Sieben Tafeln Schokolade: Gesundheitliche Auswirkungen und Nährwerte
Schokolade gehört zu den beliebtesten Genussmitteln und wird weltweit in unterschiedlichsten Sorten und mit vielfältigen Zutaten angeboten. Während viele sie als „Nervennahrung“ oder Seelentröster schätzen, gibt es zahlreiche Diskussionen darüber, ob und in welchem Maße Schokolade gesund oder ungesund ist. Besonders im Fokus stehen dabei dunkle Sorten mit hohem Kakaoanteil, denen zahlreiche positive Effekte auf Herz, Kreislauf, Stimmung und Gesundheit nachgesagt werden. Im Folgenden betrachten wir die Inhaltsstoffe, Wirkungen und Nährwerte von sieben Schokoladentafeln - und klären fundiert, was sieben Tafeln Schokolade für die Gesundheit bedeuten können.
Was genau ist Schokolade?
Nüchtern betrachtet umfasst der Begriff Schokolade verschiedene verarbeitete Produkte, deren Hauptbestandteile aus der Kakaobohne stammen - vor allem Kakaobutter, Kakaomasse und Kakaopulver. Hinzu kommen je nach Rezeptur noch weitere Zutaten wie Zucker, Milch, Nüsse, Trockenfrüchte oder scharfe Gewürze wie Chili.
Je nachdem, wie hoch der Anteil der Kakaobestandteile ist, lassen sich verschiedene Schokoladensorten unterscheiden. Während Schokolade mit 70% Kakao bereits herb-fruchtige Kakaonuancen besitzt, aber noch dezent süß schmeckt, sorgt der Mix aus hohem Kakaoanteil und einem geringen Zuckeranteil einer Schokolade mit 85% Kakao für einen puren, intensiv herben Kakaogenuss.
- Weiße Schokolade enthält kein dunkel färbendes Kakaopulver, sondern nur die Kakaobutter.
- Milchschokolade besteht aus Kakao, Kakaobutter, Zucker und Milch (oder Milcherzeugnissen).
- Dunkle Schokolade (Bitterschokolade) enthält mehr Kakao als Vollmilchschokolade - und kein Milchpulver.
Für ein intensives Schokoladenaroma werden die Kakaobohnen zunächst fermentiert, getrocknet und geröstet. Als Kakaomasse bilden sie nun die Grundlage für die Herstellung der meisten Schokoladensorten. Für eine feine Konsistenz wird mithilfe eines mehrstufigen Mahlwerks ein flockiges Schokoladenpulver erzeugt, welches im Anschluss conchiert wird. Damit die fertige Schokolade beim späteren Genuss glatt unter dem typischen Knacken bricht und matt glänzt, wird sie temperiert und in Tafeln gegossen.
Nährwerte von Schokolade: Was steckt in sieben Tafeln?
Eine normale Tafel Schokolade wiegt rund 100 Gramm. Bei sieben Tafeln handelt es sich also um 700 Gramm Schokolade. Da Schokoladensorten unterschiedlich zusammengesetzt sind, variiert ihr Nährwert teils erheblich.
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| Schokoladensorte | Energie (kcal/100g) | Fett (g/100g) | Zucker (g/100g) | Kakaoanteil |
|---|---|---|---|---|
| Weiße Schokolade | 570-600 | ≈34 | ≈55 | 0% |
| Vollmilch | 530-550 | ≈31 | ≈50 | 30% |
| Zartbitter (50%) | 500-520 | ≈30 | ≈45 | 50% |
| Bitterschokolade (70-85%) | 500-540 | ≈40 | 20-30 | 70-85% |
| 100%-Schokolade | ≈530 | ≈45 | 0 | 100% |
Sieben Tafeln Schokolade entsprechen - je nach Sorte - dem gesamten Tagesenergiebedarf von drei bis vier Tagen für eine erwachsene Person. Wer eine 100-g-Tafel Schokolade isst, der deckt bereits ein Viertel seines täglichen Kalorienbedarfs von rund 2.000 Kilokalorien. Insgesamt hat Schokolade eine hohe Energiedichte, enthält also viele Kalorien (im Durchschnitt etwas über 500 Kilokalorien pro 100 Gramm); und das gilt auch für die dunklen Sorten.
Gesundheitliche Auswirkungen von Schokolade
Kakaogehalt und seine Bedeutung
Mit steigendem Kakaoanteil wird die dunkle Farbe - und die zart-herben Nuancen - entsprechend intensiver. Gerade für die bittere Note sind einige der sekundären Pflanzenstoffe verantwortlich, die dunkle Schokolade gesund machen - vor allem sogenannte Polyphenole.
Kakaobohnen enthalten wertvolle Antioxidantien, insbesondere Flavonoide, die eine zellschützende Funktion aufweisen. Besonders hoch ist der Anteil an Flavonoiden, einer Gruppe von färbenden und schützenden Stoffen, die zu den Polyphenolen gehören. Studien zufolge können Flavonoide mit ihrer antioxidativen Wirkung die Haut vor UV-Schäden schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken. Zudem gibt es Hinweise, dass sie die Durchblutung stärken und das Absterben von Krebszellen begünstigen.
Kakao wirkt gefäßschützend und minimiert das Risiko für Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Je mehr Flavonoide in deinem Getränk oder deiner Schokolade enthalten sind, desto stärker wird der Blutdruck gesenkt.
Stimmungsaufhellende Wirkung
Der Zucker aus der Schokolade senkt die Produktion von Stresshormonen im Körper und fördert die Umwandlung des Schokoladenbestandteils Tryptophan in das Glückshormon Serotonin.
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Das im Kakao enthaltene Theobromin ähnelt zudem Koffein, wirkt leicht anregend und hebt die Laune. Schokolade enthält auch Phenylethylamin, das wacher macht und die Konzentration steigert. So verbinden wir Schokolade häufig mit positiven Momenten (Festtage, Belohnung etc.). Auch wenn Schokolade mit Genuss und Achtsamkeit verknüpft wird, macht sie gute Laune.
Forschende diskutieren, ob Flavonoide sowie einige in Schokolade enthaltene Aminosäuren sich auch auf die Gehirnfunktion und die Stimmung auswirken. Einige Fachleute sind der Überzeugung, dass bestimmte Kakaobestandteile die Durchblutung des Gehirns fördern und via Interaktion mit bestimmten Botenstoffen (wie Serotonin und Dopamin) eine antidepressive Wirkung haben.
Weitere gesundheitliche Aspekte
- Bitterschokolade enthält weniger Zucker und ist dadurch besser für die Zahngesundheit.
- Kakaopulver und Co. sollen unter anderem das Herz schützen und den Körper mit stimmungsaufhellenden Stoffen versorgen.
- Je dunkler die Schokolade, desto intensiver ist der Geschmack und desto weniger Zucker enthält sie.
- Schokolade hat auch antioxidative Effekte, die Entzündungen hemmen können.
- Das Phenylethylamin wirkt wachmachend, Serotonin und Endorphine sorgen für Motivation und Euphorie.
- Kakaobutter enthält Vitamin D sowie weitere Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalium, Phosphor und Zink.
Studienlage: Wie viel Schokolade ist gesund?
Ob dunkle Schokolade tatsächlich vor Krebs schützt oder Depressionen lindert, ist bislang nur unzureichend erforscht. Die bisherigen Studienergebnisse beziehen sich zum größten Teil auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und lassen ein vorsichtig positives Zwischenfazit zu: In Maßen genossen kann dunkle Schokolade dazu beitragen, die Blutgefäße vor Arteriosklerose zu schützen und das Risiko für Herzinfarkte zu verringern.
Forscher in Italien haben herausgefunden, dass der Verzehr einer halben Tafel pro Woche das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Ihre Erkenntnisse wurden kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht. Im Rahmen dieser epidemiologischen Studie, eine der größten in Europa, fand man heraus, dass durch den täglichen Verzehr von 6,7 Gramm Schokolade Entzündungen abgewehrt und Herzerkrankungen vorgebeugt werden kann.
„Wir sprechen von einem moderaten Verzehr“, sagt die Forscherin. Die besten Ergebnisse werden bei täglichem Verzehr von 6,7 Gramm Schokolade erzielt. "Das entspricht einem kleinen Stück Schokolade zwei oder drei Mal pro Woche." Jeder Konsum, der über diese Menge hinausgeht, würde den positiven Effekt zerstören, merkt sie an.
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Empfohlene Tagesmenge
Expertinnen und Experten raten, keinesfalls mehr als 25 Gramm des Lebensmittels pro Tag - das entspricht etwa zwei Riegeln - und möglichst dunkle Schokolade zu genießen. Ein oder zwei Stück von einer Tafel sind ok.
Sieben komplette Tafeln (700 Gramm) auf einmal oder in kurzem Zeitraum zu essen, stellt eine enorme Belastung für den Körper dar und überschreitet den empfohlenen Konsum um ein Vielfaches. Zu viel ist ungesund.
Risiken und Nebenwirkungen: Wann wird Schokolade ungesund?
Das Problem ist, dass Schokolade - anders als Gemüse, Obst und Nüsse, die ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe enthalten - ein hoch verarbeitetes Lebensmittel ist. Neben den wertvollen Inhaltsstoffen der ursprünglichen Kakaobohne stecken in Schokolade auch reichlich Zucker und Fett. Schokolade gilt deshalb als Dickmacher und Zuckerbombe. Mit einem gesunden Lebensstil scheint sie geradezu unvereinbar zu sein.
Zucker, Fett und Milch aus der Schokolade steigern im Körper die Talgproduktion. Die mögliche Folge: Pickel und unreine Haut. Zuckerreiche Ernährung kann Akne fördern. Einige Inhaltsstoffe der Schokolade beeinflussen die Immunzellen der Haut, sodass Entzündungen zunehmen.
Der hohe Kaloriengehalt einer Schokolade (eine Tafel hat etwa 530 kcal) kann in großen Mengen schnell zu Übergewicht führen. Dies erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Stoffwechselstörungen.
Weitere Risiken und Hinweise
Achtung! Schokolade kann mit Schwermetall belastet sein. Kakaohaltige Produkte können mit Cadmium belastet sein. Die Verbraucherzentrale klärt auf, dass dieses giftige Schwermetall bereits in geringen Mengen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Weiterhin verdrängt es im Körper andere Mineralstoffe, so wird Cadmium anstelle von Zink verstoffwechselt. Durch diesen Eingriff in verschiedene Stoffwechselwege können chronische Entzündungen, Bluthochdruck, Nierenschäden, oxidativer Stress oder Störungen des Fettstoffwechsels eintreten.
Auch Diabetiker sollten mit dem Konsum von Schokolade vorsichtig sein; Bitterschokolade ohne Zucker kann für Personen geeignet sein, die abnehmen oder ihr Gewicht halten möchten.
Schokolade in der richtigen Menge genießen
Ob als Motivationsschub vor einer großen Präsentation oder gegen den Frust nach einem verlorenen Pitch - wir alle kennen die Wirkung von Schokolade und wissen, dass sie oft der Retter in der Not ist. Viele Mythen ranken sich um die süße Sünde. In Maßen genossen ist Schokolade auch heute noch geeignet, Körper und Geist gesund zu halten.
Eine gute Schokolade sollte so wenig Zutaten wie möglich beinhalten. Zucker sollte nicht an erster Stelle in der Zutatenliste stehen. Gute Schokolade enthält zudem echte Kakaobutter. Viele Hersteller sparen hier und ersetzen die teure Zutat durch billiges Butterreinfett. Edelkakao, Bio-Qualität, Fairtrade- und UTZ-Siegel stehen für nachhaltigere und sozial verträglichere Produktion.
Dunkle Bitterschokolade hat den größten gesundheitlichen Nutzen, hilft sie doch gegen Husten und temporär gegen Kopfschmerzen. Zwar ist der Effekt von Serotonin und Dopamin in der Schokolade zu gering, um Sie dauerhaft glücklich zu machen, aber das Genussgefühl und positive emotionale Assoziationen spielen eine große Rolle.
Lagerung und Haltbarkeit von Schokolade
Schokolade gehört zu den Lebensmitteln, die mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet sind. Gleichzeitig ist sie nicht leicht verderblich und oft noch mehrere Monate über das MHD hinaus uneingeschränkt genießbar; dunkle Schokolade sogar noch etwa ein Jahr nach dem Ablauf des MHD. Optimalerweise lagern Sie Schokolade kühl (circa 12 bis 18 Grad), trocken, dunkel und ohne Fremdgerüche in der Nähe.
Im Kühlschrank empfiehlt sich die Aufbewahrung nicht, da Schokolade sonst zu bröckeln beginnt und ihren Glanz verliert. Weiße Schokoladenschichten („Zuckerreif“ oder „Fettreif“) auf der Oberfläche sind ein optischer Makel, aber ein Qualitätsmerkmal ist und bleibt der Geschmack.
Fazit: Genuss und Gesundheit in Balance
Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil bringt gesundheitliche Vorteile, vor allem für das Herz-Kreislauf-System und das Wohlbefinden. Sie bietet Flavonoide, Antioxidantien und wertvolle Mineralstoffe. Schlussendlich bleibt auch Bitterschokolade ein Genussmittel, das maßvoll gegessen werden sollte. Sieben Tafeln Schokolade auf einmal zu verzehren, würde die gesundheitlichen Vorteile zu Nichte machen und stellt eine Überlastung für den Körper dar.
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