Geschichte und Besonderheiten von Marzipan im Hof in Flensburg
Im Herzen der Flensburger Altstadt, in der malerischen Roten Straße und im beschaulichen Blumenhof, befindet sich der Laden „Marzipan im Hof“ von Holger P. Hoyer Matthiesen. Dieser Laden hat sich der Präsentation und dem Verkauf edler Marzipanspezialitäten verschrieben und bietet zahlreiche handgemachte Produkte und regionale Besonderheiten mit eigener Geschichte.
Marzipan im Hof: Qualität und Tradition
Die edlen Marzipanspezialitäten stehen Pate für den Namen des Ladens „Marzipan im Hof“ in Flensburgs uriger Roten Straße. „Bei uns finden Sie ausschließlich Marzipanprodukte in besonders hoher Qualität. Wir führen nur hochwertiges Lübecker Marzipan und Edelmarzipan mit mindestens 52 % Rohmasse. Für diese feinen Marzipanprodukte werden aromatische Mandeln aus verschiedenen Anbaugebieten verarbeitet. Das Marzipan von Lubeca wird in traditioneller Weise und mit einem hohen Anspruch an die Rohware hergestellt. Unvergleichlich gut.“
Premiumqualität bei Marzipan bedeutet nicht nur exquisite Geschmackserlebnisse, sondern auch eine besondere Frische des Produktes. Mest Marzipan wird nicht nach industriellen Verfahren in Großmengen gefertigt, sondern täglich individuell in Kleinmengen produziert. Aufgrund dieser Herstellungsweise wird immer bestes und saftiges Marzipan bereitgehalten.
Besonders hochwertige Produkte
- Original Ewald Liedtke Marzipan
- Königsberger Marzipan - unverwechselbar in Form und Gestaltung, kleine Formstücke mit braun abgetöntem Rand durch Abflämmung
- Wagner-Pralinen, Lasse Lakrits-Spezialitäten und Hattesens Laktritskonfekt aus Ærø
- Choco del Sol - Bio & fair
Die Geschichte des Lieferhofs und der Flensburger Kaufmannshöfe
Seit wann genau der Margarethenhof existiert, ist nicht bekannt. In einer Stadtansicht die ungefähr zwischen 1572 und 1618 entstand, ist aber schon ein bei Jürgensby abgelegener Hof am Ufer der Flensburger Förde zu erkennen, bei dem man vermutet, es könnte der Vorläufer des heutigen Hofes sein. Bezeugt ist der Hof seit dem Jahr 1609, damals war der Hof im Besitz der Familie Lange. Im 18. Jahrhundert wandelte sich der Hof zum Unternehmensstandort, als Peter Holst den Hof im Jahr 1759 erwarb und dort begann, eine Seifensiederei zu betreiben. Ab dem Jahr 1762 beheimatete der Hof eine Zuckersiederei, weshalb der Hof Zuckerhof genannt wurde.
Ein einziger Straßenzug, heute Holm-Große Straße-Norderstraße, erschloss diesen Uferstreifen. Möglichst viele Grundstücke sollten an dieser Straße liegen und gleichzeitig einen Anschluss an das Wasser des Hafens haben, damit Waren direkt umgeschlagen werden konnten. So entstanden die langen, schmalen Grundstücke, die der Altstadt noch heute die Form einer Fischgräte geben.
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| Jahr | Bedeutende Ereignisse |
|---|---|
| 1609 | Beginn Besitz durch Familie Lange |
| 1759 | Erwerb durch Peter Holst, Start der Seifensiederei |
| 1762 | Gründung der Zuckersiederei (Zuckerhof) |
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Bebauung immer weiter verdichtet. Seit dem 18. Jahrhundert, als der Westindienhandel zu einer neuen wirtschaftlichen Blüte führte, kamen die nach ihrer Stellung „Querspeicher“ benannten Lagerhäuser hinzu. Über Jahrhunderte wurde an den Höfen gebaut, erweitert, umgebaut und dem Zeitgeschmack angepasst. So entstanden bauliche Ensembles, die kunstvoll ausgestattet sind. Glücklicherweise hat man sich auf die Höfe besonnen und viele im Rahmen der Stadtsanierung seit ca. 1975 behutsam instandgesetzt.
Regionale Spezialitäten und Nachhaltigkeit
Der Inhaber begrüßt die Kunden mit interessanten Geschichten: „Neben unserem leckeren Marzipan gibt es zahlreiche handgemachte Produkte und Spezialitäten aus der Region, die alle eine eigene und besondere Geschichte erzählen.“ Bei all unseren Spezialitäten legen wir großen Wert auf Regionalität, nachhaltigen Anbau und fairen Handel.
Klimafreundliche Übersee-Waren
- Kaffee und Spirituosen gelangen auf klimafreundlichem Weg - per Windkraft - mit dem Segelschiff „Avontuur“ zu uns
- Neu: Segel-Kaffee von Café Chavalo
- Premium-Rum und Gin, gesegelt mit AVONTUUR
- Peter´s Gin, Capitain Johann G. Hoyer-Rum
Kontinuierlich gesellen sich weitere Leckereien und Spezialitäten dazu. Hier wird Gutes bewahrt. Ein Besuch im Laden lohnt sich immer wieder.
Weitere regionale Produkte
- Hartmann Öle, Hanföl, Marmeladen oder Honig
- Ostseesalz für den täglichen Bedarf
- Tee-Marken wie Ronnefeld oder Østerlandsk Thehus
- Weine von der Flensburger Förde: Der seit 1927 familiengeführte, landwirtschaftliche Familienbetrieb der Familie Jensen sorgt für moderne Sortenzüchtungen im Norden
Marzipan: Die spannende Reise der Mandelmasse
Woher kommt das Marzipan? Wie kam das Marzipan vom Orient, wo Mandeln und Zucker gehandelt wurden, nach Lübeck? Oder haben es die Lübecker gar selbst erfunden? Stammt der Begriff von Marci Panis ab oder von byzantinischen Münzen namens Mauthaban? Legende oder Tatsachen? Man kann es nicht mit Gewissheit sagen. Aber das macht die Geschichte des Marzipans auch so spannend.
Historische Entwicklung des Marzipans
- Schon um 900 erwähnte es der persische Arzt Rhazes in arabischen Medizinschriften.
- Im Orient erlangte die süße Mandelmasse als „Haremskonfekt“ Berühmtheit; der Sage nach wurde auf jedes Stück Naschwerk das Abbild eines Herrschers geprägt.
- Wahrscheinlich reiste das Geheimnis der Marzipanherstellung tatsächlich im Gepäck der Kreuzritter nach Europa und gelangte schließlich in die Backstuben der Lübecker Zuckerbäcker.
- Im Mittelalter hielt das Marzipan Einzug in die Lübecker Apotheken, wo seine wohltuende Wirkung auf Magen, Darm und auch auf die Potenz erwähnt wurde.
- Der Adel und wohlhabende Bürger:innen genossen Marzipan, das mit echtem Blattgold überzogen wurde und den höchsten Würdenträgern überreicht wurde.
- Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Marzipan durch die Zuckerherstellung aus der Zuckerrübe auch für die restliche Bevölkerung erschwinglich.
Besonderheiten von Marzipan im Hof
Marzilade enthält nur natürliche vegane Zutaten und ist vielseitig einsetzbar. Genießen Sie das Geschmackserlebnis aus Frucht und feinstem Lübecker Marzipan - nicht so süß wie Marmelade und aus edlen Valencia-Mandeln.
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Bei all unseren Spezialitäten legen wir großen Wert auf Regionalität, nachhaltigen Anbau und fairen Handel. Viele unserer Übersee-Waren, wie Kaffee oder Spirituosen, gelangen auf klimafreundlichem Weg - per Windkraft - mit dem Segelschiff „Avontuur“ zu uns.
Zum Vernaschen gut: Marzipan aus besten Rohstoffen - wir führen bewährte und köstliche Marzipan-Spezialitäten wie Mest, Lubeca und Königsberger in höchster Qualität.
Als Hommage an die Flensburger Mundart “Petuh” gibt es Köstliches rund um Kaffee, Tee, Klönsnack & Likör´chen.
Flensburg und seine Höfe: Kulturelle Bedeutung
Künstlerhof, Brasseriehof, Roter Hof, Zuckerhof und viele andere mehr prägen das Gesicht der Flensburger Altstadt und sind nicht mehr wegzudenken. Es gibt aber immer noch sanierungsbedürftige und gefährdete Kaufmannshöfe.
Im späten 16. Jahrhundert, als Flensburg eine Blütezeit als Handelsstadt und eine größere Handelsflotte als Kopenhagen erlebte, war die private Bautätigkeit sehr groß. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Bebauung immer weiter verdichtet.
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Glücklicherweise hat man sich auf die Höfe besonnen und viele im Rahmen der Stadtsanierung seit ca. 1975 behutsam instandgesetzt.
Auf Marzipans Spuren: Lübecker Marzipan, Legenden und Museen
Begib dich auf seine Spuren und erfahre mehr über Lübecks berühmteste Nascherei! Glaubt man der lokalen Legende, wurde das Marzipan sogar in Lübeck erfunden. Als 1407 eine Hungersnot drohte, weil die Lübecker Kornspeicher leer standen, soll der Senat der Stadt die Bäcker beauftragt haben, ihr Brot aus Mandeln zu backen: Marci-panis (Mandelbrot) - die Entstehung des heute berühmten Marzipanbrotes?
Erlebe die spannende Geschichte des Marzipans im Niederegger Marzipan-Museum.
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