Pralinen mit essbaren Blüten herstellen – Detaillierte Anleitung
Schokolade in Kombination mit essbaren Blüten ist eine wunderbare Möglichkeit, kreative und ästhetisch ansprechende Pralinen herzustellen, die nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch für das Auge sind. Ob als besondere Geschenkidee oder zum Selbstnaschen, selbstgemachte Pralinen mit essbaren Blüten sind ein echtes Highlight. Im Folgenden findest du eine umfassende Anleitung, wie du diese Kunstwerke Schritt für Schritt herstellen kannst - von der Auswahl der Zutaten bis zur Veredelung mit kandierten Blüten.
Die Grundlage: Schokolade und ihre Verarbeitung
Für die Herstellung von Pralinen werden verschiedene Schokoladensorten benutzt - weiße, zartbittere und Milchschokolade. Wichtig ist, die Schokolade im Wasserbad langsam und schonend zu schmelzen, damit sie ihre Struktur und ihren Glanz behält. Besonders edel wird die Schokolade durch richtiges Temperieren, das verhindert, dass sie matt oder körnig wird.
Zum Beispiel kann man Kuvertüre in einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Dabei empfiehlt es sich, die verschiedenen Sorten separat zu schmelzen, um anschließend kreativ zu mischen. Für Bruchschokolade wird die Schokolade dünn (ca. 0,5 cm) auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt.
Essbare Blüten: Auswahl, Vorbereitung und Kandieren
Essbare Blüten wie Wildrosen, Hornveilchen, Lavendel, Kornblumen oder Gänseblümchen sind nicht nur dekorativ, sie bereichern die Pralinen auch mit feinen, floralen Geschmacksnoten. Besonders beliebt ist das Kandieren von Blüten, um sie länger haltbar zu machen und ihnen zusätzlichen Glanz zu verleihen.
Kandieren von Blüten mit Zuckersirup (vegane Variante)
- Zucker im Wasser auflösen und aufkochen, mindestens eine Minute köcheln lassen, bis Sirup entsteht.
- Den Sirup in ein geeignetes Gefäß gießen, in dem die Blüten bequem eingetaucht werden können.
- Einzelne Blütenblätter oder ganze Blüten am Stängel in den Sirup tauchen und vorsichtig mit Fingern verteilen.
- Die Blüten auf Backpapier zum Trocknen legen oder auffädeln und an einem warmen, trockenen, staubfreien Ort fünf Tage lang lufttrocknen lassen.
- Optional: Am zweiten Tag die Blüten erneut in Sirup tauchen und bei klebriger Oberfläche mit Zucker bestreuen, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Wer Wert auf besonders natürliche Optik legt, lässt den Zucker weg und entscheidet sich nur für das Eintauchen in den Sirup. So bleiben die Blüten fast wie frisch und erhalten eine sanfte Transparenz.
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Blüten formen mit Blütenpaste
Alternativ zur echten Blüte kann man auch Blütenpaste verwenden, um essbare Blumen zu modellieren:
- Blütenpaste gut durchkneten und dünn ausrollen.
- Mit Ausstechern verschiedene Blumenformen ausstechen.
- Mit Balltool die Blütenblätter dünn und filigran ausarbeiten.
- Die Blumen in Silikon-Halbkugelformen mit Haushaltsfolie auslegen und über Nacht trocknen lassen.
- Die einzelnen Lagen mit Royal Icing verkleben, mit Glitzerpulver oder Perlen verzieren und mit Goldfarbe bemalen.
Pralinen mit essbaren Blüten herstellen: Schritt-für-Schritt
Variante 1: Blüten in Schokolade einbetten (Bruchschokolade)
- Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech dünn verstreichen.
- Schnell die ausgewählten getrockneten oder kandierten Blüten und ggf. Nuss-/Samenmischungen auf der noch feuchten Schokolade verteilen.
- Die Schokolade im Kühlschrank vollständig aushärten lassen.
- Nach dem Aushärten die Schokolade in große, unregelmäßige Stücke brechen - das ergibt einen rustikalen und eleganten Effekt.
Variante 2: Pralinen in Silikonformen mit frischen Blüten
- Helle Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und vom Herd nehmen.
- Je 2-3 frische Gänseblümchen oder andere kleine Blüten in Silikonformen legen.
- Die flüssige Schokolade vorsichtig einfüllen, sodass die Blüten blättrig eingebettet sind.
- Die Formen in den Kühlschrank stellen und mindestens eine Stunde aushärten lassen.
- Auf einem schönen Holzbrett servieren oder als Geschenk verpacken.
Besondere Rezeptideen mit essbaren Blüten
Aprikosen-Walnuss-Pralinen mit Zimt
Eine harmonische Kombination, die sich auch gut mit essbaren Blüten ergänzt. Getrocknete Aprikosen, Walnüsse und eine Prise Zimt geben dem Ganzen ein besonderes Aroma, das durch zarte Blüten noch veredelt werden kann.
Schokoladenchips mit Blüten
Weiße, dunkle und Milchschokolade getrennt schmelzen und zusammen auf Backpapier verstreichen. Darauf Blütenblätter und Nussmischungen verteilen, erkalten lassen und in Chips brechen - perfekt zum Verfeinern von Desserts oder zum Naschen.
Duftende Schokopräsente mit Blütenöl
Zur Verfeinerung der Schokolade können ein bis zwei Tropfen ätherisches Blütenöl wie Lavendel, Rosen oder Veilchenöl hinzugefügt werden. Diese Öle verleihen der Schokolade eine einzigartige Duftnote, die besonders bei weißen Schokoladenstücken gut zur Geltung kommt.
Tipps für die Verwendung essbarer Blüten und ihre Verträglichkeit
- Nur Blüten verwenden, die als essbar bekannt und ungebleicht sind.
- Wildrosen, Kornblumen, Lavendel, Gänseblümchen und Hornveilchen sind ideale Kandidaten.
- Blüten nicht mit Pestiziden behandeln.
- Kandieren verlängert die Haltbarkeit und macht die Blüten besonders haltbar.
- Sorgfältige Trocknung ist wichtig, um Fäulnis zu vermeiden.
Der kreative Kopf hinter den Ideen
Meine Inspiration zum Backen von Pralinen und Verarbeiten essbarer Blüten erhielt ich durch persönliche Erlebnisse und langjährige Erfahrung im DIY-Bereich. Ich - Rebecca Wallenta aus Tirol - schreibe seit Jahren über kreative Projekte und freue mich, meine Begeisterung für selbstgemachte Schokoladenkreationen und Naturprodukte mit dir teilen zu dürfen.
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Viel Spaß beim Experimentieren und Genießen dieser naturverbundenen Schokoladenkunst!
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