

Rosenheim / Bayern / Deutschland - Was wünscht man sich für das neue Jahr? Natürlich Glück und um den Glück etwas auf die Sprünge zu helfen, stehen in der heutigen Silvesternacht Glücksbringer hoch im Kurs. Doch wie kamen Marzipanschweinchen, Kleeblatt und Co. Fliegenpilz: Man vermutet, dass unsere germanischen Vorfahren den Pilz als Rauschmittel einsetzten, um so bei wilden Kämpfen statt Angst und Schmerz Glück zu empfinden. Hufeisen: Die einfachste Erklärung lautet, dass Bauern früher oftmals kein Geld hatten, um ihre Pferde zu beschlagen. Schornsteinfeger:Früher waren Häuser überwiegend aus Holz gebaut und gerieten deshalb schnell im Brand. Glücksschwein: Für die alten Germanen war der Eber ein heiliges Tier. Laut ihrem Glauben wurde der Wagen ihres Gottes Freyr vom Eber Gullinborsti gezogen. Vierblättriges Kleeblatt:Man muss schon sehr viel Glück haben, um unter all den dreiblättrigen Kleeblättern ein vierblättriges Kleeblatt zu finden. Das ist schon mal die erste Erklärung für diesen Glücksbringer.

Andere Länder - andere Sitten, oder in diesem Fall andere Glücksbringer. In Polen soll beispielsweise ein Fischschupppe Glück und Wohlstand bringen, in Ägypten ist dafür der Skarabäus verantwortlich, in Japan die winkende Katze und in China die Fledermaus. Bei uns gibt es den Brauch, an Silvester oder am ersten Neujahrstag Glücksbringer zu verschenken. Schließlich kann man nie genug Gesundheit, Glück, Erfolg und Geld haben, oder? Ein Töpfchen mit Glücksklee zu verschenken ist auf jeden Fall eine schöne Geste. Das vierblättrige Kleeblatt ist deshalb als Glückssymbol so beliebt, weil es so selten zu finden ist. Denn um es in der Natur zu entdecken, ist eine gute Portion Glück notwendig.

Auch sehr beliebt ist das Glücksschwein. Wenn etwas gerade so gut gegangen ist, sagen wir auch "Schwein gehabt". Der Schornsteinfeger gilt aus folgendem Grund als Glücksbringer: Er sorgte durch die regelmäßige Reinigung des Kamins dafür, dass sich der angesammelte Ruß nicht entzündete. Hufeisen, Marienkäfer, Fliegenpilz sollen ebenfalls Glück bringen. All diese Glücksbringer gibt es aus Marzipan, Schokolade, als Gebäck oder als Deko-Figuren. Und dann gibt es noch den Glückscent, der für Geldsegen und Wohlstand steht.

Infografik: Typische Neujahrs-Glücksbringer aus Marzipan

Schon im Mittelalter hat man böse Geister mit Lärm vertrieben. Dabei kamen Töpfe, Rasseln und Trommeln zum Einsatz. Heute machen Böller und Feuerwerkskörper den Lärm. Doch an böse Geister, die es zu vertreiben gilt, denkt heute keiner mehr. Sie soll im neuen Jahr für ein volles Portemonnaie sorgen. Deshalb wird zum Jahreswechsel in manchen Familien immer noch der Silvesterkarpfen serviert.

Neben den traditionellen Glücksbringern, die zum Jahreswechsel verschenkt werden, gibt es auch zahlreiche kulinarische Bräuche, die Glück bringen sollen. Die Neujahrsbrezel aus süßem Milch- oder Hefeteig gehört zum Beispiel dazu. Sie ist in Baden-Württemberg sehr beliebt und erobert inzwischen auch andere Bundesländer. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Verspeist wird die Brezel an Neujahr zum Frühstück. Sie ist auch als Gastgeschenk zum 1. Januar sehr beliebt. Die Größe der Brezel drückt dabei die Wertschätzung für den Beschenkten aus.

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Auch Linsen sollen Wohlstand bringen. Jede Linse steht symbolisch für eine Münze. Ein Linsengericht an Silvester kann dem Esser deshalb mehr Geld einbringen. Es heißt, wer am ersten Tag des neuen Jahres Sauerkraut isst, dem geht das Geld nicht aus. Also die Gelegenheit das Kraut mal wieder zu servieren, z.B. goldgelb gebratene Schupfnudeln mit Sauerkraut.

Gerade zum Jahreswechsel greifen viele Menschen zu süßen Glücksbringern aus Marzipan. Plastisch geformt aus der aus Mandeln und Zucker hergestellten Süßware, gibt es Kleeblätter, Schornsteinfeger, Hufeisen, Glückspfennige, Marienkäfer, Würfel und Karten, schwarze Katzen und nicht zu vergessen natürlich das Glücksschwein. Neben den Glücksbringern zu Neujahr hat Marzipan auch einen großen Anteil in der Weihnachtszeit und Ostern.

Auch wenn Marzipan von Konditoren in Lübeck einer Legende nach während einer Hungersnot 1407 erfunden worden sein soll, ist der wahre Ursprung wohl eher im Orient zu finden. Heute ist man sich sicher, dass Marzipan im Mittelalter von den Arabern über Spanien nach Europa gebracht wurde. Als Konfekt war die Süßigkeit bei Adeligen sehr beliebt, bevor sie später, versetzt mit Rosenwasser, als Arzneimittel für Magen- und Potenzprobleme angeboten wurde.

Auch heute wird das süßlich schmeckende Marzipan mit unterschiedlichen Geschmacksstoffen verfeinert, jedoch nicht mehr für den medizinischen Gebrauch. „Wichtig ist bei der Qualität vom Marzipan, dass der Zuckeranteil nicht zu hoch ist“, erklärt Konditormeisterin Michaela Kammer-Rudolph vom Konditorei-Café Rudolph in Bad König. Während die Marzipanrohmasse neben Mandeln nicht mehr als 35 Prozent Zucker enthalten soll, können bei der Weiterverarbeitung zu Marzipan auch weitere Aromen zugeführt oder angeröstet werden. Auch dürfte man noch weiteren Zucker zugeben, was einen Gesamtzuckergehalt auch über 60 Prozent ermöglicht. Neben Zucker und Aromen können auch Lebensmittelfarben oder andere Geschmacksstoffe beigegeben werden. „Natürlich wirkt ein rosa Schweinchen mit einer roten Zunge etwas farbenfroher, wir haben aber außer mal eine kleine rote Zungenspitze auf Farb- und sonstige Zusätze verzichtet“, erklärt Kammer-Rudolph.

Neben Glücksschweinchen gibt es auch noch Hufeisen und kleine „liegende Schweinchen“ aus Marzipan und auch Nugat. „Wir haben auch eine kleine Schokoladenhohlfigur eines Schornsteinfegers aus Bitterschokolade“, ergänzt die Konditormeisterin. Denn neben dem Backen von Kuchen und Torten, dem Fertigen von Pralinen und Modellieren von Marzipanfiguren stellt das Traditionsunternehmen auch die Schokoladenfiguren selbst her, selbstverständlich nach alten Familienrezepten. Wer eine größere Auswahl nicht nur von Neujahrsfiguren benötigt, dem sei ein Besuch im Werk der Odenwälder Marzipankonditorei in Weilbach zu raten. Der Süßwarenbetrieb stellt für viele Geschäfte unterschiedliche Produkte und Figuren aus allen Bereichen für den Wiederverkauf her und bietet in seinem Verkaufsshop direkt am Werk eine reichliche Auswahl seiner Produkte für jede Gelegenheit.

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Verarbeitung und Sortimentsbeispiele von Marzipan-Glücksbringer

Doch woher kommt der Ruf der Neujahrsglücksfiguren? Während einige Symbole wie der Fliegenpilz oder das Hufeisen aus den germanischen Sagen um Wotan ihren Ursprung haben, ist es beim Glückspfennig das Kupfer, aus dem auch heute, zumindest zum Teil, das Cent-Stück besteht. Ihm wird die Macht nachgesagt, Hexen und Unglück zu bannen. Ein weiteres Glückssymbol ist der Schornsteinfeger. Er hat nicht nur früher dafür gesorgt, dass durch seine Arbeit Brände oder Gasvergiftungen vermieden werden konnten, auch heute noch kommt ihm durch das Überprüfen moderner Heizanlagen eine besondere Bedeutung. Das Marzipanschwein erst am Neujahrstag essen.

Video: Geschichte der Neujahrs-Glücksbringer

Doch neben all den Glückssymbolen zur Jahreswende ist das Glücksschwein am verbreitetsten: Egal ob liegend, sitzend oder stehend, mit oder ohne weitere Glückssymbole: Fast jeder zweite Bundesbürger kauft zu Silvester eine der niedlichen Sauen aus Marzipan, Nugat oder Schokolade. Die Sau war schon immer in europäischen Kulturen das Symbol für Wohlstand sowie ein Fruchtbarkeitssymbol und Glücksbringer. Wer es sich leisten konnte, der schlachtete nach Weihnachten ein Schwein, und daraus entwickelte sich der Brauch, am Neujahrstag gekochtes Schweinefleisch, Rüssel, Bauch oder Rippchen gemeinsam mit Sauerkraut und einer Kartoffelbeilage zu vertilgen.

Durch den Verzehr soll das Glück und Geld im Überfluss für das gestartete Jahr gesichert werden. Wer nun kein Freund des gekochten Hausschweines ist, der kann auch auf Wildschwein oder die süße Variante, das Marzipanschwein, ausweichen.

Kulturelle Hintergründe zu Neujahrsbräuchen

Der wilde Eber war das heilige Tier der germanischen Götter. Die germanische Göttin Freya trug beispielsweise den Beinamen Syr (Sau), und Schweine waren Opfertiere für die griechische Göttin Demeter. Das Schweinchen symbolisiert seit dem Mittelalter Wohlstand und einen vollen Vorratsschrank, weshalb es bis heute als beliebtestes Glücksmotiv zum Jahreswechsel gilt. Das vierblättrige Kleeblatt steht für seltenes, unverhofftes Glück, während der Schornsteinfeger früher Unheil vom Haus fernhalten sollte und heute als Symbol für einen guten Start ins neue Jahr gilt. Marzipan-Glücksbringer entfalten ihr volles Aroma, wenn sie richtig gelagert werden.

KarpfenNicht ohne Grund wird der Karpfen gern zum Jahreswechsel gegessen: Bewahrt man eine seiner Schuppen im Geldbeutel auf, soll im neuen Jahr reicher Geldsegen winken. Schon in der Steinzeit schoben sich die Jäger eine Karpfenschuppe als Glücksbringer hinter den Lendenschurz. Den Mönchen sollte die Karpfentrophäe in der Kutte schon seit dem 13. Jahrhundert Glück, Gesundheit und Wohlergehen bringen.

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Illustration: Neujahrsbräuche weltweit

Marzipan enthält Mandeln und zählt damit zu den Schalenfrucht-Allergenen. Je nach Produkt können zudem Spuren von Milch, Soja oder Gluten enthalten sein. Wir versenden Ihre Bestellung spätestens am nächsten Werktag bruchsicher verpackt mit DHL. Die Lieferzeit innerhalb Deutschlands beträgt anschließend in der Regel 1-3 Werktage. Marzipan-Glücksbringer eignen sich hervorragend als essbare Tischdekoration oder kleine Aufmerksamkeit für jeden Gast.

Die Tradition der Glücksbringer zu Silvester reicht weit zurück und verbindet Aberglaube mit Genuss. Das Schweinchen symbolisiert Wohlstand und einen vollen Vorratsschrank, das vierblättrige Kleeblatt seltenes Glück, der Schornsteinfeger einen guten Start ins neue Jahr.

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