Anleitung und Rezept für atemberaubende Fondant-Torten

Fondant-Torten sind mehr als nur Gebäck; sie sind wahre Kunstwerke aus Zucker, die auf jeder Feier für Begeisterung sorgen. Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, kennt die kunstvollen Fondant-Torten, bei denen ganze Bilderwelten aus bunter Zuckermasse entstehen. Filigrane Figuren und zarte Blüten verwandeln einen einfachen Kuchen in ein kleines Kunstwerk, das fast zu schön zum Essen ist. Mit der richtigen Anleitung und etwas Übung kann jeder lernen, Fondant-Torten selbst zu gestalten.

Planung und Vorbereitung

Ob zum Muttertag, Geburtstag, Jahrestag, zur Verlobung oder zur Hochzeit - Motivtorten aus Fondant sind immer eine gute Idee. Zunächst sollte man sich ein Motiv überlegen und am besten aufzeichnen, wie die Torte am Ende aussehen soll. Inspirationen findet man in Büchern, Zeitschriften oder im Internet. Viele Blogger stellen Fotos ihrer Werke aus verschiedenen Perspektiven online, die als Vorlagen dienen können.

Sobald das Motiv feststeht, ist ein gutes Zeitmanagement wichtig. Blüten und Figuren sollten mindestens eine Woche vorher geformt und gefärbt werden, da der Modellierfondant gut trocknen muss, bevor er die Torte schmücken kann. Der Kuchen selbst sollte etwa drei Tage vor dem großen Tag gebacken werden. Das eigentliche Dekorieren erfolgt dann am letzten Tag, bevor die Torte präsentiert wird. Es ist also nicht möglich, mal eben schnell eine Motivtorte zu backen. Es ist wichtig, genügend Zeit einzuplanen, um das Kunstwerk in Ruhe fertigzustellen.

Die Basis: Ein leckerer Kuchen

Eine Fondant-Torte soll nicht nur toll aussehen, sondern auch gut schmecken. Ein leckerer Kuchen ist deshalb die Basis für die Kreation. Für den Anfang empfiehlt sich eine einstöckige, runde Torte. Geeignet sind sowohl trockene Kuchen wie Rührkuchen als auch Kuchen mit Sahne-, Quark-, Frucht-, Pudding- oder Joghurtfüllungen. Ein einfacher Rührkuchen, der in der Springform gebacken wird, ist eine gute Wahl, da er stabil ist und sich gut zuschneiden lässt. Der Kuchen sollte etwa 8 bis 12 cm hoch sein, da höhere Torten am Ende schöner aussehen.

Gefüllte Motivtorten bestehen aus mehreren Böden, zwischen denen jeweils eine etwa 1 cm hohe Schicht Füllung verstrichen wird. So wird ebenfalls Höhe erzeugt. Nach dem Backen braucht der Teig Zeit zum Auskühlen und Ausdampfen - idealerweise über Nacht. Nur dann kann der Kuchen gut mit Buttercreme oder Ganache eingestrichen werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil so eine glatte Oberfläche geschaffen wird, auf der der Fondant befestigt wird. Fondant verzeiht nämlich keine Fehler. Selbst kleinste Unebenheiten können durch den Fondant drücken und ihn sogar reißen lassen. Zum anderen schützt die Ganache den Fondant vor Kontakt mit der Tortenfüllung, da der Zucker im Fondant die Flüssigkeit aus der Füllung zieht, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass der Fondant durchweicht.

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Vorbereitung mit Ganache

Die Ganache sollte vor dem Einstreichen über Nacht kühl stehen. Dann wird der Kuchen möglichst glatt damit bestrichen. Am besten geht das auf einem Drehteller und mit einer Teigkarte. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass alle kleinen Unebenheiten verschwinden. Manchmal muss man die Torte mehrfach einstreichen, aber auch das ist ganz normal. Die Ganache muss wiederum über Nacht gut trocknen, wobei der Kuchen kühl stehen sollte. Vor allem, wenn eine sahnehaltige Füllung verwendet wird, sollte die Torte nie länger ungekühlt stehen, sonst ist die ganze Arbeit umsonst.

Das Eindecken mit Fondant

Nun kommt der spannende Teil: das Eindecken mit Rollfondant. Man kann den Fondant zwar sehr gut selbst machen, aber für den ersten Versuch empfiehlt es sich, Rollfondant in einem Tortenshop zu kaufen. Dort gibt es auch geeignetes Modellier-Werkzeug, mit dem man Figuren und Blüten kreieren kann.

Um den Kuchen mit Rollfondant einzudecken, wird der Fondant am besten auf der Arbeitsplatte ausgerollt. Dafür braucht man in der Regel viel Platz und eine saubere Unterlage, da jede Unebenheit später auf dem Fondant sichtbar ist. Eine Silikonmatte und ein Nudelholz, das ebenfalls mit Fondant umhüllt ist, sind besonders hilfreich. Der ausgerollte Fondant wird dann mittig über das Nudelholz gelegt und auf der Torte platziert, sodass auf allen Seiten gleich viel Masse liegt. Nun muss der Fondant geglättet werden. Geeignete Glätter sind ebenfalls im Tortenshop erhältlich. Wenn die Flächen schön glatt und eben sind, kann man die Fondant-Torte mit den Blüten und Figuren dekorieren, die man vorab aus geeignetem Modellierfondant bzw. aus Blütenpaste hergestellt hat. Der Vorteil des Modellierfondants ist, dass er sich gut und vor allem lange bearbeiten sowie sehr gut färben und bemalen lässt. Die Blütenpaste hingegen trocknet schnell und härtet dann sehr fest aus, muss also schnell bearbeitet werden. Eine dritte Möglichkeit, Dekoration für die Fondant-Torte herzustellen, ist das Ausstechen von Formen und Figuren aus weichem Rollfondant. Schokomodelliermasse und Marzipan kommen als Alternativen natürlich ebenfalls infrage. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Alternativen zu Marzipan: Grundsätzlich können Motivtorten mit Marzipan oder Fondant überzogen werden. Beim Fondant unterscheidet man drei Sorten: Schokoladenfondant, Gelatinefondant oder MMF (was Marshmallowfondant bedeutet). Für welchen man sich entscheidet, ist absolute Geschmackssache. Jede Sorte hat Vor- und Nachteile. Während Gelatinefondant vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden ruhen muss, kann man MMF sofort weiter verarbeiten. Schokoladenfondant ist besonders wegen des leckeren Geschmacks sehr beliebt.
  • Weniger süße Alternativen: Obwohl der Schokifondant etwas weniger süß schmeckt, ist doch in allen Alternativen der Hauptbestandteil Zucker. Ob man den Fondant nun mitisst oder nicht, bleibt dabei natürlich Geschmackssache. Für Diabetiker kann man zumindest die darunter liegende Torte diabetisch passend backen und den Fondant vor Verzehr entfernen.
  • Fertigen Fondant kaufen: Es gibt auch die Möglichkeit, sich für fertigen Fondant zu entscheiden, der (fast) gebrauchsfertig ist. Am Anfang ist es hilfreich, diesen zu bestellen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Konsistenz sein muss, wie er schmecken und sich verarbeiten lassen soll. Nur wenn man weiß, wie das Endprodukt sein soll, kann man auch perfekten Fondant selber herstellen. Fertigen Fondant gibt es in vielen Farben und es ist natürlich wesentlich zeitsparender, ihn fertig zu bestellen.
  • Menge: Für eine normale Torte (26- oder 28er) sollte man ca. 1 kg Fondant bestellen. Es wird zwar weniger verwendet werden, aber man muss den Fondant größer als die Torte ausrollen (mindestens plus 10 cm!), damit man sie perfekt überziehen kann. Die Reste werden abgeschnitten.
  • Arbeitsmaterial: Es empfiehlt sich ein Silikonausrollstab, der zwar etwas teurer ist, aber die Investition lohnt sich. Natürlich geht es auch mit einem normalen Nudelholz, aber es wird schöner und glatter mit einem Profiwerkzeug. Empfehlenswert ist ein langer Ausrollstab von mindestens 23 besser 40 cm.
  • Vorbereitung des Fondants: An allererster Stelle muss der Fondant (ob gekauft oder selber hergestellt) gut vorbereitet, sprich geschmeidig geknetet werden. Dafür die Hände leicht mit Kokosfett (Palmin soft ist ideal) eincremen und den Fondant kneten. Er wird nach ein paar Minuten ganz geschmeidig und auch weicher und lässt sich super schön bearbeiten. Dieser Arbeitsschritt ist unabdingbar, muss also gemacht werden. Nur so lässt es sich verhindern, dass der Überzug später reißt.
  • Ausrollen des Fondants: Die Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke (oder Puderzucker) bestäuben und anfangen, den Fondant gleichmäßig in alle Richtungen auszurollen. Dabei den Fondant immer etwas weiter drehen, damit man nur vertikal, also von oben nach unten rollen muss. So besteht nicht die Möglichkeit, dass alles anklebt.
  • Überziehen der Torte: Wenn die endgültige Größe erreicht ist (immer ein paar Zentimeter größer als die Torte, der Rest wird ja abgeschnitten!), in die rechte Hand einen Ausrollstab oder ein Nudelholz nehmen und den Fondant bis zur Hälfte darüberlegen. Die linke Hand ist am linken Rand des ausgerollten Fondants. Jetzt wird der Fondant mit Schwung mittig auf die Torte gehoben. Die Ränder noch auf keinen Fall an die Torte drücken. Man beginnt oben. Mit einem Glätter von der Mitte der Torte nach außen streichen, bis der die Oberfläche absolut glatt ist (gerne auch kreisförmige Bewegungen). Jetzt geht es an den Rand. Dort bilden sich Falten. Man fängt vorne an, greift unter den Rand und legt den Fondant an einer Stelle fest auf die Torte. Jetzt ist das wie ein Spiel, man hebt die einzelnen Falten immer wieder an und versucht, den Fondant gleichmäßig zu verteilen. Bildet sich irgendwo eine unschöne Falte, dann hebt man das Stück daneben auch wieder mit an, damit man die Masse ebenmäßiger verteilen kann. Bei einer großen Torte hebt man mindestens an 5-6 Stellen immer wieder den Rand an, bis man alles glatt verteilt hat. Erst dann drückt man alles fest, schneidet zunächst einmal mit einem großen Messer großflächig um die Torte herum, lässt aber noch ca. 2 cm zu viel stehen. (abgeschnittene saubere Reste zusammenrollen und sofort luftdicht einpacken!) Jetzt nimmt man den Glätter, besser sind zwei Glätter (einen links, einen rechts) und streicht vom oberen Rand der Torte immer nach unten, dabei aufpassen, dass an der oberen Kante keine Risse entstehen. Jetzt schneidet man genau an der unteren Kante entlang (Reste wegwerfen, da sie wahrscheinlich verschmutzt sind) und daran denken, dass man den MMF etwas länger lässt, da er noch ein kleines bisschen schrumpfen wird. Dann streicht man zum Schluss noch horizontal ein paar Mal um den Tortenrand, bis alles glatt ist.
  • Blasen im Fondant: Blasen im Fondant entstehen oft durch falsches Kneten. Wichtig ist es, den Fondant nicht übereinanderlappend zusammenzuschlagen, denn dann bleibt die Luft in den Zwischenräumen. Ich versuche ihn immer „in sich hinein“ zu kneten und zu drücken. Ist es doch einmal passiert und beim ausgerollten Fondant zeigt sich eine Blase, dann mit einer sauberen Nadel aufpichsen und mit dem Glätter nochmals darübergehen.
  • Risse: Es ist besonders wichtig, den Fondant dick genug auszurollen, denn zu dünner Fondant führt oft zu Rissen. Doch auch wenn sich Risse zeigen, kann man versuchen, ihn zu retten. Den Fondant auf der Torte erst einmal trocknen und erhärten lassen. Dann ein neues Stück Fondant abschneiden, weich kneten und mit feuchten Händen "klebrig" machen. Damit die Risse auffüllen. Mit Puderzucker bestäuben und mit den Fingern, anschließend einem Glätter darüber "bügeln" bis alles schön glatt ist.
  • Einfärben: Um den Fondant ganz einzufärben, verwende ich ausschließlich Pastenfarben. Man benötigt nur extrem geringe Mengen, da sie über eine ausgezeichnete Deckkraft verfügen. Ich entnehme immer nur eine geringe Menge mit Hilfe eines Zahnstochers und knete sie dann unter den Fondant oder die Blütenpaste. Auch mit Pulverfarben lassen sich tolle Ergebnisse erzielen, doch diese werden lieber zum Abpudern (fertiger Blüten oder Modellagen) oder zum Malen auf Fondant verwendet. Dafür verdünnt man z.B. in einer Malfarben-Mischpalette ein paar Krümel Farbe mit klarem Alkohol (Wodka). Dann kann man mit einem sauberen Pinsel ganz wunderbar die Torte oder einzelne Teile bemalen. Es gibt auch Lebensmittelmalstifte zum Beschriften oder Bemalen (von Gesichtern oder kleinen Punkten). Auch diese Stifte sind in allen Farben erhältlich. Flüssige Farben haben kaum Deckkraft und machen den Fondant oder die Blütenpaste nur klebrig. Am Anfang lohnt es sich, nur ein Grundsortiment der Farben zu bestellen, da sie beliebig untereinander mischbar sind.
  • Kleben von Dekoelementen: Zum Kleben von Dekoelementen wie Figuren oder Blüten verwende ich nur meinen Zuckerkleber. Man benötigt nur eine ganz geringe Menge, die man mit einem Pinselchen aufträgt und alles hält super! Man kann zwar auch mit etwas Wasser kleben, aber es besteht die Gefahr, dass dadurch der Fondant oder die einzelnen Teile aufweichen. Also lieber Zuckerkleber, hauchzart einstreichen, etwas antrocknen lassen und zusammensetzen.
  • Werkzeuge: Es gibt unzählige Varianten, den Fondant zu bearbeiten. Auch wenn ein gewisses Grundsortiment die Arbeit sehr erleichtert, so muss man gerade am Anfang nicht alles kaufen. Viele nützliche Sachen findet man auch zu Hause. So benutze ich zum Beispiel für einen lachenden Mund bei Figuren einen halbierten dicken Strohhalm.
  • Lagerung von Fondant: Ich forme aus dem Fondant (auch wenn es nur noch Reste sind) immer eine Kugel und drücke sie etwas flach. Dann wickele ich etwas Frischhaltefolie darum, lege sie in einen verschließbaren Gefrierbeutel, den ich zuknote und zusätzlich in eine Frischhaltedose (sicher ist sicher). Es darf also auf keinen Fall Luft herankommen, da er sonst austrocknet. Auch wenn sich Fondant einige Wochen bei Zimmertemperatur hält, lagere ich ihn immer kühl! Das geht im Keller aber auch im Kühlschrank. Bevor ich ihn verwende, nehme ich ihn raus und lasse ihn ein paar Stunden auf Zimmertemperatur kommen. Dann lässt er sich leichter verkneten.
  • Lagerung einer fertig eingedeckten Torte: Die Haltbarkeit richtet sich grundsätzlich nach dem Inhalt der darunter liegenden Torte. Ist diese mit Sahne befüllt, lässt sie sich kürzer lagern wie ein nur geträufelter Rührkuchen. Aber ich halte mich immer an die 3-Tage-Regel und komme dabei super zurecht. Als Ort empfehle ich einen kühlen Ort (Keller), aber man kann sie auch in den Kühlschrank stellen. Wichtig ist nur, dass er erstens geruchsneutral ist, da sonst der Fondant den Geschmack „anzieht“ und noch wichtiger, dass er so trocken wie möglich ist. Zusätzlich darf die Torte auf keinen Fall abgedeckt werden, da die Torte wegen dem Kondenswasser sonst durchweicht! Weiterhin ist es wichtig, sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank herauszuholen, das heißt ca. 1 Stunde vor Anschneiden. Das darauf abgesetzte Kondenswasser hat so genügend Zeit zu verfliegen.
  • Modellierfondant: Während Zuckerblüten nur aus Blütenpaste hergestellt werden (damit sie so filigran wie möglich sind), werden wunderschöne Figuren und Dekoteile aus Modellierfondant geknetet. Sie trocknet nicht so rasend schnell wie Blütenpaste, so dass man die Möglichkeit hat, an seinen Figuren zu arbeiten, aber stabilisiert alles gut. Würde man nur einfachen Fondant nehmen, bestände die Gefahr, dass alles in sich zusammensackt und gar nicht oder nur sehr sehr langsam trocknet. Daher mischt man den Fondant. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, guten Modellierfondant herzustellen:
    1. Man mischt 250 g Fondant mit 1 TL CMC und verknetet alles gut.
    2. Eine Mischung aus „normalem“ Fondant und Blütenpaste. Das Mischverhältnis liegt bei 50:50, also Hälfte/ Hälfte. Man kann Figuren zusätzlich stabilisieren, indem man Spagettistücke hineinsteckt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Rabe-Socke-Kuchen mit Kinderschokoladen-Creme

Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Fondant-Torte ist der Rabe-Socke-Kuchen mit leckerer Füllung, der auch für Konditoren-Laien einfach nachzubacken ist.

Zutaten:

  • Ein Glas Aprikosenkonfitüre
  • Wichtig: Für den Teig sollten alle Zutaten Raumtemperatur haben.

Für die Creme:

  • 250 g Butter (Raumtemperatur)
  • 500 g Kinderschokolade-Riegel
  • 120 ml Sahne

Für die Dekoration:

  • Fondant in den Farben: Schwarz, Gelb, Rot, Weiß, Rose

Der Teig:

  1. Heizen Sie den Backofen auf 180°C vor.
  2. Rühren Sie die Eier und den Zucker schaumig, dann kommt die Milch hinzu.
  3. In die homogene Masse langsam das Mehl sieben. Backpulver vorher untermischen.
  4. Öl hinzufügen und rühren lassen, bis der Teig luftig ist.
  5. Teig in die Form geben (diese gut einfetten) und solange backen, bis die Stäbchenprobe erfolgreich war (etwa 40 Minuten)

Die Creme:

  1. Schlagen Sie die Butter mit der Küchenmaschine schaumig (dafür muss sie vorher sehr weich sein).
  2. In der Zeit geben Sie die Sahne in einen Topf und lösen darin die Kinderschokolade-Riegel langsam auf. Ständig rühren und nicht zu viel Hitze geben, sonst wird die Schokolade kriselig!
  3. Die Creme etwas abkühlen lassen und dann unter die geschlagene Butter geben.
  4. Die Creme im Kühlschrank fest werden lassen, bevor Sie auf den Kuchen kommt.

Der Aufbau:

  1. Teilen Sie die Torte mit einem Brotmesser längs in zwei Teile.
  2. Verteilen auf dem unteren Tortenboden die Aprikosenmarmelade und darauf einen Teil der Creme und legen Sie den zweiten Boden auf.
  3. Verteilen Sie die restliche Creme auf der Torte und an den Seiten und streichen Sie diese schön glatt. Es ist wichtig, dass die gesamte Torte gleichmäßig mit Creme bedeckt ist und schön ebenmäßig ist. Mit einem feuchten Stück Wachspapier kann man kleine Unebenheiten glattrubbbeln. Jetzt kommt die Torte für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank.
  4. Währenddessen den Fondant für die Totendecke ausrollen, bis er die erforderliche Größe hat, um die ganze Torte zu bedecken. Dann locker auf einer Kuchenrolle aufrollen (Puderzucker hilft) und in umgekehrter Reihenfolge wieder auf der Torte abrollen.
  5. Nun geht es an den Raben. Dafür die einzelnen Teile, wie in der Abbildung sichtbar, modellieren und am Ende zu einem Raben zusammensetzen. Fondant in Orange für die Füße kann auch aus Gelb und Rot gemischt werden, falls keiner zur Hand ist. Nachdem der Rabe zusammengefügt wurde, aus weißem Fondant noch die Augen ausschneiden und mit kleinen schwarzen Punkten die Pupillen formen! Es ist auch möglich, den Raben schon einige Tage vorher zu modellieren, damit er gut aushärten kann und stabiler wird.

Fondant-Farben und ihre Verwendung

  • Grüner Fondant: Mit dem grünen Fondant sind Ihnen beim Gestalten keine Grenzen gesetzt. Das Fondant lässt sich dünn ausrollen, gut modellieren, leicht bearbeiten und ist stabil und haltbar. Überziehen Sie Torten, Kuchen, Muffins oder Cupcakes mit einer satten und kräftigen grünen Fondant-Decke. Damit wird Ihre Torte garantiert zum Blickfang. Mit dem grassgrünen Rollfondant können Sie Ihren Fussball-Geburtstagskuchen überziehen. Die grüne Dekormasse ist natürlich der Rasen, auf dem Sie dann noch Fußballspieler, Schiedsrichter und Fußballtorte platzieren können. Das Herz eines jeden Fußball-Fans wird bei einer Fußball-Torte garantiert höherschlagen. Formen Sie mit der grünen Zuckermasse beispielsweise auch Fondant-Blätter, aber auch Fondant-Figuren, wie z.B. kleine Frösche, lassen sich kinderleicht modellieren.
  • Gelber Fondant: Dieser frische Farbton lässt Raum für viele Dekor-Ideen. Das Fondant lässt sich dünn ausrollen, gut modellieren, leicht bearbeiten und ist stabil und haltbar.
  • Babyrosa Fondant: Gerade für Torten mit romantischem, kindlichem oder mädchenhaftem Thema ist diese Dekormasse im Farbton Babyrosa einfach unverzichtbar. Die Dekormasse lässt sich dünn ausrollen, gut modellieren, leicht bearbeiten und ist stabil und haltbar. Überziehen Sie Kuchen, Torten, Muffins, Cupcakes oder Cake Pops mit einer Fondant-Decke aus diesem rosa Rollfondant. Diese dezente aber mädchenhafte Farbe eignet sich besonders für eine Tauf-Torte für ein Mädchen. Auch babyrosa Dekoren, wie Fondant-Babyschuhe, sehen hübsch auf Ihrer Tauftorte aus. Aus diesem Fondant lassen sich auch sehr leicht Fondant-Figuren modellieren. Von Fondant-Blumen und Blüten für z.B. eine Hochzeitstorte, oder eine Frühlingstorte, über rosa Fondant-Einhörner, Fondant-Eulen, bis hin zu kleinen rosa Fondant-Schweinen, sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Oder wie wäre es mit zarten rosa Fondant-Herzen oder Fondant-Schmetterlingen?

Zuckerguss und Glasuren

Mit Zuckerguss lassen sich selbstgebackene Köstlichkeiten in schimmerndem Glanz erstrahlen lassen. Einfach etwas auftragen und schon verleihen Sie Ihren Backkreationen einen frischen, weißlich durchsichtigen Schimmer. Dabei ist die Handhabung enorm simpel: Erwärmen Sie die Fondant Glasur einfach auf maximal 40 Grad und verarbeiten Sie sie dann nach Belieben. Der Zuckerguss eignet sich optimal für Plunder Gebäck, Kuchen, Muffins oder andere Leckereien. Für einen frostigen Look empfiehlt sich Fondant Glasur in Weiß.

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Herkunft des Fondants

Das Fondant hat seinen Ursprung in Frankreich. Vor über 300 Jahren hat ein raffinierter Konditor die Zuckermasse erfunden, um allerlei Gebäck zu dekorieren. So sollte die damalige französische Königin Marie Antoinette bei Laune gehalten werden. Wir verdanken es also der peniblen Kuchenliebhaberin Antoinette, dass wir heutzutage weder auf schöne Tauftorten noch auf liebevoll dekorierte Hochzeitstorten verzichten müssen und so manch simpler Kuchen dank Fondant in einen unvergesslichen Augenschmaus verwandelt werden konnte.

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