Schoko-Weihnachtsmann bei Penny: Herkunft, Herstellung und Inhaltsstoffe des Zipfelmanns

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskalender, und zwar in vielen Ländern der Welt. Schon viel früher wurden Weihnachtsmänner und Nikoläuse aus Schokolade kreiert. Um das Jahr 1820, also vor rund 200 Jahren, sollen sich die ersten Konditoren an die künstlerisch herausfordernde und symbolträchtige Figur getraut haben und die ersten, manuell geformten Exemplare zum Verkauf angeboten haben.

Geschichte und Herkunft der Schoko-Weihnachtsfigur

Wenige Jahrzehnte später schufen ebenfalls Konditoren die ersten Schokoladenhohlfiguren zur Weihnachtszeit. Doch für den Durchbruch zum Massenphänomen brauchte es die industrielle Fertigung in größeren Mengen. Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Sie sind nicht hohl und zeigen ihre Struktur, wie den langen Bart, nur auf einer Seite. Die andere ist flach.

Darauf aufbauend und, eine aus Dänemark stammende Erfindung nutzend, begann in der Folge die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird. So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke. Ein Verfahren, dass auch bei Osterhasen eingesetzt wird - aber immer neu auf Basis frischer Kakaobohnen - denn aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen und auch nicht umgekehrt.

Der Zipfelmann bei Penny: Konzept und öffentliche Reaktionen

Seit mittlerweile sieben Jahren verkauft der Discounter im Spätherbst zusätzlich zu den klassischen Weihnachtsmännern eine Schokofigur, die er „Zipfelmann“ nennt. Das Zipfelmännchen ist und bleibt eine Schokoladenfigur, die zur Sortimentserweiterung bereits vor Jahren aufgenommen wurde. Die Version von 2017 ist in den Regenbogenfarben der Schwulen-Bewegung gekleidet.

Im Zeitalter von Schoko-Bären, Schoko-Autos oder sogar Ü18-Artikeln aus Schokolade ist jeder Versuch einer politischen Vereinnahmung völlig absurd und mindestens genauso hohl wie eine Schokoladenfigur. Im Netz löste die Vorstellung der Regenbogen-Variante eine Welle der Erregung aus: „Warum muss man alte Bräuche diffamieren und aufgeben?“ lautete ein empörter Kommentar.

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Die meisten der bereits über 350 Kommentare sind jedoch positiv: „Ich werde am Montag direkt mal euren Markt hier bei mir im Center besuchen und mindestens eine Palette der Zipfelmänner kaufen. Diese werde ich dann an die Besorgtbürger verteilen und verschenken als Zeichen für Menschsein und gegen Hatespeech“, lautet gleich der erste. „Danke Penny, dass ihr auch dieses Jahr den Zipfelmann nicht aufgebt und nun noch einen draufsetzt“, ein weiterer. Und eine Userin lobt die „absolut geniale Idee“.

Bei Penny und bei Lindt führte der Social-Media-Protest dazu, dass andere Kunden dazu aufriefen, die Produkte jetzt erst recht zu kaufen. Das Social-Media-Team der Firma reagierte gelassen: „Liebe Claudia M., wir gratulieren zur Entdeckung eines alten Hutes. Das Zipfelmännchen ist und bleibt eine Schokoladenfigur, die zur Sortimentserweiterung bereits vor Jahren aufgenommen wurde.“ Der Weihnachtsmann bleibe auch weiterhin unangetastet den Regalen der Penny-Märkte erhalten.

Produktbeschreibung: Form, Geschmack und Sorten

Das Zipfelmännchen ist dem typischen Schokoladen-Weihnachtsmann eigentlich ähnlich in Form und Größe, auch der Geschmack (Alpenvollmilchschokolade) dürfte identisch sein. Doch der aufgemalte Bart ist rot, nicht weiß und das Gewand ist blau, nicht rot. Der weihnachtliche Bezug fehlt. Und doch kommt das Männchen der Penny-Hausmarke Douceur alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit in die Regale. Auch andere Marken erweitern zu dieser Zeit ihr Sortiment um nicht-weihnachtliche Winterschokoladen.

Es gibt sie in vielen Größen, von Mini bis Maxi und in verschiedenen Sorten - etwa mit unterschiedlich hohem Kakaoanteil. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am Nikolausmorgen, dem 6. Dezember, wenn die glitzernd eingewickelten Nikoläuse Groß und Klein erfreuen.

Zipfelmann in Regenbogenverpackung

Herstellungsverfahren im Detail

Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Darauf aufbauend und, eine aus Dänemark stammende Erfindung nutzend, begann in der Folge die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird.

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So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke. Ein Verfahren, dass auch bei Osterhasen eingesetzt wird - aber immer neu auf Basis frischer Kakaobohnen - denn aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen und auch nicht umgekehrt.

Herstellung von Schokoladen-Hohlfiguren: Gießen und Schleudern

Produktion und Absatz

Heute sind Schoko-Weihnachtsmänner aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken. Die Deutschen lieben Hohlfiguren - die hiesige Süßwarenindustrie stellt jedes Jahr rund 140 Millionen her. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2021 rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner hergestellt. Knapp ein Drittel dieser besonderen Begleiter durch die Weihnachtszeit werden exportiert und erfreuen die Menschen in Europa und Übersee.

Position Angabe
Jährliche Produktion (Deutschland, ca.) 140-160 Millionen Hohlfiguren
Exportanteil knapp 1/3
Typische Sorte bei Penny Alpenvollmilchschokolade (Douceur)
Formen Relief-Weihnachtsmann, Hohlfigur

Inhaltsstoffe und Deklaration

Die Zipfelmänner von Penny sind üblicherweise aus Alpenvollmilchschokolade gefertigt, das heißt ihr Geschmack entspricht dem von klassischen Vollmilch-Weihnachtsmännern. Bei Hohlfiguren stammen die Inhaltsstoffe typischerweise aus Kakaobutter, Kakaomasse, Zucker, Vollmilchpulver und gegebenenfalls Lecithinen und Aroma. In der Zutatenliste finden sich bei industriell gefertigten Weihnachtsfiguren oft Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Emulgatoren (z. B. Sojalecithin) und natürliche Vanillearomen.

Allergikerhinweise und deklarationspflichtige Informationen wie Milch, Soja oder Spuren von Nüssen sind verpflichtend auf der Verpackung angegeben. Im Zeitalter von Schoko-Bären, Schoko-Autos oder sogar Ü18-Artikeln aus Schokolade ist jeder Versuch einer politischen Vereinnahmung völlig absurd und mindestens genauso hohl wie eine Schokoladenfigur.

Hinweis zu Nährwert und Qualität

  • Der Kakaoanteil variiert je nach Sorte; Vollmilchschokolade hat einen niedrigeren Kakaoanteil als Zartbitter.
  • Hohlfiguren bestehen dünnwandig aus Schokolade, wodurch sich Textur und Schmelz anders anfühlen als bei Massivschokolade.
  • Hersteller geben auf der Verpackung Nährwerte pro 100 g an: Energie, Fett (davon gesättigte Fettsäuren), Kohlenhydrate (davon Zucker), Eiweiß und Salz.
Schokoladenwerk mit Gießformen

Gesellschaftliche Debatten und kultureller Kontext

Heiligabend ist zwar noch gut sieben Wochen entfernt, doch in den Supermärkten Deutschlands kommt der Kunde schon seit einem Monat kaum noch an Weihnachten vorbei. Im wahrsten Sinne des Wortes: Denn opulente Verkaufsstände bieten - meist in der Nähe der Kasse wie sonst bei den Süßigkeiten für Kinder - Spekulatius, Lebkuchen und natürlich Schokoladen-Weihnachtsmänner in großen Mengen an. So kann man sich rechtzeitig vor dem wichtigsten Fest des Jahres ausreichend eindecken.

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Der viel beschriebene Riss, der durch unsere Gesellschaft geht, zeigt sich also nicht zuletzt an der Frage, welche Schokolade wir im Dezember kaufen. In Zeiten, in denen soziale Netzwerke und Kommentarfunktionen im Internet Normalität sind, verwundert es trotzdem manchmal, wie viel Hass den scheinbar banalsten Dingen entgegenschlagen kann. Das ging auch dem Social-Media-Team der Supermarkt-Kette Penny so.

Der Vorwurf: Der Einzelhändler habe den Weihnachtsmann aus den Regalen verbannt und stattdessen den "Zipfelmann" ins Sortiment genommen, allen christlichen Werten zum Trotz. Der Nikolaus zum Beispiel kommt ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Türkei. "Was bitte hat ein Zipfelmann mit dem Islam zu tun? Und was ist an einem Weihnachtsmann christlich?", fragt sich ein Nutzer und erklärt: "Es ist wohl eher der heilige Nikolaus. Und er sieht den Weihnachtsmännern in den Regalen der Supermärkte so gar nicht ähnlich."

Trotzdem gehört nicht viel Fantasie zu der Prognose, dass der schwule Zipfelmann bei Penny zu einem Verkaufserfolg werden wird. Bei Penny und bei Lindt führte der Social-Media-Protest dazu, dass andere Kunden dazu aufriefen, die Produkte jetzt erst recht zu kaufen.

Regal mit verschiedenen Schoko-Weihnachtsmännern

Kauf und Verfügbarkeit

Ab Montag und nur für kurze Zeit findet ihr die neuen Zipfelmänner in eurem Penny-Markt!, lautet der Text des Posts zu zwei schmunzelnden Zipfelmännern im Regenbogen-Gewand, der unter anderem mit dem Hashtag #seidliebzueinander versehen wurde. Das Zipfelmännchen sei eine Schokoladenfigur, die bereits vor Jahren in das Sortiment aufgenommen wurde. Der Weihnachtsmann bleibt weiterhin unangetastet an seinem prominenten Platz in unseren Märkten.

Ob klassisch verpackt oder in Sondereditionen - viele Kunden greifen zu und manche Nutzer riefen nach dem Aufruhr im Netz dazu auf, die Produkte jetzt erst recht zu kaufen. „Allein dank diesem Kommentar werde ich gleich bei Penny einkaufen - vielleicht sogar einen Zipfelmann“, schrieb eine Nutzerin.

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