Dubai Schokolade bei Aldi: Verfügbarkeit, Rechtsstreit und Hintergründe
Die Dubai-Schokolade mit Pistazien-Kadayif-Füllung hat in den letzten Monaten für enorme Nachfrage, lange Warteschlangen und juristische Auseinandersetzungen gesorgt. Der Hype um die mit Pistaziencreme und knusprigen Teigfäden gefüllte Schokolade reißt nicht ab.
Was ist die „Dubai-Schokolade“ und warum ist sie so begehrt?
Die Dubai-Schokolade ist ohne Frage der größte Food-Trend des Jahres. Sie ist das Phänomen des Jahres, die Dubai-Schokolade. Pistazie, Engelshaar, Tahini und wahlweise Vollmilch- oder Zartbitterschokolade üben offenbar eine enorme Sogwirkung aus. Seit 2021 gibt es die Schokolade mit Pistaziencreme in Dubai, genauer in der Manufaktur „Fix Dessert Chocolatier“. Die Chefin Sarah Hamouda hat sie erfunden, angeblich infolge von Schwangerschaftsgelüsten. Millionen Menschen sahen das Video. Befeuert wird der Hype durch die geringe Verfügbarkeit.
Preis, Verfügbarkeit und Discounter-Angebote
Um die mit Pistaziencreme und knusprigen Teigfäden gefüllte Schokolade war zuletzt ein wahrer Hype entstanden. In vielen Aldi-Filialen war die Schokolade im Dezember schnell ausverkauft. Lindt verkaufte seine Dubai Schokolade auch in eigenen Boutique Stores bundesweit. Es gab lange Warteschlangen vor Geschäften und Weiterverkäufe im Internet für Hunderte Euro. 100 Gramm Dubai-Schokolade kosten bis zu 20 Euro. Die bisher im Verkauf erhältlichen Tafeln kosten zwischen 6,99 Euro und 29,90 Euro.
Aldi will das beliebte Produkt für 4,29 Euro auf den Markt bringen. Aldi unterbietet nun die Konkurrenz mit einer eigenen Dubai-Schokolade. Die Schokolade sorgte für meterlange Warteschlangen vor Geschäften, Weiterverkäufe im Internet erzielten teilweise Preise von Hunderten Euro. Wer sich zuvor wegen des hohen Preises ärgerte, deswegen vielleicht sogar frustriert war, bekommt endlich eine kostengünstige Option.
Verfügbar ist die Dubai Schokolade ab dem 16. Dezember in allen Aldi Süd-Filialen. Ab dem 16. Dezember gibt es die Dubai-Schokolade bei Aldi - und das für einen vergleichsweise günstigen Preis. Die Dubai-Schokolade gibt es nur als Aktion, heißt limitiert. Wie viele Tafeln genau in den Handel kommen, ist nicht bekannt. Einen Ansturm wird es aber sicherlich geben.
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Der Rechtsstreit um Herkunftsbezeichnung und Irreführung
Aldi musste den Verkauf einer türkischen Dubai-Schokolade kürzlich einstellen. Ein Gerichtsurteil erlaubt dem Discounter den Verkauf jetzt wieder. Im Rechtsstreit um ein Verkaufsverbot seiner Dubai-Schokolade hat der Discounter Aldi Süd vor dem Landgericht Köln einen wichtigen Sieg errungen.
Aktuellen Informationen zufolge sieht das Gericht keine Verbrauchertäuschung mehr durch die Bezeichnung Dubai-Schokolade, selbst wenn das Produkt nicht in Dubai produziert wird. Mit diesem Urteil hat die 4. Handelskammer eine frühere Entscheidung einer anderen Kammer aufgehoben, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Im Dezember hatte Aldi Süd die „Alyan Dubai Handmade Chocolate“ in seinen Filialen angeboten. Dagegen zog ein Süßwarenimporteur vor Gericht, da die Schokolade in der Türkei hergestellt wird, wie auf der Verpackungsrückseite angegeben. Im Januar entschied eine andere Kammer des Landgerichts Köln, dass dieser Hinweis nicht ausreiche und den Verbraucher in die Irre führe. Aldi Süd legte Widerspruch ein.
Die Debatte, ob der Begriff Dubai-Schokolade den Eindruck erweckt, die Schokolade sei in Dubai produziert, beschäftigt seit Wochen verschiedene Gerichte in Deutschland, die zu teils unterschiedlichen Urteilen kamen. Die Frage, ob Schokolade mit Pistazien-Kadayif-Füllung unabhängig vom Produktionsland als Dubai-Schokolade bezeichnet werden darf, beschäftigt die Gerichte seit Monaten.
Entscheidungen im Überblick
- Das Landgericht Köln erließ eine einstweilige Verfügung gegen Aldi Süd und untersagte vorläufig den Verkauf, da die Schokolade in der Türkei produziert wurde und der Begriff „Dubai“ eine geografische Herkunft suggeriere.
- Eine andere Kammer des Landgerichts Köln hob dieses Verkaufsverbot wieder auf und stellte klar, dass der Begriff Dubai-Schokolade längst als Synonym für die spezielle Pistazien-Kadayif-Rezeptur bekannt sei.
- Die 4. Handelskammer des Landgerichts Köln hat eine frühere Entscheidung aufgehoben; das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
- Das Oberlandesgericht Köln hatte in einem anderen Verfahren argumentiert, dass bei etwa 15 bis 20 Prozent der angesprochenen Verbraucher die Vorstellung einer bestimmten geografischen Herkunft verbleibe und daher Irreführung vorliegen könne.
Aldi Süd begrüßt diese Entscheidung. Eine Unternehmenssprecherin erklärte: "Der Verbraucher wisse längst, dass der Begriff Dubai-Schokolade für ein Produkt mit der typischen Pistazien-Kadayif-Füllung stehe - nicht zwingend für eine Herkunftsbezeichnung". Ob die Schokolade, die wegen des Rechtsstreits vorsichtshalber aus dem Verkauf genommen wurde, nun wieder in die Regale kommt, sei noch nicht entschieden.
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Parteien und Motive
Eingereicht hatte den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen Aldi Süd Andreas Wilmers, der Geschäftsführer der Alina Wilmers Verwaltungs GmbH. Er ist nach eigenen Angaben der offizielle Exporteur der Dubai-Schokolade „Fex“, mahnte bereits Lindt für den Verkauf von Dubai-Schokolade ab. Der Unternehmer geht aktuell gegen mehrere große Handelsketten vor, die Dubai-Schokolade in ihr Sortiment aufgenommen haben.
Geklagt hatte der Süßwarenimporteur Andreas Wilmers, der in Dubai hergestellte Schokolade der Marke Fex in Deutschland verkauft. Wilmers hatte im Dezember wegen des Verkaufs von Dubai-Schokolade auch den Discounter Lidl und den Süßwarenhersteller Lindt abgemahnt. Bei diesen Verfahren gibt es bisher noch keine Entscheidung.
Lindt hielt der Abmahnung entgegen, der Begriff "Dubai Schokolade" stehe als Sortenbezeichnung für Schokolade mit der typischen Pistazien-Kadayif-Füllung und nicht für Schokolade, die wirklich aus Dubai importiert worden sei. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie teilte ebenfalls mit, Dubai-Schokolade dürfe auf der ganzen Welt hergestellt werden.
Praktische Folgen für Verbraucher und Händler
Die Schokolade hatte der Discounter schon zu Beginn des Rechtsstreits vorsichtshalber aus dem Verkauf genommen. Nun, da die rechtlichen Hürden überwunden scheinen, bleibt die Frage, ob die süße Verführung bald wieder in den Regalen zu finden sein wird. Eine Unternehmenssprecherin ließ offen, ob und wann die Rückkehr der Schokolade geplant ist.
Der Discounter darf nun keine Dubai-Schokolade mehr verkaufen, die nicht aus Dubai stammt - sonst droht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro, laut einstweiliger Verfügung in einem früheren Beschluss. Im Online-Shop von ALDI Süd wurde „Alyan Handmade Dubai Chocolate“ am Sonntag noch für 3,79 Euro angeboten. Jetzt heißt es dort: „Dieser Artikel ist vermutlich nicht mehr in der Filiale erhältlich.“
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Mediale Reaktionen und gesellschaftliche Debatte
Der Hype um die Dubai-Schokolade spaltet das Netz - und was denkt ihr? Neben denjenigen, die sich über den Einzug der Dubai-Schokolade beim Discounter freuen, gibt es aber auch viele Menschen, die dem Hype allmählich überdrüssig werden. So liest man in Kommentaren „Ich habe es noch nie probiert, aber dieser Hype ist abstoßend ohne Ende” oder „Bitte haut ab damit, ich kann es nicht mehr sehen und hören”.
Als Lindt vergangenen Monat 1000 limitierte und nummerierte Dubai-Schokoladen-Tafeln deutschlandweit in den Handel brachte, gab es lange Schlangen. Erst Lidl, dann Netto, jetzt auch noch Aldi! Die gehypte Dubai-Schokolade erobert nach und nach die Discounter der Republik und wird damit um einiges erschwinglicher als bisher. Doch nicht nur der große Ansturm, sondern auch der Preis der Dubai-Schokolade führte bislang dazu, dass nicht jeder sie probieren konnte, der es gerne wollte.
Tipps für Interessierte
- Wer von dieser Aktion profitieren will, muss schnell sein: Die Angebote sind limitiert.
- Für diejenigen, die keinen Aldi Süd in der Nähe haben, existieren Rezepte, um die Dubai-Schokolade selbst herzustellen.
- Beim Kauf auf die Herkunftsangaben auf der Verpackung achten, wenn einem die geografische Herkunft wichtig ist.
Kurze Tabelle: Preisvergleich und Händler (Beispiele)
| Händler | Preis (Beispiel) | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Lindt (limitierte Edition) | bis 29,90 € | limitiert, Boutiquen |
| Verschiedene Chocolatiers / Online | 10-20 € / 100 g | selektiv, online |
| Aldi Süd (Aktion) | 4,29 € | ab 16. Dezember, limitiert |
| Andere Discounter (Lidl, Netto) | variabel, oft günstiger als Luxus-Anbieter | regional / limitiert |
Ob Aldi mit der Discounter-Dubai-Schokolade die hohe Nachfrage bedienen kann, ist fraglich. Die Debatte zeigt, wie stark Marketing, Herkunftsbezeichnung und Verbraucherwahrnehmung in einem Produkt zusammenwirken können.
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