Rezept für Apfeltarte mit Blätterteig und Pudding: Einfach, schnell und unwiderstehlich lecker

Nervös werde ich, wenn mir jemand einen Apfel als Dessert unterjubeln will. So ein nackischer Apfel ist nicht ganz das, was ich mir unter einer Nachspeise vorstelle. Es sei denn, der Apfel ist fein aufgeschnitten, gebacken, karamellisiert, macht es sich auf einem Bett aus feinstem Apfelkompott und Butterblätterteig bequem und wird mit Bourbon-Vanilleeis getoppt. Deshalb und auf Grund des haarsträubenden - ja fast schon ungeheuerlichen Vorschlags - man könnte sich doch auch mal einen Apfel aufschneiden zum Nachtisch, kontere ich hier mit einer Tarte fine aux pommes. Diese feine Apfeltarte passt viel besser zu meinen Dessertvorstellungen und kann locker als Hauptgang fungieren, so liebevoll und ansprechend ist sie zubereitet und angerichtet.

Auch wenn ein Apfel ein gesunder und vitaminreicher Snack ist, benötigt er für mich etwas Begleitung, um geschmacklich glänzen zu können. Eine Kombination aus knusprigem Butterblätterteig, cremiger Puddingfüllung und fruchtigen Äpfeln sorgt für das perfekte Zusammenspiel und verwandelt den einfachen Apfel in ein kulinarisches Highlight.

Zutaten für die Apfeltarte mit Blätterteig und Pudding

  • 1 Rolle Blätterteig (für eine runde Tarteform, ca. 30 cm Ø) oder etwas ausrollen und eine runde Form ausschneiden
  • 1 Pck. Vanille-Puddingpulver
  • 400 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 4 Äpfel (z.B. Boskoop, Elstar oder Holsteiner Cox, geschält und entkernt)
  • Zimt-Zucker nach Geschmack
  • Etwas Milch zum Bestreichen des Teigrandes

Zubereitung der Apfeltarte mit Pudding und Blätterteig

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für den Pudding das Puddingpulver mit Zucker und etwas Milch glatt rühren. Die restliche Milch zum Kochen bringen, das angerührte Pulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Den Pudding leicht abkühlen lassen und zwischendurch umrühren, damit sich keine Haut bildet.
  3. Den Blätterteig in die Tarteform legen, dabei einen kleinen Rand formen und den Teigrand mit Milch bepinseln. Den noch warmen Pudding gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei etwa 3 cm Rand frei lassen.
  4. Die Äpfel schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Diese fächerförmig oder kreisförmig auf dem Pudding arrangieren und den Teigrand leicht umklappen.
  5. Die Apfeltarte mit Zimt-Zucker bestreuen und im vorgeheizten Ofen für ca. 20 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und die Äpfel leicht gebräunt sind.
  6. Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen, damit der Pudding fest wird. Serviere die Tarte dazu gerne mit einer Kugel Bourbon-Vanilleeis oder etwas Schlagsahne für einen unvergesslichen Genuss.
Apfeltarte mit Blätterteig und Vanillepudding, fertig zum Servieren

Alternative Zubereitungen und Tipps

Für diejenigen, die es noch einfacher mögen, eignet sich fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal hervorragend. Dies spart Zeit und Aufwand. Es ist möglich, den Teig mit einem Ausstecher in kleine Kreise zu schneiden und diese vorab 8 Minuten bei 200 °C vorzubacken. Anschließend werden Apfelscheiben (ca. 2 mm dick) auf den vorgebackenen Teig gelegt, mit Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt. Danach nochmal für 10-12 Minuten bei 180 °C backen, bis die Tarte goldbraun ist.

Wer seinem Apfelkuchen noch mehr Geschmackstiefe verleihen möchte, kann der Puddingcreme zusätzlich zerbröseltes Marzipan, Mandeln und etwas Amaretto hinzufügen. Das verleiht der Füllung ein besonderes Aroma, das wunderbar zu den Äpfeln passt.

Apfeltarte mit Puddingcreme und Marzipan

  • 300 ml Milch
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 2 EL Zucker
  • 50 g Marzipan-Rohmasse
  • 1 Ei
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 2 EL Amaretto
  • 2 TL Vanillezucker
  • 3 mittelgroße Äpfel, in Spalten
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Zimtpulver
  1. Blätterteig in eine Springform legen und Rand ca. 2 cm hochziehen.
  2. Vanillepudding kochen, abkühlen lassen und Marzipan, Ei, Mandeln sowie Amaretto unterrühren.
  3. Die Puddingmasse auf dem Boden verteilen.
  4. Die Äpfel fächerartig auf der Creme anrichten. Mit einer Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.
  5. Bei 200 °C ca. 35 Minuten backen.
Apfeltarte mit Puddingcreme, Marzipan und Zimt bestreut

Verwendung von Blätterteig - Praktische Hinweise

Blätterteig aus dem Kühlregal ist eine schnelle und perfekte Basis für Apfeltarte, da er knusprig und gleichzeitig saftig wird. Beim Ausrollen sollte man ihn ca. 2 mm dick machen und auf einer leicht bemehlten Fläche bearbeiten. Wer möchte, kann den Teigboden vorab blindbacken, indem man Backpapier und Hülsenfrüchte auflegt, damit der Boden krosser wird und nicht durchweicht. Dabei werden Backzeiten und Temperaturen je nach Produktvariante leicht variieren.

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Ein Tipp: Die Form zuvor einfetten und mehlen. Überstehenden Teig kann man abschneiden und an andere Stellen der Form andrücken, um eine vollständige Auskleidung zu gewährleisten. Nach dem Backen kann die Tarte vor dem Servieren mit Puderzucker bestäubt oder mit Aprikosenmarmelade eingestrichen werden, um einen schönen Glanz zu verleihen.

Das besondere Highlight: Tarte Tatin mit Blätterteig

Die legendäre Tarte Tatin, bei der die Äpfel karamellisiert in der Pfanne garen und der Blätterteig darübergelegt wird, bietet eine leckere Variation für Apfelliebhaber. Dieses Dessert wird verkehrt herum gebacken und entfaltet durch die karamellisierten Äpfel ein einzigartiges Aroma. Besonders gut eignet sich eine ofenfeste Pfanne mit ca. 26 cm Durchmesser für ca. 8 Stücke.

  1. 80 g Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze karamellisieren, bis er hell bis braun wird.
  2. 30 g Butter unterrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
  3. Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Diese in die Pfanne legen, mit Zimt bestreuen (optional).
  4. Blätterteig darüberlegen, mehrmals mit einer Gabel einstechen. 1 TL Zucker darüberstreuen.
  5. Bei 220 °C ca. 20 Minuten goldbraun backen.
  6. Pfanne aus dem Ofen nehmen, Tarte mit einem flachen Teller stürzen und warm servieren, z.B. mit Vanilleeis oder Schlagsahne.
Tarte Tatin mit karamellisierten Äpfeln und Blätterteig

Vielfalt genießen: Variationen und Lagerung

Die Apfeltarte mit Blätterteig und Pudding lässt sich saisonal mit anderen Früchten wie Birnen, Pfirsichen oder Beeren wunderbar variieren. Außerdem ist die Tarte dank der einfachen Zubereitung perfekt, wenn spontan Gäste kommen oder man Lust auf eine schnelle Nascherei hat.

Reste können im Kühlschrank 1-2 Tage gelagert oder eingefroren und später kurz aufgebacken werden. So erfreut man sich auch nach Tagen noch an dem köstlichen Geschmack von Blätterteig, fruchtigem Apfel und cremigem Pudding.

Videoanleitung zur Apfeltarte mit Blätterteig und Pudding

Zusammenfassung der wichtigsten Tipps für die perfekte Apfeltarte

AspektEmpfehlung
TeigFrischer oder gekühlter Blätterteig, ca. 2 mm dick ausgerollt
PuddingVanillepudding gut abkühlen lassen, bei Bedarf mit Marzipan, Amaretto und Mandeln verfeinern
ÄpfelBoskoop, Elstar oder Holsteiner Cox, geschält und in dünnen Scheiben oder Spalten
Backtemperatur180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20-35 Minuten
BesonderheitVor dem Servieren abkühlen lassen, mit Zimt-Zucker bestreuen und Vanilleeis servieren

Mit diesem Rezept gelingt es, den Apfel in ein feines Dessert zu verwandeln, das sowohl optisch als auch geschmacklich begeistert. Ob klassische Apfeltarte mit Pudding, die raffinierte Variante mit Marzipan oder die karamellisierte Tarte Tatin - Äpfel harmonieren hervorragend mit Blätterteig und Vanillepudding.

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