Zuckerfreie Brotaufstriche im dm-Sortiment: Qualität, Inhaltstoffe und Empfehlungen
Vegane Brotaufstriche gehören in vielen Haushalten zur täglichen Ernährung. Ob aufs frische Brötchen, als Dip für Gemüsesticks oder zum Verfeinern von Saucen - vegane Brotaufstriche gehören längst zum Standardrepertoire in vielen Küchen. Der Markt ist groß: Bio-Läden, Drogerien, Supermärkte und Discounter bieten eine riesige Auswahl an pflanzlichen Aufstrichen in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, von würzigem Linsen-Curry über Paprika-Cashew bis hin zu süßem Tomaten-Chutney.
Öko-Test: Untersuchung von Bio-Curry-Aufstrichen
Öko-Test ist dieser Frage auf den Grund gegangen und hat 19 Brotaufstriche in der Geschmacksnote Curry unter die Lupe genommen. Da Öko-Test schlichtweg keine Curry-Aufstriche aus konventioneller Herstellung finden konnte, tragen alle Produkte ein Bio-Siegel. Das Labor testete die Aufstriche auf den Fett-, Salz- und Zuckergehalt und untersuchte sie auf Schadstoffe, wie Rückstände von Mineralöl, Pestiziden und Schimmelpilzgiften.
Ergebnisse der Untersuchung
Bei 16 von 19 getesteten Produkten hat Öko-Test nichts zu beanstanden. Diese Brotaufstriche enthalten keine problematischen Inhaltsstoffe und weisen auch keinen auffällig hohen Fett-, Salz- oder Zuckergehalt auf. Während 16 Produkte mit „sehr gut“ und zwei Produkte mit „gut“ abschneiden, gibt es im Brotaufstrich-Test einen klaren Testverlierer mit einer „mangelhaften“ Gesamtnote.
In diesem Produkt fand das Labor den Stoff Alternariolmonomethylether (AME). Es handelt sich dabei um ein giftiges Stoffwechselprodukt der Alternaria-Schimmelpilze. Diese Schimmelpilze können auf dem Feld oder bei der Lagerung Pflanzen befallen. Sonnenblumenkerne gelten als besonders anfällig für Schimmelpilze. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wirkt das Schimmelpilzgift erbgutschädigend. Zudem steht es im Verdacht, krebserregend zu sein.
Was bedeutet das für zuckerfreie Aufstriche bei dm?
Da viele Curry-Aufstriche im Test Bio-Artikel sind, lässt sich für das dm-Sortiment Folgendes ableiten: Wenn dm zuckerfreie vegane Brotaufstriche anbietet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Produkte ähnlich unauffällig sind wie die meisten getesteten Bio-Produkte - vorausgesetzt, die Produktion und Lagerung verhindern Schimmelbefall und es werden keine problematischen Zusätze verwendet. Öko-Test hat die Aufstriche auf den Fett-, Salz- und Zuckergehalt geprüft; viele Produkte wiesen keinen auffällig hohen Zuckergehalt auf, was für Kunden, die zuckerfreie Alternativen suchen, ein positives Signal ist.
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Häufige Kritikpunkte und Risiken
- Schimmelpilzgifte: Alternariolmonomethylether (AME) kann auftreten, besonders wenn Rohstoffe wie Sonnenblumenkerne betroffen sind.
- Salz- und Fettgehalt: Einige Aufstriche können einen zu hohen Salz- oder Fettgehalt aufweisen; Öko-Test prüft das routinemäßig.
- Rückstände: Mineralöl- und Pestizidrückstände sind mögliche Probleme, die Labortests aufdecken können.
Vergleich zu früheren Tests und Entwicklung
Schon 2020 untersuchte Öko-Test vegane Brotaufstriche, damals in der Geschmacksrichtung Tomate und Paprika. Im Test gab es damals „nur“ acht Testsieger, darunter auch hier die Produkte von Alnatura und Tartex. Kritikpunkte im Test von 2020 waren ein zu hoher Salzgehalt (etwa im Brotaufstrich von Dm Bio), ein zu geringer Gemüseanteil und ein erhöhter Nickelgehalt in einem Produkt, dem Aufstrich Rucola Tomate von Bio Zentrale.
Ernährungswert und Empfehlungen
Grundsätzlich können pflanzliche Brotaufstriche eine nährstoffreiche Ergänzung zur alltäglichen Ernährung sein - vor allem, wenn sie auf Basis von Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen oder Samen hergestellt werden. Die Öko-Test-Ergebnisse zeigen dabei: Vegane Gemüseaufstriche sind überwiegend empfehlenswert - vorausgesetzt, sie enthalten nicht zufällig Schimmelpilzgifte.
Selbermachen als sichere Alternative
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Aufstriche auch ganz eifach selbst machen, zum Beispiel mit Kichererbsen, Linsen, frischem Gemüse und Gewürzen. So weißt du genau, was drin ist und kannst den Geschmack selbst verfeinern.
Praktische Tipps beim Kauf im dm
- Achte auf Bio-Siegel und Herkunftsangaben der Hauptzutaten, besonders bei Samen und Nüssen.
- Vergleiche Nährwertangaben: Fett-, Salz- und Zuckerwerte geben Hinweise auf die Gesundheitsbilanz.
- Beim Einkauf frischer Ware auf Herstellungs- und Mindesthaltbarkeitsdaten achten; unsachgemäße Lagerung kann Schimmelrisiken erhöhen.
- Bei Unsicherheit auf bekannte Marken mit guten Testergebnissen zurückgreifen oder Produkte aus eigener Herstellung bevorzugen.
Tabelle: Worauf Öko-Test bei Aufstrichen prüft
| Prüfpunkt | Warum wichtig |
|---|---|
| Fettgehalt | Einfluss auf Kaloriengehalt und Qualität der verwendeten Fette |
| Salzgehalt | Wichtig für Blutdruck und Gesamtgesundheit |
| Zuckergehalt | Für Verbraucher, die zuckerfreie Produkte suchen entscheidend |
| Schadstoffe (z. B. AME) | Erbgutschädigende und möglicherweise krebserregende Wirkungen |
| Rückstände (Pestizide, Mineralöl) | Hinweis auf Anbau- oder Verarbeitungsprobleme |
Fazit für Verbraucher
Die Untersuchung von Öko-Test zeigt: Viele vegane, vor allem biologische Brotaufstriche schneiden sehr gut ab und sind auch in Bezug auf Zucker- und Fettgehalt unauffällig. Allerdings gibt es vereinzelt Problemfälle durch Schimmelpilzgifte oder andere Rückstände. Beim Kauf zuckerfreier Brotaufstriche im dm-Sortiment lohnt sich ein Blick auf Zutaten, Nährwerte und Herkunft; wer ganz sicher gehen will, kann Aufstriche einfach selbst herstellen.
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