Salbei-Zucker selber machen – Rezept für heilende Salbei-Bonbons

Salbei-Bonbons selber zu machen ist nicht schwierig und sie helfen gegen Husten. Wir zeigen dir, welche Zutaten du brauchst und wie dir die Zubereitung am besten gelingt.

Warum Salbei als Zutat?

Salbei (Salvia officinalis) zählt mit zu den ältesten und bekanntesten Heilpflanzen die unsere Erde zu bieten hat. Salbei schmeckt nicht nur lecker, sondern hilft uns gleichzeitig auf vielseitige Weise. Seine heilende Wirkung entfaltet er dank seiner ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Er hilft dabei gegen eine Vielzahl von Bakterien, Pilzen und Viren. So lindert er Halsschmerzen und löst Schleim, sodass er sogar das Abhusten erleichtert. Salbei gehört zu den klassischen Heilkräutern bei Erkältungskrankheiten und ist besonders pflegeleicht.

Salbei-Pflanze im Garten

Wirkung und Hinweise

Honig und Salbei gelten als bewährte Hausmittel bei Husten und Halsschmerzen. Zusammen mit dem Honig, welcher auch für seine heilende Wirkung bekannt ist, sind die Honig-Salbei-Bonbons die perfekte erste Hilfe bei Erkältungskrankheiten. Mit selbst gemachten Hustenbonbons kannst du seine ätherischen Öle effektiv zur Heilung nutzen. Allerdings wird Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit von einem übermäßigen Genuss von Salbei abgeraten, da er zu verfrühten Wehen und einer gehemmten Milchproduktion führen kann. Sollten sich deine Erkältungsbeschwerden nicht bessern, lass bitte deine Ärztin oder deinen Arzt danach schauen.

Zutaten - Basisrezept (einfach)

  • eine Handvoll frische Salbeiblätter oder 2 EL getrocknetes Kraut (alternativ 5 g getrockneter Salbei oder 10 g frischer Salbei)
  • 100 g weißen Zucker oder Rohrohrzucker (circa eine halbe Tasse)
  • 2 EL Wasser (optional, um die Gefahr des Anbrennens zu verringern)
  • 1 EL Honig - wenn möglich aus der Region (oder vegane Honigalternative / Agavendicksaft)
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft (optional)
  • Puderzucker zum Wälzen (bei Verwendung von Rohrzucker)

Als Alternative für zuckerfreie oder zahnschonende Bonbons kannst du den Zucker durch Xylit (Birkenzucker) oder Erythrit ersetzen. Du kannst den Honig aber durch einen Honigersatz austauschen oder Agavendicksaft dafür verwenden.

Salbei-Auszug (für mildere Bonbons)

100 ml Salbei-Auszug aus etwa 10 frischem Salbei-Blättern (bzw. Wasser und Salbei-Blätter in einen Topf geben, kurz aufkochen und 20 Minuten ziehen lassen. Anschließend Salbei-Blätter abseihen. Salbei-Auszug herstellen: Salbei-Blätter in etwa 150 ml Wasser kurz aufkochen und 20 Minuten ziehen lassen. Anschließend Salbei-Blätter abseihen.)

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Schritt-für-Schritt Zubereitung

  1. Wasche und putze zuerst den Salbei. Hacke die Blätter danach so fein wie möglich. Die Salbeiblätter ganz klein schneiden. Hacke die Salbeiblätter zunächst fein und zerstoße sie bei Bedarf anschließend im Mörser.
  2. Bringe das Wasser in einem Wasserkocher oder in einem Topf zum Kochen. Hacke die frischen Salbeiblätter in grobe Stücke und gib sie zusammen mit dem heißen Wasser in eine Tasse. Lass den Salbeitee nun für etwa 10 Minuten ziehen, bevor du die Blätter aus der Tasse entfernst. Alternativ zu frischen Salbeiblättern kannst du auch einen fertigen Salbeitee verwenden.
  3. Gib den Zucker zusammen mit etwa zwei Esslöffeln Wasser in einen Topf und erhitze ihn bei niedriger bis maximal mittlerer Hitze. Der Zucker wird nun langsam flüssig. Schwenke den Topf dabei häufig hin und her, sodass nichts anbrennt. Alternativ kannst du ihn vorsichtig mit einem Holzlöffel umrühren. Pass aber auf, dass die Masse nicht daran kleben bleibt.
  4. Erhitze den Zucker mit einem Esslöffel Wasser unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze, bis er flüssig wird und schließlich karamellisiert. Den Zucker zusammen mit dem Wasser in einem kleinem Topf auf kleiner bis mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren schmelzen.
  5. Nimm den Topf vom Herd, wenn der Zucker flüssig ist und beginnt braun zu werden. Der Zucker darf keinesfalls anbrennen oder zu heiß werden, da er sonst bitter schmeckt. Wenn der Zucker flüssig ist und beginnt, sich braun zu verfärben, den Topf sofort vom Herd nehmen. Wichtig: Der Zucker darf nicht zu heiß werden, sonst verbrennt er und die Bonbons schmecken bitter.
  6. Gib den Honig und den Zitronensaft in den Topf und verrühre alle Zutaten zu einer homogenen Masse. Gib dann noch die gehackten Salbeiblätter mit hinein. Rühre den zerstoßenen Salbei hinein und köchle das Ganze kurz weiter.
  7. Fülle das Ganze in Gummibärchenförmchen oder gib einfach runde Kleckse auf ein Backpapier. Breite ein Backpapier (oder einen nachhaltigen Backpapier-Ersatz) auf einem Backblech aus. Tropfe die flüssige Masse mit einem Löffel in der gewünschten Bonbongröße darauf. Mit einem Teelöffel dann kleine Tropfen auf das Backpapier geben.
  8. Lass die Salbei-Bonbons abkühlen und hart werden. Wenn du möchtest, kannst du sie auch noch rollen, bevor sie komplett aushärten. Prüfe einfach ab und an, ob die Masse schon bereit dafür ist. Das erkennst du daran, dass sie keine Fäden mehr zieht, wenn du sie mit dem Finger berührst.
  9. Nimm die Salbei-Bonbons dann einfach zwischen die Finger und rolle sie ein paar Mal hin und her. Lass sie danach komplett aushärten. Die noch warmen Kleckse kannst du dann zu Kugeln rollen.
  10. Wälze die Salbei-Bonbons in etwas Puderzucker, damit sie nicht zusammenkleben. Bestäube die fertigen Salbeibonbons mit etwas Puderzucker, so bleiben sie mit der Zeit nicht aneinander kleben.
  11. Bewahre die fertigen Bonbons in einer luftdichten Dose oder einem Schraubglas auf. Luftdicht verpackt halten sich die Bonbons mindestens 1 Jahr. Bewahre die fertigen Bonbons in einem luftdicht verschließbaren Glas auf.
Bonbons auf Backpapier

Tipp: Gelierprobe

Das Schwierigste an der Zubereitung ist es, zu erkennen, wann die Masse für die Bonbons fertig ist und in die Form abgefüllt werden kann. Ob die Masse fertig ist, lässt sich feststellen, wenn etwas davon in kaltes Wasser getropft wird. Wird sie fest, kann die Bonbonmasse weiterverarbeitet werden. Sollte die Flüssigkeit zuviel bieten, kannst du die Masse jederzeit erneut erhitzen.

Variationen und Ersatzstoffe

  • Vegane Variante: Honig weglassen oder durch Agavendicksaft oder eine vegane Honigalternative ersetzen.
  • Zuckerfrei/zahnschonend: Zucker durch Xylit (Birkenzucker) oder Erythrit ersetzen; dann ist das Wälzen in Puderzucker nicht nötig, da Xylit nicht klebt.
  • Mit Ingwer: Als weitere Zutat kommt noch Ingwer in die Bonbons. Ingwer ist genauso bekannt für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften, besonders in der Erkältungszeit.
  • Formen: Für das Abfüllen eignen sich kleine Silikonformen für Pralinen; wer keine Form hat, tropft die Masse mit einem Löffel auf Backpapier.

Praktische Hinweise und Lagerung

Die Bonbon-Masse ist sehr heiß. Die Salbeibonbons sind zudem perfekt für alle Fans von Zero Waste in der Küche, da sie nicht einzeln in Plastik verpackt sind. Die Bonbons lassen sich in kleinen Glasbehältern oder Papiertüten als Geschenk verpacken. Fülle sie anschließend direkt in ein luftdicht verschließbares Gefäß, wie zum Beispiel einem schönen Schraub- oder Vorratsglas. Die selbstgemachten Salbeibonbons sind also gesund und nachhaltig zugleich.

Zubereitung von Salbei-Honig-Bonbons - Schritt für Schritt

Häufige Probleme und Lösungen

  • Die Bonbons werden nicht fest: Dann liegt das wahrscheinlich daran, dass immer noch zu viel Flüssigkeit vorhanden ist; sie hätten noch etwas länger kochen müssen.
  • Die Masse schäumt zu stark: Klingt als wäre die Temperatur zu hoch gewesen. Vielleicht ist dein Herd heißer und die niedrigste Stufe wäre besser gewesen.
  • Bonbons schmecken bitter: Der Zucker hat angebrannt oder wurde zu heiß; Zucker gut im Auge behalten und rechtzeitig vom Herd nehmen.

Das Rezept auf einen Blick (Kurzversion)

Zutaten Menge
Salbei (frisch oder getrocknet) Handvoll / 5-10 g
Zucker (oder Xylit) 100 g
Wasser 1-2 EL (optional)
Honig (oder Ersatz) 1 EL
Zitronensaft 1 EL (optional)
Puderzucker (zum Wälzen) etwas

Mit wenig Aufwand und etwas Fingerspitzengefühl lassen sich wohltuende Salbei-Zucker-Bonbons herstellen, die Halsschmerzen lindern, beim Husten helfen und sich gut verschenken lassen. Hast du schon einmal Salbeibonbons selber gemacht?

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