Brennen im Hals nach dem Verzehr von Milka Schokolade: Ursachen und Lösungen
In den letzten Jahrzehnten hat die Häufigkeit von Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten deutlich zugenommen. Viele Menschen klagen über Beschwerden nach dem Verzehr von Schokolade. Eine tatsächliche Allergie gegen Schokolade ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Viel häufiger sind es die beigefügten Zusatzstoffe, die zu Beschwerden führen. Es ist wichtig, zwischen Allergien und Unverträglichkeiten zu unterscheiden und den tatsächlichen Auslöser zu identifizieren.
Allergie oder Unverträglichkeit?
Es ist wichtig, zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit zu unterscheiden. Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Antigene aus der Umwelt, sogenannte Allergene. Eine solche Reaktion zeigt sich durch einen erhöhten IgE-Wert im Blut und kann mittels eines Bluttests nachgewiesen werden. Allergien gehen mit Reaktionen direkt nach dem Genuss des Lebensmittels einher, wie Hautveränderungen, Hautrötungen, Ausschlag, Jucken in Mund und Rachen, Unwohlsein, Magenbeschwerden, Darmprobleme und in schweren Fällen Atemnot oder sogar anaphylaktische Symptome.
Unverträglichkeiten spielen sich hauptsächlich im Darm ab, wenn dieser bestimmte Lebensmittelbestandteile nicht verdauen kann. Sogenannte Intoleranzen zeichnen sich durch verschiedene Beschwerden des Verdauungstraktes aus, wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Blähungen. Sie sind unangenehm, aber nicht so gefährlich wie eine Allergie.
Seltene Schokoladenallergie
Eine Allergie gegen Schokolade, also gegen die Kakaobestandteile selbst, ist sehr selten. Unverträglichkeiten im Zusammenhang mit Kakao sind jedoch nicht so selten.
Selbsttest bei Verdacht auf Schokoladenunverträglichkeit
Bei starken Symptomen oder einer allergischen Reaktion nach dem Konsum von Schokolade ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren, um den Auslöser zu identifizieren. Bei erträglichen Symptomen kann man selbst herausfinden, ob man auf Schokolade an sich oder auf einen Inhaltsstoff reagiert. Für diesen Selbsttest benötigt man ein kleines Stück pure Kakaomasse, also 100 Prozent Schokolade. Wenn danach keine Symptome auftreten, sind es wahrscheinlich andere Inhaltsstoffe in der Schokolade, auf die der Körper reagiert. Bei Beschwerden ist es wahrscheinlich die Kakaomasse, die nicht gut vertragen wird. Symptome treten eher auf, je dunkler die Schokolade und je höher der Kakaoanteil ist.
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Mögliche Ursachen für Beschwerden nach dem Verzehr von Schokolade
Histaminintoleranz
Reaktionen einer Histaminintoleranz können unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, die sich nicht nur auf den Verdauungstrakt beschränken, wie Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Halsschmerzen, Dauerschnupfen und Magen-Darm-Schmerzen. Diese Reaktionen werden von Histamin ausgelöst, das in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Vor allem fermentierte Lebensmittel wie Rotwein oder Schokolade, die aus fermentierten Kakaobohnen besteht, können zu Beschwerden führen. Bei Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit ist es sinnvoll, sich Unterstützung bei einem Arzt oder einer Ernährungsberater:in zu suchen. Manchmal verschwindet die Unverträglichkeit nach einiger Zeit wieder. Weiße Schokolade ohne unnötige Aromastoffe kann auch bei einer Histaminintoleranz gegessen werden.
Sensibilität gegenüber Schokolade
Es gibt Berichte über Menschen, die eine hohe Sensibilität gegenüber Schokolade selbst, also der Kakaomasse, aufweisen. Ein Hinweis darauf sind typische Symptome einer Unverträglichkeit, aber auch Kopfschmerz, Nervosität oder Unruhe.
Kreuzreaktivität
Eine Kreuzreaktivität gegen einen Stoff, gegen den man tatsächlich allergisch ist, kann vorliegen. Wenn dieser Stoff in seinem molekularen Aufbau ähnlich dem von Schokolade ist, kann dies das Immunsystem verwirren und bei besonders empfindlichen Personen eine allergische Reaktion hervorrufen. Ambrosia, Tabak und Kaffee zählen zu Substanzen, die eine Kreuzreaktion mit Kakao provozieren können.
Allergene in zugesetzten Stoffen
Ein Hinweis, dass eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen zugesetzte Stoffe besteht, ist eine höhere Reaktion, je niedriger der Kakaogehalt ist. Der Kakaobestandteil Kakaobutter, der in weißer Schokolade enthalten ist, hat keine bekannten Allergene. Es ist empfehlenswert, die Zutatenliste von Schokolade zu lesen, um die Qualität des Produkts einzuschätzen. Je weniger Zusatzstoffe und Aromen hinzugefügt wurden, desto höher ist meist die Qualität der Schokolade. Industriell gefertigte Schokolade hat oft viele hinzugefügte Zusatzstoffe. Klassische Allergene, die in Schokolade enthalten sein können, sind Gluten, Milch, Nüsse, Eier und Soja. Bei einer Allergie gegen einen dieser Inhaltsstoffe ist ein Inhaltsstoffe-Check unabdinglich.
Insektenreste
In Schokolade können Insektenreste mitverarbeitet werden, da Kakaobohnen nach der Fermentation einige Tage an der freien Luft trocknen müssen. Die Insektenteile machen im Verhältnis zu den anderen Zutaten nur einen winzig kleinen Anteil aus, können aber Allergien triggern, beispielsweise gegen Hausstaub. Um sicherzugehen, sollte man qualitativ hochwertige Bean-to-bar Schokolade kaufen, bei der der Fokus auf Sorgfalt bezüglich jedem einzelnen Schritt liegt.
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Lactose und Theobromin
Lactose, die in der Schokolade enthalten ist, kann bei einer Lactoseintoleranz zu Beschwerden führen. Theobromin, das dem Coffein ähnlich ist, kann ebenfalls Unverträglichkeiten auslösen.
Was tun bei dem Gefühl, Schokolade nicht mehr gut zu vertragen?
- Die Inhaltsstoffe der Schokolade überprüfen und feststellen, ob eine Unverträglichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe besteht.
- Bei Unverträglichkeit der Kakaomasse selbst könnte eine Histaminintoleranz vorliegen.
- Auf fair gehandelte, feine Bean-to-bar Schokolade ohne unnütze Zusatzstoffe setzen.
Schokolade für Allergiker
Es gibt Schokoladen, die speziell für Allergiker hergestellt werden und keine Spuren von Nüssen, Gluten, Schalenfrüchten, Sesam, Soja, Eiern, Milch und Zucker enthalten. Diese Schokoladen sind auch für Diabetiker geeignet.
Weitere mögliche Ursachen für Beschwerden im Halsbereich nach dem Verzehr von Schokolade
- Schluckbeschwerden: Schluckbeschwerden können durch eine Operation im Mund-, Hals- und Rachenbereich oder durch eine Mukositis, eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut, verursacht werden.
- Krebsbehandlung: Chemo- oder Strahlentherapie können eine Mukositis auslösen und weitere Nebenwirkungen wie Übelkeit verursachen, die die Freude am Essen beeinträchtigen.
- Stress: Stress kann der Auslöser für psychosomatische Beschwerden sein, die oft mit Magen-Darm-Problemen einhergehen.
Tipps zur Linderung von Beschwerden im Halsbereich
- Empfohlene Speisen und Getränke: Dickflüssige Kost (Suppen, Apfelmus, Gemüse- oder Kartoffelpüree), Babynahrung als Zwischenmahlzeit, geeiste Suppen, säurearme Säfte, Wasser ohne Kohlensäure, Tee und Smoothies.
- Schonende Zubereitung: Mild würzen und salzen, Gerichte mit Butter, Sahne, Cremes, Mayonnaise oder Öl anreichern.
- Zusatztipps: Kleine Bissen nehmen und gut kauen, aufrecht sitzen, mit leicht nach vorne gebeugtem Kopf, mit einem Trinkhalm trinken, Speichelfluss durch häufiges Trinken und Kaugummi kauen anregen.
- Folgendes bitte vermeiden: Trockene, harte Lebensmittel, Speisen, die am Gaumen kleben bleiben, Sauermilchprodukte statt Frischmilch.
Schokolade bei Husten
Das in Kakao enthaltene Alkaloid Theobromin kann Hustenreiz und unangenehmes Brennen lindern. Durch den Verzehr von Schokolade wird der Serotoninspiegel erhöht, was für gute Stimmung sorgt.
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