Milka Schokolade essen in der Schwangerschaft: Was erlaubt ist und worauf du achten solltest

Wenn du schwanger bist und „für zwei“ isst, sind unerwartete Gelüste fast unausweichlich - und einer der häufigsten? Schokolade! Ja - der Verzehr von Schokolade in der Schwangerschaft ist völlig unbedenklich, solange er in Maßen erfolgt und man auf Koffein-, Zucker- und Kaloriengehalt achtet.

Schokolade während der Schwangerschaft: grundsätzliche Erlaubnis

In der Schwangerschaft stellen sich viele Frauen oft die Frage: Darf ich dies oder jenes essen? Geht es um unsere heißgeliebte Schokolade lautet die Antwort ganz klar: Ja, du darfst!

Wir haben weitere gute Nachrichten für alle Schokofans: In Maßen ist sie Studien zufolge jetzt sogar gesund!

Warum einige Studien Schokolade sogar empfehlen

Schokolade ist in der Schwangerschaft ungefährlich für das ungeborene Baby - zumindest solange sie in Maßen genossen wird!

Nicht nur, dass ein bisschen Schokolade in der Schwangerschaft eindeutig nicht schädlich ist, sie scheint auch noch medizinische Vorteile zu haben.

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Das zumindest lassen einige Studien vermuten, die in den letzten Jahren zu dem Thema durchgeführt worden sind.

Eine davon in Kanada, mit 129 Schwangeren, deren (beneidenswerte) Aufgabe es war, zwölf Wochen lang täglich 30 Gramm Schokolade zu essen. Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler: Es zeigte sich, dass die verzehrte Schokolade einen positiven Einfluss auf die Durchblutung der Plazenta und die fetale Entwicklung hatte.

Frühere Studien jedoch geben Hinweise darauf, dass insbesondere Schokolade mit einem hohen Gehalt an Flavonoiden (Pflanzenstoffe) die Plazentatätigkeit fördern und sogar das Risiko einer Präeklampsie senken kann.

Die Flavonoide im Kakao wirken antioxidativ und fördern die Durchblutung, was sich günstig auf den Blutdruck auswirken und möglicherweise sogar das Risiko für Präeklampsie, eine schwangerschaftsbedingte Bluthochdruckerkrankung, senken kann.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 hat die Wirkung von Schokolade auf unser Gehirn untersucht. Forscher kamen sogar zu dem Schluss, dass sechs Monate alte Babys fröhlicher waren, wenn die Mutter in der Schwangerschaft öfter Schokolade gegessen hatte - im Vergleich zu Babys, deren Mütter auf Schokolade verzichtet hatten.

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Welche Inhaltsstoffe nützen - und welche bereiten Sorge?

Ganz abgesehen von der glücklich-machenden Wirkung von Schokolade enthält die braune Nascherei außerdem Magnesium, Kalzium und Antioxidantien - alles Dinge, die der Körper in der Schwangerschaft in erhöhtem Maße braucht.

Übrigens enthält Schokolade nicht nur viel Zucker und Kalorien, sondern auch Kalzium, Magnesium und Antioxidantien - Stoffe, die Du in der Schwangerschaft vermehrt brauchst.

Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Anteil an den enthaltenen Pflanzenstoffen.

Da dunkle Schokolade deutlich weniger Zucker enthält als helle Schokolade, ist sie vorteilhafter für die Gesundheit, da der Blutzuckerspiegel durch den niedrigeren Zuckergehalt weniger schnell ansteigt.

Der Nutzen von Schokolade hängt überwiegend vom Kakaogehalt ab: Je höher der Prozentsatz, desto größer die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind.

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Je dunkler die Schokolade, umso besser ihr Ruf: Denn die gesundheitlichen Vorteile stecken im Kakao und davon enthält dunkle Schokolade einfach mehr.

Risiken bei zu großem Konsum

Das klingt ja alles wunderbar für Naschkatzen wie uns, allerdings darf man diese Studienergebnisse nicht als Freifahrtschein für hemmungsloses Schlemmen sehen. Denn Schokolade enthält neben den wertvollen Pflanzen- und Nährstoffen leider natürlich auch jede Menge Zucker und Fett.

Sie kann - in hohem Maße verzehrt - sehr unschöne Folgen haben: Schwangerschaftsdiabetes, hohem Blutdruck, einer übermäßigen Gewichtszunahme und allen damit verbundenen Komplikationen.

Außerdem enthält Schokolade Koffein (ca. 50 mg pro 50 g dunkle Schokolade), wovon man entsprechend der Empfehlung der WHO in der Schwangerschaft nicht mehr als 300 mg pro Tag zu sich nehmen sollte.

Koffein ist ein Stimulans, das dem Fötus in übermäßiger Menge schaden kann. Experten empfehlen Schwangeren, maximal 200 mg pro Tag aus allen Quellen aufzunehmen.

Bei übermäßiger Aufnahme kann Koffein laut Studien sogar zu einer Fehlgeburt führen. Außerdem ist das Geburtsgewicht deutlich niedriger.

Neben Zucker und Fett enthält Schokolade (wenn in großen Mengen verzehrt!) weitere problematische Inhaltsstoffe, von denen du als Schwangere zumindest einmal gehört haben solltest.

Polyphenole sind natürliche Pflanzenstoffe, die in vielen Lebensmitteln vorkommen, unter anderem auch in Kakao. Einige wissenschaftliche Studien aber deuten an, dass ein übermäßiger Verzehr von Polyphenolen im letzten Drittel der Schwangerschaft dem ungeborenen Kind schaden kann.

Dunkle Schokolade enthält häufig Cadmium, ein Schwermetall, das sich in Kakaopflanzen anreichern kann und in höheren Dosen leberschädigend wirkt.

Welche Schokoladensorten gibt es - und welche ist die beste Wahl?

Schokolade ist nicht gleich Schokolade, denn die verschiedenen Sorten enthalten zum Teil ganz unterschiedliche Inhaltsstoffe. Zunächst kann zwischen fünf Schokoladensorten unterschieden werden: Weiße Schokolade, Vollmilch, Zartbitter, Halbbitter und Bitterschokolade.

Während die weiße Schokolade recht mild schmeckt, macht die Bitterschokolade ihrem Namen alle Ehre. Der Grund dafür ist der hohe Kakaoanteil von etwa 70 %, der umso höher ist, je dunkler die Schokolade ist. Vollmilchschokolade enthält im Vergleich nur etwa 30 % Kakao.

Weiße Schokolade besteht ganz ohne Kakaoanteil sogar fast ausschließlich aus Zucker und Kakaobutter.

Zartbitterschokolade: Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent ist die beste Wahl für Schwangere (und nicht-Schwangere).

Wie viel Schokolade in der Schwangerschaft ist okay?

Natürlich darfst Du in der Schwangerschaft von Deiner geliebten Schokolade naschen - so lange es in Maßen ist, da Schokolade bekanntermaßen viel Zucker und Fett enthält.

So sind in einer halben Tafel Vollmilchschokolade bereits etwa 26 g Zucker und 16 g Fett enthalten. Als Schwangere solltest Du täglich aber nicht mehr als 40 g Zucker und 70 g Fett zu Dir nehmen.

Laut einer Studie aus Kanada können 30 g dunkle Schokolade pro Tag allerdings förderlich für das ungeborene Baby sein.

Am Tag solltest Du maximal 300 mg Koffein aufnehmen. Bis zu 50 mg Koffein stecken in 50 g dunkler Schokolade. Da ist also noch genügend Puffer nach oben. Achte aber darauf, ob Du noch weiteres Koffein durch Kaffee, grünen oder schwarzen Tee, Mate-Tee oder Cola zu Dir nimmst.

Schokolade - insbesondere dunkle Schokolade - hat aber auch weitere Inhaltsstoffe, die sich positiv auf deine Schwangerschaft auswirken können.

Hand aufs Herz: Ganze Tafeln Schokolade solltest du allein wegen des Zucker- und Fettgehalts ohnehin nicht essen.

Praktische Tipps zum Schokoladengenuss in der Schwangerschaft

  • Iss lieber kleine Portionen: Ein paar Stückchen am Tag sind meist unproblematisch.
  • Wähle dunklere Schokolade mit höherem Kakaoanteil für mehr Flavonoide und weniger Zucker.
  • Behalte deine Gesamt-Koffeinaufnahme im Blick (Kaffee, Tee, Cola, Schokolade).
  • Bei bestehendem Schwangerschaftsdiabetes oder starker Übergewichtung Schokolade meiden oder Rücksprache mit der Ärztin halten.
  • Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Verlangen hilft oft mehr als strenger Verzicht.
Infografik: Schokoladensorten und Kakaoanteil

Was sagen Expertinnen und Studien zusammengefasst?

Wissenschaftler:innen schlossen bereits 2010 in ihrer Studie mit rund 2.000 Teilnehmerinnen, dass Schokolade einen positiven Effekt auf den Schwangerschaftsverlauf haben kann. Das Ergebnis: Die Frauen, die in ihrer Schwangerschaft regelmäßig Schokolade verzehrten, hatten im ersten und dritten Trimester ein niedrigeres Risiko einer Präeklampsie.

Eine kleinere Studie aus dem Jahr 2016 konnte hier jedenfalls keinen Zusammenhang feststellen. Dafür brachte sie eine andere positive Erkenntnis hervor: Der zufolge profitierte das heranwachsende Baby von Mamas Nascherei.

Forscher befragten Mütter sechs Monate alter Kinder zu ihrem Schokoladenkonsum in der Schwangerschaft. Frauen, die häufiger Schokolade gegessen hatten, bewerteten ihre Babys als zufriedener.

Eine zuckerreiche Ernährung kann den Schwangerschaftsverlauf negativ beeinflussen. Mögliche Konsequenzen sind: Schwangerschaftsdiabetes, übermäßige Gewichtszunahme, Präeklampsie oder eine Frühgeburt.

Erklärung: Schokolade in der Schwangerschaft - Nutzen und Risiken

Was, wenn du unsicher bist?

Wenn du dir unsicher bist, frag doch einfach mal Deine Frauenärztin oder Hebamme, ob du in deiner speziellen Situation Schokolade genießen darfst. Schokolade solltest Du nur dann meiden, wenn Du Probleme mit der Blutzuckerkontrolle hast oder eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert wurde.

Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin.

Noch ein paar Alltagskommentare

Ein Stück Schoki geht immer, oder? Schokolade ist in der Schwangerschaft erlaubt - aber nur in kleinen Mengen (ca. ein paar Stückchen pro Tag).

Wenn dich also der Heißhunger packt, greif ruhig zu und gönn dir ein bisschen Schoki. Aber denk immer daran: Die meisten Sorten enthalten wirklich sehr viel Zucker.

Aspekt Empfehlung / Hinweis
Menge In Maßen; Studien nennen z. B. 30 g dunkle Schokolade/Tag als förderlich
Koffein Gesamtaufnahme aus allen Quellen begrenzen (200-300 mg/Tag, je nach Empfehlung)
Beste Wahl Zartbitter / dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil
Warnhinweise Hoher Zucker- und Fettgehalt, Cadmium in dunkler Schokolade, Polyphenole im letzten Trimester bei hohen Mengen

Du erwartest ein Baby und hast Heißhunger auf Süßes? Dann ist die gute Nachricht: Schokolade ist auch in der Schwangerschaft erlaubt. Und nicht nur das, sie kann dir sogar bei einigen typischen Schwangerschaftsbeschwerden helfen und hat noch einige andere positive Effekte für dich und dein Baby.

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