Milka Schokolade: Eine Analyse der Inhaltsstoffe

Milka Schokolade, bekannt für ihre lila Kuh und den Slogan "100% Alpenmilch", ist eine beliebte Süßigkeit. Doch was steckt wirklich in der Schokolade und was bedeuten die einzelnen Zutaten? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Milka Schokolade und gibt Einblicke in die Herstellung und mögliche Kritikpunkte.

Die Grundzutaten und ihre Bedeutung

Die Basis jeder Milka Schokolade bilden Kakao, Milch und Zucker. Hinzu kommen weitere Zutaten, die den Geschmack variieren, wie beispielsweise Haselnüsse. Ein Blick auf die Zutatenliste der Milka Alpenmilch Schokolade (Stand: 15.04.2025) zeigt folgende Bestandteile:

  • Zucker: Steht an erster Stelle der Zutatenliste und ist somit der Hauptbestandteil. Meist wird Saccharose (Haushaltszucker) verwendet. Zucker beeinflusst Geschmack und Konsistenz.
  • Kakaobutter: Das Fett der Kakaobohne, sorgt für das Schmelzgefühl. Die EU erlaubt, bis zu 5 % des Kakaobutteranteils durch günstigere Fette wie Palmfett zu ersetzen.
  • Magermilchpulver: Wird der Schokolade in Pulverform zugefügt.
  • Kakaomasse: Besteht aus gemahlenen Kakaobohnen und ist für den schokoladigen Geschmack verantwortlich.
  • Süßmolkenpulver (aus Milch): Ein Nebenprodukt der Käseherstellung, besteht zu etwa 76 % aus Milchzucker (Lactose). Wird für Konsistenz und Struktur verwendet, erhöht aber den Zuckergehalt.
  • Butterreinfett: Ein weiterer Milchbestandteil.
  • Haselnüsse: Für die Haselnussvarianten.
  • Emulgatoren (Sojalecithin, E476): Sorgen dafür, dass sich Öl und Wasser verbinden. Sojalecithin (E 322) hält die Schokolade geschmeidig. Polyglycerin-Polyricinoleat (E 476) dient als Stabilisator.
  • Aroma: In der Regel chemisch hergestelltes (synthetisiertes) Aroma.

Die vollständige Zutatenliste lautet: Zucker, Kakaobutter, MAGERMILCHPULVER, Kakaomasse, Süßmolkenpulver (MILCH), BUTTERREINFETT, Emulgator (SOJALECITHIN), HASELNÜSSE, Aroma. KANN ANDERE NÜSSE UND WEIZEN ENTHALTEN.

Allergene und mögliche Spuren

Milka Schokolade enthält folgende Allergene: MAGERMILCHPULVER, MILCH, BUTTERREINFETT, SOJALECITHIN, HASELNÜSSE. Es können Spuren von anderen Nüssen und Weizen enthalten sein. Daher ist Vorsicht geboten für Menschen mit entsprechenden Allergien oder Unverträglichkeiten.

Zusatzstoffe im Detail

  • Emulgatoren: Sojalecithin (E 322) und Polyglycerin-Polyricinoleat (E 476) werden eingesetzt, um die Konsistenz der Schokolade zu verbessern und die Zutaten miteinander zu verbinden. Sojalecithin ist weit verbreitet, während E 476 umstritten ist.
  • Aroma: Oft synthetisch hergestellt, um den Geschmack zu verstärken oder zu standardisieren.

Kritikpunkte an den Inhaltsstoffen

  • Hoher Zuckergehalt: Zucker ist der Hauptbestandteil von Milka Schokolade. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen.
  • Ersatzfette: Der Einsatz von günstigeren Fetten anstelle von Kakaobutter kann die Qualität der Schokolade beeinträchtigen.
  • Zusatzstoffe: Emulgatoren und Aromen sind nicht unbedingt notwendig und können bei manchen Menschen Unverträglichkeiten auslösen.
  • Mineralölbestandteile: Tests haben gezeigt, dass Milka Schokolade mit Mineralölbestandteilen belastet sein kann.
  • Aroma: Der Einsatz von Aroma wird kritisiert.

Die "Alpenmilch" Werbung

Milka bewirbt ihre Schokolade mit "100 % Alpenmilch". Die Milchbestandteile in der Zutatenliste sind Magermilchpulver, Süßmolkenpulver (aus Milch) und Butterreinfett. Eine Mengenangabe für die beworbene Milch fehlt jedoch. Kritiker bemängeln, dass die Werbung irreführend sein könnte, da die Menge der Alpenmilch nicht transparent ist. Bevor die Alpenmilch in die Schokolade kommt, wird sie zu Milchpulver und Butterreinfett verarbeitet.

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Kakaoproduktion und Transparenz

Die Kakaoproduktion für Milka Alpenmilch steht ebenfalls in der Kritik. Anbieter Mondelez legte die Lieferkette nach Anfrage nicht offen. Es bleibt unklar, ob das Unternehmen weiß, von welchen Bauern der Kakao stammt. Entwaldung und verbotene Kinderarbeit sind in der Kakaoproduktion nicht auszuschließen. Laut Mondelez stammen 63 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in den wichtigsten Herkunftsländern Ghana, Elfenbeinküste und Indonesien bereits kartiert. Bis Ende 2019 sollten 100 Prozent kartiert sein.

Vergleich mit anderen Schokoladen

Die meisten Schokohasen in der Vollmilch-Variante, ob von Kinder, Lindt oder Milka, bestehen aus nahezu identischen Zutaten. Unterschiede gibt es vor allem bei der Qualität der Zutaten und dem Kakaoanteil. Hochwertige Schokoladen zeichnen sich durch einen hohen Kakaobutteranteil aus. Begriffe wie Butterreinfett oder die Emulgatoren Sojalecithin und E 476 deuten darauf hin, dass mit der vergleichsweise teuren Kakaobutter gespart wurde.

Der Green-Score

Der Green-Score wurde ursprünglich für Frankreich entwickelt und wird derzeit auf andere europäische Länder ausgeweitet. Er soll Verbrauchern helfen, die Umweltverträglichkeit von Lebensmitteln zu beurteilen.

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