Ausseer Lebkuchen Rezept traditionell

Weihnachten liegt in der Luft. Neben den herrlichen Düften von Glühwein, Tannenzweigen oder Weihrauch darf auch einer nicht fehlen - der Duft von Lebkuchen. Schließ kurz deine Augen und versetze dich zurück in deine Kindheit. Der Duft von Lebkuchen zaubert etwas Wohliges in dein Herz, nicht wahr? Osttiroler Weihnachten und Lebkuchenkekse gehören einfach zusammen! Und damit du auch dir, deinen Lieben zu Hause und deinen Freunden diesen Gaumenschmaus servieren kannst ist es natürlich am besten, die Lebkuchen mit Liebe selbst zu backen!

Geschichte und Tradition des Ausseer Lebkuchens

Lebkuchen, früher bekannt als Honigkuchen mit gesunden und heilenden Kräften, ist heute nicht mehr als Weihnachtsbäckerei wegzudenken. Der Lebkuchen, in der Steiermark oft auch Lebzelt genannt, gehört zu den ältesten adventlichen Süßspeisen. Lebkuchen und Aussee gehören schon seit dem 16. Jahrhundert zusammen. Viele Lebzelter und Zuckerbäcker aus dem Ennstal, der Steiermark, anderen österreichischen Bundesländern, aber auch aus den deutschen Landen, wo der Lebkuchen auch seine Herkunft findet, schafften die Tradition des Ausseer Lebkuchens.

Bald war der Ausseer Lebkuchen in der ganzen Umgebung als besondere Spezialität bekannt. Etwa drei Autominuten vom Ortszentrum Bad Aussee entfernt liegt die Ausseer Lebzelterei, wo seit Jahren der weltberühmte Ausseer Lebkuchen erzeugt wird. Lewandofskys Sohn Gustav II. führte den erweiterten Betrieb mit der Kurhauskonditorei von 1940 bis 1972. Als Vorlage für die mannigfaltigen Bildmotive dienten den Modelstechern Gemälde, Stiche, Holzschnitte, Ofenkacheln, Porzellanarbeiten und Spielkarten.

Ausseer Lebkuchen in der Ausseer Lebzelterei

Typische Zutaten des traditionellen Ausseer Lebkuchens

Honig, Roggenmehl, Nüsse, Gewürze und Früchte vereinen sich nach wie vor zu einem Geschmackserlebnis der besonderen Art. Für das klassische Hausrezept nimmst du 60 dag Roggenmehl und gibst folgende Zutaten ganz unkompliziert hinzu: 40 dag Staubzucker, 4 Dotter, 3 handvoll geriebene Nüsse, 3 EL Honig (erweicht), 2 KL Natron, 2 KL Lebkuchengewürz, etwas Zitronenschale und etwas Milch. Alternativ findest du in anderen traditionellen Varianten Mengen wie 500 g Roggenmehl, 250 g Honig, 2 Eier, 120 g Butter und 50 g geriebene Nüsse sowie Lebkuchengewürz, Zimt und Zitronenschale.

An vielen Lebkuchenrezepten (genauso wie bei Christstollen) stört mich nämlich, dass das Gebäck durchziehen sollte, bevor man es essen kann. Mit unserem Rezept gelingen dir Lebkuchen, die gleich nach dem Backen weich sind und mit der Zeit noch zarter werden. Für einen ganz ursprünglichen Lebkuchen verwendet man zum Süßen nur Honig im Verhältnis 1:2.

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Der Teig: Vorbereitung und Ruhezeit

Alle Zutaten knetest du zu einem Teig und lässt ihn über Nacht im Kühlschrank rasten. Den Lebkuchenteig über Nacht an einem kühlen Ort rasten lassen. Ist der Lebkuchenteig zu fest, lässt er sich gar nicht austreiben, ist er dagegen zu weich, entstehen Sprünge beim Austreiben. Den Teig am besten über Nacht an einem kühlen Ort rasten lassen. Wer einfache Lebkuchen selbermachen will, braucht nicht viel Zeit. Allerdings sollte der Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Ist der Honig zu zäh, kann man ihn leicht erwärmen. Honig und Eier mit etwas Wasser glattrühren. Ein Grübchen im Mehl machen und das Honiggemisch langsam mit dem Mehl vermengen, dass ein mittelfester Teig entsteht. Nach Bedarf etwas Wasser oder Mehl hinzufügen. Noch schneller zubereitet ist der Lebkuchenteig, indem man die Butter, statt mit dem Mehl zu verkneten, mit dem Honig leicht erwärmt. Eier und Wasser hinzugibt und verquirlt.

Ausrollen, Ausstechen und Backen

Am nächsten Tag gibst du Mehl auf eine Arbeitsfläche und rollst den Teig, den du vorher am besten ein paarmal teilst, ½ cm dick aus. Rolle den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick aus; rolle den Teig nicht zu dünn aus, damit die Lebkuchen schön weich bleiben. Den Teig mit einem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn ausrollen und mit Formen ausstechen. Die Arbeitsfläche dabei immer gut bemehlen.

Nachdem du die Kekse ausgestochen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben hast, bestreichst du sie noch mit einem Milch-Ei-Gemisch. Vor dem Backen mit Ei bestreichen und mit Nüssen bestreuen. Wenn du möchtest kannst du die Lebkuchenkekse vor dem Backen zudem noch mit Haselnussstücken oder kandierten Kirschen garnieren.

Die Backzeit beträgt ca. 15 Minuten (variiert je nach Backrohr) bei 160° Ober- und Unterhitze. In anderen Rezepten wird bei 180° C für ca. 8-20 Minuten gebacken; da jeder Backofen anders ist, empfehle ich, einen Lebkuchen nach der angegebenen Backzeit zu testen. Rund 15-16 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

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Lebkuchenrohlinge auf dem Backblech, bereit zum Backen

Verzieren, Glasieren und Varianten

Und auch nach dem Backen kannst du die Lebkuchen noch nach Lust und Laune, so wie´s dir gefällt, verzieren. Nach dem Erkalten mit Kuvertüre (dunkel oder hell, nach Belieben) oder Zitronen-Zuckerguss überziehen. Mit Zuckerglasur oder kandierten Früchten kunstvoll verzieren. Die Lebkuchen abkühlen lassen und Schokoladenglasur oder Kuvertüre schmelzen. Die Lebkuchen damit überziehen und mit Zuckerdekor o.ä. verzieren.

Für spezielle Varianten: Das beste Lebkuchenrezept kann Mandeln oder Haselnüsse enthalten, Orangeat und Zitronat sind eine übliche Zugabe, und für die Elisen- bzw. Oblaten-Lebkuchen wird der Teig auf Obladen gesetzt und nach dem Backen mit Schokolade glasiert.

Demonstration: Lebkuchen ausrollen und ausstechen

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Damit die Lebkuchen schön weich bleiben, lagerst du sie in einer Keksdose aus Blech, das du vorher mit Pergamentpapier auslegst. Eine längere Lagerung in einer Blechdose trägt dazu bei, dass der Lebkuchen schön durchzieht und auch noch weicher wird! Dafür am Besten Apfelstücke zum Lebkuchen in die Dose legen. Diese jedoch regelmäßig auswechseln!

Mit diesem köstlichen Rezept bleiben die Lebkuchenkekse auch ohne beigelegte Apfelscheibe in der Dose fein weich. Lebkuchen ist gut 3 Monate haltbar. Richtig gelagert - kühl, trocken und luftdicht in einer Blechdose - hält sich Lebkuchen mehrere Wochen. Ja, du kannst den Lebkuchenteig in Frischhaltefolie oder einem gut schließenden Gefrierbeutel einfrieren. Sie lassen sich auch gut einfrieren.

Gesundheitlicher Nutzen der Zutaten

Anis, Ingwer, Zimt und andere Gewürze sorgen für das intensive Aroma der beliebten Weihnachtsbäckerei. Dazu Honig als Süßungsmittel und Nüsse machen den Lebkuchen gesund! Gewürze sind einerseits bei uns mit positiven Momenten verbunden, andererseits wirken diese auch über die neurophysiologische Ebene hinaus: Entzündungshemmende Wirkung im Fettgewebe und der Leber oder eine verlangsamte Aufnahme von Zucker und Fett. Nüsse sind auch eine wichtige Nährstoffquelle. Durch den Honig, die Eier und die richtige Teigkonsistenz bleibt der Lebkuchen schon direkt nach dem Backen weich.

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Praktische Tipps und Varianten in Kürze

  • Honig bei Bedarf leicht erwärmen, damit er sich besser verarbeiten lässt.
  • Teig nicht zu dünn ausrollen, damit die Lebkuchen weich bleiben.
  • Teig über Nacht kühlen lassen - das verbessert Aroma und Verarbeitung.
  • Apfelspalten in der Keksdose halten Lebkuchen länger weich.
  • Oblaten und Lebkuchenglocke erleichtern das Formen und Backen der traditionellen Varianten.
  • Einmal getestet, wird man gekaufte Lebkuchen oft nicht mehr wollen.

Beispielrezept kompakt (Aus dem Material zusammengestellt)

ZutatMenge (Beispiel)
Roggenmehl500-600 g
Staubzucker / Rohzucker120-400 g
Honig150-250 g
Eier / Dotter2-4
Geriebene Nüsse50-100 g
Lebkuchengewürz20-30 g bzw. nach Geschmack
Natron / Backpulver1-2 TL
Zitronenschaleetwas
Butter (optional)50-120 g

Gutes Gelingen und natürlich viele leckere Momente! Mit diesem Lebkuchen Rezept gelingen dir weiche Lebkuchen in der Adventzeit. Das Rezept ist 100%ig zu empfehlen. Vielen Dank für das tolle Rezept - wir machen unsere Lebkuchen schon seit Jahren nach diesen traditionellen Anleitungen und lieben ihn nach wie vor!

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