Rezept: Eis mit heißer Schokolade — cremig, schokoladig und einfach selber machen
Neben Erdbeer- und Vanilleeis ist das dunkle Schokoladeneis seit Ewigkeiten auf der Hitliste der Lieblingssorten ganz weit oben. Im Winter liebt man sie als heiße Schokolade und im Sommer versüßt uns Schokoladeneis die warmen Tage. Wir zeigen euch hier zwei einfache Eisrezepte mit Schokolade, mit denen ihr wunderbar schokoladiges Eis mit und ohne Eismaschine ganz einfach selber herstellen könnt.
Warum selbstgemachtes Schokoeis?
Schokoeis selber machen ist einfach. Um genau zu sein: mehr als einfach. Die Zubereitung geht schnell. Ihr braucht nur 3 Zutaten. Und der Duft von geschmolzener Schokolade dabei - besser wird’s kaum.
Bei der eigenen Herstellung entscheidet ihr selber, wie die Mengenverhältnisse sind. Mögt ihr euer Eis besonders schokoladig, so vergrößert die Menge der Schokolade. Schließlich ist der Moment, wenn man auf ein knackiges Stück Schokolade beißt, das Beste am Stracciatella Eis.
Die Schokolade gibt hier den Ton an, deshalb lohnt es sich, da ein bisschen genauer hinzuschauen. Wichtig ist vor allem, dass dir die Schokolade pur schon schmeckt, denn genau dieser Geschmack landet später auch im Eis. Das merkt man am Ende wirklich.
Grundlagen: Welche Schokolade, Zucker und Cremigkeit?
Mit gutem, ungesüßtem Zartbitterkakao wird das Eis feiner, klarer im Schokoladengeschmack und weniger schwer auf der Zunge. Ja, sehr gern. Wichtig ist, dass die Schokolade nicht zu fett ist: Nimm eine dunkle Schokolade mit 70-80 % Kakaoanteil. Sie bringt viel Aroma und wenig Zucker mit.
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Mit geschmolzener Schokolade wird es reichhaltiger und cremiger, kann aber etwas „fettiger“ im Mund wirken. Beides funktioniert. Es ist Geschmackssache.
Beim Schokoeis kannst du mit dem Zucker ziemlich entspannt umgehen, weil die Schokolade selbst schon Süße mitbringt. Oft reicht es völlig aus, nur wenig zusätzlichen Zucker zu verwenden, damit das Eis angenehm süß, aber nicht zu schwer wird.
Das ist das häufigste Problem bei selbstgemachtem Eis und hat drei Ursachen: zu wenig Fett, zu wenig Zucker oder fehlende Bindung. Fett und Zucker halten das Eis weich - und ein winziger Anteil natürliches Bindemittel verhindert, dass sich große Eiskristalle bilden.
Ich kann dir daher eine Menge zwischen 25 und 40 Gramm guten Gewissens empfehlen. Rechne mit ca. 70 g geschmolzener Schokolade statt 25 g Kakao.
Eis zubereiten ohne Eismaschine - Schritt für Schritt
Ihr habt keine Eismaschine zu Hause? Kein Problem! Eiscreme könnt ihr auch ganz einfach ohne Eismaschine selbst herstellen. Alles, was ihr dafür benötigt, ist ein Gefrierfach, das mindestens -18 Grad Celsius erreicht.
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Ist die Eismasse kaltgestellt, solltest du hin und wieder kontrollieren, ob die Eismasse zu frieren beginnt. Sobald sich die ersten Eiskristalle bilden, muss die Eismasse ab diesem Zeitpunkt ca. alle 30 Minuten umgerührt und wieder kaltgestellt werden. Um eine luftige Eiscreme zu erhalten, sollte dieser Schritt 3 bis 4 Mal wiederholt werden.
Je häufiger die gefrierende Masse durchgerührt wird, desto cremiger wird das Eis. Auch wenn sich die ganze Zubereitung nach einer halben Ewigkeit anhört, es lohnt sich auf jeden Fall! Mit diesen Schritten des wiederholten Umrührens ersetzt du die Funktion der Eismaschine, denn sie kühlt die Eismasse und rührt sie gleichzeitig ständig um.
Für die Zubereitung ohne Eismaschine die Eiscreme rund 4-6 Stunden tiefkühlen. Dabei in der ersten Stunde etwa viermal kräftig durchmixen und danach nochmal alle 30-60 Minuten, sodass sich keine Eiskristalle bilden. Wenn die Eismasse noch zu weich ist, sollte das Eis für weitere 1-2 Stunden kaltgestellt werden.
Mit Eismaschine - schneller und bequemer
Bist du im Besitz einer Eismaschine, kann die ganze Zubereitung schneller und bequemer vonstattengehen. Hierzu alle Zutaten in gleicher Reihenfolge in die Eismaschine geben. Das Gerät übernimmt die Kühlung und das Umrühren. In der Eismaschine benötigt die Zubereitung 30-45 Minuten.
Mit einer Eismaschine wird das Ganze nochmal entspannter, weil du dich um die Konsistenz nicht selbst kümmern musst. Gerade die Ninja Creami ist dafür super geeignet, weil sie etwas anders arbeitet als klassische Geräte. Du bereitest die Masse vor, lässt sie komplett durchfrieren und die Maschine macht daraus später ein cremiges Eis.
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Rezept 1: Stracciatella-Eis
Was das Stracciatella-Eis so besonders macht, sind die kleinen Schokoladensplitter. Beim Stracciatella-Eis treffen Vanille- und Schokoladengeschmack aufeinander und verschmelzen zu einer wunderbaren Eis-Sorte, die zu den Klassikern unter den Eissorten gehört.
Zutaten
- 1 Vanilleschote
- 4 Eigelb
- 50 g Rohrzucker
- 300 g Sahne
- 300 ml Milch (3,5 % Fett)
- 150 g Schokolade
- Optional: 2 EL Whisky
Zubereitung
- Füge das Mark der Vanilleschote zusammen mit der Milch in einen Topf und erhitze die Masse bei schwacher Hitze für 5 Minuten.
- Nehme die Milch im Topf vom Herd und lassen Sie die Masse etwas abkühlen.
- Schlage das Eigelb zusammen mit dem Rohrzucker so lange auf, bis eine helle und luftige Masse entsteht.
- Vermenge die Masse mit der Milch in einer Schüssel, welche du danach auf ein Wasserbad stellst. Die Masse solltest du im nächsten Schritt unter ständigem Rühren für etwa 10 Minuten andicken lassen.
- Schlage nun die Sahne auf und hebe sie der Milchmasse unter, damit das Eis luftig und cremig wird.
- Nun geht’s ans Kühlen. Entweder habt ihr eine Eismaschine, in die ihr nun die Masse gebt oder ihr rührt selbst, unter wiederholtem kaltstellen.
- Nach 20-30 Minuten kann die flüssige Schokolade hinzu. Hierfür die Schokolade im Wasserbad schmelzen und über die Eismasse geben.
- Wenige Sekunden warten und dann kräftig mit einer Gabel rühren, um die Schokolade zu brechen. Diesen Schritt wiederholt ihr unter hervorheben der unteren Eismasse.
- Stellt das Eis anschließend für 2 bis 3 Stunden erneut im Tiefkühler kalt.
Servier-Tipp für Erwachsene: Eine besondere Note verleiht ihr der Eiscreme mit einem Schuss süßlichem Whisky.
Rezept 2: Intensives Schokoladen-Eis
Das perfekte Rezept für alle Schokoladenliebhaber folgt hier. Wenn ihr noch knusprige Schokoladenstückchen in eurer Eiscreme haben wollt, mischt ihr während des Gefriervorgangs flüssige Schokolade hinzu.
Zutaten
- 400 ml Vollmilch (3,5 % Fett)
- 200 g Schokolade (Vollmilch oder Zartbitter)
- 3 Eigelb
- 100 g Rohrzucker
- 200 g Sahne
- 1 TL Vanillepaste
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Erwärme die Milch bei schwacher Hitze in einem Topf und füge die Schokolade hinzu. Lass die Schokomilch anschließend abkühlen.
- Verrühre in einem weiteren Topf die Eigelbe mit dem Rohrzucker zu einer luftigen Masse und füge unter ständigem Rühren die Schokomilch hinzu.
- Rühre die Masse weiter und stell den Topf erneut bei schwacher Hitze ca. 10 Minuten auf den Herd.
- Füge nun die Sahne, die Vanillepaste und etwas Salz hinzu.
- Lasst die flüssige Masse komplett abkühlen. Füge sie erst nach dem Abkühlen in die Eismaschine oder füllt die Masse in einen Behälter für das Gefrierfach um. In der Eismaschine benötigt die Zubereitung 30-45 Minuten.
Wenn ihr noch knusprige Schokoladenstückchen in eurer Eiscreme haben wollt, mischt ihr während des Gefriervorgangs flüssige Schokolade hinzu. Du kannst entweder die ganze Schokolade schmelzen oder einen Teil übrig lassen und ihn zum Schluss (wie im Rezept beschrieben) als Schokostückchen unter die Eismasse geben.
Einfaches Kurzrezept für supercremiges Schokoeis (auch für Ninja Creami)
Vorbereitung 10 minutes, Kühlzeit 12-24 Stunden. Du benötigst: 250 ml Milch, 150 ml Schlagsahne, 25 g Zucker, 100 g Schokolade 70% Kakaoanteil, 1 EL Kakao, 1 Prise Salz.
Milch, Sahne und Zucker erwärmen, bis sich der Zucker löst. Schokolade darin schmelzen, Kakao und Salz einrühren. Masse vollständig abkühlen lassen und in den Becher der Ninja Creami füllen. 12-24 Stunden komplett durchfrieren. Danach im Modus „Ice Cream“ laufen lassen, ggf. Re-Spin nutzen.
Toppings, Variationen und Tipps
- Probiert doch einfach auch weitere Schokoladensorten wie Zartbitter oder weiße Schokolade aus.
- Mit frischen Früchten, Kakaopulver und Kekskrümeln gelingen euch Eis-Kreationen, die sich sehen lassen.
- Ich mag besonders gern gehackte Haselnüsse oder Mandeln, weil sie etwas Biss reinbringen und super zur Schokolade passen.
- Frische Beeren sind auch eine tolle Ergänzung, weil sie eine leichte Frische mitbringen und das Eis etwas auflockern.
- Ein bisschen Schokosoße ist für mich ebenfalls ein tolles Topping. Oft reicht aber auch einfach das pure Eis.
Technik: Crème Anglaise, Temperieren und Bindemittel
Wie bei vielen Eiscreme-Rezepten besteht dieses Schokoladeneis aus einer mit Kakao verfeinerten Crème Anglaise. Crème Anglaise oder Crème Pâtissière bilden die beste Basis für Eiscreme.
1- Die Eigelbe mit dem Zucker schlagen, bis es weiß wird. Die Creme mit ein bisschen Milch lösen. 2- Die Eismasse jetzt auf 82 °C erhitzen … bis die Creme auf dem Löffel kleben bleibt (oder „zur Rose abzieht“ wie es so schön heißt). 3- Wenn die Creme kalt ist, kann man sie in das Eismaschinenbehälter geben und je nach Programm die Maschine anmachen.
Wie wird das Eis auch nach Stunden im Gefrierfach cremig? Mit einer winzigen Menge natürlicher Bindemittel, so machen es auch Profi-Eisdielen. Für diese Menge Eis genügen zusammen etwa 1 g (eine knappe Messerspitze pro Sorte), je zur Hälfte Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl. Weniger ist mehr: Zu viel macht das Eis gummiartig.
Praktische Hinweise zur Lagerung und Servierdauer
Selbstgemachtes Schokoeis lässt sich gut im Gefrierfach aufbewahren und bleibt einige Tage richtig lecker. Mit der Zeit wird es etwas fester, was ganz normal ist, weil keine Zusatzstoffe enthalten sind. Vor dem Servieren kannst du es einfach kurz stehen lassen, dann wird es wieder schön weich. Alternativ kannst du es auch nochmal kurz in der Ninja Creami cremig rühren.
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Praktische Checkliste vor dem Start
- Wähle eine Schokolade, die dir pur schmeckt (70-80 % Kakao für Intensität).
- Entscheide, ob du flüssige Schokolade für Schokostückchen verwenden willst oder Kakaopulver.
- Hast du eine Eismaschine oder planst du das Rühren im Gefrierfach?
- Bereite Zutaten vor: Milch, Sahne, Eigelb (wenn verwendet), Zucker, Schokolade, Vanille.
Schokoeis selber machen ist für mich jedes Mal so ein kleines Highlight. Allein schon dieser Moment, wenn aus ein paar Zutaten plötzlich richtig cremiges Eis wird, das macht einfach Spaß. Es lohnt sich also, das einmal selbst auszuprobieren. Guten Appetit!
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