Milka-Schokolade: Die lila Kuh — Geschichte, Bedeutung und echte Kühe auf der Verpackung
Wenn man an Milka denkt, hat man sofort die unverkennbare lila Verpackung vor Augen und natürlich… die lila Kuh! Dieses niedliche Tier ist nicht nur ein Maskottchen, sondern das Gesicht von Milka und eines der kultigsten Marketingbilder in der Welt der Schokolade. Die lila Kuh wurde 1972 eingeführt, als Milka auf der Suche nach einem starken visuellen Symbol war, das die Sanftheit und Qualität ihrer Schokolade repräsentieren konnte.
Ursprung und frühe Verwendung der Kuh auf Schokoladenverpackungen
Schon 1901 wurde auf einer Schokoladenverpackung der Firma Suchard eine Kuh abgebildet. Allerdings war zu dieser Zeit die Kuh noch weiß und nur der Hintergrund lila. 1914 erschien in der Schweiz ein satirisches Pastiche auf eine Arbeit von Emil Cardinaux, das eine lila Kuh zeigte. 1972 wurde auf Anregung der Firma Young & Rubicam eine Werbekampagne mit einer per Schablone gefärbten lebenden Kuh entworfen; nicht nur die Kuh, sondern auch die Umgebung war dabei teilweise lila.
Während in der ersten Printwerbekampagne viele andere Gegenstände wie Tannenbäume und Ballons lila waren, blieb auf Dauer die Lila Kuh lila. Die lila Kuh wurde 1972 eingeführt, als Milka auf der Suche nach einem starken visuellen Symbol war, das die Sanftheit und Qualität ihrer Schokolade repräsentieren konnte. Seither ist die lila Kuh aus der Milka Werbung nicht mehr wegzudenken.
Designentscheidung: Warum lila?
Aber warum lila? Ganz einfach: Es passt perfekt zu der unverkennbaren violetten Milka-Verpackung, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet wird. Alpenmilch, eine der Hauptzutaten von Milka, war bereits ein zentraler Bestandteil des Markenzeichens, und die Kuh war das perfekte Tier, um diese Milchquelle zu symbolisieren. Bei einer Milchschokolade eine Kuh nicht abwegig, da sie nunmal die Hauptsubstanz liefert.
Ikone, Werbewirkung und öffentliche Wahrnehmung
Der lila angepinselte Wiederkäuer ist längst untrennbar mit der Marke verwachsen. Das Maskottchen ist so beliebt, dass es in einigen Ländern sogar Kultstatus erlangt hat. In Deutschland und der Schweiz zum Beispiel ist die lila Kuh nicht nur eine Marketingfigur, sondern ein beliebtes Symbol für Qualität und Nostalgie. Was die lila Kuh so erfolgreich macht, ist, dass sie nicht nur eine Marke repräsentiert, sondern auch eine Emotion hervorruft. Milka steht für Sanftheit, Liebe und Genuss, und all das strahlt die lila Kuh aus.
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Man sieht, wie die Bekanntheit der lila Kuh so groß wurde, dass Mitte der 1990er-Jahre in Bayern in einem Schüler-Malwettbewerb ... (Anmerkung: Quelle im Originaltext verweist auf damalige Aufmerksamkeit).
Die Milka-Kuh in Medien, Kunst und Gesellschaft
Bis 2021 wurden 110 Werbespots mit der Milka-Kuh gedreht. Verwendet wurden für die Aufnahmen Kühe der Rasse Simmentaler Höhenfleckvieh; das erste tierische Modell war eine Kuh namens Adelheid, die von Werner Bokelberg aufgenommen wurde. Bekannt wurde besonders die Milka-Kuh-Darstellerin Schwalbe, die 1991 durch die empörte Öffentlichkeit vor der Schlachtung bewahrt wurde und von Suchard dann mit dem Gnadenbrot versorgt wurde. Zwei Jahre später wurde sie dann allerdings wegen eines Arthroseleidens ohne großes Echo in der Öffentlichkeit dennoch getötet.
In Titanic 7/1991 erschien ein Gemälde von Michael Sowa, das eine satirische Bearbeitung des Motivs der Milka-Kuh zeigt. Dargestellt wird ein Stier (oder Ochse) in der typischen Haltung der Milka-Kuh, der aber nicht lila und weiß, sondern in Schwarz und Gelb gefleckt gemalt wurde. Er trägt den Schriftzug „UHU“ auf der Seite, der aus der Werbung für den gleichnamigen Klebstoff bekannt ist.
Kampagnenvariationen: Echte Kühe statt der Kuh Lila
Milka präsentiert für kurze Zeit nicht die Kuh Lila auf ihrer Verpackung, sondern echte Kühe. Für fünf limitierte Verpackungssondereditionen der Sorten Alpenmilch, Ganze Haselnüsse, Noisette, Luflée und Kuhflecken hat die lila Milka Kuh erst einmal Pause. Denn hier sind die neuen Stars die echten Kühe. Mit der Kampagne "Entdecke die echten Kühe von Milka" stellt Milka die echten Kühe in den Vordergrund.
Denn Milka verpackt seine Schokolade für einen ausgewählten Zeitraum mit echten Kuhfotografien auf der Verpackung. So ist nicht nur außen auf der Verpackung das Rindertier zu sehen, sondern im Innern der Verpackung auch gleich der Lebenslauf des jeweiligen Tieres. Auf der Innenseite der Verpackung werden die jeweiligen Kühe genauer vorgestellt: Welche Charaktereigenschaften hat sie? Und welcher Kuhrasse gehört sie an?
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Für fünf limitierte Verpackungssondereditionen der Sorten Alpenmilch, Ganze Haselnüsse, Noisette, Luflée und Kuhflecken hat die lila Milka Kuh erst einmal Pause. Mit der Kampagne "Entdecke die echten Kühe von Milka" stellt Milka die echten Kühe in den Vordergrund. Ziel der neuen Kampagne ist es, den echten Kühen eine besondere Plattform zu bieten, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Namen und Geschichten der echten Kühe
Gerda, Moocha, Marisa, Lola und Katja - nein, das sind nicht die beliebtesten Mädchennamen in diesem Jahr, sondern Kuhnamen. Und zwar nicht irgendwelche. Es sind die Namen der Milka Kühe. Von Dezember an finden Verbraucher auf fünf verschiedenen Tafelsorten fünf Kühe unterschiedlicher Rassen. Auf der Innenseite der Verpackung werden die jeweiligen Kühe genauer vorgestellt: Welche Charaktereigenschaften hat sie? Und welcher Kuhrasse gehört sie an?
Neben der Verpackungs-Kampagne soll der Kunde darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, noch tiefer ins Alpenfeeling einzutauchen. Nach Angaben des Unternehmens werde die Aktion von umfangreichen Kommunikationsmaßnahmen im ersten Quartal 2020 begleitet. Mit Beginn des neuen Jahres gebe Milka Einblick in die persönlichen Geschichten der Kuh-Charaktere.
Markenführung, Werbefiguren und gesellschaftlicher Kontext
Am Montag vor 40 Jahren war das. Der lila angepinselte Wiederkäuer ist längst untrennbar mit der Marke verwachsen. Einige Werbefiguren bleiben unvergesslich. Warum? Es handelt sich um Klassiker, die eines gemeinsam haben: Sie hatten eine hundertprozentige Produktpassung und trafen den gesellschaftlichen Kontext. Sie waren also genau die richtigen zur richtigen Zeit, waren einzigartig und erzählten gute Geschichten, die hohe Aufmerksamkeit, Wiedererkennung und Sympathie erzeugten und dabei die beabsichtigten Produktbotschaften vermittelten.
Werbefiguren werden auch heute noch genutzt und erfunden. So hat BBDO vor zwei Jahren den Käpt‘n Iglo wiederbelebt. Und das mit sehr großem Erfolg. Es stimmt aber, Werbefiguren werden seltener eingesetzt. Dies hängt vor allem mit der Produktausdifferenzierung und kürzeren Werbezyklen zusammen. Werbefiguren sind meist an ein ganz bestimmtes Produkt gebunden und umgekehrt. Heute werden Marken zur besseren Kapitalisierung gern weit gedehnt. Dann passen die Markenfiguren oft nicht mehr zu den Line Extensions.
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Emotionales Marketing und Identifikation
Prominente Werbeträger sind ebenfalls immer ein Risiko. Sie wissen nie, ob ein prominenter Werbeträger in seinem Beruf als Sportler oder Schauspieler floppt, in einen Skandal verwickelt wird. Eine künstliche Werbefigur tut so was nicht. Sie gehört Ihnen, verlangt keine höhere Gage ... Niedlich müssen Werbefiguren nur sein, wenn es um niedliche Produkte oder Marken geht, beziehungsweise die Produktwelt eine heile sein soll, wie das Bärenmarkeland. Auf der anderen Seite ist Flat Eric von Levi’s genauso wenig niedlich wie Clementine.
Kuh als Rohstoffsymbol: Alpenmilch und Herkunft
In vielen Kampagnen ist sie in einer idyllischen Alpenlandschaft abgebildet, umgeben von grünen Wiesen und schneebedeckten Berggipfeln. Dieses Bild unterstreicht die schweizerische und österreichische Herkunft der Schokolade und die Idee, dass Milka aus bester Alpenmilch hergestellt wird. Der Hintergrund: Den Kühen auf den Bauernhöfen der Liefermolkereien von Milka sei es unter anderem zu verdanken, dass die beliebte Milka Schokolade so zart ist.
| Jahr / Ereignis | Bemerkung |
|---|---|
| 1901 | Suchard: erste Darstellung einer Kuh auf Schokoladenverpackung |
| 1914 | Satirisches Pastiche mit lila Kuh in der Schweiz |
| 1972 | Einführung der lila Kuh durch Young & Rubicam |
| 1991 | Bekanntheit von Kuh "Schwalbe" und öffentliche Debatte |
| Dezember (Jahreswechsel) | Limitierte Editionen mit echten Kühen auf fünf Tafelsorten |
Warum die lila Kuh weiterhin relevant ist
Die lila Kuh ist so beliebt, dass sie in vielen Kampagnen das zentrale Motiv bleibt. Heute ist die lila Kuh immer noch so aktuell wie bei ihrer Einführung. Egal, ob man eine Tafel Schokolade kauft, eine Milka-Werbung im Fernsehen sieht oder einer knuddeligen Version der Kuh begegnet, man weiß sofort: Das ist Milka.
Milka, die schon damals ganz in Lila gehüllte Alpenmilchschokolade. Plus Milchkuh. Ergibt: Milka-Kuh. Ihre Bekanntheit der lila Kuh wurde so groß, dass sie zu einem zentralen Identifikationssymbol der Marke wurde und bis heute hohe Wiedererkennung und Sympathie erzeugt.
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