Schokoladenfigur Fuchs — Herstellung und Geschichte
Schokoladenfiguren wie der Fuchs vereinen Handwerk, Rohstoffkunde und Verpackungstechnik zu einem Produkt, das sowohl kulturelle Traditionen als auch moderne Produktionsstandards widerspiegelt. Die folgenden Abschnitte beleuchten Herkunft und Zutaten der Schokolade, die handwerkliche Herstellung von Pralinen und Figuren, praktische Aspekte der Verpackung sowie historische und betriebliche Hintergründe eines Herstellers, der eng mit der Produktion von Schokoladenhalbfabrikaten verbunden ist.
Ursprung und Rohstoffe: Kakao, Kakaobutter und Geschmack
Ob Bitter, Zartbitter, Vollmilch oder ganz in weiß, ihr Hauptbestandteil ist Kakao. Ihren heutigen Namen verdankt die Schokolade dem aztekischen Getränk „Xocóatl“, welches die Ureinwohner Lateinamerikas bereits im 14. Jahrhundert kannten. Archäologen ist es gelungen, Spuren von Kakao an Tongefäßen in Ecuador in Südamerika nachzuweisen. Diese wurden rund 3.000 Jahre vor Christus genutzt. Das bedeutet, dass Kakao bereits vor mehr als 5.000 Jahren konsumiert und genossen wurde.
Die Bohne, die die Grundlage für die von uns so geliebte Schokolade bildet, scheint in Gefahr zu sein: Der menschengemachte Klimawandel stellt den Kakaoanbau vor eine Reihe von Problemen. In den Subtropen entlang des Kakaogürtels finden die Kakaobäume beste Bedingungen, um zu wachsen und Kakaofrüchte hervorzutreiben. Der Kakaobaum, wie wir ihn heute kennen, kann ausschließlich unter besonderen klimatischen Bedingungen wachsen und Kakaofrüchte tragen. Die Pflanze ist sehr anspruchsvoll: Sie benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen bei möglichst konstant hohen Temperaturen zwischen 25 und 30 °Celsius.
Die Kakaobutter ist eines der wertvollsten Pflanzenfette der Welt - im flüssigen Zustand schimmert sie klar und golden, im festen Zustand verändert sie sich zu einer weißen Masse. Der Kakaoanteil variiert dabei von 20 % Kakaobutter in weißer Schokolade bis zu mehr als 70 % reinem Kakao verarbeitet in Bitterschokolade. Es gibt sie in unzähligen Geschmacksrichtungen, verfeinert mit Nüssen, gefüllt mit Marzipan, Nougat, Likör oder exotisch mit einem Hauch Chili oder Ingwer - Schokolade.
Handwerkliche Herstellung von Schokoladenfiguren und Pralinen
Jedes handgemachte Praliné oder jede Schokoladenfigur entsteht durch eine Abfolge präziser Arbeitsschritte: Schokolade temperieren, Formen gießen, kühlen, füllen und dekorieren. Die Herstellung orientiert sich an klassischem Confiserie-Handwerk, frei von industriellen Maschinen. Das Ergebnis ist ein Praliné mit feiner Textur, klarer Form und hochwertiger dünner und zarter Schale mit weichem Kern.
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Bei handwerklichen Spezialitäten wie den Matterhörnli aus Zermatt wird jede Praliné von Hand geschminkt, ausgeformt und verpackt. Schritt 3: Präzise mit einer Spritztüte platziert, wird die Füllung der Konditoren aus Gianduja oder fruchtiger Himbeere in jedes Matterhörnli gespritzt. Schritt 6: Im Verkaufsteam durchlaufen die Matterhörnli ihren finalen Schritt - sie werden einzeln von Hand verpackt, die Deklaration wird angebracht, und jede Praline erhält die Aufmerksamkeit, die sie verdient, um sicherzustellen, dass die Qualität bis zum letzten Genussmoment bewahrt bleibt.
Pralinen sind vielfältige Schokoladengenüsse. Es gibt sie in unendlich vielen Formen und Farben. Die Rezepturen mit ihren verschiedenen hochwertigen Zutaten sorgen für einzigartige Geschmackserlebnisse. Die Füllungen werden in der Backstube frisch hergestellt und setzen auf natürliche Rohstoffe: geröstete Haselnüsse aus dem Piemont, von Hand gekochter Nougat und weitere regionale Zutaten.
Verpackungstechnik: von Folie bis Karton - Zuverlässige Detektion in der Produktion
Bevor die großen oder kleinen Verführungen in den Verkaufsregalen landen, werden sie in Folien, Umschläge oder Schachteln verpackt. Die Umhüllung der süßen Köstlichkeiten übernehmen Verpackungsanlagen. Ob transparente Folie, Pergament oder bunte, glänzende Verpackungen - bei den zur Verarbeitung benötigten Materialien handelt es sich oft um Rollenware, die über zahlreiche Umlenkrollen in der Maschine geführt wird. Eine kontinuierliche Materialzufuhr ist dabei unabdingbar, um den Verpackungsprozess nicht zu unterbrechen.
Die Abwickelvorgang des Verpackungsmaterials - also die Reduktion des Rollendurchmessers - wird dabei kontinuierlich überwacht. Dies erfordert eine präzise farb- und oberflächenunabhängige Materialdetektion, denn wie die Schokoladensorten selbst unterscheiden sich auch die Verpackungen je nach Produkt in ihrer Farbe, Oberfläche und Zusammensetzung. Bei der Verpackung von Pralinen erfolgt die Zuführung der Schokoladen meist über Trays auf den Förderstrecken. Direkt am Verpackungsort werden die unterschiedlichen Materialien, wie Folie oder Klebeetiketten, auf Rollen disponiert.
Ultraschallsensoren der Serie UC-F77 sorgen für die präzise Überwachung des Rollendurchmessers und detektieren selbst schwierigste Verpackungsmaterialien und Materialabrisse zuverlässig. Für beide Herausforderungen eignen sich die äußerst kompakten Ultraschallsensoren der Serie UC-F77 von Pepperl+Fuchs. Sie detektieren selbst schwierigste Materialien zuverlässig - ob transparente Folien, glänzende Verpackungen oder Kartonagen.
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Da auch die Rollenbreiten und -durchmesser je nach Material variieren, sind verschiedene Schallkeulenbreiten für die exakte Erfassung von Vorteil. Kein Problem für die Ultraschallsensoren UC-F77: Sie lassen sich in der Schallkeulenbreite nicht nur flexibel, sondern auch besonders schmal einstellen. So ist beispielweise die Überwachung von Rollen mit einer Breite von gerade einmal 5 cm ohne Erkennung der Bordscheiben möglich. Die schmale Schallkeule ist ebenso bei der Materialrisskontrolle zwischen den Umlenkrollen von großem Wert.
Oftmals befinden sich die Materialrollen auf engem Bauraum dicht beieinander. Hier punkten die UC-F77 mit ihrem kompakten und platzsparenden Gehäusedesign und ermöglichen auch die nachträgliche Montage bei beengten Platzverhältnissen in der Verpackungsmaschine. Sie sind zudem als Standard- als auch in Sidelooker-Variante erhältlich und somit flexibel einsetzbar. Um dabei eine gegenseitige Beeinflussung der Sensoren zu verhindern, können diese im automatischen Multiplexbetrieb synchronisiert werden. Eine integrierte IO-Link-Schnittstelle ermöglicht die Kommunikation von der Steuerungs- bis in die Sensorebene und sorgt für maximale Transparenz im Prozess.
Unternehmensbeispiel: Fuchs & Hoffmann - Verarbeitung von Kakao zu Halbfabrikaten
Bereits seit 1951 schlägt in Bexbach, dem Sitz von Fuchs & Hoffmann, das Herz für die Verarbeitung von Kakao zu hochwertigen Halbfabrikaten. Das Unternehmen wurde 1951 von Georg Hoffmann und Werner Fuchs gegründet. Seit 1958 werden Schokoladen-Halbfabrikate hergestellt. Fuchs & Hoffmann produziert Kakaomasse, Kakaonibs und Schokolade/Kuvertüre (Milch-, Zartbitter- und weiße Schokolade) zur industriellen Weiterverarbeitung. Abnehmer sind u. a. Mars, Ritter Sport sowie die wie Fuchs & Hoffmann ebenfalls zur Krüger-Gruppe gehörende Ludwig Schokolade.
Über Jahrzehnte haben sie großes Wissen im Bereich der Produktion aufgebaut, welches bis heute in die hochmoderne Technologie der Produktionsanlagen einfließt. Dies beginnt bei der Röstung und Verarbeitung des Kakaos mit zwei Verfahren in zwei Fabriken und endet bei einer ausreichenden Lagerkapazität für flüssige Kakao- und Schokoladenhalbfabrikate. Unser kompletter Produktionsprozess ist gekoppelt mit regelmäßigen, qualifizierten Laboruntersuchungen und sensorischen Kontrollen. Entsprechend ausgebildete und qualifizierte Spezialisten sowie zertifizierte Standards garantieren die Umsetzung hoher Kundenanforderungen.
Fuchs & Hoffmann verarbeitet (Stand 2011) pro Jahr rund 38.000 Tonnen Kakaobohnen zu ca. 28.000 Tonnen Kakaomasse. 2016 machte das Unternehmen mit 77 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 185 Mio. Euro und erwirtschaftete ein Jahresergebnis nach Steuern von 1,2 Mio. 2017 erwarb Fuchs & Hoffmann das ehemalige Werksgelände von General Electric in Bexbach. Auf dem Areal unweit des seitherigen Unternehmenssitzes sollen die bestehenden Produktionskapazitäten erweitert werden.
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Tradition, Spezialitäten und Workshops: Vom Matterhorn zur Schokoladenfigur Fuchs
In den malerischen Bergen von Zermatt entstand eine süsse Verführung, die nicht nur den Gaumen verwöhnt, sondern auch eine Hommage an das majestätische Matterhorn darstellt: Die Matterhörnli der Bäckerei Fuchs AG. Die Idee dazu hatte Pius Fuchs, der Gründer der Bäckerei Fuchs, Anfang der 90er Jahre. Die Matterhörnli aus Zermatt sind nicht nur ein süsses Souvenir, sondern auch ein Beweis für die Liebe zum Detail und die Hingabe zur Qualität.
Die Matterhörnli® sind feine Pralinés in Form des Matterhorns. Jede Praliné wird in der Confiserie der Bäckerei Fuchs in Zermatt von Hand hergestellt. Handgemachte Herstellung: Jede Praliné entsteht in reiner Handarbeit. Für alle, die diese Handwerkskunst selbst erleben möchten, bietet die Bäckerei Fuchs AG Workshops an, bei denen die Gäste ihre eigenen Matterhörnli herstellen können. Im Matterhörnli-Workshop können Gäste ihr eigenes Praliné herstellen - von der Schokoladenform bis zur Füllung.
Genauso sind Schokoladenfiguren wie der Fuchs eine Kombination aus regionaler Tradition, handwerklicher Herstellung und moderner Technik: von der Auswahl hochwertiger Rohstoffe über die präzise Verarbeitung bis zur ansprechenden Verpackung für den Handel. Ob als Einzelstück, im 5er-, 10er-, 15er- oder sogar 96er-Pack, gibt es die passende Auswahl für jeden Genießer.
Tabelle: Typische Schritte bei der Herstellung einer handwerklichen Schokoladenfigur
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| Rohstoffauswahl | Auswahl hochwertiger Kakaobohnen und Zutaten, oft regional ergänzt |
| Röstung & Verarbeitung | Röstung der Bohnen, Mahlen zu Kakaomasse und Kakaobutter |
| Temperieren | Genaue Temperaturkontrolle für Glanz, Bruch und Mundgefühl |
| Formen & Gießen | Schokolade in Formen gießen, kühlen, evtl. mehrlagige Schalen herstellen |
| Füllen & Dekorieren | Füllung einbringen (Gianduja, Nougat, Frucht), Dekoration per Hand |
| Verpacken | Einzelverpackung in Folie, Karton oder Geschenkverpackung mittels Anlagen |
Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung
Schokolade ist der beliebteste süße Genuss in Deutschland. Dazu gehören neben den klassischen Tafelschokoladen die Pralinen, die Saisonartikel wie Weihnachtsmänner und Osterhasen und nicht zu unterschätzen: Die Schokoladenriegel. In Deutschland haben im Jahr 2021 mehr als 18 Millionen Bundesbürger mindestens einmal pro Woche einen Schokoladenriegel gegessen (Quelle: Statista). Damit gehören Schokoriegel für fast ein Viertel der Deutschen zum Alltag.
Die Betrachtungen zur Herkunft und insbesondere zur historischen Verbreitung des Kakaobaums sind ähnlich komplex wie seine genetische Vielfalt. So wurde z.B. lange Zeit angenommen, dass der Kakaobaum zwei Ursprünge habe, einen in Süd- und einen in Mittelamerika. Mittlerweile ist belegt, dass das alleinige Ursprungsgebiet in den tropischen Regenwaldgebieten an den Osthängen der Anden des Amazonasbeckens liegt.
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
„Shaping the future of good taste“ bedeutet für viele Hersteller: Gemeinsam machen wir höchsten Genuss erlebbar - heute und in Zukunft. Doch das gelingt nur, wenn nachhaltig gedacht und gehandelt wird. Im ersten Nachhaltigkeitsbericht der KRÜGER GROUP werden Zustände der Nachhaltigkeit für das Berichtsjahr dargestellt. Nachhaltiger Anbau, höchste Qualität und technologische Standards sind zentrale Bausteine, um die Zukunft der Schokolade zu sichern.
Die Herausforderung bleibt: Klimawandel, Anbaubedingungen und die Sicherung hochwertiger Rohstoffe werden langfristig die Qualität und Verfügbarkeit von Kakao beeinflussen. Forschung, verantwortungsbewusste Lieferketten und technologische Innovationen in Produktion und Verpackung sind daher entscheidend, damit Schokoladenfiguren wie der Fuchs auch künftig mit Genuss und gutem Gewissen hergestellt werden können.
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