Schokoladen-Weihnachtsmänner: Herkunft, Herstellung und Beliebtheit

Schokoladen-Weihnachtsmänner sind aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken und zaubern Groß und Klein jedes Jahr ein Lächeln ins Gesicht. Wie kam es dazu, dass diese süßen Figuren zu einem festen Bestandteil der Weihnachtszeit wurden? Die Entwicklung vom Luxusprodukt zur beliebten Massenware, ebenso wie die Herstellung, die Symbolik und die aktuellen Trends, ist faszinierend und vielschichtig.

Die Ursprünge der Schokolade und des Schoko-Weihnachtsmanns

Im 17. Jahrhundert brachten Spanier von Reisen nach Mittelamerika Kakaobohnen mit nach Europa. Die daraus hergestellte Schokolade galt für eine lange Zeit als Luxusprodukt und war als solches den Adeligen vorbehalten. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts hin wurde Schokolade allmählich für die breite Masse verfügbar, galt aber nach wie vor als luxuriöse Delikatesse, die nur zu besonderen Anlässen wie Weihnachten verschenkt wurde.

Bereits um 1820 soll es die ersten Schokoladen-Weihnachtsmänner gegeben haben. Um das Jahr 1820, also vor rund 200 Jahren, sollen sich die ersten Konditoren an die künstlerisch herausfordernde und symbolträchtige Figur getraut haben und die ersten, manuell geformten Exemplare zum Verkauf angeboten haben. Diese waren, anders als heute, aus massiver Schokolade hergestellt.

historische Schokoladenherstellung

Mitte des 19. Jahrhunderts sind dann auch die ersten hohlen Exemplare entstanden. Etwa 20 Jahre später wurde der Schoko-Nikolaus erstmals als Hohlkörper hergestellt. Zu der Zeit gab es auch erste, damals untypische Darstellungen vom Nikolaus mit Mantel und Zipfelmütze.

Die Entwicklung der Figur: Weihnachtsmann oder Nikolaus?

Der Nikolaus hat eine Bischofsmütze und der Weihnachtsmann eine Zipfelmütze. Was Kindern in der Regel völlig egal ist, macht das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken seit 2002 zum ernsten Thema. Mit der Initiative "Weihnachtsmannfreie Zone" macht sich das Werk generell für den Heiligen Nikolaus stark. Also für die Bischofsmütze. Der Heilige soll auf keinen Fall mit dem erfundenen Weihnachtsmann verwechselt werden.

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Der Schoko-Nikolaus mit der Bischofsmütze zieht die Verbindung zum Heiligen Nikolaus von Myra (um 280 - um 345). Er gilt als Patron unter anderem der Kinder, Schiffsleute und Feuerwehrleute. Meistens ist der Weihnachtsmann alleine im Supermarktregal anzutreffen, denn bereits seit vielen Jahrzehnten ist er der unangefochtene Champion an der adventlichen Ladenkasse.

Weihnachtsmann vs Nikolaus

Auch in Österreich ist der Schokoladen-Nikolaus bis heute die gängige Weihnachtsfigur und auch bei uns gibt es vereinzelte Schoko-Nikoläuse zu kaufen. Das Bonifatiuswerk vertreibt in Zusammenarbeit mit dem Leipziger St.-Benno-Verlag seit einigen Jahren einen Schoko-Nikolaus. Die Confiserie Riegelein betont, dass der Nikolaus das traditionelle Bischofsgewand mit aufgesetzter Mitra und Bischofsstab trägt und zahlreiche Varianten in unterschiedlichen Größen anbietet.

Die Bedeutung des Weihnachtsmanns in der Popkultur

Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, hat viele kulturelle Einflüsse. Im Jahr 1900 wurde das berühmte Bild vom Weihnachtsmann auf seinem von Rothirschen gezogenen Schlitten gezeichnet! Dieser wurde auf der Pariser Weltausstellung gezeigt und ging von Sonneberg prompt um die ganze Welt bis nach Amerika - erst als Postkarte, später als Kartonpappe zum Befüllen mit kleinen Gaben.

Im Jahr 1931 zeichnete dann der Grafiker Haddon Sundblom seinen Freund, einen freundlichen Mann mit weißem Bart, in den typischen Farben von Coca Cola - rot und weiß - und machte seinen Freund als Weihnachtsmann weltberühmt.

Geschichte des Weihnachtsmanns in der Werbung

Industrielle Herstellung und technologische Innovationen

Die Herstellung der Schokoladen-Weihnachtsmänner ist noch heute ein umfangreiches und zeitaufwendiges Unterfangen. Ab den 1950er Jahren konnte der Schokoladen-Weihnachtsmann durch innovative Verfahren in großer Menge industriell gefertigt werden. Die Schokolade wurde in flache Formen gegossen, die auf einer Seite eine Reliefprägung hatten. Heilemann und Viba stellen zur Weihnachtszeit verschiedenste Figuren aus Schokolade her.

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Aus dieser Art der Herstellung entwickelten dänische Erfinder das Schleudergussverfahren, das die Schokoladenwelt revolutionierte: Sie gossen flüssige Schokolade in eine Form aus zwei Hälften und drehten sie so lange, bis sich die Schokolade gleichmäßig darin verteilte, erkaltete und damit fest wurde. Bis heute werden Hohlkörper-Figuren wie Weihnachtsmänner und Osterhasen auf diese Weise hergestellt.

Daraus resultiert eine große Vielfalt: Vom 10 Gramm Weihnachtsmännchen zum großen Nikolaus haben wir für jeden Bedarf den passenden Schoko-Weihnachtsmann im Sortiment. Auch Knickebein Stiefelchen und Geschenkpackungen mit verschiedenen Weihnachtsfiguren sind besonderer Genuss zur Weihnachtszeit.

Schokoladen-Hohlfiguren Herstellung

Verpackt werden die Schokoladen-Figuren seit Jahrzehnten in Aluminiumfolie. Mittlerweile gibt es sogar reißfeste Folien, die auch bei kantigen Schokoladenfiguren nicht reißen. Diese Folien können in einem Stück von der Figur abgezogen werden.

Verkaufszahlen und Export

  • Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 167 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner hergestellt, davon 62 Millionen exportiert.
  • Im Jahr 2021 waren es rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner, knapp ein Drittel wurden exportiert.
  • Im Jahr 2022 wurden ca. 150 Millionen Schokoladenweihnachtsmänner hergestellt, über zwei Drittel blieben im Inland.
  • Im Jahr 2024 wurden 164 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner produziert - elf Prozent weniger als im Vorjahr.
JahrProduzierte Schoko-Weihnachtsmänner (Deutschland)Exportierte Schoko-Weihnachtsmänner
2021160 Mio53 Mio
2023167 Mio62 Mio
2024164 Mio64 Mio

Mythen und Fakten: Was passiert mit den Resten?

Immer wieder gibt es das Gerücht, dass nicht verkaufte Schokoladen-Weihnachtsmänner zu Osterhasen umgeschmolzen würden. Die Weihnachtsmänner, die vor Weihnachten nicht verkauft werden konnten, werden entgegen aller Gerüchte nicht eingeschmolzen und zu Osterhasen verarbeitet, sondern in den Wochen danach billig verkauft oder gespendet. Das wäre auch ein Verstoß gegen das Lebensmittelrecht.

Zum einen stellen der Rücktransport, das anschließende Entpacken der Schokoladenweihnachtsmänner und das noch bevorstehende Einschmelzen einen zu hohen Kostenaufwand für die Hersteller dar. Stattdessen werden die nicht verkauften Schokoladenweihnachtsmänner zunächst als Sonderangebote in den Läden angeboten.

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Die Beliebtheit und Vielfalt der Schokoladen-Weihnachtsmänner

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit geht das große Verschenken der verführerischen Schokoladen-Männer aufs Neue los. Egal wie groß, die Figur aus Vollmilchschokolade bleibt der absolute Favorit. Nur jede Fünfte ist nach Schätzungen eine Zartbitter-Ausführung. Der wohl kleinste Schoko-Nikolaus ist ein zehn Gramm-Happen für zwischendurch, der wohl Größte hat ein "All you can eat"-Format von 500 Gramm.

Die Größenvielfalt ist nach Angaben des Verbands eine Entwicklung der vergangenen zehn Jahre. Sie gibt es in vielen Größen, von Mini bis Maxi und in verschiedenen Sorten - etwa mit unterschiedlich hohem Kakaoanteil. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am Nikolausmorgen, dem 6. Dezember, wenn die glitzernd eingewickelten Nikoläuse Groß und Klein erfreuen.

Schokoladen-Weihnachtsmänner in verschiedenen Größen

Im HEILEMANN Onlineshop finden Sie eine vielfältige Auswahl an Weihnachtsmann Figuren in verschiedenen Größen und Geschmacksrichtungen, von zartbitter bis vollmilch. Auch Knickebein Stiefelchen und Geschenkpackungen mit verschiedenen Weihnachtsfiguren sind besonderer Genuss zur Weihnachtszeit.

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum oder der Adventskalender, und zwar in vielen Ländern der Welt. Adventskalender gehören in die Vorweihnachtszeit und begleiten mit einer täglichen kleinen Überraschung durch den Dezember.

Gesundheitliche Aspekte von Schokolade

Vor über einem halben Jahrhundert entdeckten Forscher im Kakao Substanzen, die sie der Stoffgruppe Polyphenole zuordneten. Diese besitzen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, zum Beispiel hinsichtlich des Herz-Kreislauf-Systems. Polyphenole sind natürliche Stoffe in Pflanzen, die jene vermutlich bilden, um sich vor Krankheiten zu schützen.

Eine Untergruppe dieser Polyphenole sind Flavonoide, die in ungewöhnlich hoher Menge in Kakao enthalten sind. In Edelbitterschokolade (Kakaoanteil 60 Prozent, normale Schokolade hat 30 Prozent) stecken viermal so viele Flavonoide wie in grünem Tee und doppelt so viele wie in Rotwein.

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass die Polyphenole der Kakaobohne unter anderem besonders wirksame Antioxidantien sind. Sie schützen unsere Zellen vor den Angriffen so genannter freier Radikale, die am Anfang einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stehen. Trotzdem nicht vergessen: Fett und Zucker sind bei Schokolade immer mit dabei.

Konsumverhalten und aktuelle Entwicklungen

Immer früher im Jahr bevölkern Schokoladen-Weihnachtsmänner die Supermärkte, schließlich ist mit ihnen gutes Geschäft zu machen - nicht nur in der Adventszeit. Im Jahr 2011 lag der durchschnittliche Süßwarenverbrauch der Deutschen bei 31,96 Kilogramm. Schokolade hat mit über neun Kilogramm den größten Anteil daran. Hierzulande wurde im vergangenen Jahr mehr als eine Million Tonnen Schokolade produziert. Einen verhältnismäßig kleinen Anteil daran hat das alljährliche Geschäft mit Schokoladen-Weihnachtsmännern.

Der Umfang der Produktion ist laut der Hersteller an die Bestellungen der Händler angepasst. Um den Zeitplan einzuhalten und auch im Hinblick auf die „Konkurrenz“ der Schokoladenosterhasen, beginnt die Produktion der Weihnachtsmänner aus Schokolade bereits Anfang Mai.

Die deutsche Süßwarenindustrie hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben weniger Schokoladen-Weihnachtsmänner hergestellt als im Vorjahr. Als Gründe führte der Verband „Kostenbelastungen bei wichtigen Rohstoffen wie Kakao und Nüssen, aber auch bei Personal, Energie sowie Bürokratie“ an. Hinzu komme die Konsumzurückhaltung von Verbraucher.

Mit Blick auf die Preisentwicklung erklärte der BDSI, dass diese „komplex“ bleibe: „Auch wenn die Kakaopreise an den internationalen Rohstoffbörsen zuletzt gesunken sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass Schokoladewaren wie Schoko-Weihnachtsmänner im Handel kurzfristig günstiger werden.“ Der Kakaopreis liege „trotz Entspannung weiterhin auf einem historisch hohen Niveau“. Wie teuer ein Schoko-Weihnachtsmann im Laden ist, bestimmen demnach zudem die Händler: „Die Festsetzung der Endverbraucherpreise für Lebensmittel wie Schokolade erfolgt durch den Lebensmitteleinzelhandel“, erklärte der BDSI. Hersteller hätten darauf „keinen direkten Einfluss“.

Kakaopreis und Schokoladenproduktion

Verkostung und Qualität

Sieben Schoko-Weihnachtsmänner wurden von uns verputzt und wir verraten dir unsere Favoriten. Nicht alle Schokoladen sind gleich gut. Sie unterscheiden sich zum Beispiel im Kakaogehalt, aber auch im Geschmack, in Härte und der Schmelzfähigkeit auf der Zunge. Vollmilch- oder Edelbitterschokolade, mit Pfefferminz oder Crisp: In unserem großen Weihnachtsmanntest haben wir die klassischen Vollmilch-Nikoläuse probiert, uns aber auch in ungewohnte Gefilde getraut.

Nicht nur der Inhalt, sondern auch die Verpackung zählte! Ein Verkostungsteam bestehend aus sieben Redakteuren begutachtete zunächst das Äußere der Testobjekte: Schließlich sind auch Vertrauenswürdigkeit, Outfit und Großzügigkeit wichtige Kriterien bei Weihnachtsmännern. Anschließend durfte geschlemmt werden. Um nicht anhand der Figur Rückschlüsse auf den Hersteller zu ziehen, wurden die Kameraden in kleine Teile zerbrochen. Bei der Verkostung punkteten Geschmack, Knackigkeit und Schmelzfähigkeit der Schokolade.

Unser Vollmilchfavorit ist der Weihnachtsmann von Lindt. Er überzeugte durch eine besondere Karamellnote und sein klassisches Äußeres. Bei den ungewöhnlicheren gilt: Die Unterschiede zum Original sind nur gering - wer Kinderschokolade, After Eight & Co. schon im Original mag, wird auch ihre Verwandtschaft lieben.

Schokoladen-Weihnachtsmänner Geschmackstest

Schokolade und die Adventszeit: Symbolik und gesellschaftliche Bedeutung

Schokoladenfiguren gehören zu Weihnachten einfach dazu. Ob als Dekoration für den festlichen Weihnachtstisch oder als kleine Aufmerksamkeit für Freunde und Familie - ein Schokoladen-Weihnachtsmann ist immer eine gute Wahl. Weihnachtsmann und Nikolaus gehören zum Weihnachtsfest einfach dazu und zaubern Groß und Klein in der Weihnachtszeit ein Lächeln ins Gesicht.

Im Dezember zeigt sich der viel beschriebene Riss, der durch unsere Gesellschaft geht, nicht zuletzt an der Frage, welche Schokolade wir kaufen. Die Deutschen lieben Hohlfiguren - die hiesige Süßwarenindustrie stellt jedes Jahr rund 140 Millionen her. Das Zipfelmännchen ist dem typischen Schokoladen-Weihnachtsmann ähnlich in Form und Größe, auch der Geschmack (Alpenvollmilchschokolade) dürfte identisch sein. Doch der aufgemalte Bart ist rot, nicht weiß und das Gewand ist blau, nicht rot. Der weihnachtliche Bezug fehlt.

Das Sortiment wird Jahr für Jahr erweitert: Auch andere Marken bieten zu dieser Zeit nicht-weihnachtliche Winterschokoladen an. Sie schmecken beide himmlisch und sehen einander zum Verwechseln ähnlich: Der lange weiße Bart, die ungewöhnliche Kleidung, die füllige Statur - die Schoko-Ausgaben von Nikolaus und Weihnachtsmann können auf den ersten Blick nur von Profis auseinander gehalten werden. Auch wenn Mitra, Bischofsstab und Ring den Heiligen aus Myra eindeutig kennzeichnen.

Tradition und Symbolik der Schoko-Weihnachtsfiguren

Was immer bleibt: Vorfreude ist die schönste Freude! Schoko-Weihnachtsmänner bringen weihnachtliche Vorfreude ins Haus.

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