Coppenrath Grob Hesepe: Firmengeschichte und Produkte
Die Liebe zum Gebäck liegt bei Coppenrath in der Familie - und das seit 200 Jahren und bereits in siebter Generation. In über 60 Ländern weltweit genießen viele Kunden unsere Backkreationen. Geschichte ist unsere Tradition.
Anfänge und frühe Entwicklung (1825-1924)
Mit Heinrich Coppenrath (dem Ersten) beginnt mit dem 1825 im emsländischen Geeste/Groß Hesepe gegründeten Unternehmen die Geschichte der Familienbäckerei mit dem Honigkuchen. Es war das Trendgebäck der 60er und 70er Jahre im 19. Jahrhundert, denn mit seinem Honigkuchen machte der Bäckermeister Heinrich Coppenrath (der Zweite) nicht nur im heimischen Emsland Furore. Auch in den bedeutenden Fürsten- und Königshäusern wusste man den Geschmack dieses feinen Gebäcks zu schätzen. Das sollte aber nicht das Ende der Fahnenstange sein: mit viel Können, Fleiß und Unternehmergeist erweiterten die Coppenraths ihre Produktvielfalt und verkauften geschickt das beliebte Gebäck in weitere Teile der Nation.
Sohn Heinrich (der Zweite) sorgt mit dem legendären Coppenrathschen Honigkuchen im Emsland für Aufsehen. An den Erfolg knüpft Heinrich (der Dritte) an und beginnt zusätzlich mit der Zwieback-Produktion. Pferdefuhrwerke beliefern die umliegenden Lebensmittelgeschäfte. Aloys Coppenrath (vierte Generation) intensiviert die Produktion und bringt Brote und Süßwaren mit in die Landbäckerei. Erste Lastkraftwagen erweitern den Handelsradius.
Krieg, Aufbau und Modernisierung (1942-1968)
Aloys Coppenrath verunglückt auf tragische Weise im Krieg. Seine Frau, Änne Coppenrath, führt die Firma in den schweren Jahren des Krieges fort und kümmert sich alleine um die acht Kinder. Wegen des frühen Todes seines Vaters übernimmt Franz Coppenrath (fünfte Generation) den elterlichen Betrieb schon im Alter von 21 Jahren. Sukzessive werden die Fabrik- und Ofen-Anlagen modernisiert und erweitert.
Franz Coppenrath und seine Ehefrau Ursula beschließen den Schritt weg von der Landbackstube hin zu einer modernen Großbäckerei. Unter hohem unternehmerischem Risiko wird ein neues Fabrikgebäude errichtet. Die Belieferung des Großhandels wird auf den gesamten deutschen Raum ausgedehnt. Franz Coppenrath erkennt den regionalen Bedarf eines Süßwaren-Großhandels: Der "Süßwaren-Vertrieb Ems-Vechte" nimmt seine Tätigkeit auf. Das erste Sortiment besteht aus 250 Artikeln.
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Wachstum, Krisen und Neuanfang (1968-1998)
Nach dem Tod von Franz Coppenrath übernimmt seine Frau Ursula die Leitung der Firma, die heute unter dem Namen "Naschwelt" Geschäfte und Tankstellen bundesweit beliefert. Ausweitung der Vertriebsaktivitäten auf das Ausland. Der erste wichtige Exportmarkt ist Österreich. Am 27. August 1978 brannte die gesamte Produktionsstätte der Firma Coppenrath aus. Innerhalb von nur zwei Stunden werden sämtliche Produktionsanlagen, einschließlich der Rohstoffe und des Vorratslagers, ein Raub der Flammen. Durch den engagierten Einsatz der Mitarbeiter wird in der Rekordzeit von drei Monaten die neue Fabrikhalle erbaut.
Andreas Coppenrath tritt 1995 die Nachfolge seines Vaters Franz Coppenrath an, der kurz danach schwer erkrankt und 1997 im Alter von nur 67 Jahren stirbt. Unter Andreas Coppenrath baut das Unternehmen erfolgreich seine Marktposition im In- und Ausland aus. Weltweit werden über 50 Länder mit Feingebäck beliefert. Die Nachfrage nach tiefgekühlten Backwaren steigt rasant an. Die Produktvielfalt wächst weiter: Köstlich gebackene Kuchen werden in das Sortiment aufgenommen.
Ausbau der Produktion und neue Geschäftsfelder
Der Grundstein für den Erfolg wird gelegt, als die Firmengründer ein einzigartiges Verfahren zum kontinuierlichen Aufschlagen von Sahne entwickeln. Firmengründung durch Aloys Coppenrath und Josef Wiese. Herstellungsort ist eine umgebaute Molkerei im westfälischen Westerkappeln mit zunächst 35 Mitarbeitern. Die „Conditorei in der Tiefkühltruhe“ wirbt mit TV-Spots im Fernsehen. Der große Sprung zur „Conditorei 2000“: Um die kontinuierlich steigende Nachfrage von tiefgekühlten Backwaren im wiedervereinigten Deutschland bedienen zu können, wird im westfälischen Mettingen eine weitere Conditorei gebaut und 1992 eröffnet. Dort können täglich bis zu 260.000 Sahne-Torten gebacken werden.
Als führendes Unternehmen im Bereich Tiefkühlbackwaren sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, für aktuelle und nachfolgende Generationen nachhaltiger zu produzieren. Die Conditorei Coppenrath & Wiese erhält den „Goldenen Zuckerhut“ für beispielhafte Leistungen in der Ernährungswirtschaft. Mit der neuen Produktrange „Cafeteria“ - darunter Minigebäck und geschnittene Blechkuchen - bedient die Conditorei Coppenrath & Wiese den wachsenden Markt der Single- und Zwei-Personen-Haushalte.
Produkte: Vielfalt von Tradition bis Tiefkühl
In unserer heimischen Produktionsstätte im emsländischen Groß Hesepe backen wir Saison- und Ganzjahresgebäcke verschiedenster Arten. Die Produktvielfalt wächst weiter: Köstlich gebackene Kuchen werden in das Sortiment aufgenommen. Auch in diesem Segment sind klassische Rezepturen die Renner, zum Beispiel die typisch Alt-Böhmischen Kuchen mit Äpfeln, Pflaumen oder als Käsekuchen. Neue Akzente bei den Torten: Mit der „Feinste Sahne Stracciatella-Kirsch-Torte“ bereichert die Conditorei Coppenrath & Wiese die Kaffeetafeln um eine völlig neue Geschmacksvariante.
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Großer Geschmack im kleinen Becher: 2011 hat die Conditorei Coppenrath & Wiese die ersten Conditor-Desserts aus der Tiefkühltruhe eingeführt. Die Produktrange „Cafeteria“ umfasst Minigebäck und geschnittene Blechkuchen. Backwaren aus der Tiefkühltruhe werden im In- und Ausland immer beliebter.
Standortentwicklung, Nachhaltigkeit und soziales Engagement (2008-2015)
In der restaurierten Schulbäckerei wird den Besuchern das Bäckerhandwerk, im Speziellen die Herstellung von Dauerbackwaren nähergebracht. Zusätzlich bietet es Schülern eine interessante Möglichkeit der beruflichen Orientierung. Nach einem Jahr Bauzeit sind auf dem Firmengelände ein neues Bürogebäude sowie eine weitere Halle zum Ausbau der Produktion entstanden. Die neu erbaute Halle umfasst ca. 2.000 qm und dient der Erweiterung des Lagers und der Verpackung. Auf das Thema Energieeffizienz wird beim Bau besonders Wert gelegt.
Der Wirtschaftsverband Emsland e.V. hat das Familienunternehmen mit dem „Emsländischen Unternehmenspreis“ in der Kategorie „Soziales Engagement“ ausgezeichnet. Zur Sicherung unserer Zukunft und zur Erhaltung der Arbeitsplätze sind wir bereit, mutig neue Wege zu gehen. Wir alle tragen in unserem Unternehmen Verantwortung im Hinblick auf unsere Umwelt und den verantwortungsvollen Umgang mit allen Ressourcen.
Unternehmensphilosophie, Mitarbeiter und Führung
Mit der Firmenphilosophie „Ehr‘ das Alte, wag‘ das Neue“ haben wir uns als mittelständiges Unternehmen einen guten Namen am Markt erarbeiten können. Dabei bestimmen die Mitarbeiter den Erfolg unseres Unternehmens. Die höchste Wertschätzung verdienen unsere Mitarbeiter. Gute Zusammenarbeit, persönlicher Kontakt und Teamgeist sind für die Erfüllung unserer Aufgaben entscheidend. Der Umgang miteinander ist offen, direkt und fürsorglich.
Unser Denken und Handeln zeichnet sich durch unsere Ehrlichkeit aus. Die Führungskräfte haben eine besondere Verantwortung. Wer andere führt, muss gelernt haben, sich selbst zu führen. Führen beinhaltet auch: Vertrauen schaffen, Förderung der Identifikation mit der Arbeit und der Entwicklung des Selbstwertgefühls der Mitarbeiter. Die Wünsche des Kunden und die Bedürfnisse des Verbrauchers sind für uns wichtig. Sie zu erfüllen bestimmt den Erfolg unseres Unternehmens.
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Familie, Nachfolge und Jubiläum 200 Jahre
Das Jahr 2025 ist für die Coppenrath Feingebäck GmbH aus dem emsländischen Geeste-Groß Hesepe ein ganz besonderes Jahr: Das Familienunternehmen feiert sein 200-jähriges Bestehen. Seit bald sieben Generationen steht der Name Coppenrath für die Fertigung von Gebäckspezialitäten. Angefangen hat alles in einer kleinen Landbackstube im Jahr 1825 und mit feinem Honigkuchen, den Gründer Heinrich Coppenrath aus seinem kleinen Heimatdorf im Emsland bis an die bedeutenden Fürsten- und Königshäuser auslieferte.
Im Jahr 1995 trat der jetzige Geschäftsführer Andreas Coppenrath die Nachfolge in sechster Generation an - und mit Tochter Hanna Coppenrath steht bereits seine Nachfolgerin in den Startlöchern. Hanna Coppenrath hat nach dem erfolgreichen Abschluss von Ausbildung und Studium unter anderem bei Backbetrieben, Schokoladenherstellern und Konditoreien in Deutschland und im Ausland gearbeitet. Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem großen Fest am 19. und 20. Juni.
Als die aktuelle Generation im Jubiläumsjahr 2025: Was ist es, dass Sie gerade jetzt mit Freude erfüllt? AC: Auch trotz der vielen Veränderungen sowie wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, die das Jahr 2025 mit sich bringt, schaffen wir es, uns treu zu bleiben: Tradition und Innovation gehen bei uns Hand in Hand. Überraschungen gab es für mich keine. Doch bei den Recherchen für unsere Jubiläumschronik stießen wir auf einige spannende handschriftliche Aufzeichnungen, Fotos, Dokumente und Berichte meiner Vorfahren.
Es macht mich vor allem demütig und tief dankbar. Die Geschichte unserer Firma ist nicht nur geprägt von Erfolgen, sondern auch herausfordernden Zeiten. Änne Coppenrath etwa verlor 1942 ihren Mann und arbeitete dann mit acht Kindern allein im Unternehmen weiter. Sie ist für uns alle ein Vorbild für Mut, Verantwortung und Durchhaltevermögen. Und auch der Brand von 1978 - der alles hätte beenden können - wurde durch gemeinsamen Einsatz und Zusammenhalt überwunden.
Frau Coppenrath, im August 2026 übernehmen Sie in siebter Generation das Familienunternehmen. Gibt es etwas, auf das Sie sich schon jetzt besonders freuen? Hanna Coppenrath: Auf ein selbstbestimmtes Arbeiten und die Möglichkeit, meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Natürlich habe ich auch jetzt schon die Möglichkeit mitzubestimmen, aber eben auf eine andere Art und Weise.
Tabelle: Wichtige Meilensteine
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1825 | Gründung der Landbäckerei durch Heinrich Coppenrath |
| 1890 | Erfolg des Coppenrathschen Honigkuchens; Zwieback-Produktion |
| 1924 | Produktionsintensivierung, Brote und Süßwaren |
| 1942 | Änne Coppenrath führt den Betrieb in Kriegszeiten |
| 1962 | Neuausrichtung zur Großbäckerei |
| 1978 | Großer Brand, schneller Wiederaufbau |
| 1992 | Eröffnung der Conditorei in Mettingen (Conditorei 2000) |
| 1995 | Andreas Coppenrath übernimmt die Geschäftsführung |
| 2011 | Einführung der Conditor-Desserts aus der Tiefkühltruhe |
| 2014-2015 | Ausbau der Produktion, Energieeffizienz, Emsländischer Unternehmenspreis |
| 2025 | 200-jähriges Jubiläum der Familie Coppenrath |
Wir liefern heute unser Feingebäck in alle Welt. Aber wir vergessen niemals unsere Wurzeln. Mit Hand und Herz beteiligt sein, das Alte ehren und gleichzeitig das Neue wagen - das ist es, was uns als Familienunternehmen aus Überzeugung prägt und von vielen anonymen Großkonzernen unterscheidet.
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