Dorayaki mit Schokolade – Rezept und ausführliche Zubereitung

Dorayaki mit Schokolade, wenn Sie mindestens einmal den Zeichentrickfilm Doraemon gesehen haben, dann kennen Sie sicherlich die berühmten Süßigkeiten, die Nobita gegessen hat, nämlich die Dorayaki! Goldbraun, weich, gefüllt mit einer zarten Creme - Dorayaki sind eine der beliebtesten japanischen Süßigkeiten überhaupt. In diesem ausführlichen Guide erfahren Sie alles über Herkunft, Zutaten, Zubereitung, Füllungen, Varianten und Profi-Tipps für die japanischen Pfannkuchen.

Was sind Dorayaki?

Dorayaki (どら焼き) sind traditionelle japanische Süßspeisen, sogenannte Wagashi. Dorayaki zeichnen sich durch den Honig im Teig aus, der ihnen eine feine, natürliche Süße und eine angenehme Feuchtigkeit verleiht. Typisch ist außerdem die dezente Süße - harmonisch und nie aufdringlich. Anders als westliche Pancakes werden Dorayaki nicht gestapelt oder mit Sirup serviert.

Historisch gesichert ist hingegen, dass die heute bekannte Variante mit zwei Küchlein und einer süßen Füllung im Inneren Anfang des 20. Jahrhunderts in Tokio entstand. Der Name „Dora“ bedeutet Gong. Einer alten Legende zufolge soll ein Samurai seinen Gong bei einem Bauern vergessen haben. Dieser habe das runde Metallinstrument genutzt, um darauf Teig zu backen - so sei die charakteristische Form entstanden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich Dorayaki vom einfachen Straßensnack zu einer festen Größe im Sortiment traditioneller Wagashi-Geschäfte.

Goldbraune Dorayaki auf Holztablett

Zutaten für ca. 8 Dorayaki (Basis)

  • 2 Eier, Größe M
  • 1 EL Honig, flüssig
  • 40 g Zucker
  • 90 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 1 TL Backpulver (oder Natron wie im Rezept beschrieben)
  • Wasser (insgesamt etwa 50-70 ml, je nach Konsistenz)
  • Neutrales Öl zum Ausbacken
  • Für die Füllung: Nutella oder Schokoladen-Ganache (für die Schokoladen-Variante) bzw. Anko (rote Bohnenpaste) als klassischer Ersatz

Optional: Anko (rote Bohnenpaste) selbst herstellen

Die Paste aus roten Azukibohnen nennt sich „Anko“ und wird auch gerne als süße Füllung für anderes asiatisches Gebäck eingesetzt. Wem es zu zeitaufwändig ist, die Bohnenpaste selber herzustellen, kann zu fertigem Mus aus asiatischen Lebensmittelläden zurückgreifen. Die Paste wird bereits verzehrfertig und gesüßt angeboten.

Für die Bohnenpaste die Azukibohnen waschen und in einem Topf mit 1,5 l Wasser über Nacht quellen lassen. Dann abgießen und mit derselben Menge Wasser zum Kochen bringen. In 40-60 Min. zugedeckt sanft köcheln, sodass die Bohnen weich sind, aber nicht aufplatzen. Die Bohnen abgießen und mit der Hälfte des Zuckers in den Topf zurückgeben. Unter Rühren mit einem Pfannenwender erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann den übrigen Zucker unterrühren.

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Teig: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Eier, Zucker und Honig in einer großen Schüssel verrühren, bis die Masse hell und schaumig ist. Schlagen Sie Eier und Zucker mindestens 3-4 Minuten mit dem Handrührgerät auf. Die Masse sollte hell, dicklich und luftig sein. Rühren Sie den Honig unter.
  2. Mehl und Backpulver dazusieben und glatt rühren. Die trockenen Zutaten vorsichtig unterheben. Falls der Teig zu dick ist, esslöffelweise Wasser zugeben.
  3. Den Teig 10-30 Minuten (je nach Rezeptvariante 10-30 Min.) im Kühlschrank ruhen lassen. Der Teig ist nun geschmeidiger.
  4. Zunächst die Hälfte des Wassers unterrühren und die Konsistenz prüfen - sie sollte einem klassischen Pfannkuchenteig gleichen. Falls nötig, das restliche Wasser ergänzen.

Ausbacken: Profi-Tipps für die perfekte Oberfläche

Die Pfanne 5 Minuten bei sehr niedriger Hitze vorwärmen - so erreicht sie gleichmäßig Temperatur. Anschließend auf mittlere bis niedrige Hitze stellen. Ein Stück Küchenpapier in neutrales Öl tauchen, die Pfanne hauchdünn einfetten und überschüssiges Öl wieder abwischen. Nur so werden die Dorayaki rundum goldbraun. Ein Test hilft: Setzen Sie mit einer Schöpfkelle einen Teigklecks mit ca. 8 cm Ø in die Pfanne.

Mit einer kleinen Schöpfkelle ca. 3 EL Teig aus etwa 8 cm Höhe in die Pfanne gleiten lassen; so entsteht ein Pfannkuchen von rund 8 cm Durchmesser. Immer nur einen Pfannkuchen gleichzeitig backen. Sobald sich Bläschen an der Oberfläche bilden, den Pfannkuchen wenden und die zweite Seite goldbraun backen. Den Pfannkuchen 1-2 Min. bei mittlerer Hitze ausbacken, bis sich an der Oberfläche viele kleine Bläschen zeigen; dann vorsichtig wenden und noch einmal etwa 1 Minute backen.

Fertige Pfannkuchen auf einen Teller legen und mit einem leicht feuchten Tuch abdecken, damit sie saftig bleiben. Pfanne bei Bedarf erneut dünn einfetten und den restlichen Teig ebenso ausbacken. Teste erst an einem Dorayaki, ob die Pfanne heiß genug ist. Hebe den Dorayaki mit einem Pfannenwender leicht an und löse ihn vorsichtig vom Pfannenboden. Wenn die Unterseite dieselbe Farbe wie die Oberseite hat, ist er perfekt.

Schritt-für-Schritt Ausbacktechnik Dorayaki

Zusammenstellen der Dorayaki

  1. Jeweils zwei Pfannkuchen zu einem Sandwich zusammenlegen und dazwischen einen großzügigen Löffel Füllung (z. B. Nutella für die Schokoladen-Variante oder 1-2 EL Anko) streichen.
  2. In der Mitte etwas mehr Füllung platzieren, damit das Dorayaki dort leicht gewölbt ist. Einen der fertigen Pfannkuchen in die flache Hand legen und mit circa 50 g Anko in der Mitte bestreichen. Mit einem zweiten Pfannkuchen bedecken und die Ränder leicht zusammendrücken.
  3. Fertige Dorayaki bis zum Servieren in Frischhaltefolie wickeln. In Frischhaltefolie trocknen die Dorayaki nicht aus und sind im Kühlschrank einige Tage haltbar, aber am besten schmecken sie ganz frisch aus der Pfanne.

Varianten und kreative Füllungen

Dorayaki haben sich längst von ihrer rein traditionellen Form gelöst und zeigen heute eine beeindruckende Bandbreite an Variationen. Matcha-Creme bringt eine feine, leicht herbe Note ins Spiel und harmoniert wunderbar mit der milden Süße des Teigs. Schokoladen-Ganache sorgt für Tiefe und eine dezente Bitternote, während Erdbeer-Sahne eine frische, fast frühlingshafte Leichtigkeit mitbringt. Gerade Matcha-Dorayaki haben in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen.

Wenn Sie es klassisch mögen, aber dennoch eine Nuance Modernität einbringen möchten, probieren Sie eine Mischung aus Anko und leicht geschlagener Sahne. Die feine Bohnenpaste bleibt im Mittelpunkt, wird jedoch von einer sanften Cremigkeit begleitet. Ich habe sie mit Nutella gefüllt, aber Sie können sie auch mit Marmelade füllen!

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Typische Fehler und wie man sie vermeidet

  • Zu hohe Hitze: Wird die Pfanne zu stark erhitzt, bräunen die Küchlein außen zu schnell, während sie innen noch nicht durchgegart sind. Das Ergebnis: eine dunkle Oberfläche und ein trockener Kern.
  • Zu starkes Rühren: Nach dem Hinzufügen des Mehls sollte der Teig nur behutsam vermischt werden.
  • Keine Ruhezeit: Ein paar Minuten Ruhe geben dem Teig Gelegenheit, sich zu entspannen.
  • Zu viel Füllung: Eine übermäßige Menge Anko oder Creme lässt die Dorayaki auseinanderdriften.

Unterschiede zu westlichen Pancakes

Auf den ersten Blick wirken Dorayaki wie kleine Pancakes. Rund, goldbraun, weich gebacken - die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen. Kurz gesagt: Dorayaki mögen aussehen wie Pancakes, doch sie verfolgen ein anderes kulinarisches Konzept.

  • Teig: Dorayaki enthalten Honig, der für eine feine Süße und eine leicht elastische, saftige Textur sorgt.
  • Konsistenz: Dorayaki sind kompakter und geschmeidiger; sie haben einen sanften Widerstand beim Biss.
  • Servierweise: Dorayaki werden gefüllt und als fertige Einheit gegessen - meist mit Anko oder einer Creme zwischen zwei Küchlein.
  • Geschmack: Dorayaki sind bewusst zurückhaltend gesüßt und wirken harmonisch und ausgewogen.

Praktische Hinweise

Zum Backen deiner Dorayaki brauchst du nur eine Antihaftpfanne, ein bisschen Öl und einen Pfannenwender. Erhitze die Pfanne auf mittlerer Stufe und gib den Teig hinein. Lass den Pfannkuchen für ca. 2 Minuten backen, bis sich Blasen bilden und die Ränder trocken erscheinen, dann wende ihn behutsam und backe ihn noch eine weitere Minute.

In Japan werden Dorayaki häufig als Omiyage verschenkt - als sorgfältig ausgewähltes Mitbringsel von Reisen oder besonderen Anlässen. Oft sind sie einzeln verpackt und stilvoll präsentiert. Geschmack und Ästhetik gehen Hand in Hand.

Vegane Alternative

Eine tolle vegane Rezeptidee für Dorayaki: Dabei ersetzt du im Rezept die Milch mit Sojamilch und fügst dem Teig 1 EL Ahornsirup zu - und das Ei und den Honig lässt du weg.

Rezeptkompakt (Kurzversion)

ZutatenMenge
Eier2
Honig1 EL
Zucker40 g
Mehl (Type 405/550)90 g
Backpulver1 TL
Wasserca. 50-70 ml
FüllungNutella / Anko / Ganache

Zubereitung: Eier, Honig und Zucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver sieben und unterheben. Nach Bedarf Wasser einrühren, dann 10-30 Min. kühlen. In einer leicht gefetteten Pfanne kleine Kreise ausbacken, bis Bläschen erscheinen, wenden und goldbraun fertigbacken. Zwei Pfannkuchen mit Füllung verbinden.

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