Weihnachtstradition: Milch und Kekse für den Weihnachtsmann
Kerzenschein, Tannenzweige und Plätzchenduft - die dunkle Jahreszeit ist angebrochen, in ein paar Wochen ist das Jahr zu Ende. Die Magie der Weihnacht versprüht für jede Person einen ganz eigenen Zauber, für Kinder in der Regel jedoch einen ganz besonderen! Weihnachtswünsche, Zeit mit der Familie und die Vorfreude auf den Weihnachtsmann machen einen großen Teil der kindlichen Vorfreude aus.
Die Figur des Weihnachtsmanns und ihre Verbreitung
Die weihnachtliche Symbolfigur Nummer Eins ist der Weihnachtsmann. Er ist der Popstar unter den Geschenkebringern. Ein rundlicher, alter Mann in rotweißem Kostüm, so weich wie das Fell seiner treuen Rentiere, mit buschigem, weißem Bart bis zur Brust, einem schwungvollen Schnurrbart unter der knolligen Nase und dicken, roten Wangen: So stellen sich die Kinder den Weihnachtsmann vor. In den USA heißt er nicht Weihnachtsmann, sondern Santa Claus. Insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika glauben kleine Kinder aber an „Santa Claus“, wie sie den Weihnachtsmann dort nennen. Der lebt den Geschichten zufolge am eisigen Nordpol und liefert die von Weihnachtselfen hergestellten Geschenke aus - mit seinem riesigen Schlitten, der von acht Rentieren magisch durch die Lüfte gezogen wird. Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und Rudolph mit der roten Nase ziehen den Schlitten. Heute ist der Weihnachtsmann in der ganzen Welt bekannt.
Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, wurde 1863 von einem amerikanischen Karikaturisten gezeichnet und ist an die Figur des Nikolauses angelehnt. Die Coca-Cola-Werbung machte ihn später weltweit berühmt. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich das Bild des gemütlichen, alten Mannes mit langem Bart, dickem Bauch und rot-weißem Gewand auch in Deutschland durch.
Ursprung des Brauchs: Warum Milch und Kekse?
Ein sehr süßer, von Kindern praktizierter Brauch, der auch in europäischen Gefilden immer mehr Einzug findet: Die Kinder stellen am Abend des 24.12. (Christmas Eve) einen Teller mit Milch und Keksen für den Weihnachtsmann bereit. In den USA ist das „Cookies & Milk“-Thema noch viel verbreiteter, dort werden auch noch extra Kekse für Santa Claus gebacken. Denn er braucht ja vermeintlich eine Stärkung, wenn er die ganze Nacht durch den Himmel fliegt und durch sämtliche Schornsteine rutschen muss.
Was wir wissen, ist, dass es in den Vereinigten Staaten Tradition ist, dem Weihnachtsmann einen Teller mit Keksen, meist Schokolade, und ein Glas Milch zu überlassen. Dieser Brauch entstand in Amerika in den 1930er Jahren, während der Großen Depression. Fast ein Jahrhundert später backen amerikanische Kinder immer noch Milch und Plätzchen für den Weihnachtsmann. Sie tun dies, um ihr gutes Herz zu zeigen und um sich die Gunst des Schenkenden zu sichern.
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Viele führen diesen Brauch auf die nordische Mythologie zurück, die vorchristliche religiöse Mythen aus Nordeuropa umfasst. Der Legende nach befand sich der Gott Odin während der Wintersonnenwende mit seinem achtbeinigen Pferd Sleipnir auf einem langen Jagdausflug. Die skandinavischen Kinder hatten die Sitte, Stiefel voller Karotten, Zucker und Stroh am Kamin zu lassen, um sie dem Tier als Futter zu geben. Als europäische Einwanderer in den frühen 1900er Jahren nach Amerika kamen, brachten sie diesen Brauch mit.
Milch und Kekse sind nach wie vor die beliebtesten Gaben, auch wegen ihres symbolischen Gehalts. Wenn wir an Milch als lebenswichtiges Nahrungsmittel für Kinder und Erwachsene denken, wie könnten wir sie dann nicht ganz oben auf die Liste der Produkte setzen, die am meisten die Idee von Heimat, Zuneigung und Schutz vermitteln?
Variationen weltweit
- In manchen Regionen werden neben Milch und Keksen auch Karotten für die Rentiere hingelegt.
- In Irland begrüßt man den Weihnachtsmann manchmal mit einem Glas Bier, in Schweden mit einer Tasse Kaffee oder einem anderen warmen Getränk.
- In Finnland heißt der Weihnachtsmann "Joulupukki" und hat eigene lokale Bräuche; in Frankreich heißt er Père Noël.
- Manche Regionen haben eher Nikolaus- oder Christkind-Traditionen: Der Nikolaus besucht die Kinder bereits am 6. Dezember, während das Christkind in vielen südlich-katholischen Regionen die Gaben bringt.
Der Brauch in Deutschland: Annahme, Anpassung und Familienrituale
In Deutschland teilen sich Weihnachtsmann und Christkind regionsabhängig die Rolle des Gabenbringers. Der Weihnachtsmann schenkt an Heiligabend hauptsächlich im Norden und Osten, während das Christkind überwiegend im Süden und Westen tätig ist. Dennoch hat sich auch hierzulande der amerikanisch geprägte Brauch des Teller-hinstellens etabliert: Viele Familien stellen am Tag der Bescherung einen Keks und ein Glas Milch für den Weihnachtsmann vor die Balkontür oder das Fenster.
Woran liegt die starke Bindung an Weihnachtstraditionen? Vor allem zu Beginn der dunklen Jahreszeit, zum Jahresende, wird sich gern auf Weihnachtstraditionen besonnen. Meist geht die Pflege solcher Bräuche auf bestimmte Kulturen und Religionen zurück. Die eigenen vier Wände werden mit Lichterketten und Tannenzweigen dekoriert, Kerzen angezündet, und der Weihnachtsmarkt besucht. Keksduft, Kerzenschein und Weihnachtslieder lösen in vielen ein Gefühl von Geborgenheit aus, das auch ein bisschen an die schöne Vorfreude erinnert, die viele als Kind zu dieser Zeit verspüren durften.
Rituale rund ums Keksebacken
Der Klassiker: Plätzchen backen. Wohl kaum eine Tradition ist weltweit so verbreitet wie das weihnachtliche Backen. Sei es ein ausgefallener Kuchen, knusprige Kekse oder die selbst verzierten Mürbeteigplätzchen - jeder liebt es, sich mit Familie und Freunden in der Küche gemütlich zusammenzufinden, flotte Weihnachtsmusik aufzulegen und dabei gemeinsam vergnügt kiloweise Weihnachtsgebäck zu produzieren. Die ersten Weihnachtskekse werden, begleitet von weihnachtlicher Musik, häufig bereits im November gebacken. Das gemeinsame Erlebnis, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, bereitet nicht nur Freude, sondern schmeckt selbst gebacken natürlich auch am besten.
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Weihnachtsplätzchen backen und das heimliche Naschen des rohen Teigs gehören zur Adventszeit wie der weiße Bart zum Weihnachtsmann. Wenn der leckere Duft frisch gebackener Weihnachtsplätzchen in der Luft liegt, wird einem direkt warm ums Herz.
Ein einfaches Rezept für "Santas Weihnachtskekse"
Alle meine Freunden und Verwandten fragen mich jedes Jahr aus Neue ob ich noch einmal meine Xmas Cookies backen kann, weil sie sie soooo gut finden. Die Schokotröpfchen hinzufügen. Das Mehl und Natron vermischen und in die Schüssel mit dem Teig sieben. Walnussgroße Bällchen formen und auf das Backblech legen bzw. Abschließend die Kekse für etwa 10-12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Soooo, hab ich es nicht gesagt? Das Rezept is wirklich easy-peasy-lemon-squeazy.
Kulturelle Bedeutung und Symbolik
Der Brauch, dem Weihnachtsmann etwas hinzustellen, hat tiefere Bedeutungen: Er knüpft an alte Gepflogenheiten an, in denen den Geistern, Ahnen oder Göttern Speisen dargebracht wurden, damit diese das Haus schützen oder den Übergang durch die Jahreszeiten unterstützen. So hatten die meisten Wohnstätten früher einen Holunderbaum - der Baum der Frau Holle - unter dem die Gaben für Frau Holle gelegt wurden. Man stelle der Göttin und den Geistern stärkende Speisen hin. Das waren oft Milch oder Fett und Brot.
Die Symbolik von Milch als Nahrungsmittel, das für Schutz und Geborgenheit steht, erklärt einen Teil der Anziehungskraft dieses Rituals. Gleichzeitig ist das Hinstellen von Keksen ein Ausdruck von Dankbarkeit und Gastfreundschaft gegenüber der mythischen Figur, die Geschenke bringt.
Praktische Tipps für Familien
- Gemeinsam backen: Das Backen der Kekse kann Teil des Wunschzettel-Schreibens und anderer Vorbereitungen sein - so entstehen Erinnerungen.
- Platzwahl: Teller und Glas vor die Tür oder ans Fenster stellen, damit der Zauber erhalten bleibt und Kleinigkeiten nicht verschüttet werden.
- Variieren: Neben klassischen Schokokeksen können auch Haferkekse, Lebkuchen oder sogar vegane Varianten dargeboten werden.
- Für die Rentiere: Eine Handvoll Karotten oder Hafer am Rand des Tellers platziert, ist eine nette Geste.
Traditionen leben weiter - wandelbar und verbindend
Weihnachtstraditionen gibt es so viele wie Tannennadeln am Weihnachtsbaum. Sie sind zwar historisch gewachsen, wandeln sich jedoch mit der Zeit und werden an die individuellen Bedürfnisse sowie situationsbedingt angepasst. Mit einer neuen Person, die in den Kreis der Familie aufgenommen wird, kommen auch neue oder abgewandelte Weihnachtsbräuche ins Haus. Einige davon finden Sie möglicherweise so schön, dass diese zukünftig auch in Ihr Repertoire an Weihnachtstraditionen aufgenommen werden.
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Ob mit viel Liebe selbst gebastelt oder gekauft: Für einen Adventskalender ist niemand zu alt. 24 Tage lang wartet ab dem ersten Dezember täglich eine neue kleine Überraschung, welche die Vorweihnachtszeit versüßt. Das gemeinsame Verfassen der Weihnachtsgrüße gehört in vielen Familien zu einem festen Ritual, bei dem auch Weihnachtsplätzchen und eine heiße Schokolade nicht fehlen dürfen.
Ein letztes Wort
Woran man auch immer glaubt - entscheidend ist, dass man seine Freude daran hat. Man sollte für sich immer ein Stückchen Weihnachtszauber behalten. Was kommt bei dir an den Feiertagen auf den Tisch? Hast du besondere Weihnachtstraditionen, auf die du dich das gesamte Jahr lang freust? Schreib es uns in die Kommentare!
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