Alpro Natur ohne Zucker Test Erfahrungen
Wie gut sind vegane Joghurts? Ein guter Start in den Tag beginnt mit einem guten Frühstück, gerne auch mit frischem Joghurt. Wer dabei auf Milchprodukte verzichten möchte, findet inzwischen viele Alternativen in Form pflanzlicher Joghurts. Es gibt diese zum Beispiel auf Basis von Soja, Hafer, Cashew, Kokos, Mandel und Lupine.
Produktvorstellung: Alpro Natur ohne Zucker
Die neuen Soja-Joghurtalternativen von Alpro® kommen ohne Zuckerzusatz aus. Alpro bringt ab sofort zwei neue Soja-Joghurtalternativen auf den Markt, die auf Zuckerzusatz und Süßstoffe verzichten. Die neuen Soja-Joghurtalternativen mit mehr Frucht und ohne Zuckerzusatz in den Sorten Mango und Kirsche enthalten nur die natürliche Süße der Frucht und werden ohne Zuckerzusatz oder Süßstoffe hergestellt. Mit 0,5 Broteinheiten (BE) bzw. 0,75 Kohlenhydrateinheiten (KHE) pro Portion (125 g) sind die neuen Soja-Joghurtalternativen für Diabetiker gut geeignet. Die neuen Soja-Joghurtalternativen dienen als Quelle für hochwertiges, pflanzliches Eiweiß. Wie alle Alpro Produkte sind sie zu 100 Prozent pflanzlich und somit von Natur aus laktosefrei. Sie eignen sich daher für eine Ernährung bei Laktoseintoleranz oder einer Kuheiweißallergie. Beide Sorten dienen zudem als Calciumquelle mit 120 Milligramm pro 100 Gramm. Zudem überzeugen sie mit den zugesetzten Vitaminen B2 und B12 (15 % RDA /100 g) sowie Vitamin D (15 % RDA/100 g). Die Alpro Soja-Joghurtalternativen mit mehr Frucht und ohne Zuckerzusatz sind erfrischend fruchtig und schmecken pur zum Frühstück oder als Snack zwischendurch genauso wie im Müsli.
Inhaltsstoffe und Deklaration
Ein Becher Alpro Kirsche. Auf dem oberen Rand der Packung ist eine rote Banderole mit der Inschrift „mehr Frucht, ohne Zuckerzusatz“ aufgedruckt. Vorn auf dem Becher steht optisch betont und in großen Lettern noch einmal „mehr Frucht“ und „ohne Zuckerzusatz“. In diesem Sojajoghurt sind demnach weder zugesetzter Zucker noch Süßstoffe drin. Laut dem Kleingedruckten auf der Becherrückseite ist in Alpro Kirsche aber Kirschsaft aus Konzentrat enthalten. Gemäß Zutatenliste setzt sich Alpro Kirsch aus Wasser, Kirsche (19,1 %) (Saft aus Konzentrat (16,4 %), Frucht (2,7 %)), geschälten Sojabohnen (9,7 %) und vielen weiteren Ingredienzien zusammen. Darunter findet sich auch Aroma.
„Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht, dass ein Produkt keinen Zucker enthält. Wenn das Lebensmittel von Natur aus Zucker enthält, sollte auf dem Etikett auch der Hinweis „enthält von Natur aus Zucker“ stehen, heißt es dazu in der Health Claims Verordnung. Wir erhalten aber immer wieder Meldungen von Konsumenten über Produkte mit der Auslobung „ohne Zuckerzusatz“, in denen zuckerreiche Zutaten verarbeitet sind (z.B. Saft aus Konzentrat). Diese werden in manchen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem wegen ihrer süßenden Wirkung eingesetzt.
Alpro kommentiert die Rezeptur: „Alpro möchte geschmacklich herausragende, rein pflanzliche Lebensmittel anbieten, die zum Wohlbefinden beitragen und gleichzeitig mit den Ressourcen unserer Welt äußerst schonend umgehen. Um eine Soja-Joghurtalternative mit mehr Frucht und ohne Zuckerzusatz herzustellen, ist eine andere, spezielle Rezeptur erforderlich, einschließlich einer anderen, neuen Fruchtmischung. Mit dem Claim ,mehr Frucht‘ berücksichtigt Alpro alle Zutaten aus Früchten (Frucht, Fruchtsaft und Saft aus Konzentrat). Nach umfassender Forschung und Entwicklung haben wir uns für eine Kombination aus Saft (Konzentrat) und Frucht (Kirsche) entschieden, weil dies geschmacklich überzeugte.“
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Ernährungsphysiologische Einordnung
Die neuen Soja-Joghurtalternativen sind erfrischend fruchtig und schmecken pur zum Frühstück oder als Snack zwischendurch genauso wie im Müsli. Die neuen Soja-Joghurtalternativen dienen als Quelle für hochwertiges, pflanzliches Eiweiß. Die Alpro Soja-Joghurtalternativen mit mehr Frucht und ohne Zuckerzusatz sind von Natur aus fettarm. Mit 0,5 Broteinheiten (BE) bzw. 0,75 Kohlenhydrateinheiten (KHE) pro Portion (125 g) sind sie für Diabetiker gut geeignet.
Der Proteingehalt pflanzlicher Joghurtersatzprodukte variiert erheblich - abhängig von der verwendeten Pflanzenbasis. Besonders eiweißreich zeigen sich die untersuchten Produkte auf Sojabasis, die im Schnitt 4,4 g Protein pro 100 g enthalten. Einige Soja-Produkte sind mit Auslobungen wie „reich an Protein“ versehen. Zwar sind solche Angaben gesetzlich nur erlaubt, wenn der Proteinanteil mindestens 20 Prozent des Energiegehalts ausmachen - dennoch sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher davon nicht vorschnell beeindrucken lassen. Denn häufig ähneln die Proteinwerte lediglich denen eines herkömmlichen Vollmilchjoghurts.
Wer nur Alternativen isst, soll daher angereicherte Produkte wählen. Eine Ausnahme stellt Vitamin B12 dar: Es kommt in pflanzlichen Produkten nicht in ausreichender Menge vor - hier kann der gezielte Verzehr angereicherter Lebensmittel sinnvoll sein. Die drei Alpro-Sorten (Natur, Natur ohne Zucker, Natur Soja mit Hafer) sowie der MyVay-Sojaghurt von ALDI sind mit Calcium, Vitamin B12 und Vitamin D2 angereichert.
Zusatzstoffe, Aromen und Textur
Bei der Herstellung veganer Joghurts entsteht die cremige Konsistenz nicht durch die Bindung von Eiweiß, sondern durch die Verwendung stärkehaltiger Bindemittel, wie zum Beispiel Guarkernmehl. Fermentierte Produkte wie Joghurt sind gesund und können sich positiv auf die Darmflora auswirken. Dies gilt auch bei veganen Joghurts. Dennoch hat dies kaum bis gar keine Auswirkungen auf den typisch säuerlichen Geschmack, der durch Fermentieren entsteht.
Pflanzliche Joghurtalternativen unterliegen den allgemeinen lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungspflichten und müssen unter anderem ein Zutatenverzeichnis auf ihrer Verpackung aufweisen. Sie bestehen in der Regel zum größten Teil aus Wasser und der entsprechenden Pflanzenbasis, wie Sojabohnen, Hafermehl oder Kokosnussextrakt. Hinzu kommen Joghurt- oder Säuerungskulturen und oft zahlreiche Zusatzstoffe. Auch in unserer Stichprobe waren bei 13 der 17 Produkte Zusatzstoffe auf der Zutatenliste zu finden. Verdickungsmittel wie Agar-Agar (E 406), Carrageen (E 407), Johannisbrotkernmehl (E 410), Guarkernmehl (E 412), Pektin (E 440) sowie modifizierte Stärken (E 1400-1451) sorgen für eine gleichmäßige, cremige Textur.
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Diese Stoffe gelten als gesundheitlich unbedenklich und führen letztendlich dazu, ein glattes Mundgefühl und eine Joghurt-ähnliche Konsistenz durch verdicktes Wasser zu erreichen. Fünf Produkte - Alpro (alle drei Sorten), MyVay (ALDI) und Vemondo (Lidl) - enthalten natürliches Aroma. Aroma wird häufig eingesetzt, um einen standardisierten Geschmack zu erreichen.
Qualität, Tests und Öko-Test-Ergebnisse
Öko-Test hat 2021 insgesamt 22 vegane Joghurts, die fruchtfreiem Naturjoghurt nachempfunden und größtenteils ungesüßt sind, getestet und die Produkte auf Mineralölrückstände, Rückstände von Pestiziden und Schwermetallen sowie auf mikrobielle Belastung untersucht. Bei 13 der getesteten Produkte stammten die pflanzlichen Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Joghurts auf Sojabasis prüfte Öko-Test zudem auf gentechnisch veränderte Bestandteile. Diese konnten in keinem der Produkte nachgewiesen werden. Außerdem untersuchten die Tester:innen die Produkte auf Geschmack, Konsistenz sowie Mundgefühl. Die Verpackung der Joghurts wurde auf Rückstände umweltschädlicher chlorierter Verbindungen wie PVC getestet.
Die meisten der veganen Joghurt-Alternativen schnitten gut ab und Öko-Test stufte sie als empfehlenswert ein. Auffallend ist, dass die meisten Bio-Produkte das Gesamturteil „sehr gut“ erhalten: nämlich zehn der insgesamt 13 veganen Bio-Joghurts im Test. Auch konventionelle vegane Joghurts wie der vegane Kokos-Joghurt der Marke Vemondo von Lidl erhielten das Gesamturteil „sehr gut“. Ein weiteres empfehlenswertes Kokos-Produkt ist der pflanzliche Joghurt Andros So Good So Veggie, mit einer Gesamtbewertung „gut“. Punktabzug gab es bei diesem Produkt für Phosphate im Joghurt.
Im unteren Mittelfeld befindet sich mit „befriedigend“ zum Beispiel der Soja-Joghurt von Alpro. Mit der Bewertung „ausreichend“ müssen sich zwei Produkte begnügen. Der Grund: Sie enthielten Phosphate, Aroma und sogar das krebsverdächtige Spritzgift Glyphosat.
Klimabilanz und Nachhaltigkeit
Klares Plus der Pflanzenbasierten dagegen: Sie sind besser fürs Klima als der echte Joghurt. Es sei an dieser Stelle jedoch erwähnt, dass die veganen Joghurts sich darin unterscheiden, wie nachhaltig sie sind. Vegane Joghurts aus regionalen Rohstoffen (mit kurzen Transportwegen), zum Beispiel aus regional produziertem Hafer (idealerweise Bio), oder aus ressourcenschonenden Rohstoffen, die vergleichsweise wenig Wasser verbrauchen, sind nachhaltiger als es manch andere vegane Joghurts sind, zum Beispiel die Produkte aus importierten Kokosnüssen oder aus Mandeln.
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Sensorik: Geschmack, Konsistenz und Mundgefühl
Die meisten veganen Joghurts erzielten in Tests auch geschmacklich gute Bewertungen. Insgesamt kommen die veganen Joghurts bei den Tests somit auch geschmacklich gut weg. Einen Vorteil, den aber all diese veganen Joghurts im Vergleich zu Natur-Joghurts aus Milch haben: Je nach Basis-Zutat kann das Geschmackserlebnis etwas variieren. Wer es also lieber etwas nussiger mag, kann zu Cashew- oder Mandel-Produkten greifen, wer es lieber cremig-säuerlich mag, greift zu Kokos-Produkten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Preis- und Verpackungsaspekte
Ein Vergleich der Preise hochgerechnet auf 500 g zeigt zum Teil erhebliche Unterschiede - insbesondere bei den getesteten Soja-Alternativen. Die Preisspanne reicht von günstigen 0,95 Euro für das Produkt von ALDI bis zu 2,49 Euro für die Soja-Varianten von Alpro. Auch bei den Bio-Sojaprodukten zeigt sich eine breite Preisskala: Während Alnatura und denree jeweils 2,24 Euro verlangen, kostet das Produkt „My Love My Life Bio Soja Natur“ bei Denns Biomarkt 3,49 Euro. Im Gegensatz dazu bewegen sich die Preise für Kokos- und Mandelalternativen in einem engeren Rahmen. Die sechs untersuchten Produkte kosten zwischen 1,90 und 2,25 Euro pro 500 g - unabhängig davon, ob es sich um Bio-Produkte handelt oder nicht.
Im direkten Vergleich mit klassischem Joghurt zeigt sich: Vegane Alternativen sind häufig teurer. Die Preise für herkömmlichen Joghurt liegen - abhängig von Marke und Bio-Qualität - zwischen 0,99 Euro und 1,89 Euro pro 500 g. Wichtig beim Preisvergleich: Packungsgrößen beachten. Die Mehrheit der untersuchten Produkte (15 von 17) wird in 400-g-Bechern angeboten. Nur die Soja-Joghurts von ALDI und Lidl entsprechen mit 500 g dem üblichen Gewicht klassischer Joghurts.
Tabelle: Wichtige Vergleichspunkte (vereinfacht)
| Aspekt | Alpro Natur ohne Zucker | Allgemeine vegane Alternativen |
|---|---|---|
| Zuckerzusatz | kein zugesetzter Zucker/Süßstoffe (enthält Fruchtsaftkonzentrat) | meist niedrig, Ausnahmen bei Hafer |
| Protein | Sojabasis, gute Proteinquelle | Soja am höchsten, Mandeln/Kokos/Hafer deutlich weniger |
| Fett | von Natur aus fettarm | Kokos am höchsten, Hafer/Mandel/Soja niedriger |
| Anreicherung | Calcium, Vitamine B2, B12, D | vereinzelt angereichert, B12 oft fehlend |
| Zusatzstoffe | teilweise Säureregulatoren, Aroma | häufig Verdickungsmittel und Aromen |
Praktische Tipps für Kauf und Verbrauch
- Lesen Sie die Zutatenliste: „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet nicht automatisch zuckerfrei.
- Bei rein pflanzlicher Ernährung sind angereicherte Produkte (z. B. B12) sinnvoll.
- Für weniger Fett wählen Sie Soja-, Hafer- oder Mandel-Alternativen statt Kokos.
- Wer auf Zusatzstoffe verzichten möchte, achtet auf kurze Zutatenlisten und Bio-Produkte.
- Packungsgrößen beachten: Viele vegane Joghurts kommen in 400-g-Bechern.
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