Adolf Hitler Torte: Geschichte und Hintergrund

Die ungewöhnliche und kontroverse Geschichte um eine Geburtstagstorte mit dem Namen „Adolf Hitler“ illustriert, wie Namenswahl, Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Wertvorstellungen kollidieren können. Der Fall der Familie Campbell aus New Jersey wurde von lokalen und internationalen Medien aufgegriffen und löste eine breite Debatte über Toleranz, Grenzen des guten Geschmacks und Kindeswohl aus.

Der Vorfall im Supermarkt

Ein Ehepaar in den USA suchte einen Supermarkt, der ihrem Sohn eine Torte mit dessen Namen verziert: Der Kleine heißt Adolf Hitler. In einem Supermarkt im US-Bundesstaat New Jersey hatte der 35-jährige Heath Campbell ganz unbedarft eine Torte mit dem Namenszug seines Sohnes bestellt. "Adolf Hitler" in Sahnelettern auf ihren Backwaren zu sprühen, war für den Leiter der Konditorei des Greenwich ShopRite eine ebenso geschmacklose wie unmögliche Idee. Er lehnte den Auftrag ab.

Eine Sprecherin des Supermarkts erklärte, die Campbells seien in den vergangenen zwei Jahren bereits mit ähnlichen Anfragen gescheitert. So habe Heath Campbell um eine Hakenkreuz-Dekoration gebeten. Das war dem Supermarkt zuviel und so wiesen sie den Auftrag zurück. ShopRite würde die Torte backen und oben Platz lassen für den Namen. Den könnten die Eltern dann selbst einfügen. Deborah Campbell lehnte ab, ihr Mann ebenfalls.

Supermarkt-Theke mit Geburtstagstorten

Mediale Rezeption und Reaktionen

Als eine Lokalzeitung das Thema aufgriff, hagelte es wütende Zuschriften an die Eltern im Internet. Die ganze Geschichte landete dann auch noch in der Lokalzeitung. Wütende Leser schrieben die Eltern im Internet an. Die Geschichte, die in der Lokalzeitung dann veröffentlicht wurde, verbreitete sich in Amerikas Medien, Experten meldeten sich, Kommentatoren gaben ihre Meinung ab, es wurde spekuliert über das künftige Leben der Kinder, debattiert über die Grenzen des guten Geschmacks und der Freiheit.

Vater Heath Campbell bat in einem Interview um mehr Toleranz: "Man muss einen Namen doch akzeptieren. Ein Name ist ein Name. Das Kind wird nicht aufwachsen und tun, was Hitler getan hat." Er erklärte, er habe seinen Sohn Adolf Hitler Campbell benannt, weil ihm der Name gefalle "und sonst niemand auf der Welt diesen Namen hat".

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Familienhintergrund und politische Symbolik

Den "Daily News" zufolge soll Vater Campbell den Namen keineswegs wahllos ausgesucht haben. Er soll Holocaust-Leugner sein und sein Haus mit Hakenkreuzen dekoriert haben, schreibt das Blatt. Campbell ist Bewunderer der SS, ein Verehrer Heinrich Himmlers. Er läuft gern in Soldatenstiefeln herum, er sagt, er habe deutsche Vorfahren, und er hat sein Haus mit Hakenkreuzen dekoriert. "Das Hakenkreuz", sagt Campbell, "steht für Frieden und für Ausgewogenheit."

Beim Interview habe Campbell, der nach eigenen Angaben deutsche Vorfahren hat, Wehrmachtsstiefel getragen. Er leugnet den Holocaust und hat Adolfs Schwestern Joycelynn Aryan Nation ("arische Nation", eine verbotene Neonazi-Organisation) und Honszlynn Hinler Jeannie genannt - die korrekte Schreibweise des SS-Führers Heinrich Himmler war den Eltern wohl nicht geläufig.

Rechtlicher und gesellschaftlicher Kontext in den USA

Verboten sind Symbole des NS-Regimes in den USA nicht, auch die Holocaust-Leugnung ist nicht strafbar - im Gegensatz zu Deutschland und den meisten europäischen Ländern. US-Standesämter erheben keinen Einspruch gegen Marken- oder Ortsnamen für Kinder, und auch nicht gegen Namen wie die der Campbell-Kinder. Die Meinungsfreiheit, in der ersten Ergänzung der US-Verfassungs 1791 festgeschrieben, steht traditionell unter starkem Schutz. Auch die Sorge um das Kindeswohl muss dahinter zurückstehen.

Den "Daily News" zufolge sahen einige Supermarktmitarbeiter keinen Grund, dem Wunsch der Eltern zuzustimmen. Bei Wal-Mart sah man hingegen keinen Grund, dem Wunsch der Eltern nicht nachzukommen. Der Staat hatte den Namen des Jungen seinerzeit anstandslos akzeptiert, warum sollte ein Unternehmen sich jetzt querstellen? Mutter Deborah erzählte, ein anderer Supermarkt habe schließlich die gewünschte Torte geliefert.

Wal-Mart-Schild

Auswirkungen auf die Familie und das Kindeswohl

Vor kurzem holten Mitarbeiter des Jugendamts von New Jersey die drei Kinder ab und brachten sie bei Pflegefamilien unter. Einen konkreten Grund nannte die Behörde nicht, eine Mitarbeiterin erklärte lediglich, die Kinder seien gefährdet gewesen. Ein Polizist sagte, gegen die Campbells liege nichts vor, sie seien nicht kriminell, sie würden ihre Kinder nicht misshandeln. Zurzeit streiten die Eltern vor Gericht um das Sorgerecht, sie dürfen Adolf Hitler und seine Schwestern inzwischen dreimal in der Woche besuchen.

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Anrührend berichtet die Lokalzeitung, wie sich der kleine Adolf hinter seinem Vater versteckt und nicht antworten will, wenn er nach seinem Namen gefragt wird. Traurig sei es, sagt Mutter Deborah, dass ShopRite einem Dreijährigen die Geburtstagstorte verweigere. Bei der Geburtstagsfeier seien rund ein Dutzend Gäste dabei gewesen.

Globale Perspektive auf die Namensverwendung

Das Campbell-Beispiel ist kein Einzelfall weltweit: In Brasilien etwa sind Vornamen wie Hitler, Himmler und Göring verbreitet. US-Standesämter und Behörden intervenieren in vielen Fällen nicht gegen provokante oder belastete Namen, sodass die Nutzung historisch belasteter Namen gesellschaftliche Debatten über Erinnerungskultur, Bildung und radikale Ideologien auslösen kann.

Weltkarte mit Ländern, in denen belastete NS-Namen vorkommen

Diskussion: Freiheit vs. Verantwortung

Die Geschichte löste eine Debatte aus: Die Familie Campbell beeindruckte es wenig, dass ein ganzes Land über sie sprach. Die Eltern sahen ihre Handlungsfreiheit und argumentierten mit Einzigartigkeit der Namen und mit

Adolf Hitler Torte: Geschichte und Hintergrund

Der Dreijährige Adolf Hitler stand im Mittelpunkt eines Namensstreits, als sein Vater eine Geburtstagstorte mit Namensaufschrift bestellte.

Der Skandal entstand erst, als der Vater für seinen dreijährigen Sohn eine Geburtstagstorte mit Namensaufschrift bestellte.

Der Name des Kindes, Adolf Hitler, löste empörte Reaktionen aus und führte zu Debatten über Toleranz, Meinungsfreiheit und Geschmack.

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Eine Sprecherin des Supermarktes ShopRite erklärte, die Campbells seien schon in den vergangenen zwei Jahren mit ähnlichen Wünschen abgeblitzt.

Hintergrund der Namenswahl

„Man muss einen Namen doch akzeptieren. Ein Name ist ein Name. Das Kind wird nicht aufwachsen und tun, was Hitler getan hat.“

Der Vater Heath Campbell erklärte, er habe seinen Sohn nach Adolf Hitler benannt, „weil ihm dieser Name gefalle“ und „sonst niemand auf der Welt diesen Namen hat“.

Campbell wollte demnach nicht nur, dass der Name Adolf Hitler auf der Torte steht, sondern auch eine Dekoration mit einem Hakenkreuz darauf sehen.

Der Dreijährige habe hinter seinem Vater gestanden und sich nicht immer geäußert, wenn er nach seinem Namen gefragt werde.

Die Campbells hatten zudem weitere ungewöhnliche Vornamen, wie JoyceLynn Aryan Nation und Honszlynn Hinler Jeannie.

Der Vater betonte, er habe deutsche Vorfahren und die Familie habe eine Geschichte, die ihn zu diesem Namen geführt habe.

Im Verlauf der Berichterstattung wurde erwähnt, dass auch andere Lebensmittelgeschäfte ähnliche Anfragen abgewiesen hatten.

Infografik: Verlauf des Namensstreits um Adolf Hitler Campbell

Reaktionen und rechtlicher Kontext

Eine Lokalzeitung veröffentlichte die Geschichte, woraufhin wütende Leser im Internet Stellung bezogen.

In den USA sind NS-Symbole und Holocaust-Leugnung nicht in gleichem Maße verboten wie in Deutschland oder anderen europäischen Ländern; Symbolik kann darnach rechtlich unterschiedlich bewertet werden.

US-Standesämter erheben keinen Einspruch gegen Marken- oder Ortsnamen für Kinder; die Meinungsfreiheit wird traditionell hoch geschützt.

Der Supermarkt ShopRite weigerte sich, den Auftrag mit Hakenkreuz-Dekoration auszuführen, da dies als unpassend angesehen wurde.

Wal-Mart hatte später Berichten zufolge einen Supermarkt gefunden, der die Torte lieferte, während andere Ablehnungen dokumentiert wurden.

Die Geschichte im Detail

Easton, USA: Ein Ehepaar suchte einen Supermarkt, der ihrem Sohn eine Torte mit dessen Namen verziert, der Kleine heißt Adolf Hitler.

Der Leiter der Konditorei des Greenwich ShopRite lehnte ab, weil es „eine ebenso geschmacklose wie unmögliche Idee“ sei, Sahnebuchstaben mit dem Namen aufzubringen.

Der Name Adolf Hitler Campbell tauchte in der Lokalzeitung auf und führte zu medialer Aufmerksamkeit und Debatten.

Die Familie Campbell sammelte in der Folge verschiedene Reaktionen aus dem Land und im Netz.

Video: Debatte um Namenswahl und Torte in den USA

Familiäre Hintergründe und weitere Namen

Die Schwester von Adolf, Joycelynn Aryan Nation, trägt einen Bezug zur Neonazi-Organisation Aryan Nation, die vom FBI als potenziell bedrohlich eingestuft wird.

Der Vater zeigte sich nach eigenen Angaben überzeugt, dass er einzigartige Namen suche, die sonst niemand auf der Welt trägt.

Auch die anderen Kinder der Campbells litten unter der öffentlichen Aufmerksamkeit und den ungewöhnlichen Vornamen.

Die Mutter Deborah Campbells erklärte, dass ein anderer Supermarkt bereit war, die Torte zu liefern, sodass zumindest ein Kompromiss gefunden wurde.

Konsequenzen und aktuelle Entwicklungen

Schließlich wurden Berichte veröffentlicht, die beschreiben, wie die Familie im Fokus der Medien stand und welche Reaktionen in der Community ausgelöst wurden.

Immer wieder betonten Befürworter der Namenswahl, dass es in einer liberalen Gesellschaft wichtig sei, Namen zu akzeptieren und Meinungen zu respektieren.

In einem späteren Verlauf wurden die drei Campbells-Kinder von Jugendämtern betreut, da das Wohl des Kindes in Frage gestellt wurde; eine konkrete Begründung nannte die Behörde nicht, doch die Familienlage wurde als potenziell gefährdet beschrieben.

Zurzeit streiten die Eltern vor Gericht um das Sorgerecht; Adolf Hitler und seine Schwestern dürfen die Familie jedoch regelmäßig besuchen, was die juristische Auseinandersetzung weiter beeinflusst.

Fotos aus dem Umfeld der Campbells und der Mediensituation

Kultureller und historischer Kontext

Die Geschichte verweist auf die Debatte um die Freiheit der Namenswahl in den USA und den Unterschied zu repressiven Regimen, die in anderen Ländern strengere Regeln haben.

Historische Bezüge, etwa der Umgang mit Hitler-Dikatur und die Frage der Rezeption extremistischer Symbolik, werden in der Berichterstattung aufgegriffen und diskutiert.

Historische Einordnung anhand der Berichte

In den Berichten wird deutlich, dass die Namenswahl eine Herausforderung für soziale Normen darstellt und zu intensiver öffentlicher Diskussion führt.

Die Geschichte veranschaulicht, wie stark persönliche Entscheidungen im öffentlichen Raum diskutiert werden können und welche Rolle Medien in der Meinungsbildung spielen.

Datum Ereignis Ort
17.12.2008 Bericht über Torte mit Namensaufschrift Adolf Hitler USA
28.01.2019 Weitere Berichte und Perspektiven auf Namensstreit und Medienreaktionen USA
Infografik: Prozessablauf eines Namensstreits im Einzelhandel

Der Fall illustriert, wie Medien, öffentliche Meinung und rechtliche Rahmenbedingungen in den USA miteinander agieren, wenn provokante Namen öffentlich diskutiert werden.

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