Pralinen selber machen: Anleitung, Tipps und kreative Rezepte

Pralinen sind kleine Kunstwerke aus Schokolade, die nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge verwöhnen. Besonders beliebt sind selbstgemachte Pralinen als Geschenk zu Weihnachten, zum Valentinstag oder als feine Aufmerksamkeit für Freunde und Familie. Pralinen selber zu machen ist oft einfacher als gedacht, und mit ein paar Tricks und Rezepten zaubert man schnell eigene Meisterwerke.

Pralinen-Auswahl und Zutaten

Warum Pralinen selber machen?

Pralinen selber machen ist ganz einfach! Sie sind das ideale kleine Geschenk und kommen immer gut an. Ich mache gerne Pralinen für die Feiertage oder als kleines Geschenk, weil es sehr einfach ist und immer schnell geht. Pralinen zu zaubern ist ein Kinderspiel und ich bereite sie immer gern mit meinem Sohn zu. Wir machen sie gerne zum Verschenken oder, wenn Gäste zu Besuch kommen.

Pralinen sind besonders in der Advents- und Weihnachtszeit beliebte Geschenke. Allein der Duft von Schokolade und Sahne, das kreative Dekorieren und die Freude beim Genießen machen das Pralinenherstellen zu einer schönen Aktivität - auch gemeinsam mit Kindern.

Adventskalender mit selbstgemachten Pralinen

Kurzer Exkurs: Die Geschichte der Praline

Wer hat die Praline erfunden? Eindeutig lässt sich das nicht sagen. Es heißt, dass ein deutscher Koch nach Frankreich auswanderte und bei dem Grafen César de Choiseul Comte de Plessis-Praslin einen Klassiker kreierte, indem er Mandeln in Schokolade tauchte. Eine andere Legende besagt, dass wir die Praline dem Brüsseler Schokoladenfabrikanten Jean Neuhaus zu verdanken haben, der 1912 eine Kugel aus Mandel-Masse formte und in Schokolade tauchte. Pralinen, wie wir sie heute kennen, stammen aus Brüssel, wo der Schweizer Jean Neuhaus seine berühmten Kreationen entwickelte.

Historische Pralinen-Herstellung

Pralinen-Arten im Überblick

Es gibt eine Vielzahl von Pralinenarten, die je nach Füllung und Zubereitungsart variieren:

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  • Trüffel-Pralinen: Die vermutlich bekannteste Art, werden aus Ganache zu Kugeln gerollt und in Schokolade getaucht.
  • Ganache-Pralinen: Besonders cremig, werden aufgeschlagen und mit einem Spritzbeutel aufgetragen, z.B. Schoko-Spitzen oder Schoko-Baileys®-Trüffel.
  • Marzipan-Pralinen: Sie bestehen meist aus Marzipan, das mit Schokolade überzogen oder in Kakao gewälzt wird.
  • Früchte-Pralinen: Mit getrockneten Früchten gefüllte Pralinen, oft auch mit Schokolade überzogen.
  • Hohlkörper-Pralinen: Hierbei wird eine Form mit Schokolade ausgegossen, befüllt und mit Schokolade versiegelt.
  • Schichtpralinen: Mehrere Schichten Schokolade, Ganache, Marzipan und Co. werden übereinander gesetzt, geschnitten und überzogen.
Pralinenformen: Trüffel, Hohlkörper und Schichtpralinen

Grundausstattung für die Pralinenherstellung

Damit die Pralinen perfekt gelingen, benötigen Sie einige wichtige Utensilien:

  • Schokoladen- und Pralinenformen (aus Silikon, Polycarbonat o.Ä.)
  • Wasserbad oder Mikrowelle zum Schokolade schmelzen
  • Küchenthermometer für das Temperieren der Kuvertüre
  • Pralinengabel oder eine große Gabel mit langen Zinken
  • Backpapier oder Pralinengitter
  • Spritzbeutel für die Füllungen

Für ganz einfache Pralinen reichen Teelöffel, eine kleine Gabel und manchmal einfach die Hände.

Die wichtigsten Zutaten für Pralinen

  • Hochwertige Kuvertüre: Mindestens 31% Kakaobutter
  • Vollmilch- oder Zartbitterschokolade
  • Sahne und Butter für eine cremige Ganache
  • Frisches oder getrocknetes Obst, Nüsse, Liköre, Marzipan oder Nougat
  • Spezial-Zutaten wie Glucosesirup, Fruchtpulver oder Vanilleschoten
Pralinen-Zutaten: Schokolade, Sahne, Nüsse und Früchte

Schokolade schmelzen und temperieren

Das A und O für glänzende, knackige Schokolade ist das richtige Temperieren. Die perfekte Temperatur beim Schmelzen der Kuvertüre liegt bei 38-35°C. Auch die Temperatur in der Küche spielt eine Rolle: Der Arbeitsraum sollte nicht wärmer als ca. 20 Grad sein. Beim Temperieren gibt es zwei bewährte Methoden: die Impfmethode und das Schmelzen in der Mikrowelle. Besonders beim Überziehen der Pralinen mit Schokolade ist Geduld und Sorgfalt gefragt.

Schokolade temperieren und schmelzen

Grundmasse für Pralinen - Basisrezept

Zutat Menge
Zartbitterkuvertüre 200 g
Vollmilchkuvertüre 100 g
Sahne 100 g
Kokosfett 20 g

So geht's: Zartbitter- und Vollmilchkuvertüre grob hacken. Sahne erhitzen, Kuvertüre und Kokosfett darin schmelzen. Ganache in einen hohen Rührbecher geben, mit Folie bedecken und für 2-3 Stunden kühl stellen. Anschließend mit dem Schneebesen kurz aufschlagen. Die Masse kann mit Espressopulver, Nüssen, Rosinen, Spirituosen oder getrockneten Früchten veredelt und zu Kugeln geformt werden.

Schokoladenhülle und Überzug

Kuvertüre in einem Glasschälchen im Wasserbad schmelzen und temperieren. Praline mit einer Gabel oder Pralinengabel in die Kuvertüre tauchen, dann auf ein Gitter setzen zum Abtropfen. Bevor die Kuvertüre fest wird, Praline auf Backpapier setzen und fest werden lassen.

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Anleitung: Pralinen mit Schokolade überziehen

Einfache Rezepte für selbstgemachte Pralinen

1. Klassische Trüffel-Pralinen

  • Die erkaltete Ganache wird zu kleinen Kugeln gerollt und in Kakao gewälzt oder mit Schokolade überzogen.
  • Man kann auch eine geröstete Haselnuss in die Mitte setzen oder die Trüffelmasse mit Matcha, Kaffee oder Likör würzen.

2. Gefüllte Hohlkörper-Pralinen

  • Kuvertüre temperieren und in eine Pralinenform geben, überschüssige Schokolade ablaufen lassen. Abkühlen lassen.
  • Ganache oder andere Füllung einfüllen (z. B. Fruchtfüllung, Nougat, Marzipan).
  • Mit Schokolade verschließen. Kurz in den Kühlschrank legen, dann aus der Form lösen.

3. Schichtpralinen

  • Mehrere Massen aufeinander schichten - z.B. eine dunkle Ganache, darauf Marzipan, darauf Nussnougat - und in Würfel schneiden.
  • Jedes Stück mit Schokolade überziehen und dekorieren.

4. Fruchtige Pralinen

  • Fruchtpüree (z.B. Cassis oder Orange) aufkochen, mit Sahne und weißer Schokolade zu einer Ganache verarbeiten.
  • Als Füllung verwenden oder kleine Stücke kandierter Früchte in die Mitte der Pralinen setzen.

5. Salziges Karamell als Füllung

  • Kleine Ideen mit Salzbutterkaramell sind perfekt, um schnell Geschenke zu zaubern.

Kreative Gestaltung und Dekoration

Das Tolle an selbst gegossenen Pralinen ist nicht nur die Möglichkeit, Deine kulinarischen Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch, Deine Kreativität auszuleben. Formen können mit bunter Kakaobutterfarbe ausgemalt, mit Airbrush bearbeitet oder nach dem Ausformen mit Glitzerfarben bepudert werden. Dekorationen mit Krokant, gehackten Nüssen, Streuseln, essbarem Gold oder kandierten Früchten machen jede Praline zum Unikat. Mit Strukturfolien lassen sich filigrane Muster auf die Oberfläche bringen.

Pralinen dekorieren: Kakaobutterfarbe, Nüsse, Goldstaub

Tipps & Tricks für perfekte Pralinen

  • Gute Zutaten sind das A und O! Investieren Sie in hochwertige Kuvertüre, Nüsse und Füllungen.
  • Passen Sie das Verhältnis von Schokolade und Sahne für die Ganache an die Füllungsart an - fester für Trüffel, weicher für Spritzfüllungen.
  • Pralinen schmecken je frischer, desto besser, sind aber in einer verschlossenen Dose einige Wochen haltbar und sollten kühl und dunkel aufbewahrt werden.
  • Beim Temperieren und Überziehen immer auf die richtige Temperatur achten.
  • Mit Hilfe fertiger Hohlkörper zaubern Sie schnell große Mengen an einheitlichen Pralinen.
  • Die Hände sollten beim Formen kalt sein, damit die Schokoladenmasse nicht zu früh schmilzt.
Workshops und Onlinekurse: Pralinen ganz einfach selber machen

Pralinen ansprechend verpacken und verschenken

Selbstgemachte Pralinen lassen sich einfach und stilvoll verpacken. In Pralinenkapseln kommt jede Praline besonders schön zur Geltung. Schachteln oder Boxen, die mit Seidenpapier ausgelegt werden, geben den Pralinen einen luxuriösen Rahmen. Pralinenbeutel aus Klarsichtfolie sind perfekt zum Verschenken - einfach hübsch verschließen und mit Schleife dekorieren.

Pralinenboxen und Geschenkverpackungen

Häufige Fragen zum Pralinen selber machen

  • Wie lange sind selbstgemachte Pralinen haltbar? Je nach Rezept mehrere Wochen, gekühlt und trocken aufbewahren.
  • Können Pralinen im Adventskalender oder Weihnachtsbaum aufbewahrt werden? Ja, gut verpackt halten sie einige Tage und sind ein festliches Highlight.
  • Wie gelingt das Temperieren der Schokolade am besten? Die Kuvertüre muss exakt auf die richtige Temperatur gebracht und dabei ständig gerührt werden. Wasserdampf oder Wasser darf nicht an die Schokolade kommen!

Hochwertige Zutaten und eigene Kreationen

Mit verschiedenen Zutaten und Aromen lassen sich immer wieder neue Pralinen-Kreationen entwickeln. Fruchtige Aromen, Gewürze wie Zimt oder Vanille, Nüsse, Liköre oder kandierte Orangen passen wunderbar in die kleinen Schokokunstwerke. Mit Kreativität und ein bisschen Übung entstehen so individuelle Meisterwerke für jede Gelegenheit.

Variationen: Fruchtpralinen, Nusspralinen, Trüffel

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