Ayla Dubai Schokolade Herkunft und Besonderheiten
München - Schokolade gehört zu den Klassikern in der Welt des Süßen. Doch ein Unternehmen in Dubai hat eine neue Variante des Produktes auf den Markt gebracht. Die sogenannte Dubai-Schokolade. Sie haben sie noch nicht gekostet, wollen aber mehr erfahren? Die Verbraucherzentrale Bayern klärt auf.
Was ist Dubai-Schokolade?
Dubai-Schokolade ist Schokolade, die mit Pistaziencreme und Kadaifi (Engelshaar) gefüllt ist. Bei der Schokolade handelt es sich um eine Vollmilchschokolade, die mit Pistaziencreme und Engelshaar gefüllt ist. Als Engelshaar werden hauchdünne, knusprige Teigfäden bezeichnet, erklärt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Diese Zutat werde unter dem Namen Kadayif oft in Süßspeisen aus der türkischen und der arabischen Küche verwendet.
Die Originalkreation besteht aus Vollmilchschokolade, in die eine dicke Schicht Pistaziencreme gemischt mit Sesampaste und Kadayif (Engelshaar) eingelassen ist. Unter dem glänzenden Schoko-Überzug verbirgt sich eine cremige und knusprige Füllung. Die Kombination aus zarter Schokolade, nussiger Pistazienfüllung und feinen, knusprigen Elementen macht sie einzigartig und hebt sie von klassischen Schokoladen ab.
Ursprung und Erfinderin
Die Frage nach der Dubai-Schokolade-Herkunft führt uns zu Firmenchefin Sarah Hamouda. Die ursprüngliche Dubai-Schokolade, wie wir sie heute kennen, gilt als von der Unternehmerin Sarah Hamouda entwickelt. Mit „Can’t Get Knafeh of It“ entstand 2021 der Prototyp der Dubai-Schokolade. Als die erste Tafel Dubai-Schoko kreiert war, hielten ihre Macher sie für ein süßes Experiment. Wer die Schokolade probierte, bestätigte, es sei viel mehr, als ein gewöhnliches Dessert.
Ursprünglich fing alles ganz klein an. Sarah Hamouda überfiel während ihrer zweiten Schwangerschaft Heißhunger. Wie Hamouda auf ihrem Instagram-Account verrät, schickte sie ihren Mann in die Stadt, um ihr Schokolade und Desserts zu kaufen. Daraufhin wurde Sarah Hamouda selbst kreativ und bastelte an einer eigenen Dessert-Idee. Bei der Umsetzung ihrer süßen Idee half Sarah Hamouda der aus den Philippinen stammende Koch Nouel Catis Omamalin.
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Warum „Dubai“-Schokolade?
Kurzversion: Dubai-Schokolade heißt Dubai-Schokolade, weil das Rezept von einer Schokoladenmanufaktur aus Dubai stammt. Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus dem Englischen „Can’t get enough of it“ und „Knafeh“, einer orientalischen Süßspeise mit den Kadayif-Teigfäden. Daher wurde sie wahrscheinlich der Einfachheit halber als „Dubai-Schokolade“ bezeichnet.
Dubai steht für Luxus. Von der Schokolade zu probieren, ist mehr als ein Geschmackserlebnis. Dubai Schokolade ist beliebt, weil sie anders ist und doch an die Traditionen des Nahen Ostens anknüpft. Viele sehen die Süßigkeit als kulturelle Brücke zwischen Ost und West. Die Schokoladentafel spiegelt diese Vielschichtigkeit wider. Hier kommen die traditionellen Aromen des Nahen Ostens mit moderner Handwerkskunst des Westens zusammen.
Verbreitung, Hype und Einfluss der Sozialen Medien
Die Dubai-Schokolade, benannt nach ihrem Herkunftsort, wurde zu einem internationalen Phänomen, nachdem sie auf den sozialen Medien die Runde gemacht hatte. Die Popularität ist vor allem den sozialen Medien zuzuschreiben. Schnell wurde klar: Nicht nur der Geschmack macht diese Süßigkeit aus. Sie ist auch optisch ein Hingucker. Die weltweite Bekanntheit ließ noch etwas auf sich warten. Im Dezember 2023 war es dann soweit. Als das Video viral ging, war der Siegeszug der Süßigkeit nicht mehr aufzuhalten.
Seit 2024 erlebt Dubai-Schokolade einen starken Hype auf Social Media, was ihr zu großer Beliebtheit auch außerhalb ihrer Ursprungsregion verholfen hat. Die Schokolade erlebte 2024 und Anfang 2025 einen Hype in den sozialen Medien. Die Nachfrage sei hoch, die Wartezeiten entsprechend lang. In den arabischen Emiraten sei diese Art von Schokolade schon länger bekannt.
Herstellung und typische Zutaten
Die wichtigsten Zutaten der Dubai-Schokolade sind hochwertige Kakaobohnen, Pistaziencreme, knusprige Kadaifi-Fäden (auch Engelshaar genannt) und oft Tahini. Echte Dubai-Schokolade enthält Sesammus (Tahini). Bei vielen Nachahmern fehlt die Zutat allerdings auf der Liste. Die Füllung besteht aus geröstetem und gehacktem Kadaifi („Engelshaar“), gehackten Pistazien bzw. Pistazienstücke. Die einzigartige Kombination aus Pistazienmus, cremigem Tahini und knusprigen Teigfäden verschafft Dubai-Schokolade ein Alleinstellungsmerkmal und jedem, der echte Dubai-Schoki probiert, eine neue kulinarische Erfahrung.
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Das Geheimnis für eine glänzende und knackige Schokolade liegt im richtigen Temperieren. Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf 40 Grad erhitzen. Anschließend lässt man die geschmolzene Schokolade auf 28 Grad abkühlen, um sie dann noch einmal im Wasserbad auf 29,5 Grad aufzuwärmen. Die Masse wird in eine Form gegossen und kurz für fünf Minuten ruhen gelassen. Sie schmeckt süß, sorgt für ordentlich Crunch und ist nicht billig: Dubai Schokolade.
Rezept-Basisschritte (aus dem Schokoladenmuseum Köln)
- Kadayif in kleine Stücke schneiden, in Butter goldbraun braten und danach abkühlen lassen.
- Pistaziencreme, Tahin, Meersalz, Pistazienstücke und Engelshaar zu einer Masse verarbeiten.
- Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf 40 Grad erhitzen; auf 28 Grad abkühlen lassen und nochmal auf 29,5 Grad erwärmen.
- Masse in Form gießen, 5 Min. ruhen lassen und dann für 30 Min. in den Kühlschrank; danach Füllung einbringen und erneut kühlen, dann deckeln und wieder kühlen.
Tipp: Wenn es noch etwas flüssiger sein soll, kann etwas geschmacksneutrales Öl helfen. Knusprig wird es, wenn die Teigfäden vorher angebraten werden. Nicht gespart werden sollte an Pistaziencreme. Besonders gut hat uns die Zubereitung mit weißer Schokolade geschmeckt, die exzellent mit den Pistazien harmoniert.
Varianten, Marken und Herstellung weltweit
Es gibt keine einzige, offizielle Rezeptur für die Dubai Schokolade. Jeder Konditor oder Hobbykoch kann seine eigene Version mit verschiedenen Schokoladenarten, Nüssen und weiteren Zutaten kreieren. Dubai Schokolade wird heute nicht nur in den Emiraten produziert, sondern weltweit von verschiedenen Herstellern angeboten.
Ein zentraler Name in der Herstellung von Dubai Schokolade ist Fix Dessert Chocolatier. Dieses Unternehmen aus Dubai gilt als einer der Vorreiter des Trends, insbesondere durch die Marke Can’t Get Knafeh of It. Neben Fix Dessert Chocolatier ist auch Al Nassma bekannt. Mirzam Chocolate Makers sind für ihre transparente Herstellung und Verwendung von hochwertigen Zutaten geschätzt. Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert.
Verfügbarkeit, Preis und Exklusivität
Die Besonderheit spiegelt sich auch im Preis wider. Für eine Tafel müsse man rund stolze 15 Euro berappen, so die Verbraucherschützerin. In Dubai kostet die Schokolade umgerechnet knapp 17 Euro. Die Preise für Dubai-Schokolade variieren je nach Verkaufsort und Sorte. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis bei etwa 15 Euro, während in Dubai selbst oft rund 17 Euro verlangt werden. Limitierte Editionen liegen meist deutlich über dem Standardniveau, oft bei 20 Euro und mehr pro Einheit.
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Eine Tafel kostet stolze 15 Euro - Alternative: Selber machen. Wer nach einer günstigeren Alternative sucht, kann die Schokolade aber auch selbst herstellen. Für den hohen Preis seien Handarbeit und relativ teure Rohstoffe wie Pistazien und Fair-Trade-Schokolade verantwortlich. Durch die sozialen Medien ist das Thema Dubai-Schokolade gerade ganz präsent. Das wüssten die Hersteller, weshalb sie einen extra hohen Preis verlangten.
Sicherheits- und Qualitätsfragen
In Deutschland führte die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg eine Untersuchung von acht Proben „Dubai-Schokolade“ durch: Fünf Proben waren unterschiedliche Chargen eines Herstellers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), drei stammten von verschiedenen Produzenten aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE-Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt.
In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten. Die Verbraucher sollten daher genau hinschauen, wie viel Pistazie wirklich in dem Produkt drinstecke, so eine Sprecherin der Verbraucherzentrale.
Rechtliche Aspekte: Bezeichnung „Dubai-Schokolade“
Der Begriff „Dubai-Schokolade“ ist nicht rechtlich geschützt. Daher spricht nichts dagegen, wenn das Original Nachahmer findet oder wenn kreative Naschkatzen sich ihre eigene Dubai-Schoki herstellen. Das OLG Köln hat jedoch entschieden: Die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ wird (noch) als geografischer Herkunftshinweis verstanden - und ist damit irreführend und unzulässig, wenn das Produkt nicht aus Dubai stammt (§ 127 Abs. 1 MarkenG). Maßgeblich für das OLG Köln war, dass der Ausgangspunkt des Hypes Produkte gewesen seien, die tatsächlich in Dubai hergestellt worden seien.
Die Umwandlung einer geografischen Herkunftsangabe in eine Gattungsbezeichnung ist ein langsamer, empirisch nachvollziehbarer Prozess und hier noch nicht eingetreten. Erste Marktreaktionen sind bereits ersichtlich: Immer häufiger wird „Dubai Style“-Schokolade gesichtet; der Markt versucht also, die weiter bestehende Unsicherheit zu umgehen. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen.
Dubai-Schokolade als Souvenir und Geschenk
Dubai Schokolade wird oft mit hochwertigen Zutaten und auffälliger Präsentation in Verbindung gebracht. Viele Besucher wählen diese Schokolade gezielt als Mitbringsel, weil sie regionale Aromen und arabische Traditionen in moderner Form verbindet. Die Verpackungen von Dubai Schokolade sind sorgfältig gestaltet und greifen oft Elemente aus der arabischen Kultur auf. Es dominieren kräftige Farben, goldfarbene Akzente und edle Muster, die Luxus und Exklusivität vermitteln.
Die Schokoladen werden gerne als exklusives Geschenk präsentiert. Besonders beliebt sind Geschenkboxen mit gemischten Pralinensorten, oft in edlen Verpackungen und mit orientalischen Motiven. Einzelne Anbieter bieten personalisierte Boxen an, bei denen Kunden aus verschiedenen Sorten wählen können. Häufig werden saisonale Editionen zu Festtagen oder für besondere Anlässe aufgelegt.
Praktische Hinweise und Empfehlungen
- Wer die Schokolade kosten, aber nicht darauf warten oder so viel Geld dafür bezahlen will, kann sie sich auch selbst zu Hause machen - dafür braucht es nur wenige Zutaten.
- Wichtig für den Geschmack sei auch, dass eine Edelvollmilchschokolade genommen werde. Sie wird geschmolzen und in Form gebracht.
- Die Engelshaar-Fäden werden klein geschnitten und in einer Pfanne in Butter geröstet. Danach kommen Pistazien-Creme und Tahini dazu.
- Die Mischung wird mit im Wasserbad geschmolzener Schokolade überzogen. Man beißt, es cruncht, man knackt die Schokolade auf.
- Wer Allergien hat, sollte auf Deklarationen achten: In einigen Proben wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen.
Was wir wissen
| Aspekt | Fakt |
|---|---|
| Herkunft | Ursprung in Dubai, beliebt gemacht von Fix Dessert Chocolatier und Sarah Hamouda |
| Typische Zutaten | Vollmilchschokolade, Pistaziencreme, Kadaifi/Engelshaar, Tahini |
| Preis | Durchschnittlich ca. 15 € in Deutschland, etwa 17 € in Dubai |
| Hype | Viral durch Social Media seit 2023-2024 |
| Recht | Bezeichnung rechtlich umstritten; OLG Köln sieht Herkunftsbezug |
Die Dubai-Schokolade ist mehr als nur ein süßes Vergnügen - sie ist eine kleine Reise in den Orient. Die Kombination aus Pistaziencreme, Tahini und knusprigen Teigfäden verschafft ihr eine einzigartige Textur und ein unverwechselbares Aroma. Wer neugierig ist, kann sowohl Originaltafeln aus Dubai probieren als auch nach eigenen Rezepturen experimentieren und so die eigene Version dieser modernen Oriental-Schokolade kreieren.
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