Die Geschichte und das Sortiment von Hans Freitag Meyer Kekse
Hans Freitag ist einer der führenden Kekshersteller Deutschlands, dessen Traditionsunternehmen seit über acht Jahrzehnten Generationen mit köstlichen Keks- und Waffelkreationen verwöhnt. Der Name ist in Verbraucherhaushalten wenig bekannt, doch die Produkte sind nahezu in jedem deutschen Supermarkt und Discounter unter verschiedenen Handelsmarken wie „ja!“, „gut & günstig“, „Biscotto“ und vielen weiteren zu finden.
Historie des Familienunternehmens Hans Freitag
Der Ursprung des Unternehmens reicht zurück bis zum 12. August 1946, als Hans Freitag in Verden an der Aller eine Bäckerei und Konditorei gründete. Bereits nach zwei Jahren beschäftigte er 30 Mitarbeiter, was die schnelle Entwicklung und Expansion belegt. Nach dem frühen Tod des Gründers im Jahr 1960 übernahm seine Witwe Anita Freitag die Führung. Der Sohn, Hans Freitag Junior, beendete bald darauf seine Schullaufbahn, lernte zunächst den Beruf des Zuckerbäckers und schloss eine kaufmännische Ausbildung ab.
1973 übernimmt Hans Freitag Junior die Geschäftsführung und baut in den folgenden Jahrzehnten den Betrieb maßgeblich aus, auch international. Die Entscheidung, als Handelsmarkenproduzent mit nationalen und internationalen Kunden zu wachsen, wurde Anfang der 1990er Jahre zu einer nachhaltigen Strategie. Die deutsche Wiedervereinigung brachte dem Unternehmen einen großen Aufschwung - heute beschäftigt Freitag ca. 340 Mitarbeitende.
1990 beginnt Anita Freitag-Meyer, geborene Freitag, ihre Ausbildung und ist seit 1993 neben ihrem Vater geschäftsführende Gesellschafterin. Heute leitet sie das Unternehmen in dritter Generation und hält die Verbindung zwischen Tradition und Fortschritt aufrecht.
Im Jahr 2019 übernahm das Unternehmen den Standort Schneverdingen von der Bahlsen Group und firmierte ihn in Heidekeks GmbH um. Der Standort selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück: die Norddeutschen Nahrungsmittelwerke wurden dort bereits 1933 gegründet, später mehrmals umbenannt und schließlich 1995 von Bahlsen übernommen.
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Standort und Produktionskapazitäten
| Standort | Gründungsjahr | Betriebsgrundstück | Produktionsfläche | Mitarbeiterzahl |
|---|---|---|---|---|
| Verden | 1946 | 50.000 m² | 27.000 m² | ca. 340 |
| Schneverdingen | 1933 | 46.000 m² | 20.500 m² | ca. |
Die Produktion umfasst modernste Anlagentechnik, höchste Qualitätsansprüche und generationenüberliefertes Know-How. Bereits 1949 investierte der Gründer in einen Stahlbandofen, um feines Gebäck zu erschwinglichen Preisen herzustellen. Heute stehen im Werk fünf Keksöfen und sieben Waffelstraßen - die Anlagen gehören zu den größten auf dem europäischen Markt und sind stets auf dem neusten Stand der Technik. Täglich werden mehr als 100 Tonnen Kekse gebacken.
Im Dreischichtbetrieb sind rund 300 bis 340 Mitarbeiter im Unternehmen tätig. Während die Verwaltung nur 15 Kräfte umfasst, arbeitet der Großteil der Mitarbeitenden direkt in der Verarbeitung.
Die Flexibilität ist ein großer Vorteil: bestellte Produkte werden mit rund einer Woche Vorlauf produziert, große Lagerbestände entfallen, sodass sofort auf die Wünsche der Abnehmer eingegangen werden kann.
Marktpräsenz und Handelsmarkenstrategie
Hans Freitag ist spezialisiert auf die Produktion von Handelsmarkenartikeln, mit denen das Unternehmen für den guten Namen seiner Kunden steht. Etwa 80 Prozent des Umsatzes stammen von Handelsmarken und Eigenmarkenprodukten, die für Einzelhandelsketten wie Edeka, Aldi, Rewe und Tengelmann gefertigt werden. Der Preisdruck des Handels ist immens: „Seit vielen Jahren müssen wir mit der vierten Stelle hinter dem Komma rechnen.", erklärt Anita Freitag-Meyer.
Während in der Pandemie Markenkekse populärer waren, greift in Zeiten der Inflation die Mehrheit der Verbraucher zum günstigen Einstiegssegment der Handelsmarken. Dies hat dem Unternehmen in den letzten Jahren verstärkten Absatz beschert - trotz traditionell sehr geringer Margen. Jahrzehntelang lag der Verkaufspreis des halben Kilos Keks bei 99 Cent, was erhebliche Rationalisierungen erforderlich machte.
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Rund 100 verschiedene Artikel bietet der Hersteller heute an - von Zitronencreme-Waffeln, Orangen-Stäbchen bis zu Schoko-Tatzen. Produziert wird größtenteils für den deutschen Markt, etwa 20 Prozent der Dauerbackwaren gehen in den Export, hauptsächlich nach Italien, Österreich und die Schweiz. Pro Jahr bringt die Keks- und Waffelfabrik etwa fünf neue Produkte auf den Markt.
Eine klar definierte Zielgruppe gibt es dabei nicht: „Wir verkaufen kein Nischenprodukt, sondern bedienen die breite Masse der Konsumenten.“
Sortiment und Innovationskraft
- Vegan und Bio: Fridays Organic Bakery bietet zwei köstliche Mischungen und drei feine Gebäck-Highlights an, die mit sorgsam ausgewählten Bio-Zutaten hergestellt werden.
- Handelsmarkenprodukte: Große Chargen, abgestimmt auf die jeweiligen Handelsketten, sorgen für breite Verfügbarkeit und Vielfalt.
- Eigenverkaufsstellen: Der Werksverkauf in Schneverdingen (Heidekeks) ermöglicht direkte Käufe zu Sonderpreisen mit einer Auswahl aus dem gesamten Sortiment.
Mehr als 13 Millionen Kekse und Waffeln werden täglich im Verdener Werk gebacken. Das breite Sortiment an Keksen und Waffeln wird sowohl unter dem eigenen Firmennamen als auch unter verschiedenen Handelsmarken vertrieben.
Der Generationswechsel hat im Unternehmen gut funktioniert - Anita Freitag-Meyer ist stolz darauf, dass auch die neue Generation bereits aktiv mitarbeitet. Trotz Rationalisierungsbestrebungen wurden die Arbeitsplätze gehalten und sogar erweitert: „In den vergangenen zwei Jahren haben wir 50 neue Arbeitsplätze geschaffen“.
Freitag steht für sichere Arbeitsplätze in der Region - viele Mitarbeitende bleiben häufig für lange Zeit im Unternehmen, das eine gewachsene Gemeinschaft bildet. Der aktuelle Generationswechsel wird daran nichts ändern und sichert die Zukunft des Unternehmens.
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Fazit zur Unternehmensphilosophie
Hans Freitag verbindet Tradition und Fortschritt, bleibt der Region und seinen Mitarbeitenden verbunden und setzt dabei auf nachhaltige Produktion, Flexibilität und moderne Technik. Über drei Generationen hinweg bedient das Familienunternehmen die Wünsche des Marktes und behauptet sich erfolgreich gegen den Branchentrend.
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