Bio-Schokolade zu Weihnachten: Herstellung, Trends und nachhaltige Innovationen

Zu Weihnachten gehört Schokolade für viele Menschen dazu. Cremig, knackig, zartschmelzend - Schokolade macht einfach glücklich. Die absolute Nummer 1 bildet dabei ohne Frage Schokolade. Grund dafür ist das in der Kakaobohne, dem Ausgangsprodukt für Schokolade, enthaltene Tryptophan. Der menschliche Organismus nutzt dieses für die Bildung von Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist. Ebenfalls eine anregende Wirkung hat das koffeinähnliche Theobromin.

Nachfrage, Saison und Konsumentenpräferenzen

Die Nachfrage nach Zubehör zur selbstgemachten Schokolade zeigt saisonale Schwankungen und eine zunehmende Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Produktqualität. Während Suchvolumina für Formen im Winter 2024/2025 stark anstiegen, bleibt die Nachfrage nach Maschinen und Gussmethoden gering. Die Suchvolumina für "Schokoladenform" erreichten im November 2024 einen Peak (100), der mit Weihnachtsvorbereitungen korreliert. Im Januar 2025 sank die Nachfrage auf 28, bevor sie im September 2025 langsam wieder anstieg (5).

Silikonformen für Schokolade verzeichnen ein durchschnittliches Suchvolumen von 10-13, mit einem Verkaufshoch von 1.887 Einheiten im Juni 2025. Verkaufsentwicklung vs. Empfehlung: Produktentwicklung mit verbessertem Material (z. B. 1. 2. 3.

Weihnachtliche Schokoladenpralinen in Bio-Qualität auf Holzbrett

Herstellung: von Bohne zu Bio-Schokolade - klassische Wege

Die Kakaobohne ist das Ausgangsprodukt für Schokolade. Während der Anbau der klassischen Kakaobohne auch bittere Seiten hat, bilden viele Hersteller und Konsumenten Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen als zentrale Aspekte ihrer Kaufentscheidung aus. Je höher der Kakaoanteil, desto geringer die enthaltene Zuckermenge. 100 %-Schokoladen, die lediglich aus reiner Kakaomasse bestehen, liefern zwar immer noch Energie in Form von Kalorien, können sich aber durchaus positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Grund dafür sind wertvolle Antioxidantien, die eine zellschützende Funktion mit sich bringen - so wird Schokolade gesund.

Neue biotechnologische Ansätze: In-vitro-Kakaoproduktion

Es ist ein chirurgischer Eingriff der etwas anderen Art: Hochkonzentriert schneidet Adriana Gallego im Labor der Firma Food Brewer mit einem Skalpell winzige Teilchen aus einer Kakaobohne aus Costa Rica. Die promovierte Biotechnologin entnimmt diejenigen Zellen, die für das Wachstum der Bohne zuständig sind. Anschließend gibt sie die Stückchen mithilfe einer Pinzette in einen Plastikkolben mit spezieller Nährlösung. Mit kreisenden Bewegungen schüttelt sie den Kolben ein paar Mal sanft von Hand. Später übernimmt eine Maschine für mehrere Wochen diese Aufgabe. Während dieser Zeit wachsen die kleinen Kakaobohnenstücken zu Zellklumpen heran. Alles, was sie dazu brauchen, holen sie sich aus der Nährlösung.

Lesen Sie auch: Leckere Schokoladenideen für Weihnachten

Im Bioreaktor sollen Zellklumpen in der Nährlösung wachsen - bis sie erntereif sind. Nach einigen Wochen geht die Reise dann weiter: Raus aus dem Plastikkolben, rein in einen Bioreaktor aus Stahl. Dort wachsen die Kakaobohnen-Zellklumpen in noch mehr Nährlösung weiter. Nach einigen Tagen im Bioreaktor sind die Zellklumpen abermals gewachsen und erntereif. Das Ganze sieht aus wie eine braune Paste - nicht wie Kakaobohnen. Diese baut das Unternehmen nicht nach, sondern Kakaopulver.

Zurückzuführen ist das Verfahren auf die Forschung des Hochschulprofessors Tilo Hühn, der seit mehr als 20 Jahren an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften im Bereich Novell-Food, also neuartiger Lebensmittel forscht. Prinzipiell könne man mit diesem Verfahren aus dem Bruchteil einer Kakaobohne unendlich viel Schokolade herstellen, erklärt Christian Schaub. Der Ingenieur hat die Firma vor zweieinhalb Jahren mitgegründet.

Laborflaschen und Bioreaktor-Skizze zur In-vitro-Kakaoproduktion

Aktuell arbeiten bei dem Start-up in Horgen am Zürichsee neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch eine Bierbrauerin und ein Bierbrauer. Diese hätten das von der Pike auf gelernt, was Food Brewer letztlich mache, betont Christian Schaub: Lebensmittel zu brauen. Statt Bier eben Kakaopulver oder auch Kaffee. Die Arbeit im Labor ist laut "Food Brewer" der erste Schritt, um den Vermehrungsprozess der Kakaozellen in Gang zu setzen. Außerdem testen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell dort noch, welche Kakaobohnensorten und welche Nährstofflösungen sich für das Produktionsverfahren besonders eignen.

Food Brewer ist nicht das einzige Unternehmen, das an der "in vitro"-Züchtung von Kakaopulver arbeitet. Christian Schaub kennt nach eigenen Angaben mindestens noch vier weitere. "Das, was wir hier machen, ist kein wissenschaftlicher Spleen aus dem akademischen Elfenbeinturm, sondern eine Möglichkeit, Schokolade nachhaltig zu produzieren", so Schaub.

Marktpotenzial und ethische Fragen

Marktreif ist das Produkt aus Horgen am Zürichsee noch nicht. Aktuell testen nach Angaben von Food Brewer etwa 20 Schokoladen- und Lebensmittelhersteller aus der Schweiz, Europa und vor allem den USA das Kakaopulver. Das Start-up wiederum verpflichtet sich, Kakaopulver im großen Stil nach den Geschmackswünschen der Konzerne zu liefern - zum Beispiel ihm eine bittere Note oder einen malzigeren Geschmack zu geben. Steuern lässt sich das über die Wahl der Ursprungsbohne und die Zusammensetzung der Nährstofflösung.

Lesen Sie auch: Süße Festtagsfreuden mit REWE Schokolade

Christian Schaub geht davon aus, dass die ersten so hergestellten Produkte in den USA auf den Markt kommen werden. Auf die Frage, ob Food Brewer mit seiner Herstellungsmethode Kakaobauern in Afrika, Asien oder Lateinamerika nicht die Existenzgrundlage entziehe, reagiert das Unternehmen gelassen. Christian Schaub versichert, er und sein Team hätten sich mit dieser Thematik bereits intensiv beschäftigt. Kakaofarmen hätten schon heute Probleme, genügend Personal zu finden.

Erklärungsvideo zur In-vitro-Schokolade und Bioreaktorprozessen

Trends in der Schokoladenbranche - Sorten, Aromen und Nachhaltigkeit

Vom Schmelz her kommt sie schon sehr stark an herkömmliche Schokolade ran. Von veganer Schokolade über Schokolade mit Dessert-Füllungen bis hin zu Thins, extradünnen Täfelchen: In der Schokoladen-Branche ist so einiges los! Zahlreiche Neuheiten überzeugen durch ihren leckeren Geschmack und bereichern so den Markt. Besonders toll: Einige Varianten werden unter nachhaltigen Bedingungen hergestellt und machen die Welt wortwörtlich so ein klitzekleines BISSchen besser. So macht Naschen Spaß!

Veganismus und Plant-Based

Schokoladen-Trend Nr. Veganismus und Plant-Based zählen inzwischen seit mehreren Jahren zu den wichtigsten Food-Trends überhaupt. Logisch, dass sich auch Veganer ab und an mal etwas Süßes gönnen möchten. Food-Hersteller bieten inzwischen eine breite Auswahl an veganen Schokoladen-Sorten fernab der üblichen Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil an. Auch typische Milchschokoladen wie Haselnuss, Nougat oder Joghurt zählen inzwischen zum Angebot. Statt Kuhmilch werden bei der Herstellung einfach typische Pflanzendrinks (etwa Soja, Hafer oder Reis verwendet).

Fusion-Aromen und Dessert-Füllungen

Was gibt es Besseres als zwei Leckereien in einem Produkt zu vereinen? Auch viele Schokoladen-Hersteller handeln nach exakt dieser Devise und bringen Schokolade mit Kuchen- und Gebäckgeschmack auf den Markt. Zu den beliebtesten Flavours zählen beispielsweise Apfelkuchen, Cheesecake, Brownie, Red Velvet, Birthday Cake, Cookie Dough und Butterkeks.

Kuchen ist nicht der einzige Nachtisch, der sich bestens mit Schokolade vereinen lässt - sie schmeckt auch in Kombination mit anderen Desserts. Verfügbar ist beispielsweise Schokolade mit einer Füllung in den Geschmacksrichtungen beliebter Dessertklassiker wie Tiramisu, Crème Brûlée, Lemon Tarte, Panna Cotta oder Mousse au Chocolat.

Lesen Sie auch: Arko Schokoladen-Vielfalt zur Weihnachtszeit

Kaffee, Matcha, Frucht und Gewürze

Schokolade mit Coffee-Flavour zählt bereits seit Jahren zum Standardangebot. In einer modernen Interpretation kommt statt Kaffee japanischer Matcha, ein zu Pulver gemahlener Grüntee, als cremige Füllung zum Einsatz. Sogar Schokolade mit Smoothie-Flavour ist mittlerweile auf dem Markt erhältlich.

Dass fruchtige Aromen hervorragend zu Schokolade passen, ist kein Geheimnis! Nicht umsonst existieren zahlreiche weiße, helle und dunkle Schokoladen, die mit Obstcreme - etwa Orange, Himbeere oder Kirsche - gefüllt sind. Auch pure Kokosraspel werden von Herstellern gern von Schokolade umhüllt.

Weiter geht es mit der Kombination aus Schokolade und anderen Food-Produkten: Gewürze ergeben in Verbindung mit Schokolade ebenfalls eine harmonische Einheit. Vor allem an Weihnachten darf trendige Zimtschokolade nicht fehlen. Schokolade mit Meersalz bedient den beliebten Süß-Salzig-Kontrast, Schokolade mit Chili vereint Süße und feurige Schärfe.

Leichte Varianten und Thins

Schokolade ist superlecker - bei den meisten Menschen macht sie sich allerdings recht schnell auf der Waage bemerkbar. Viele Naschkatzen möchten jedoch ein paar Kalorien sparen, aber trotzdem nicht auf Schoko-Genuss verzichten. Ihnen seien sogenannte „Thins“ empfohlen. Dabei handelt es sich um Schokolade (und andere Snacks) in extradünnem Format.

Ebenfalls eine tolle Alternative für alle, die (etwa aufgrund von Diabetes) ihren Zuckerkonsum einschränken möchten, bilden dunkle Schokoladen. Denn grundsätzlich gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto geringer die enthaltene Zuckermenge.

Auswahl veganer und Bio-Schokoladenriegel auf schwarzem Hintergrund

Nachhaltigkeit, Herkunft und faire Produktion

In Zeiten der allgegenwärtigen Klimakrise wünschen sich viele Verbraucher Lebensmittel aus nachhaltiger Herstellung. Schokolade bildet hier keine Ausnahme. Und die Food-Hersteller reagieren: Neben kleinen Unternehmen bieten inzwischen auch bekannte Marken Schokolade in Bio-Qualität. Doch Nachhaltigkeit stellt nicht nur die Umwelt, sondern auch den Menschen selbst in den Mittelpunkt. Viele der für Schokolade verwendeten Kakaobohnen werden in den ärmsten Ländern der Welt angebaut.

Auch spezielle Ländersorten legen den Fokus auf die Herkunftsgebiete von Schokolade bzw. Kakaobohnen. Der sogenannte „Kakaogürtel“, in welchem die besten Bedingungen für den Anbau des Kakaobaumes herrschen, befindet sich in den tropischen Regenwäldern nördlich und südlich des Äquators.

Produkteinführung und Marktchancen

Die ersten so hergestellten Produkte in den USA auf den Markt kommen werden, davon geht Christian Schaub aus. Aktuell testen nach Angaben von Food Brewer etwa 20 Schokoladen- und Lebensmittelhersteller aus der Schweiz, Europa und vor allem den USA das Kakaopulver.

Aspekt Details
Saisonale Nachfrage Peak für Schokoladenformen im Nov 2024; Rückgang Jan 2025; langsamer Anstieg Sep 2025
Trends Vegan, Plant-Based, Dessert-Füllungen, Gewürze, Thins, dunkle Schokolade, Herkunftsorientierung
Innovationen In-vitro-Kakaoproduktion, Bioreaktoren, Geschmacksteuerung durch Nährlösung
Nachhaltigkeit Bio-Qualität, faire Produktion, Fokus auf Herkunft und soziale Bedingungen

Für Foodies, die Süßes lieben, hat foodnewsgermany auch über Schokolade hinaus zahlreiche Inspirationen parat - in unserem Beitrag über Süßigkeiten-Trends erfährst du beispielsweise, welche 10 Süßigkeiten aktuell besonders gefragt sind.

tags: #bio #schokolade #weihnachten #herstellung #und #trends

Populäre Artikel: