Gesunder Ersatz für Puderzucker: Herstellung, Alternativen und Verwendung

Puderzucker ist die Krönung für viele Backwaren. Seinen Namen verdankt der Puderzucker seiner staub- und puderähnlichen Konsistenz, die sich besonders gut zum Backen und Dekorieren eignet. Geschmacklich gibt es keine Unterschiede zwischen Zucker und Puderzucker. Allerdings kann Puderzucker ein deutlich angenehmeres Gefühl im Mund hinterlassen als der normale Zucker mit seinen viel gröberen Kristallen.

Wie macht man Puderzucker selber?

Bestimmt hattet ihr beim Durchlesen dieses wirklich einfachen Rezeptes gerade einen großen Aha-Moment. Denn Puderzucker wird schlichtweg durch das feine Mahlen, Mixen oder Pürieren von haushaltüblichem, raffiniertem weißen Zucker gewonnen. Gib´ einfach die benötigte Menge Zucker in die Kaffeemühle oder den Mixer und zermahle ihn so lange, bis er eine ganz feine, fast schon mehlige Konsistenz erreicht hat. Wenn du deinen selbstgemachten Puderzucker dagegen sofort verwenden (zum Beispiel für diesen köstlichen Kaiserschmarrn) und nicht lagern möchtest, musst du keine Speisestärke dazu mischen.

Puderzucker in Schale und Mixer

Puderzucker selber machen ohne Mixer

Kein Standmixer? Kein Problem! Da es sich bei Puderzucker um gemahlenen Raffinadezucker in pudriger Konsistenz handelt, eignet sich genauso gut ein Pürierstab zum Mahlen. Einfach den Zucker in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stab durchmixen. Eine weitere Möglichkeit, die aber etwas mehr Muckis fordert, ist ein Mörser, mit dem ihr (zumindest kleinere Mengen) Puderzucker aus Zucker gewinnen könnt. Auch die Kaffeemühle könnt ihr für die Herstellung von Puderzucker zweckentfremden. Achtet in diesem Falle aber unbedingt drauf, die Mühle anschließend gut zu reinigen, damit sie nicht verklebt.

Selbst gemacht - mit Stärke gegen Verklumpen

Geben Sie den weißen Kristallzucker in die Küchenmaschine oder in ein Gefäß und zerkleinern Sie ihn, bis er pudrig wird. Mischen Sie danach pro 100 Gramm Zucker mit etwa drei Gramm Speisestärke zum entstandenen Puderzucker. Die Speisestärke verhindert dabei, dass sich Klumpen bilden, sobald der Puderzucker die Umgebungsfeuchtigkeit aufnimmt.

Warum klumpt Puderzucker und wie rette ich verklumpte Packungen?

Nun ist es passiert - der Puderzucker ist nicht mehr so wie er sein soll: Pudrig, staubig, fluffig! Schuld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass ihr den Puderzucker nicht gut verschlossen gelagert habt und er durch die Luftfeuchtigkeit Klumpen gebildet hat. Wenn die Klumpen noch recht klein sind, könnt ihr den Puderzucker einfach durch ein feines Sieb vor der Verwendung geben, in dem ihr die Klumpen mit einem Löffel einfach zerdrücken könnt. Sind aus den Klumpen allerdings schon richtige Klöße geworden, hilft oftmals nur noch rohe Gewalt: Füllt den verklumpten Puderzucker in einen gut verschließbaren Gefrierbeutel und bearbeitet die eingetüteten Klumpen anschließend mit einem Nudelholz.

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Wie lange ist Puderzucker haltbar?

Forever and ever! - Zumindest wenn die Lagerung stimmt, hat Puderzucker (& Zucker) tatsächlich kein Ablaufdatum. Dafür ist es jedoch essenziell, dass der Puderzucker trocken und vor Licht geschützt gelagert wird. Wegen seiner langen Haltbarkeit eignet sich Zucker bspw. auch zum Einkochen und Konservierung von Obst besonders gut.

Wann lässt sich Puderzucker ersetzen?

Gerade in vielen Backrezepten ist es kein Problem, den Puderzucker mit einfachem, weißem Zucker zu ersetzen. Wenn aus dem Puderzucker jedoch ein Guss oder eine Creme entstehen soll, leidet bei der Verwendung von ungemahlenem Zucker zwar nicht der Geschmack, jedoch die erwünschte Konsistenz. Aber zum Glück wissen wir ja jetzt, wie wir ruckzuck Puderzucker aus Raffinadezucker selber machen können, sodass wir den Puderzucker erst gar nicht ersetzen müssen.

Gesunde Ersatzstoffe: Vor- und Nachteile

Die Wahrheit bei Zuckerersatz ist jedoch: Ein natürlicher und gesunder Stoff, der Haushaltszucker ersetzen kann, wurde bisher nicht gefunden. Uneingeschränkt empfehlen lässt sich keine der Alternativen. Wer auf der Suche nach einem Zuckerersatz für Haushaltszucker ist, stößt schnell auf eine Vielzahl von alternativen Süßungsmitteln.

Erythrit (Erythritol)

Erythrit ist ein kalorienfreier Zuckeralkohol, der sich hervorragend als Zuckeralternative eignet. Er hat 70 % der Süßkraft von normalem Zucker und beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht. Um Erythrit-Puderzucker herzustellen, brauchst du nur eine leistungsstarke Küchenmaschine oder einen Mixer. Einfach das Erythrit hineingeben und für ein paar Sekunden auf höchster Stufe mixen, bis es die gewünschte Pulverform erreicht hat. Erythrit Puderzucker ist das einzige Low Carb Süßungsmittel mit Biosiegel. Bio Erythrit Puderzucker sieht klassischem Puder zum Verwechseln ähnlich und ist ein leichter Zuckerersatz, der Dich beim Backen begeistert.

Xylit (Birkenzucker)

Xylit hat eine ähnliche Süßkraft wie Zucker, ist aber zahnfreundlich und hat etwa 40 % weniger Kalorien. Auch Xylit kannst du ganz einfach zu feinem Puderzucker mahlen. Einziger Nachteil: Bei größeren Mengen kann der Zuckerersatz abführend wirken, deshalb solltest du es in Maßen verwenden. Hinweis: Xylitol ist extrem giftig für Hunde.

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Stevia

Stevia ist eine natürliche Süße, die aus der Steviapflanze gewonnen wird und keinerlei Kalorien enthält. Da Stevia viel süßer ist als Zucker, brauchst du nur eine kleine Menge. Für Puderzucker ohne Zucker kannst du Steviapulver zusammen mit Erythrit verwenden, das bereits fein gemahlen erhältlich ist. Steviolglykoside sind kein natürlicher Zuckerersatz, da sie stark verarbeitet sind.

Kokosblütenzucker, Honig, Ahornsirup und Agavendicksaft

Kokosblütenzucker ist eine weniger raffinierte Zuckeralternative, die einen leicht karamelligen Geschmack hat. Auch Kokosblütenzucker kannst du zu Puderzucker verarbeiten, indem du ihn in einem Mixer fein mahlst. Kokosblütenzucker ist zwar gering verarbeitet, aber nicht regional und enthält fast genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. Honig ist eines der wenigen natürlichen Süßungsmittel, das regional hergestellt wird. Er enthält etwas weniger Kalorien als Haushaltszucker und hat eine höhere Süßkraft. Ahornsirup und Agavendicksaft sind natürliche Alternativen, enthalten aber Fruktose und sind deshalb nicht automatisch gesünder.

Verschiedene Zuckerersatzstoffe: Erythrit, Xylit, Stevia, Kokoszucker

Praktische Tipps für den Einsatz von Ersatzstoffen

  • Welcher Puderzuckerersatz am besten passt, hängt von Vorerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Vorlieben bezüglich des Süßungsgrades und Nachhaltigkeitsaspekten ab.
  • Xylit, Erythrit und Stevia sind vor allem für Menschen mit Diabetes und Übergewicht empfehlenswert; Erythrit und Stevia sind sogar kalorienfrei.
  • Wer auf natürliche, regionale Produkte setzt, kann Honig bevorzugen, sollte ihn aber sparsam verwenden.
  • Bei der Herstellung von Puderzucker aus Ersatzstoffen gilt: Ein Süßstoff wird so fein gemahlen, dass er die Konsistenz von Puderzucker hat; damit die Mischung rieselfähig bleibt, gib etwas Stärke hinzu.
  • Bei der Umrechnung: Erythrit hat etwa 60-70 % der Süßkraft von Zucker; bei Stevia ist deutlich weniger Menge nötig.

Verwendung in Backwaren und Getränken

Im Gegensatz zu normalem Zucker löst sich Puderzucker in jeder Art von Kuchenteig und auch in allen anderen Massen, die gesüßt werden sollen, weitaus rascher auf als der übliche Haushaltszucker. Puderzucker ist folglich leichter und mit weniger Kraft- und Arbeitsaufwand in den Teig einzuarbeiten. Gerade, wenn du einen Kuchenteig ohne Handrührgerät oder Küchenmaschine nur mit einem Löffel rühren möchtest, ist Puderzucker ideal. Dadurch, dass sich der absolut fein gemahlene Puderzucker so schnell auflöst und mit der jeweiligen Masse verbindet, kannst du durch Probieren direkt nach dem Verrühren erkennen, ob du genug Zucker verwendet hast.

In der Welt der Kaffeezubereitung spielt die Süße eine entscheidende Rolle, um das Aroma des Kaffees zu unterstreichen. Viele Kaffeeliebhaber suchen nach natürlichen Süßungsmitteln, um ihren Kaffee zu verfeinern, ohne auf Puderzucker zurückzugreifen. Dazu gehören beispielsweise Honig, Agavendicksaft oder auch Stevia. Eine weitere interessante Möglichkeit, die Süße in Ihrem Kaffee zu erhöhen, sind Gewürze. Zimt, Muskatnuss oder Vanille können nicht nur Geschmacksnuancen hinzufügen, sondern auch die Notwendigkeit von Zucker reduzieren.

Herstellung von Erythrit-Puderzucker im Mixer

Fertigmischungen und Dekorationsprodukte

Perfekt zum Dekorieren: Ob Weihnachtsstollen, Rührkuchen, Windbeutel, Pfannkuchen, Waffeln oder Muffins - Dekorzucker ist die ideale Verzierung für Ihre Kreationen. Der Süße Schnee ist gebrauchsfertig und kann für ein besonders feines Ergebnis durch ein Sieb zerstäubt werden. Zusammen mit einem Backkakao entsteht aus dem Dekorzucker ein köstlicher Schokoschnee - perfekt für Tiramisu, Schokoladenkuchen und Co. Bio Erythrit Puderzucker ersetzt den gesundheitsschädlichen Weißzucker vollständig, ohne dass Du auf Süßes verzichten und Dich von lieb gewonnenen Dingen wie Kuchen verabschieden musst.

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Welcher Ersatz ist der beste?

Welches Süßungsmittel die beste Zuckeralternative ist, lässt sich nicht pauschal beantworten - den idealen Zuckerersatz gibt es einfach nicht. Vielmehr muss individuell abgewogen werden, welcher Ersatzstoff der Gesundheit am zuträglichsten ist und welcher den eigenen Vorlieben entspricht. Die Auswahl des richtigen Süßungsmittels hängt unter anderem von Vorerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Vorliebe bezüglich des Süßungsgrades und Nachhaltigkeit ab.

Ersatzstoff Kalorien / 100 g Vorteile Nachteile
Erythrit ~20 kcal Nahezu kalorienfrei, zahnfreundlich, guter Geschmack Industrielle Herstellung, bei Überdosierung abführend
Xylit ~240 kcal Zahnfreundlich, ähnliche Süßkraft wie Zucker Abführend bei Überdosierung, giftig für Hunde
Stevia 0 kcal Kalorienfrei, sehr süß Starker Nachgeschmack, stark verarbeitet
Kokosblütenzucker ~384 kcal Natürlich, karamelliger Geschmack Hoher Kaloriengehalt, nicht regional
Honig ~304 kcal Regional erhältlich, hohe Süßkraft Hoher Zuckeranteil, Kariesrisiko

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ahornsirup, Agavendicksaft und Kokosblütenzucker keine echte Alternative zu herkömmlichem Haushaltszucker sind, wenn es um Kalorienreduktion geht. Xylit, Erythrit und Stevia sind vor allem für Menschen mit Diabetes und Übergewicht empfehlenswert. Wichtig ist daher, immer Produkte mit Bio-Siegel zu bevorzugen und Süßungsmittel maßvoll einzusetzen.

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