Glasur für Cake Pops: Zubereitung, Tipps und Tricks für perfekte Überzüge

Cake Pops sind kleine Kuchen am Stiel und bleiben das absolute Highlight auf jedem Kuchenbuffet oder als süßes, selbst gemachtes Geschenk von Herzen. Damit die Cake Pops schön saftig werden, braucht ihr zwei Komponenten: Einen einfachen Rührkuchen und leckeres Frosting. Das macht die Kuchenkugeln so herrlich zart schmelzend.

Kurzüberblick: Herstellung in drei Schritten

  • Kuchen am Vortag backen (wichtig!)
  • Kuchen zerbröseln, mit Frosting vermischen und Kugeln formen
  • Mit Candy-Melts oder Kuvertüre glasieren und verzieren

Kuchen und Cake Pop-Masse

Backt den Kuchen für eure Cake Pops am Vortag und deckt ihn nach dem Abkühlen mit Frischhaltefolie ab. So ist er gut durchgezogen und lässt sich besonders gut zerbröseln. Schneidet den Kuchen in handgroße Stücke und zerbröselt ihn zwischen den Handflächen in eine Schüssel. Sollten noch größere Stücke dazwischen sein, fischt sie heraus und zerkleinert sie weiter. Denn je homogener eure Bröselmasse ist, desto schöner wird jeder Cake Pop. Mit einem Eis-Portionierer erhaltet ihr immer die gleiche Cake Pop Größe und die Kugeln sind ganz schnell und perfekt rund geformt.

Der fertig gebackene Teig wird zerbröselt und mit Staubzucker, Frischkäse und ein wenig Butter verknetet. Die Masse darf nicht zu klebrig sein, lieber etwas weniger Frosting nehmen. Ich rate ohnehin dazu, das Frosting nicht gleich auf einmal unterzumengen, sondern nach und nach. So kann man die richtige Menge besser finden.

Frostings, die immer gelingen

Hier sind unsere drei liebsten Frostings, mit denen die Cake Pops immer absolut lecker werden:

  • Schokoladen-Frosting: Schlagt die Butter mit dem Mixer cremig auf. Mischt den Puderzucker mit dem Vanillepulver und dem Kakao. Gebt das Pulver sowie die Milch nach und nach zur Butter und rührt so lange, bis eine cremige Masse entstanden ist.
  • Vanille-Frosting: Schlagt die Butter mit dem Mixer cremig auf. Anschließend mischt ihr den Puderzucker und das Vanillepulver miteinander und gebt das Pulver sowie die Milch nach und nach zur Butter. So lange rühren, bis eine cremige Masse ohne Klümpchen entstanden ist.
  • Frischkäse-Frosting: Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben. Verführerisch lecker - alle Zutaten mit dem Mixer verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Kugeln formen und kühlen

Nehmt eine kleine Menge Teig in die Hände und rollt sie zu einer Kugel. Anschließend legt ihr sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und kühlt sie so lange im Kühlschrank, bis sie richtig fest geworden sind. Die Kugeln mit befeuchteten Händen rund formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.

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Stiele einsetzen: so halten Cake Pops sicher

Als Stiele können am besten einfache, ca. 20 cm lange Holzstäbchen verwendet werden. Der Stiel sollte mit der Spitze großzügig in verflüssigte Kuvertüre (z.B. Candy Melts) eingetaucht, um anschließend in die Cake Pops Bällchen eingesteckt zu werden. Holt die Cake-Pops aus dem Kühlschrank, taucht einen Lolli-Stick etwa 2 cm weit in die Glasur und steckt ihn direkt im Anschluss in die Cake Pop Kugel. Besonders gut geht das, wenn ihr die Kugel in der Hand haltet, da sich die Kugel dann nicht verformt. Anschließend werden alle Cake Pops wieder im Kühlschrank gekühlt.

Welche Glasur verwenden?

Zum Standard sollte man für die Cake Pops immer Glasur parat haben. Für den Überzug der Cake Pops benötigt ihr drei Dinge: Kuvertüre oder Candy Melts, Cake Pop Stiele (mindestens 15 cm lang) und Palmin Soft. Viel einfacher ist es allerdings - vor allem für Anfänger - die Cake Pops mit Candy Melts zu überziehen, denn damit halten sie fest am Stiel. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr sie damit in den verschiedensten Farben verzieren könnt. Wenn ihr einen Schokoladenüberzug möchtet, dann ist Kuvertüre wesentlich besser geeignet. Allerdings muss sie, damit sie schön glänzt und keine Flecken erhält, richtig temperiert werden.

Achtung: Die Cake Pops Glasur darf nicht zu heiß werden! Denn dann wird sie ganz schnell fest und unbrauchbar. Beim Schmelzen von Kuvertüre oder Candy Melts sollte man immer darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist - sonst klumpt die Masse. Außerdem darf kein Tropfen Wasser hineingeraten!

Candy Melts und Kuvertüre in Schüsseln

Candy Melts richtig schmelzen und anpassen

Füllt die Candy-Melt-Linsen oder Kuvertüre in eine tiefe Schüssel und erhitzt sie in der Mikrowelle in 30-Sekunden-Einheiten bei mittlerer Stufe. Rührt immer wieder um, bis die Masse etwa Körpertemperatur hat. Die Glasur sollte leicht zäh vom Löffel fließen. Falls sie zu dickflüssig ist, ergänzt einfach ein kleines bisschen Palmin Soft, bis die Masse die richtige Konsistenz hat. Wenn die Masse zäh ist, lassen sich die Cake Pops nicht gut überziehen. Kreisch! Ich musste die Candy Melts extrem verdünnen und habe immer wieder einen Teelöffel Öl dazu gegeben, bis die Masse endlich so flüssig war, dass ich die Cake Pops ohne größere Schäden eintauchen konnte.

Cake Pops perfekt glasieren: Schritt-für-Schritt-Tipps

  1. Stellt euren Cake Pop Ständer bereit und erwärmt die Candy-Melt-Glasur erneut. Nehmt euch nur ein paar Cake Pops aus dem Kühlschrank.
  2. Taucht die Kugel kopfüber in die Glasur oder dreht sie durch die Glasur. Achtet hierbei darauf, den Stiel nicht zu tief einzutauchen. Damit es richtig schön wird, wollt ihr die Glasur nur auf dem Cake Pop.
  3. Lasst die Kugel wieder auftauchen und über der Schüssel abtropfen. Dies unterstützt ihr zusätzlich, indem ihr den Cake Pop in der Hand haltet und mit der anderen Hand zart auf das Handgelenk klopft.
  4. Jetzt stellt ihr den Cake Pop auf und beobachtet, ob sich noch eine Glasurnase bildet. Diese könnt ihr zur Not mit dem Finger unterhalb der Kugel abstreifen.
Demonstration: Cake Pops kopfüber glasieren

Dekorieren und Finish

Beim Dekorieren (z.B. mit Streusel) ist Geschwindigkeit angesagt. Denn die gewünschte Deko muss angebracht werden, so lange die Schokolade bzw. Glasur noch feucht ist. Nachdem die Glasur etwas angezogen hat, könnt ihr sie mit Zuckerdekoren, Streuseln, Zuckerkugeln oder Sprinklers bestreuen. Sollten die kleinen Kuchen besonders bunt werden, dann einfach weiße geschmolzene Schokolade mit flüssigen Lebensmittelfarben einfärben. Genauso wie die speziellen Cake-Pop- oder Lollipop-Stiele gibt es im Internet auch spezielle farbige Schmelzglasuren in Linsenform. Dabei entfällt das eigene Einfärben der Kuvertüre.

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Die eingetauchten Cake Pops über Kopf leicht hin- und herdrehen, bis die Kuvertüre nicht mehr tropft. Zum Bestreuen bereitet ihr z. B. einige Streusel in einem hohen Glas vor und steckt die Cake Pops anschließend vorsichtig mit Abstand hinein, bis die Glasur komplett erkaltet ist. Zum Dekorieren eignen sich Zuckerperlen, Haselnusskrokant, Kokosflocken oder essbarer Dekoglitzer.

Bunte Cake Pops mit Streuseln und Zuckerkugeln

Praktische Tipps zur Lagerung und Vorbereitung

Im Kühlschrank halten fertig glasierte Cake Pops mindestens 3 Tage. Dazu die getrockneten Küchlein in eine große Dose legen. Ihr müsst nicht alle Cake Pops auf einmal machen. Ihr könnt sie mit oder ohne Überzug prima einfrieren und so immer eine leckere Überraschung aus dem Hut zaubern. Wenn ihr einen stehenden Cake Pop herstellen wollt, benötigt ihr zusätzlich eine Styroporplatte, einen Cake Pop Ständer oder ein mit Zucker gefülltes Glas, um die Cake Pops aufrecht stellen zu können. Getrocknet werden Cake Pops mit einem ganz einfachen Trick. Dazu die Stiele einfach in ein Stück Styropor stecken.

Fehlerquellen und Problemlösungen

  • Wenn die Cake Pops beim Eintauchen zerbrechen oder vom Stiel fallen, kann dies an der Konsistenz der Kuvertüre bzw. der Candy Melts liegen.
  • Wenn die Masse zu warm wird, kann sie beim Tauchen vom Stiel fallen. Zusätzlich wird der Überzug umso schöner, wenn die Masse gut gekühlt ist.
  • Falls die Kugeln zu groß und damit zu schwer sind, unbedingt kleinere Portionen formen oder die Menge an Frosting anpassen.
  • Beim Schmelzen darf kein Tropfen Wasser hineingeraten und die Temperatur darf nicht zu hoch sein, sonst klumpt die Masse.

Rezepte und Variationen (Kurz)

Für helle Cake Pops eignet sich ein Vanillekuchen, für dunkle ein Schokoladenkuchen; beide Rezepte gelingen in einer Springform bei 190 °C etwa 50 Minuten. Eine Blitzschnell-Cake-Pop-Variante: Wenn es einmal ganz schnell gehen soll, könnt ihr statt des selbst gebackenen Rührkuchens auch Wiener Boden, einen Fertigkuchen oder ein Oreo Cake Pop Rezept verwenden. Für die Cake Pop-Masse hell: 300 g gewürfelig geschnittenes Biskuit, 100 g Doppelrahm-Frischkäse, 80 g Schoko Chunks weiß, 2 KL Dr. Oetker Bourbon Vanille Extrakt zu einer formbaren Masse vermischen. Für die Glasur: 400 g Dr. Oetker Kuchen Glasur Weiß mit Vanille-Geschmack und etwas Lebensmittelfarbepulver blau/gelb. Die Glasuren jeweils einfärben und mithilfe eines Löffels oder Spritztütchen auftragen.

Schritt Kern-Tipps
Kuchen backen Am Vortag backen, abkühlen und abgedeckt durchziehen lassen
Masse herstellen Brösel homogenisieren, Frosting nach und nach zugeben
Stiel einsetzen Stiel 1-2 cm in Glasur tauchen, dann in Kugel stecken
Glasieren Glasur auf Körpertemperatur bringen, nicht zu heiß, ggf. Palmin
Dekorieren Schnell arbeiten, während Glasur feucht ist

Ein letzter Tipp: Ein guter Starter-Set für Cake-Pop-Anfänger enthält Candy Melts, Cake-Pop-Stiele und Dekostreusel, und erleichtert den Einstieg. Für Anfänger bietet sich jede Kastenkuchen-Backmischung an; alternativ gibt es viele gelingsichere Rezepte und auch Onlinekurse, die Schritt-für-Schritt zeigen, wie man von der Teigkugel zur perfekten Glasur gelangt.

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