Nikolaus-Schokolade: Herstellung, Inhaltsstoffe und Qualitätsfragen

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskalender, und zwar in vielen Ländern der Welt. Adventskalender gehören in die Vorweihnachtszeit und begleiten mit einer täglichen kleinen Überraschung durch den Dezember. Schon viel früher wurden Weihnachtsmänner und Nikoläuse aus Schokolade kreiert.

Geschichte und Entwicklung der Schoko-Nikoläuse

Um das Jahr 1820, also vor rund 200 Jahren, sollen sich die ersten Konditoren an die künstlerisch herausfordernde und symbolträchtige Figur getraut haben und die ersten, manuell geformten Exemplare zum Verkauf angeboten haben. Diese waren, anders als heute, aus massiver Schokolade hergestellt. Wenige Jahrzehnte später schufen ebenfalls Konditoren die ersten Schokoladenhohlfiguren zur Weihnachtszeit.

Doch für den Durchbruch zum Massenphänomen brauchte es die industrielle Fertigung in größeren Mengen. Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Sie sind nicht hohl und zeigen ihre Struktur, wie den langen Bart, nur auf einer Seite. Die andere ist flach.

Darauf aufbauend und, eine aus Dänemark stammende Erfindung nutzend, begann in der Folge die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird. So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke. Ein Verfahren, dass auch bei Osterhasen eingesetzt wird - aber immer neu auf Basis frischer Kakaobohnen - denn aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen und auch nicht umgekehrt.

Historische und moderne Schoko-Nikoläuse

Produktion und Formen

Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Darauf aufbauend und, eine aus Dänemark stammende Erfindung nutzend, begann in der Folge die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird.

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So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke. Ein Verfahren, dass auch bei Osterhasen eingesetzt wird - aber immer neu auf Basis frischer Kakaobohnen - denn aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen und auch nicht umgekehrt.

Verbreitung und Sorten

Heute sind Schoko-Weihnachtsmänner aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2021 rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner hergestellt. Knapp ein Drittel dieser besonderen Begleiter durch die Weihnachtszeit werden exportiert und erfreuen die Menschen in Europa und Übersee.

Es gibt sie in vielen Größen, von Mini bis Maxi und in verschiedenen Sorten - etwa mit unterschiedlich hohem Kakaoanteil. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am Nikolausmorgen, dem 6. Dezember, wenn die glitzernd eingewickelten Nikoläuse Groß und Klein erfreuen.

Sortenvielfalt: Mini bis Maxi, Vollmilch bis vegan

Sensorik und Genuss

Der Weihnachtsmann kommt an das Überraschungs-Ei geschmacklich ziemlich nah ran. Es hat die typische Süße der Kinderschokolade. Beim Hineinbeißen ist ein Knacken der dicken und festen Schokolade zu hören. Zuerst breitet sich der Geschmack von leckerer brauner Kinderschokolade aus, nachdem diese langsam im Mund verschmolzen ist, kann man auch die süße weiße Schokolade schmecken. Durch die dickere Schicht der weißen Schokolade schmeckt der Weihnachtsmann sogar noch besser wie das Überraschungs-Ei. Er ist total lecker, sodass das nächste Knacken nicht länger auf sich warten lassen konnte.

Inhaltsstoffe: typisches Rezept und Funktion

Unsere Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Angaben für eine Portionsgrösse von 100g. *Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

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Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Als natürlicher fettähnlicher Stoff gehört es zur Gruppe der Phospholipide. Wegen seines bipolaren Aufbaus ist Lecithin ein wichtiger Baustein der Zellwände. Besonders Knochenmark, Nervengewebe, Herz und Leber sind reich an Lecithinen. Die Stoffe beeinflussen darüber hinaus den Transport von Fetten und Cholesterin im Blut und wirken als Bestandteil der Gallenflüssigkeit an der Fettverdauung mit. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Als Mehlbehandlungsmittel verbessert es die Knet- und Formeigenschaften von Teigen und verlangsamt das Altbackenwerden von Gebäck. In Margarine sorgt Lecithin dafür, dass sie in der Pfanne nicht spritzt. Als Antioxidationsmittel schützt die Fette zudem vor den verderbenden Einflüssen des Sauerstoffs.

Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüssen, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein. Das so gewonnene natürliche Lecithin kann ebenso in Lebensmitteln eingesetzt werden, wie die Lecithine, die durch chemische Modifikation daraus gewonnen werden. Die chemisch modifizierten Lecithine werden auf besondere technologische Anforderungen zugeschnitten und erweitern so das Anwendungsgebiet des Stoffes deutlich. So ist etwa Lysolecithin besonders hitzestabil, während andere Modifikationen die Emulgatoreigenschaften des Lecithins verbessern. Kann aus Sojabohnen, Mais, Erdnüssen, Eigelb, Sonnenblumen- oder Rapsöl hergestellt sein. Daher Pflicht der Allergenkennzeichnung.

Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: pflanzliche Fette (Palm. Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln. Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel die Palmöl enthalten entsprechend deklariert werden. Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein.

Darstellung von Zutaten: Kakaobohnen, Lecithin, Palmöl

Allergene, Ernährungsformen und Kennzeichnung

Dieses Produkt ist glutenfrei. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind hingegen glutenfrei.

Dieses Produkt enthält Laktose. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Laktosegehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch ein. Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der unter anderem in Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch und Stutenmilch vorkommt. Laktose ist auch Bestandteil aller Produkte, die aus Milch hergestellt werden, wie Käse, Joghurt, Buttermilch oder Sahne. Milchzucker steckt zudem als technischer Hilfsstoff in vielen Lebensmitteln.

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Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Vegan-Status oder sind die Angaben unvollständig bzw. nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise. Dabei wird auf den Konsum von Produkten verzichtet, die tierischen Ursprungs sind oder Bestandteile tierischen Ursprungs beinhalten. Dieses Produkt ist vegetarisch. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden.

Gesundheitliche Hinweise

Bei der Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) liegt ein Mangel des Enzyms Laktase vor. Infolgedessen kann die Laktose im Dünndarm nicht gespalten und verdaut werden, so dass der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm gelangt. Dies führt zu Symptomen wie Völlegefühl, Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten.

Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten führt.

Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen.

Qualitäts- und Sicherheitskritik: Mineralölbestandteile und Tests

Im Test: Schoko-Nikoläuse und Schoko-Weihnachtsmänner. Mineralölbestandteile verderben den Appetit auf die Süßigkeit. Besonders ärgerlich: Wir sind auch auf aromatische Mineralölbestandteile (MOAH) gestoßen. Zur großen Gruppe dieser aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe gehören auch Substanzen, die krebserregend sind. Dafür gibt's von uns die Rute: Alle Schoko-Nikoläuse, in denen das Labor MOAH nachgewiesen hat, bewerten wir im Testergebnis Mineralöl mit "mangelhaft".

Säcke aus Jute oder Sisal, in denen Kakaobohnen transportiert werden, sind häufig mit Mineralöl behandelt. Bei Schokolade etwa können Kakaobohnen durch Schmieröle an Erntemaschinen verunreinigt werden oder beim Transport in Sisal- und Jutesäcken, die mit Mineralölen behandelt sind. Ein Anbieter schrieb uns, dass die Belastung in seinem Schoko-Nikolaus "voraussichtlich durch die Verpackung aus Plastikfolie" zustande kommen. Denn die habe im Gegensatz zu Alufolie "keinerlei Barriereeigenschaften". Das wäre ja mal ein Ansatz, die Verpackung zu überdenken. Doch entsprechende Pläne gibt es offenbar nicht - zumindest teilte uns das Unternehmen dazu nichts mit.

Die EU-Kommission hat nun endlich Richtwerte für MOAH festgelegt. Danach sollten Lebensmittel mit höherem Fett- oder Ölgehalt wie Schokolade vom Markt genommen werden, wenn sie mehr als 1 mg/kg MOAH enthalten. Zwar liegen die drei Schoko-Nikoläuse im Test etwas unter diesem Wert. Nach wie vor unreglementiert sind Mineralölverunreinigungen durch gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH), die in allen Schokofiguren stecken. Doch warum sind Mineralölbestandteile ein so verbreitetes Problem?

Positiv fällt auf, dass die Schoko-Nikoläuse im Test keine nennenswerten Aluminium-Rückstände enthalten. Mineralölbestandteile: nach DIN EN 16995:2017 mod.; die Modifikation betrifft die Verseifung und eine andere Matrix; Messung mittels LC-GC/FID. Aluminium: nach DIN EN 15763: 2010-04. Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt.

Laboruntersuchung: Probenanalyse auf MOAH/MOSH

Testergebnisse ausgewählter Produkte

Die Schokoladen-Weihnachtsmänner und -Nikoläuse hielten gerade erst Einzug in die Supermärkte, als wir auf Einkaufstour für diesen Test gingen. Dennoch landeten 23 Exemplare der saisonalen Süßigkeit in unserem prall gefüllten Sack - darunter vier vegane Produkte und sieben aus Bio-Schokolade.

Die Experten untersuchten die Schoko-Weihnachtsmänner auf Mineralölbestandteile wie MOSH und MOAH sowie auf Aluminium - Schokolade oder Kakao weisen häufig hohe Gehalte des Leichtmetalls auf. Außerdem hat uns interessiert, ob die weihnachtlichen Schokofiguren im Zuge der Inflation und gestiegenen Energiepreise deutlich teurer geworden sind.

Produkt (Beispiel) Preis pro 100 g Vegan ausgelobt Mineralölbestandteile Testergebnis Mineralöl
Rosengarten Schoko Weihnachtsmann vegan 3,88 Euro ja stark erhöht mangelhaft
Alnatura Vollmilch Weihnachtsmann 3,13 Euro nein erhöht, zudem MOAH mangelhaft
Yanns Bio Schoko-Weihnachtsmann vegan 7,48 Euro ja leicht erhöht gut
Riegelein Merry Xmas Weihnachtsmann vegan 2,27 Euro ja stark erhöht mangelhaft
Lindt Hello Santa vegan 4,49 Euro ja leicht erhöht gut

Preisentwicklung und Verfügbarkeit

Und wie sieht es dieses Jahr mit den Preisen aus? Nur zwei Anbieter räumen ein, die Preisempfehlung für ihre Schoko-Nikoläuse seit letztem November erhöht zu haben - um zehn bzw. 20 Cent pro Stück. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden.

Lagerung und Haltbarkeit

Schokolade wird am besten trocken, luftdicht, dunkel und bei Temperaturen bis 20 Grad aufbewahrt. In der Regel ist Schokolade auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Je höher der Kakaoanteil, desto länger hält sie sich. Bei den hellen Flecken, die manchmal die Schokolade überziehen, handelt es sich dagegen meist um Zucker- oder Fettreif. Die entstehen, wenn Zucker oder Fett - etwa bei stärkeren Temperaturschwankungen - austreten und kristallisieren. Sieht unappetitlich aus, ist aber kein Grund, die Schoki zu entsorgen.

Herstellungsprozess: Gießen und Schleudern von Schokoladenfiguren

Was Konsument:innen tun können

Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Das kannst Du über den jeweiligen Kundenservice oder über ein Kontaktformular tun. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen.

Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren. Diese Produktseite ist noch nicht vollständig. Sie können dabei helfen, sie zu vervollständigen, indem Sie sie bearbeiten und weitere Daten aus den uns vorliegenden Fotos hinzufügen oder indem Sie mit der mobilen App für Android oder iPhone/iPad weitere Fotos aufnehmen.

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