Apfelkuchen mit Schneedecke: Klassiker mit Mürbeteig, Apfelfüllung und knuspriger Baiserhaube
Omas gedeckter Apfelkuchen gehört zu den absoluten Kuchen-Klassikern aus meiner Kindheit. Der gedeckte Apfelkuchen besteht außen aus köstlichem Mürbeteig, gefüllt mit einer himmlischen Schicht aus eingekochten Äpfeln. Er ist ein echter Klassiker, fest im Angebot eines jeden Szene-Cafés zu finden und von innen besonders zart und saftig: der gedeckte Apfelkuchen.
In diesem Sinne schmeckt diese Kombination aus zartem Mürbeteig, fruchtiger Füllung und süßem Zuckerguss wirklich herrlich! Verfeinert mit einem Hauch Zimt schmeckt er, als würde er frisch aus Omas Backofen kommen. Mir schmeckt er definitiv nochmal besser als der ähnliche gedeckte Quittenkuchen.
Warum dieser Apfelkuchen mit Schneedecke begeistert
Apfelkuchen mit Mürbeteig, Rosinen und Zuckerguss ist ein beliebter Klassiker aus Omas Backstube. Er schmeckt fruchtig nach Apfel und passt mit einer Prise Zimt perfekt in die kühlere Jahreszeit. Der gedeckte Apfelkuchen lässt sich super am Tag vorher vorbereiten, da schön saftig bleibt und sich sein Geschmack noch intensiviert. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee.
Für den einfachen gedeckten Apfelkuchen habe ich Äpfel unterschiedlichster Sorten verwendet. Manche sind klein und säuerlich, innen eher weiß und sehr fest, andere mehliger und weicher. Zusammen mit einer ordentlichen Portion Zimt und der herrlichen Teigkruste ergeben sie einen Kuchen zum Reinlegen… Für den Kuchen solltest du bei der Auswahl der Äpfel auf eine backfeste, säuerliche Apfelsorte setzen, dann erhältst du das perfekte Ergebnis. Boskop oder Jonagold sind eine hervorragende Wahl.
Zutaten und Mengen
Mürbeteig (Basisvarianten)
- Den Mürbeteig stelle ich ganz klassisch aus Weizenmehl, kalter Butter, Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Salz und einem Ei her.
- Anders als bei vielen anderen Kuchen sollte die Butter für den Teig frisch aus dem Kühlschrank kommen und noch kalt sein.
- Ich lasse den Teig nach dem Kneten kurz im Kühlschrank ruhen.
Als Alternative mit Nüssen: Mehl und Nüsse dazugeben und rasch mit kalten Händen glatt verkneten, damit der Teig geschmeidig bleibt.
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Füllung
- Die leicht stückige Füllung aus vorgedünsteten Äpfeln, Rosinen und Zitronensaft.
- Zimt darf im Apfelkuchen natürlich nicht fehlen.
- Die Rosinen in der Füllung sind natürlich optional. Für mich gehören sie aber dazu.
Schneehaube (Baiser) und Guss
- Für die Schneehaube das Eiklar mit Feinkristallzucker in einer sauberen Schüssel steif schlagen und zuletzt den restlichen Staubzucker (80 g) mit einem Schneebesen unterheben.
- Eine Zuckerglasur und geröstete Mandeln sind das i-Tüpfelchen.
- Obwohl Oma traditionell nur Puderzucker zum Bestäuben nimmt, mache ich den Kuchen meistens mit Guss, entweder nur mit Zitronensaft bzw. Apfelsaft oder einer Kombi aus Saft und Milch.
Schritt-für-Schritt: Mürbeteig, Apfelfüllung und Schneedecke
1) Teig zubereiten und kühlen
Die Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In 3 etwa gleich große Kugeln formen, diese mit der Hand platt drücken und in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen. WICHTIGER HINWEIS: Hier bitte nicht die Nerven verlieren. Wenn du frühzeitiger auf das Handkneten übergehst, machen Mehl und Butter meist immer noch was sie wollen, sie fliegen hin und her. Du musst sie immer wieder mit den Händen "zusammenkehren" und im Teig verarbeiten bis er anzieht und langsam homogen wird. Dann bitte noch eine Weile weiterkneten, damit sich die Butter gut im Teig verteilt.
2) Form vorbereiten und Boden auslegen
Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform buttern und mit etwas Mehl bestäuben. Übrigen Teig ebenfalls ausrollen, die Form damit auslegen und einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstecken. Die Mandeln aufstreuen. Den Teig auf ein mit Butter bestrichenes und mit Mehl bestäubtes Backblech setzen, mit einer Nadel mehrmals anstechen und auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten hellbraun backen. Herausnehmen, auskühlen lassen und mit Marmelade bestreichen.
3) Äpfel vorbereiten und dünsten
Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft mischen. Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. HINWEIS: Es ist empfehlenswert, dass du backstabile Äpfel verwendest. Ansonsten verkochen die Äpfel im Backofen und du hast eher eine Apfelmus-Füllung. Stärke unterrühren.
4) Füllen und Decke auflegen
Die vorgedünsteten Äpfel mit den Rosinen mischen und auf dem Boden verteilen. Eine Teigkugel für die Decke auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, einer Silikonbackmatte oder zwischen 2 Lagen Backpapier ausrollen, mit dem Springformrand ausschneiden und in den Kühlschrank legen. Die Teigdecke vorsichtig auf den Kuchen legen. Ränder gut festdrücken. Decke mehrfach mit einer Gabel einstechen.
5) Backen und abkühlen
Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen. Nach der Backzeit in der Form 30 Minuten ausdampfen und im Anschluss auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.
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6) Schneehaube und Zuckerguss
Für die Schneehaube das Eiklar mit Feinkristallzucker in einer sauberen Schüssel steif schlagen und zuletzt den restlichen Staubzucker (80 g) mit einem Schneebesen unterheben. Sofort kuppelförmig auf den Äpfeln verstreichen bzw. mit einem Spritzbeutel aufdressieren. Auf mittlerer Schiene im Rohr ca. 20 Minuten backen, bis die Schneehaube knusprig ist. Für den Guss gesiebten Puderzucker mit Zitronensaft vermischen, sodass ein zähflüssiger Guss entsteht.
Nützliche Hinweise, Varianten und Praxis-Tipps
- Für den Kuchen solltest du bei der Auswahl der Äpfel auf eine backfeste, säuerliche Apfelsorte setzen, dann erhältst du das perfekte Ergebnis. Boskop oder Jonagold sind eine hervorragende Wahl.
- Die Rosinen in der Füllung sind natürlich optional. Für mich gehören sie aber dazu.
- Ich gebe zu: Der gedeckte Apfelkuchen gehört nicht zu den schnellen Kuchen, die ich jede Woche aus dem Ärmel zaubere.
- Wenn wir sei bei der Obsternte unterstützen, kommen teils ganz schöne Massen zusammen. Um die 150 Kilo Äpfel kommen zum Saftpressen; den Rest essen wir so - oder verbacken sie.
- Solltet ihr ebenfalls Massen an Äpfeln haben, dann klickt euch doch mal durch unsere Apfelkuchenrezepte.
- Eine Zuckerglasur und geröstete Mandeln sind das i-Tüpfelchen.
Alternative: Apfeltorte/Kuchen mit Schneehaube (ohne Decke)
Backrohr auf 180 ºC Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Tortenboden (ca. 24 cm ø) ausrollen oder mit einer Springform dieser Größe ausstechen und rundum mit den Fingern einen kleinen, dickeren Rand formen. Den Teig auf ein mit Butter bestrichenes und mit Mehl bestäubtes Backblech setzen, mit einer Nadel mehrmals anstechen und auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten hellbraun backen. Herausnehmen, auskühlen lassen und mit Marmelade bestreichen. Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen, in Scheiben schneiden und mit Zitronensaft und Kristallzucker dünsten, bis sie weich sind. Für die Schneehaube das Eiklar mit Feinkristallzucker in einer sauberen Schüssel steif schlagen und zuletzt den restlichen Staubzucker (80 g) mit einem Schneebesen unterheben. Sofort kuppelförmig auf den Äpfeln verstreichen bzw. mit einem Spritzbeutel aufdressieren. Auf mittlerer Schiene im Rohr ca. 20 Minuten backen, bis die Schneehaube knusprig ist.
Empfohlene Apfelsorten und kleine Warenkunde
Es ist schon Wahnsinn wie viele Apfelsorten es auf der Welt gibt, ob rote, gelbe, grüne oder süße und saure Äpfel, man schätzt das es so um die 30000 Sorten gibt. Bei uns im Handel findet man meistens die Apfelsorten… Boskop, Braeburn, Cox Orange, Golden Delicious, Elstar, Gala, Gloster, Jonagold, Granny Smith und Pink Lady. Nicht alle Sorten sind zum backen geeignet bei den Sorten unterscheidet man nach Tafeläpfeln, Äpfel zum Backen oder auch Äpfel zur Most-/ und Apfelmusherstellung.
Schnellvergleich backfeste Sorten
| Apfelsorte | Eigenschaft | Eignung |
|---|---|---|
| Boskop | sauer, backfest | sehr gut für gedeckten Kuchen |
| Jonagold | aromatisch, saftig | gut für Füllungen und Torten |
| Elstar | fruchtig, fest | gut, bleibt stückig |
| Granny Smith | sehr säuerlich, fest | gut, kräftige Struktur |
Gedeckt, mit Guss oder mit Schneehaube? Serviervorschläge
Kurzum: Boden und Decke bestehen aus Knetteig (den ich mit Mandeln verfeinere), und die leicht stückige Füllung aus vorgedünsteten Äpfeln, Rosinen und Zitronensaft. Drauf kommt eine Schicht Zuckerguss. Für den Zuckerguss gibst du 80 g Puderzucker in eine Schüssel, fügst teelöffelweise etwa 3 - 4 TL Zitronensaft dazu und verrührst es bis eine glatte, zähflüssige Masse entsteht. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee.
Rezept-Kern in Kurzform
- Die Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In Folie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen.
- Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft mischen. Mit Zucker und Zimt ca. 5 Minuten dünsten, Stärke unterrühren.
- Springform fetten, Teig ausrollen, Boden und ca. 3-5 cm Rand formen, Boden einstechen. Äpfel mit Rosinen einfüllen.
- Teigdeckel ausrollen, auflegen, einstechen. Bei 180-190 °C ca. 40-60 Minuten backen, auskühlen lassen.
- Eiklar mit Zucker steif schlagen, auftragen und ca. 20 Minuten backen, bis die Schneehaube knusprig ist. Zuckerguss anrühren und nach Belieben verteilen.
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