Rezept für köstliche Butterplätzchen: Ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei
Auf der Suche nach einem guten, einfachen Weihnachtsplätzchen-Rezept zum Ausstechen? Hier ist es! Mit diesem Rezept für Butterplätzchen gelingt der Klassiker der Weihnachtsbäckerei ganz bestimmt - perfekt fürs Backen mit Kindern oder die Last-Minute-Bäckerei.
Einfache Ausstechplätzchen sind meiner Meinung nach extrem unterschätzt. Klar, auch ich will jedes Jahr ein paar neue Kreationen backen. Einem Plätzchenteller ohne „Ausstecherle“ fehlt trotzdem etwas… In vielen Familien gibt es altbewährte Weihnachtsplätzchen-Rezepte. Dieser Teig ist unser Klassiker von Oma. Und wird, mit kleinen Variationen, seit Jahrzehnten für alle möglichen Sorten verwendet (zum Beispiel Schokoplätzchen, Osterhasenplätzchen oder Herzkekse). Kein Wunder: Das einfache Ausstechplätzchen-Grundrezept funktioniert immer. Das Ergebnis wird mürbe und buttrig. Wer schnelle Weihnachtsplätzchen backen will, kommt um einen guten Plätzchenteig nicht herum. Er lässt sich sowohl mit kalter Butter zubereiten, als auch (wie Omas Spitzbuben) als gerührter Mürbteig mit weicher Butter. Der Teig ist die perfekte Grundlage zum Ausstechplätzchen-Backen mit Kindern - weswegen ihr ihn auch in „Backen macht glücklich - Das Familienbackbuch“ findet. Achtet darauf, dass immer nur ein Teil verarbeitet wird. Der Rest bleibt erstmal im Kühlschrank.
Zutaten für den perfekten Mürbeteig
Für den Mürbeteig benötigen Sie folgende Zutaten:
- 200g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Ei (Gr. M)
Für eine gesunde Variante können Sie auch folgende Zutaten verwenden:
- Mehl
- Butter
- Honig beziehungsweise Agavendicksaft
Zubereitung des Mürbeteigs: Schritt für Schritt zum Erfolg
Teig zubereiten: Gib alle Zutaten in eine Schüssel und verknete sie kurz entweder mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem festen Mürbeteig. Ganz normale zimmerwarme Butter eignet sich am besten für diesen Teig; keine streichzarte und keine Margarine verwenden. Mehl und Zucker in eine Schüssel geben. Die Butter in kleinen Stückchen sowie das Ei hinzufügen und zu einem Mürbteig verkneten. Der Teig mag erst einmal bröselig erscheinen, wird bei weiterem Kneten dann aber zu einer Art Brösel und schließlich einem homogenen Teig. Evtl. zum Schluss mit den Händen nacharbeiten.
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Für einen gesunden Keksteig: Fülle Mehl, Butter und Honig beziehungsweise Agavendicksaft in eine Schüssel. Füge das Ei hinzu und verknete die Zutaten zu einem glatten Teig.
Teig kühlen: Forme den Teig zu einer Kugel oder drücke ihn flach auf einen Teller und decke ihn ab. Stelle den Teig für mindestens 1-2 Stunden oder auch über Nacht in den Kühlschrank. Teig zu zwei Kugeln formen, diese etwas plattdrücken und in Folie gewickelt für mindestens eine halbe Stunde kühlstellen. Länger ist noch besser. Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und im Kühlschrank 2 - 3 Stunden kalt werden lassen. Dadurch wird er fester. Lasse den Teig dann für eine halbe Stunde abgedeckt (zum Beispiel in einem Topf mit Deckel) im Kühlschrank ruhen. Achtet darauf, dass immer nur ein Teil verarbeitet wird. Der Rest bleibt erstmal im Kühlschrank.
Das Ausstechen der Plätzchen: Kreativität ist gefragt
Teig vorbereiten: Knete den Teig erneut kurz durch und rolle ihn auf einer nur leicht bemehlten Silikonmatte 5 mm dick aus. Die erste Teigportion aus dem Kühlschrank holen und kurz Zimmertemperatur annehmen lassen, sodass sie sich besser ausrollen lässt. Dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder noch besser zwischen Folie bzw. einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausrollen.
Bestreue deine Arbeitsfläche mit ein wenig Mehl und rolle den Teig aus.
Ausstechen: Stich nun mit verschiedenen Ausstechern Kekse aus. Je nach gewünschter Größe ca. 20-30 Plätzchen ausstechen.
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Nimm deine Lieblings-Ausstechformen zur Hand und stich die Kekse nacheinander aus.
Plätzchen kühlen: Lege nun die Kekse auf ein mit Backfolie belegtes Lochblech und kühle sie für weitere 30 Minuten im Kühlschrank oder 15 Minuten im Gefrierfach. Mit der zweiten Teigportion ebenso verfahren. Teigreste immer wieder zusammenkneten und nochmal kurz kühlen.
Tipps: Verwende nicht zu viel Mehl beim Ausrollen, sonst wird der Teig zu trocken und bröselig. Löse außerdem den ausgerollten Teig vor dem Ausstechen vorsichtig mit einer Palette von der Matte, so lassen sich die einzelnen Plätzchen leichter anheben. Beim Plätzchen machen mischt man beim Teigausrollen immer etwas Mehl dazu (auf den Teig streuen, den man gerade verarbeiten möchte), dadurch kann man ihn besser rollen und nachher die Formen ausstechen. Nie den ganzen Teig auf einmal ausrollen, sondern immer nur einen Teil und den Rest noch im Kühlschrank lassen. Sonst erwärmt er sich und wird klebrig.
Backen der Plätzchen: Geduld und Fingerspitzengefühl
Ofen vorheizen: Heize den Ofen auf 180 °C Heißluft vor. Ich bevorzuge diese Einstellung bei Plätzchen, da ich so mehrere Bleche gleichzeitig backen kann. Du kannst die Bleche aber auch einzeln bei 200 °C O/U backen. Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen. Die Plätzchen dann bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze für zehn bis zwölf Minuten backen. Den Backofen vorheizen musst du nicht.
Alternativ: Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
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Backen: Backe die Plätzchen im vorgeheizten Ofen für 10-15 Minuten - je nach Größe. Ca. 10 Minuten backen. Je nach Dicke ca. 10-12 Minuten goldgelb backen. Kekse im vorgeheizten Ofen ca. 7-10 Minuten backen (pro Blech). Die Kekse etwa 12 Minuten backen.
Backblech(e) mit Backpapier auslegen und die Plätzchen darauf platzieren.
Wichtiger Hinweis: Achte darauf die Plätzchen gleichmäßig auszurollen und ähnlich große Plätzchen auf einem Blech zu platzieren, damit sie einheitlich backen.
Gesunde Kekse: Wenn du Wert auf eine ausgewogene Ernährung legst, musst du nicht auf leckere Plätzchen verzichten. In der Vorweihnachtszeit dürfen selbst gebackene Kekse nicht fehlen. Viele Rezepte sind allerdings voll mit Zucker, Weißmehl und anderen ungesunden Zutaten. Neben den Zutaten selbst solltest du auch auf ihre Qualität achten, wenn du einen gesunden Keksteig herstellen möchtest. Achte bei deinen Lebensmitteln möglichst auf ein aussagekräftiges Bio-Siegel, zum Beispiel von Demeter, Naturland oder Bioland. Grundzutaten wie Mehl, Butter und Honig bekommst du außerdem leicht aus regionalem Anbau und kannst so unnötig lange Transportwege mit hohem CO2-Fußabdruck umgehen. Bei nicht heimischen Lebensmitteln wie Schokolade empfehlen wir dir, auf Produkte mit dem Fairtrade-Siegel zurückzugreifen. Übrigens: Du kannst den Keksteig auch vegan zubereiten.
Dekoration: Der krönende Abschluss
- Vor dem Backen: Nach Belieben kannst du die Plätzchen auch vor dem Backen mit einem verquirlten Eigelb bepinseln und mit bunten Streuseln bestreuen. So bekommen die Plätzchen die klassisch goldene Farbe. Die Plätzchen nach Belieben mit einem verquirlten Eigelb bepinseln. Alternativ kannst du die Plätzchen auch vor dem Backen mit Eigelb bestreichen und direkt mit Zuckerdekor bestreuen.
- Nach dem Backen: Verrühre den Puderzucker mit dem Zitronensaft. Bestreiche die abgekühlten Plätzchen mit dem nach Belieben eingefärbten Zuckerguss und dekoriere sie nach Herzenslust. Nach dem Backen auskühlen lassen und mit Zuckerguss bestreichen sowie Zuckerdekor bestreuen. Für die Plätzchenmenge werden ganz grob 200g Puderzucker und ca. Alternativ weiße oder dunkle Kuvertüre vorsichtig schmelzen und zum Bestreichen verwenden. Zum Schluss kannst du die Kekse noch mit gehackten Mandeln, Haselnüssen oder Kokosflocken bestreuen. Für eine etwas ausgefallenere Geschmacksnote sorgen gehackte Pistazien. Statt die Kekse in die Kuvertüre einzutunken, kannst du auch eine feine Spritztüte verwenden und sie mit Schokoladenmustern verzieren. Lust auf ein bisschen mehr Farbe? Dann probier' mal unseren Zuckerguss für Plätzchen: Einfach perfekt zum Verzieren.
- Vegane Variante: Möchtest du das Keksteig-Rezept vegan zubereiten, verwende statt Butter vegane Margarine und Agavendicksaft statt Honig. Das Ei fungiert als Bindemittel für den Teig - den gleichen Effekt kannst du zum Beispiel auch mit Leinsamen oder etwas Speisestärke erreichen. Wenn du eine leicht fruchtige Note magst, eignen sich eine halbe reife Banane oder ein Esslöffel Apfelmus als Ei-Ersatz.
Tipps und Tricks für den perfekten Plätzchenteig
- Der Plätzchenteig wird nicht glatt, sondern krümelig: Meist hilft es, einfach noch weiter zu kneten (dann entstehen erst eine Art Streusel) und zum Schluss mit der Hand nachzuarbeiten. Achtung: Zu langes Kneten ist auch nicht gut! Falls der Teig insgesamt zu trocken wirkt, kann man einen Teelöffel Eiswasser zugeben.
- Der Plätzchenteig bröselt beim Ausrollen: Direkt nach der Kühlzeit ist die Teigkugel noch sehr hart. Erst kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und dann nochmal kurz mit der Hand durchkneten bzw. flachdrücken. Ist der Teig beim Ausrollen bröselig, war evtl. zu wenig Fett im Teig oder zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte. Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie ausrollen.
- Der Plätzchenteig ist zu weich: Lasst ihn nochmal länger im Kühlschrank und/oder gebt etwas zusätzliches Mehl esslöffelweise dazu. Gerade Teigreste sollten immer wieder kühlgestellt werden.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Luftdicht verpackt halten sich die Kekse mehrere Wochen. Die fertigen Kekse bewahrst du am besten in einer gut verschließbaren Dose auf. So bleiben sie etwa drei bis vier Wochen frisch. In einer schönen Blechdose oder einem Schraubglas verpackt eignen sie sich außerdem gut als Geschenk oder Mitbringsel. Wenn sie gut ausgekühlt in einer verschließbaren Blechdose und an einem trockenen Ort gelagert werden, etwa 4 Wochen. Mit Glasur etwas kürzer.
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